Impfung schützt nicht vor Long-Covid – Studie widerlegt falsche Behauptungen

29. Mai 2022von 4.1 Minuten Lesezeit

Anfänglich wurde behauptet – von Politikern, ihren „Experten“ und von der WHO, dass nur die Impfung die Pandemie beenden und Herdenimmunität erreichen könne. Als klar wurde, dass das nicht stimmte, wie seriöse Wissenschaftler von Anfang erklärt hatten, ging man dazu über, dass es Übertragung und Krankheit verhindern würde. Als auch das nicht stimmte, was die Verfassungsgerichte von Deutschland und Österreich noch immer leugnen, sollte es schwere Erkrankung und Tod verhindern. Aber auch das stellt sich als unwahr heraus, egal nach wie vielen Shots, es verblieb die Behauptung Long-Covid würde verhindert werden.

Die Impfstrategie hat sich somit eindeutig als Fehlschlag erwiesen, nicht nur was den Schutz der gesamten Gesellschaft vor der COVID-19-Pandemie betrifft. Sie schützt auch kaum vor Long-Covid (im Fachjargon als postakutes COVID-19-Syndrom bezeichnet) oder dem Tod nach der postakuten Phase eine Infektion. Wobei das, was als Long-Covid bezeichnet wird, nämlich länger anhaltende Probleme wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Ähnliches auch nach anderen Virusinfektionen auftreten. Ein ähnliches Syndrom kann es sogar nach intensiver sportlicher Betätigung und Erschöpfung geben.

Das zeigen auch die Ergebnisse einer kürzlich in Nature Medicine veröffentlichten Studie mit dem Titel „Long COVID after breakthrough SARS-CoV-2 infection“ (Long COVID nach Durchbruchs-SARS-CoV-2 Infektion). Sie wurde vom Veterans Affairs (VA) St. Louis Health Care System und der Washington University School of Medicine in St. Louis durchgeführt.

Das erklärte Ziel der VA-Studie war es, eine wichtige Wissenslücke zu schließen. Haben Menschen mit Durchbruchsinfektionen angesichts der nachlassenden Immunität durch frühere Impfungen und des steigenden Risikos von „Durchbruchsinfektionen“ Long-Covid entwickelt und mit welcher Häufigkeit?

Für ihre Studie verglichen sie fast 34.000 dokumentierte Fälle von Durchbruchsinfektionen (COVID-Patienten, mit einer früheren Impfung) mit fast 5 Millionen aktuellen Patienten ähnlichen Alters, Geschlechts und medizinischer Komorbiditäten, bei denen keine frühere Infektion dokumentiert war.

Obwohl die Studie keine Angaben zum Alter der untersuchten Population enthält, ergab ein vom National Center for Veterans Analysis and Statistics im März 2019 erstellter Bericht, dass das Durchschnittsalter der VA-Patienten bei etwa 64 Jahren lag und sie überwiegend männlich waren. In Bezug auf den wirtschaftlichen Status schnitten sie etwas besser ab als Nicht-Veteranen.

Die Studie ergab, dass die Inzidenz von Durchbruchsinfektionen sechs Monate nach der ‚vollständigen Impfung‘ bei etwa einer von 100 Personen lag. Der Studienzeitraum erstreckte sich vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Oktober 2021, also noch vor der Omicron-Phase der Pandemie.

Den Autoren der Studie zufolge hatten diejenigen, die eine Durchbruchsinfektion überlebten, immer noch eine fast doppelt so hohe Sterblichkeitsrate wie die aktuellen VA-Patienten, die nie infiziert waren. Sechs Monate nach der Durchbruchsinfektion lag die Sterberate bei etwa einem von 75 Patienten.

Im Vergleich dazu ist einer von 73 älteren Menschen – über 65 Jahre und älter – direkt an den Komplikationen von COVID gestorben. Mit anderen Worten: Ältere Menschen, die eine Durchbruchsinfektion erleiden, sind nicht besser dran als ältere Menschen, die überhaupt nicht geimpft wurden.

Die Studie ergab, dass das Sterberisiko in den ersten drei Monaten nach einer Durchbruchsinfektion am höchsten war und die höheren Sterberaten mindestens bis zu sechs Monaten, der Dauer der Studie, anhielten. Andere Untersuchungen ergaben, dass die erhöhte Sterblichkeit durch Covid mindestens ein Jahr lang anhielt.

Darüber hinaus wurde in der Studie festgestellt, dass das erhöhte Sterberisiko auch bei denjenigen bestand, die nur leicht erkrankt waren und nach ihrer Durchbruchsinfektion keinen Krankenhausaufenthalt benötigten. Bei Personen mit Durchbruchsinfektionen, die eine Einweisung auf die Intensivstation erforderten, war das Sterberisiko in den ersten sechs Monaten nach der Genesung von COVID dagegen fast sechsmal so hoch.

Diejenigen, die eine Durchbruchsinfektion hatten, hatten auch ein erhöhtes Risiko für Symptome, die mit Long-Covid einhergehen, und zwar um 50 Prozent mehr als ihre nicht infizierten Kollegen.

Alle mit COVID infizierten Personen, sowohl diejenigen mit Durchbruchsinfektionen als auch die nicht geimpften, haben ein erhöhtes Risiko, Gesundheitsstörungen zu entwickeln, die ihr Wohlbefinden und ihr Leben bedrohen. Dazu gehört ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-, Blutgerinnungs-, Nieren-, neurologische, gastrointestinale und pulmonale Störungen. Außerdem litten sie unter Müdigkeit, psychischen Störungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

Der Hauptautor der Studie, Dr. Ziyad Al-Aly von der Medizinischen Fakultät der Universität Washington, erklärte gegenüber Healthline: „Im Wesentlichen wollten wir wissen, ob Impfstoffe uns vor einer langen COVID schützen können und wie viel Schutz die Impfung bietet. Wir hatten gehofft, dass die Impfstoffe einen Schutz bieten würden, aber leider zeigten die Ergebnisse etwas anderes“, und bezeichnete die Impfstoffe als „unvollkommenen Schutz“.

Andere wesentlich detailliertere Studien haben sogar gezeigt, dass Long-Covid sogar bei Geimpften häufiger auftritt als bei Ungeimpften.


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9 Kommentare

  1. Jochen Schmidt 30. Mai 2022 at 17:25Antworten

    Im Artikel oben heißt es:

    „Diejenigen, die eine Durchbruchsinfektion hatten, hatten auch ein erhöhtes Risiko für Symptome, die mit Long-Covid einhergehen, und zwar um 50 Prozent mehr als ihre nicht infizierten Kollegen.“

    Frage: Liegt hier ein Schreibfehler vor? Müsste es nicht am Ende richtig heißen: „… als ihre nicht GEIMPFTEN Kollegen“? Denn dass Leute mit Durchbruchsinfektion ein höheres Risiko haben als gar nicht infizierte Leute, ist doch wohl selbstverständlich.

  2. Jochen Schmidt 30. Mai 2022 at 17:03Antworten

    Oben im Artikel steht zur Definition von Long Covid:

    „Wobei das, was als Long-Covid bezeichnet wird, nämlich länger anhaltende Probleme wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Ähnliches auch nach anderen Virusinfektionen auftreten.“

    Hierzu eine kleine Ergänzung: Soweit ich informiert bin, ist „Long Covid“ sehr weit definiert – diese „Erkrankung“ liegt z. B. schon dann vor, wenn man nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung einfach nur Depressionen hat. Man nennt sowas dann z. B. „Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit“ oder einfacher „psychologische Symptome“. Wohlgemerkt: man hat kein COVID-19, diese Erkrankung ist überstanden – trotzdem hat man angeblich „Long Covid“, weil man Depressionen hat. Siehe z. B. DOI: 10.1001/jama.2020.12603 und DOI: 10.3310/themedreview_41169 .

    Es ist also der alte Trick, der darin besteht, die Definition bestimmter Fachausdrücke stillschweigend zu erweitern, aber trotzdem den Eindruck zu erwecken, dass man es mit dem ursprünglich definierten Phänomen zu tun habe. So ja auch mit Ausdrücken wie „Pandemie“, die heute so weit definiert sind, dass immer – immer – Pandemie ist, weil sich eben immer irgendwelche Viren, z. B. in Tieren oder sogar in Pflanzen, international ausbreiten (schon wegen der Globalisierung), auch wenn kein Mensch – keiner – dabei zu Schaden kommt.

    In dem Online-Magazin „Quillette“ habe ich bereits im Jahre 2020 einen Artikel gelesen über Leute in Nordamerika, die felsenfest davon überzeugt sind, dass sie an „Long Covid“ leiden, obwohl viele von Ihnen noch nicht einmal das positive Ergebnis eines PCR-Tests vorweisen können – dort scheint sich so eine gewisse Mode herausgebildet zu haben, eine weitere Spielart der „Victimhood Culture“.

  3. niklant 30. Mai 2022 at 12:09Antworten

    Long Covid ist eine Erscheinung die eigentlich nur einen Ursprung haben kann, die Maske! Das Einatmen von teilweise verbrauchtem Sauerstoff schädigt im Lauf der Zeit die Lunge! Die Medien und angeblichen Fachleute der Politik sind entsprechend der Politik nur Teilweise glaubwürdig! Diese Glaubwürdigkeit wird mit den Zuwendungen der Pharma gesteuert! Keine Zuwendungen bringen volle Wahrheit, hohe Zuwendungen bringe Lügen!

  4. Frühling 29. Mai 2022 at 16:26Antworten

    Eine Impfung die nur wenige Monate hält ist keine Impfung. Besonders dann nicht, wenn man weiterhin ansteckend sein kann und trotz Impfung weiterhin an Corona erkranken kann. Dass seit Monaten kaum noch Menschen an Corona sterben, liegt an Omikron. Bei den Verstorbenen bei denen das Virus vorher nachgewiesen wurde kann man davon ausgehen, dass sie an ihren sehr ernsten Vorerkrankungen starben und Omikron eben nicht die hauptsächliche Ursache für ihren Tod war. So wie bei dem Schwiegervater von einer Bekannten, der mit Krebs im Endstadium im Hospiz lag und dann dort zusätzlich noch Corona bekam. Der alte Herr wäre sowieso an seinem Krebs gestorben. So aber geht er als Corona-Toter in die Listen ein.

  5. Pfeiffer C. 29. Mai 2022 at 11:30Antworten

    Einmal mehr ein tkp-Artikel, der die Bezeichnung „Qualitativer, unabhängiger Journalismus“ spiegelt. – Danke!

    In den 1980er Jahren gab es einen Wettbewerb, dessen Zweck darin bestand, die erfolgreichste Kooperationsstrategie zu finden. Sieger war eine Strategie, die als Tit-for-Tat in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen ist, eine Strategie, bei der ein Akteur einem anderen Akteur guten Willen und damit einen Vorschuss in Vertrauen entgegenbringt, und zwar so lange, bis derjenige, dem dieses Vertrauen entgegengebracht wurde, das Vertrauen missbraucht, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Ab diesem Zeitpunkt gibt es bei Tit-For-Tat KEINE Kooperation mehr.

    Die Pandemie hat uns gezeigt, dass unsere Regierung nicht zögert, uns leicht – mittel – schwer – letal (bitte ankreuzen) zu schädigen. Damit ist die Illusion, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben, zerstört, das Vertrauen, der gute WIlle, anzunehmen, dass politische Akteure, wenn sie in die Regierung gelangen, das Wohl aller Bürger im Sinn haben und keinerlei Übergriffe auf Bürgerrechte vornehmen, ist dahin. Wir wissen, dass die derzeitigen Politiker (=Hintergedankenvollstrecker & Vernichtungsprofiteure) vor nichts mehr zurückschrecken.

    Damit mutiert unser politisches System von einem demokratischen zu einem autokratischen.

    Der Zwang wird zunehmen: Die Folgen von Inkompetenz und verfehlter COVID-19-Politik, der wortgewaltige., hintergründige Odo Marquard hat genau dafür in seinem schmalen Reclam-Heftl „Abschied vom Prinzipiellen“ den Begriff „Inkompetenzkompensationskompetenz“ erfunden.

  6. Werner 29. Mai 2022 at 10:39Antworten

    Da muss ich was hinzufügen. Sie schreiben: Im Vergleich dazu ist einer von 73 älteren Menschen – über 65 Jahre und älter – direkt an den Komplikationen von COVID gestorben. Mit anderen Worten: Ältere Menschen, die eine Durchbruchsinfektion erleiden, sind nicht besser dran als ältere Menschen, die überhaupt nicht geimpft wurden.
    Wie lässt sich dann das erklären? In meinem Umfeld waren alle geimpft (alle altersklassen)und davon ist jetzt kein einziger mehr da nach Impfung, nach Covid trotz Impfung. Aber die anderen sind alle wohlauf da. Wissenslücke gibt es einfach viel zu viele. Darüber hinaus zählen diese Studie nicht, weil sie immer wieder mit Wissenslücke behaftet sind. Leider wird viel Zeit ins Land gehen müssen bevor echte Daten, Tatsachen und Studien vorgelegt werden können. Das ist das schrecklichste dabei.

  7. Germann 29. Mai 2022 at 9:41Antworten

    Die Impfung schützt nicht vor Long-Covid, sondern die Pharmaindustrie vor der Pleite. Dieses Zeug ist ein Witz! Die Tatsache was die Realität zeigt und die Ignoranz Politiker sind eindeutiger als das Wette von morgen.

  8. Christoph Bodner 29. Mai 2022 at 8:54Antworten

    Vor ein paar Tagen hat Van der Bellen im Forum Alpbach vor einer internationalen Jugendgruppe das folgende Zitat von sich gegeben: „Wir sind erst sicher, wenn alle sicher sind.“ Dieser Slogan stammt aus dem Marketing der Impfstoffhersteller und bedeutet ein Bekenntnis zum weltweiten Impfzwang ohne Ausnahme.

    Es ist also damit zu rechnen, dass VdB im Fall einer zweiten Amtsperiode ein „Scharfschalten“ des Impfpflichtgesetzes stillschweigend dulden wird.

    Vergleicht man die Konzernphilosophie von Pfizer mit einer gefährlichen Sekte, dann wäre VdB sozusagen ein „Pfizerologe“ mit Missionsauftrag. Ich denke jedoch, dass ein Bundespräsident die heimische Bevölkerung vor Schaden bewahren sollte und somit auch vor Impfschäden. Wenn ein Staatsoberhaupt neue wissenschaftliche Studien ignoriert und alte, längst widerlegte Narrative einer Pharma-Lobby verbreitet, wo liegt dann die Grenze zum schweren Amtsmissbrauch?

    • Hans H. 30. Mai 2022 at 9:40Antworten

      Bei VdB ist damit ganz sicher zu rechnen. Schon bisher hat er ja keinerlei Silbe der Besorgnis bezüglich unserer Grundrechte geäußert und das Impfpflichtgesetz eilfertig unterschrieben. Vermutlich ist es auch ihm eine persönliche Genugtuung geglaubt zu haben der FPÖ damit eins auszuwischen.

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