Gemeinsam ist man weniger alleine – Impfopfer helfen sich selbst

29. April 2022von 9.2 Minuten Lesezeit

Unter dem Motto „Gemeinsam ist man weniger alleine“ findet am 7. Mai 2022 um 14:00 Uhr in Wels das erste Treffen der Selbsthilfegruppe für Covid-Impfgeschädigte und betroffene Angehörige statt. Die Initiatorin Edith Brötzner erläutert im Interview, wie es zu dieser Initiative kam.

Wir kennen uns ja etwas länger von den Demos gegen Corona-Maßnahmen, könntest Du Dich trotzdem bitte kurz vorstellen?

Ja gerne. Mein Name ist Edith Brötzner, 38 Jahre, Mutter, Unternehmerin und seit Beginn 2020 im Corona-Maßnahmen-Widerstand aktiv.

Warst Du vorher politisch aktiv?

Nein. Ich war vorher politisch unbedarft und auch relativ uninteressiert. Ich habe mir zwar die Nachrichten zu Gemüte geführt, war aber davon überzeugt, dass die Parteien nur öffentlich diskutieren und streiten, am Ende des Tages aber bei einem Bier zusammensitzen und sich alles hintenrum ausmachen. Ich war daher der Meinung, dass man da nicht viel bewegen kann. Ich war und bin parteilos und schaue mir an, wer das Richtige sagt und wo ich mich am ehesten wiederfinde. Das geht immer wieder vereinzelt quer durch alle Farben, ohne dass ich mich einer Farbe anschließe. Mir geht es darum, dass es Sinn ergibt und meinen Werten und Gedanken entspricht.

Du hast „Österreich ist frei“ ins Leben gerufen. Wofür steht das und dürfen sich da nur Österreicher beteiligen?

„Österreich ist frei“ war ursprünglich der Titel der ersten Kundgebung, die ich jemals in meinem Leben veranstaltet habe. Am 15. Mai 1955 hat der österreichische Außenminister Leopold Figl im Schloss Belvedere in Wien eine Rede gehalten, in der er die Unterzeichnung des Staatsvertrags begrüßt, mit dem Österreich seine volle Souveränität wiedererlangt. Er stand am Balkon und rief „Österreich ist frei“. Die Demo fand am 15. Mai 2020 statt – der Titel „Österreich ist frei“ passte perfekt, denn es muss den Menschen wieder bewusst werden, dass wir frei entscheiden und uns für unsere Demokratie einsetzen können. Ich habe gesehen, dass die Demokratie gefährdet ist, die Maßnahmen haben sich für mich komplett verkehrt angefühlt. Im Lockdown wurden Kinder in der Hundefreilaufzone mit Blaulicht gejagt und seitens des Telefonanbieters A1 sollten Bewegungsdaten der Menschen übermittelt werden. Von diesen Einschränkungen mussten wir uns befreien.

Diese erste Kundgebung war vorwiegend eine Unternehmerdemo. Wir haben die Teilnehmer zur Aktion aufgefordert. Sie sollten uns ihre Geschichten per Sprachnachrichten zuschicken. Unternehmer sind ja am Puls der Zeit, kriegen direkt mit was läuft. Und es kamen sehr viele Nachrichten. Viele haben eigentlich Zuspruch gesucht und wollten sich vernetzen.

Daher haben wir gesagt: Gut, das ist jetzt nicht nur der Titel einer Demo, es gibt so viel Bedarf an Vernetzung und Unterstützung, wir machen da eine Initiative draus. Wir waren dann lange als Initiative aktiv und haben uns 14-tägig getroffen und überlegt, wie wir uns gegenseitig stärken. Als ich mitbekam, dass sich Karl Nehammer sehr abfällig über mich geäußert hatte – er hat mich als Zynikerin, die die Initiative „Österreich ist frei“ gegründet hat, bezeichnet – war mir klar, es wird schwieriger. Wir brauchen den formellen Schutz eines Vereins. Daher haben wir den Verein gegründet, in dessen Rahmen wir aktiv sind und weiter Menschen vernetzten.

Bei uns kann natürlich jeder aktiv sein – unabhängig von der Nationalität. Jeder ist herzlich willkommen, der sich engagieren möchte und unsere Grundwerte teilt. „Österreich ist frei“ war einfach nur der Satz vom Josef Figl, der uns als Vision dient.

Wie bist Du denn jetzt auf die Idee der Impfschaden-Selbsthilfegruppe gekommen?

Für mich war persönlich klar, dass diese sogenannte „Impfung“, die ja eigentlich was anderes ist als eine klassische Impfung, nicht in Frage kommt. Der Vorlauf war zu kurz, man hat von einigen mutigen Experten und Ärzten gehört, dass es nicht so ganz ungefährlich ist, ein Mittel so schnell auf den Markt zu bringen. Da ich auch als freie Journalisten tätig bin, haben sich immer mehr Betroffene an mich gewendet und mir ihre Geschichten erzählt.

Bei meinen Recherchen bin ich darauf gekommen, dass es auf der offiziellen WHO Seite über drei Millionen gemeldete „Impf“-Schäden gibt. Dadurch, dass ich sehr gut in Gesundheitsberufen vernetzt bin und sehr viele Infos erhalte, wird immer deutlicher, dass diverse Krankheitsbilder steigen, dass die Krebszahlen explodieren, dass ganz junge Menschen Herzmuskelentzündungen kriegen.

Mir war klar, diese Menschen müssen aufgefangen werden. Das ist nicht nur eine Minderheit, das ist eine erschreckende Mehrheit. Es kommen immer mehr Menschen dazu, die merken, dass es ihnen schlecht geht. Einige waren direkt bei mir im Interview und haben ganz offen darüber gesprochen, aber viele trauen sich nicht an die Öffentlichkeit.

Es ist ein bisschen wie beim Missbrauch – auch da gibt es erschreckend viele Fälle, die sich fast schämen Missbrauchsopfer zu sein. Viele wurden ja zur Spritze genötigt oder haben irgendeinem Druck, beruflich oder persönlich, nachgegeben. Die schämen sich jetzt, machen sich Sorgen, „ok, ich habe mich impfen lassen und jetzt geht es mir nicht gut“.

Wenn wir diese „Impf“-Spirale beenden wollen, dann brauchen wir genau diese Menschen, die sagen: „Ich habe dem System vertraut, ich habe mich impfen lassen, jetzt geht es mir schlecht und ich rede darüber“. Wir müssen genau diese Geschichten an die Oberfläche bringen. Es kann nicht sein, dass das nur auf Telegram-Kanälen herumgeistert, dass „plötzlich und unerwartet“ Menschen versterben, Sportler umkippen oder 13-jährige Kinder einen Herzinfarkt erleiden.

Es gilt auch, die negativen Auswirkungen auf den Tisch zu bringen, die doch vielfach nicht erwähnt oder falsch kommuniziert werden.

Außerdem gilt es, der Spaltung entgegenzuwirken. Mit Menschen, die draufkommen „wir sind betrogen worden, wir haben vertraut, die „Impfung“ tut uns nicht gut“, muss man einfühlsam umgehen, sie dort abholen, wo sie stehen.

Wir beide sind seit über zwei Jahren aktiv im Widerstand, wir kennen das Spiel, stehen in der Materie, haben uns belesen und kennen Koryphäen, die ihre Aussagen wirklich wissenschaftlich belegen können. Aber wer im Nachhinein draufkommt, dass die „Impfung“ das Gegenteil von dem ist, was sie sich erwartet haben, die muss man vorsichtig ins Boot holen, damit man sie nicht überfährt.

Wir werden den Wahnsinn nur beenden können, wenn wir die Spaltung überwinden, wieder alle zusammenfinden, wenn der „Impf“-Status wieder völlig egal wird. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung sich dessen bewusst ist, werden wir die „Impf“-Pflicht, die ja schon ein „Impf“-Zwang ist, endgültig beerdigen.

Das „Impfpflicht-Gesetz“ ist ja suspendiert, warum sprichst Du von Impfzwang?

Der „Impf“-Zwang hat schon überall Einzug gehalten, gerade in den Gesundheits- und Pflegeberufen gibt es eine irrsinnige Kündigungswelle. Auch hat man es schwierig gemacht, überhaupt in die Gesundheitsberufe einzusteigen. Diverse Gesundheitseinrichtungen sagen, wir nehmen nur Praktikanten und Auszubildende, die „geimpft“ oder „genesen“ sind. Dieser „Impf“-Zwang treibt sicher den einen oder anderen an die Nadel, der es sonst nicht machen würde.

Und was können sich die Leute von der Selbsthilfe-Gruppe erwarten?

Man kommt zusammen, kann sich vernetzen, sieht: „Ich bin nicht allein mit meinem Problem“. Man kommt raus aus der Wahrnehmung „ich bin schuld“, man muss sich nicht dafür schämen, dass man auf falsche Versprechungen reingefallen ist. Es ist immer schwierig, sich selbst zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen. Sich einzugestehen, dass es ist wie es ist, ist ja schon ein ganz großer Schritt. In dieser Runde ist man aufgehoben, wird gehört von Menschen, die genau in der gleichen Situation stehen.

Ich habe immer zu denen gehört, die sagen, jeder soll selber entscheiden ob er sich „impfen“ lässt oder nicht. Es muss ja jeder die Konsequenzen für das, was er entscheidet selber tragen. Ich habe mich entschieden, mich nicht „impfen“ zu lassen und auf Gastronomie und vieles zu verzichten. Aber das war meine Entscheidung. Aber es ist wichtig, dass die Leute einfach merken, „es zeigt jetzt keiner mit dem Finger auf mich und sagt, Du bist ja selber schuld“. Der Unterschied zwischen „Schuld“ und „Verantwortung übernehmen“ ist ganz erheblich. In der Gruppe wird zugehört, jeder einzelne abgeholt und mit seiner Entscheidung angenommen und verstanden.

Der nächste Schritt ist, dass man als größere Gruppe mit den Anwälten und Ärzten, die uns im Hintergrund unterstützen, weitere Schritte unternehmen kann. Viele sind aktuell ja komplett planlos ob ihrer Möglichkeiten, weil man sie allein lässt. Vielen geht es gesundheitlich nicht gut, viele sind nicht mal mehr berufsfähig oder haben große Schmerzen und Beschwerden.

Einen einzelnen kann man „abwürgen“, sagen: „Das hat nichts mit der „Impfung“ zu tun“. Aber wenn es dann 10, 20, 30, 100, 200, 600 Menschen sind, kann man die Dinge nicht mehr unter den Teppich kehren. Wir können gemeinsamen die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, schließlich waren es Ärzte- und Apothekerkammer, die gemeinsam mit Mitarbeitern der Pharmabranche die Harmlosigkeit der „Impfung“ propagiert haben. Im Endeffekt steht der Arzt da, der die Verantwortung trägt, weil er nicht ordentlich aufgeklärt hat. Oft war der einzige Satz der Aufklärung, den die Menschen gehört haben, ob rechter oder linker Arm gespritzt werden sollen. Aufklärungsgespräche in drei Minuten deuten – trotz Unterschrift des Patienten – darauf hin, dass „Impf“-Nebenwirkungen nur unzureichend besprochen wurden. Mit all diesen Themen kann man sich in der Gruppe beschäftigen. Das entscheiden die Beteiligten selbst.

Kommen da Kosten auf den Teilnehmer zu?

Die einzigen Kosten, die sich für die „Impf“-Opfer beim Treffen ergeben, sind das, was sie im Lokal konsumieren. Es geht wirklich um einen offenen Selbsthilfestammtisch, bei dem die Menschen zusammenkommen, sich kennenlernen und sich vielleicht irgendwann überlegen: „Wollen wir da gemeinsam mehr machen?“ Entsteht daraus ein Projekt im Verein „Österreich ist frei“, kommt die Vereinsmitgliedschaft auf sie zu. Ein Jahresbeitrag sind dann 39 Euro, aber fürs Erste geht erst darum, sich kennenzulernen und gegenseitig zu stärken. Es ist das erste Mal, meines Wissens hat es in dieser Form noch nichts gegeben. Ich kenne immer nur die Telegram-Gruppen online, in denen sich die Menschen über unterschiedlichsten „Impf“-Schäden austauschen. Aber ich bin der Meinung, dass es jetzt an der Zeit ist, dass sich die Menschen kennenlernen und dann auch aktiv werden.

Wie kann man da teilnehmen?

Um die Teilnehmerzahl einschätzen zu können, bitten wir um verbindliche Anmeldung per Mail an hallo@oesterreichistfrei.info. Dann können wir das Ganze platzmäßig entsprechend vorbereiten.

Erst mal danke ich für Dein Engagement.

Wir sehen uns am 7.5., da ich für mein Buch „Bis zur Impfung waren sie gesund“ noch Gesprächspartner suche. Im Buch sollen Menschen mit möglichen Impfschäden, aber auch deren Angehörige zu Wort kommen. Mit Fallbeispielen in der gedruckten Form kann man vielleicht Menschen erreichen, die selbst noch am (Ver)Zweifeln sind. Dieses Gespräch mit Dir wird da auch erscheinen, damit man gleich die Verbindung zur Selbsthilfe-Gruppe finden kann.
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Ein neues Buchprojekt: Impfopfern ein Gesicht, Kriegsopfern Unterstützung geben

Bill ist tot!

Es wird bald jeder einen kennen

1 Kommentar

  1. Toni 29. April 2022 at 21:09Antworten

    Super Idee: Vernetzung ist gut, und ja, es gibt schon immer mehr kritische Ärzte, die nicht damit einverstanden sind, wie die Menschen ohne wirkliche Aufklärung durch die Impfstrassen getrieben wurden.

    Auch die Homepage http://www.oesterreichistfrei.info enthält viele praktische Informationen zum Download. Also nichts für Schwurbler :-)

    Glück auf und guten Rückenwind, Toni

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