„Einheit“ – Tausende Unternehmer organisieren sich österreichweit

7. Januar 2022von 2.3 Minuten Lesezeit

Unter einheit.at schließen sich Unternehmer aus ganz Österreich zusammen, um sich für ein gesellschaftliches Miteinander und freie Impfentscheidung zu positionieren. Nach wenigen Tagen haben sich bereits mehr als 2.000 Unternehmer angeschlossen.

Von Waldo Holz*

Die Initiative kommt aus Vorarlberg. Im Ländle haben sich bereits mehr als 1.000 Unternehmen der Bewegung angeschlossen: von Gastronomie und Hotellerie über Handwerk, Kunst zu Bauunternehmen – die Liste ist lang. Im Westen von Österreich hat einheit.at auch ihren Ursprung: 5 Unternehmer aus Vorarlberg zeichnen „stellvertretend für geimpfte und ungeimpfte Unternehmer(innen) aus Österreich, die diese Initiative unterstützen“.

Einer davon ist Christian Beer, Geschäftsführer von Dornbirns Heron Innovation Factory, mit fast 400 Mitarbeitern. Im März 2019 wurde Beer noch die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres“ verliehen. Die Jury begründete den Preis der „Vorarlberger Nachrichten“ unter anderem mit einer „vorbildlichen Firmenkultur“ und mit „hoher Wertschöpfung am Standort Vorarlberg“. Überreicht hatte er den Preis von Sebastian Kurz und dem Chefredakteur der „Vorarlberger Nachrichten“ bekommen.

Hohes Wachstum

Nun ist „einheit“ gestartet, um durch den gemeinsamen Zusammenschluss „bei der Politik und anderen Entscheidungsträgern auf Gehör zu stoßen.“ Das Netzwerk, das in Vorarlberg bereits entsprechend groß ist, solle sich nun auf ganz Österreich erweitern.

Der Plan dürfte aufgehen: Schon nach wenigen Tagen steigen die Unterstützer stark. Gab es in Niederösterreich Anfang der Woche nur eine Handvoll niederösterreichischer Unternehmer, die sich der Organisation angeschlossen hatten, sind es Freitagmittag bereits 213 Unternehmer. Mit insgesamt über 2.100 Unterstützer entwickelt sich auf einheit.at seit Tagen ein erstaunliches Netzwerk.

Für freie Impfentscheidung

„Als Unternehmer sind wir es gewohnt, gemeinsame Ziele zu definieren und Entscheidungen frei zu treffen. In vielen Bereichen wird aktuell jedoch das Unternehmertum durch die Maßnahmen der Regierung entmündigt“, schreibt die Initiative. Und weiter:

„Wir setzen nun ein Zeichen und stehen für das Miteinander in der Gesellschaft, das heißt eine gleichberechtigte Anwendung der G Regeln für alle, sowie die freie individuelle Impfentscheidung. Mit dieser Plattform möchten wir Unternehmer*innen zusammenführen, die dieselben Werte pflegen.“

In Vorarlberg sind die Unternehmer schon länger für mehr Demokratie aktiv: Mitte November hatten einige Firmen Zeitungsinserate: Der Druck auf Menschen ohne Impfung sei zu groß. Das erzeuge Gegendruck, was nicht gut sei.

Nun versucht man sich, ausgehend von Vorarlberg, an einer Organisation österreichweit. Das Unterfangen scheint bemerkenswert angelaufen zu sein, die Entwicklung wird mit Spannung zu beobachten sein.

Bild StartUpStockPhotos / pixabay

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*Pseudonym

14 Kommentare

  1. David K. 8. Januar 2022 at 10:49Antworten

    Das mag soweit eine gute Initiative sein, aber ich sehe nicht ein, daß ein Arbeitgeber von mir irgendein G verlangen darf oder kann. Aus diesem Grund habe ich meine Arbeit gekündigt! Ich lehne jede Maßnahme ab und bin schoin gar nicht bereit, stundenlang einen Gesichtsfetzen zu tragen.

    Bleibt ungeimpft,
    David

  2. Franz M 7. Januar 2022 at 21:58Antworten

    Erfreulich, dass nicht alle Unternehmerinnen und Unternehmer so völlig denkbefreit sind. Ihre eigenen Standesvertretungen, ob gesetzlich (WKO) oder freiwillig (Handelsverband) verkaufen die eigenen Mitglieder für eine Karotte vor der Nase dieser Esel. Ich sehe klar das Ziel der europäischen Regierungen, nämlich die klein- und mittelständische Privatwirtschaft im Interesse der korrupten Politiker und der expansionswütigen globalen Konzerne einfach zu verraten und zu vernichten. Die glauben allesamt, dass die in weiterer Folge für die Weltkonzerne noch nützlich seien. Diese Hoffnung wird die nächste Enttäuschung für die Funktionärselite, die sehr rasch den Mitgliedern in den wirtschaftlichen Tod folgen wird.
    Umso wichtiger jedes einzelne Privatunternehmen, das jetzt aufsteht. Die werden von den vielen derzeit geächteten und genötigten Menschen gebraucht, aber auch gefördert.

    • 1150 8. Januar 2022 at 9:12Antworten

      nachdem einige mit den „hilfen“ gut lebten und diese langsam versiegen werden, stehen sie auf?
      jetzt möchten die krisengewinner auf “ solidarität “ machen, nachdem es einigen teelichteren unter ihnen dämmert, dass sie mit geldspritzen aus dem budget narkotisiert wurden und es nun ihnen an den kragen geht?
      so hat es sich beim eu beitritt auch abgespielt, als man hierorts mit der produktion in den wilden osten abritt,
      heute sind es eben die grossen, globalisierten dienstleisterheuschrecken, welche fressen
      that’s live, freunde….

  3. Klaus C. 7. Januar 2022 at 16:32Antworten

    Eine gute Innitiative. Leider aber wohl zu spät. Immerhin eine weitere Kammer (WKO) im Kammerfaschismus, die nun unter Druck gerät. Ich selbst und viele meiner sog. HighTech Kollegen sind jedenfalls bald im Ausland. Dumm gelaufen. Einige gehen sogar aus Wut zur direkten Konkurrenz . Wie Österreich da später mal die 42Mrd Hilfsgelder wieder reinholen möchten zumal der Ruf in der Welt wieder runiert ist und Österreich wieder als Ursprunggsfaschismusland gilt, was zwar angesichts der Proteste auch nicht fair ist, im Ausland aber dennoch so wahrgenommen wird, ist mir ein Rätsel. Vielleicht haben Rendi Wagner, Nehammer, Mückstein etc. irgendwo Geld im Garten verbuddelt?

    Falls Frau Wagner hier mitliest: Kleiner Tipp von mir. Einfach einmal nach den Begriffen Politik und Opposition googeln und zumindest versuchen zu verstehen, was Opposition bedeutet.

  4. Uschi_22 7. Januar 2022 at 15:57Antworten

    Omikron beflügelt, das Virus rückte auf des Volkes Seite.

    Ich sehe darin keine Feigheit, auch wenn durch das Zuspät schon großer Schaden entstanden sein kann. – Wir werden ihn ZUSAMMEN ausbaden MÜSSEN, es bleibt uns gar nichts weiter übrig.

    Es kann nicht sein, dass es nur pandemisch Schlechtes gäbe. Es ist auch wenig Zählbares gut. – Der Mensch erfühlte besser, worum es im Leben wirklich ginge. Ich vermute, dass – durch positiven Lebenswandel – so mancher Mensch zellulär-immunologisch gesünder wurde. – Es sei wahrer Erfolg.

    Ich hätte Herrn Doktor Peter Mayer, Frau Andrea Drescher & Team sehr dafür zu danken.

    Um der Economys Kern (Hardcore) machte die politische Klasse den größten Bogen, denn sie fühle, dass ihr Geld nur dann etwas wert ist, wenn die Unternehmerschaft FREI HANDELN kann. – Es gelte noch mehr für DAS GROßE VOLK.

    Hierbei bin ich stark im Zweifel, egal ob pandemisch oder endemisch, das es so bleiben KANN. – Es gibt neben Viren noch sehr viele sozial-geologisch-geografische Baustellen.

    DIE BEDEUTUNG DES GELDES WIRD EINE ANDERE. – Der Mensch im Kapitalismus sei bei seinen Wühlungen im Planet Erde zu weit fortgeschritten. Es ist der große Unterschied zum Feudalismus. Varoufakis mit Techno-Feudalismus beschreibt nur die Notwendigkeit des Rückwärtsganges.

    WIR BRAUCHEN UNS NICHT ANSCHNALLEN, WIR WERDEN AUTOMATISCH IMMOBILER.

  5. wellenreiten 7. Januar 2022 at 15:08Antworten

    Schön und gut, aber ich werde mein Geld in Zukunft so oft wie möglich im Ausland ausgeben. Die österreichische Wirtschaft hätte die Macht gehabt, sich gegen die Lockdowns und den Unsinn mit 3G, 2G, 1G etc. zu stellen und den Spuk der Politik zu beenden. Stattdessen haben viele wohl ganz gemütlich gelebt während der Lockdowns mit den staatlichen Zuschüssen und haben jede noch so dämliche Maßnahme mitgemacht. Früher hab ich gern regional und saisonal konsumiert. Damit ist Schluss.

    • swissdude2 7. Januar 2022 at 15:47Antworten

      Genau! Als ich das gelesen habe: „gleichberechtigte Anwendung der G Regeln für alle“ war schon alles gesagt, jeder Laden der von mir einen „Gesundheitsnachweis“ irgendeiner Art verlangt wird auf mein Geld verzichten können! Was ich brauche kaufe ich online, kochen kann ich auch, und wenn es um Hotels geht, verzichte ich halt auf Reisen oder gehe zu Freunden

    • Michael R 7. Januar 2022 at 16:49Antworten

      @Wellenreiten: Das ist konsequent. Ich mache das in Deutschland auch so. Jetzt stellt sich die Frage: Macht es dann einen Sinn, wenn Österreicher bevorzugt in Deutschland einkaufen und Deutsche umgekehrt in Österreich? Was erreichen wir dann damit? Im Grunde doch nichts.

    • Kooka 7. Januar 2022 at 17:23Antworten

      Ich gebe mein Geld gerade im.Ausland aus, genauer gesagt in Russland. Allerdings ist dort nach der Wahl auch Alles verschärft worden. Im September konnte man noch überall essen und trinken, gibt es jetzt viele Lokale, die freiwillig 2G machen, also einen QR-Code vom Gast haben wollen. Ich hätte bleiben können, nachdem ich als ausländischer Tourist identifiziert wurde. Bin aber woanders hingegangen, denn es gibt auch Lokale, die mit Nicht-QR werben und so etwas unterstütze ich gerne.

    • Stange Heinrich 7. Januar 2022 at 17:55Antworten

      Ja, das war genau auch unsere Entscheidung. Nach diversen „Diskusssionen“ mit Geschäftsleuten/Angestellten, kaufen wir alles was geht im Netz. Und wir vergessen nicht so schnell. Es kommt sicher auch eine Zeit nach „Corona Diktatur“. Die Geschäftsleute (und Firmen) haben mit gehjolfen dass wir jetzt diesen Zustand haben. Die wurden ja auch gut bezahlt dafür. Würden diese Geschäftsleute weiter denken, würden sie evtl. merken, was gerade mit ihnen passiert.

    • Nessy 7. Januar 2022 at 18:59Antworten

      Ich bin auch gegen jede Regelung von Gesundheitsnachweis.

      Allerdings ist die Masse der Unternehmer, die sich mit 3G und freier Impfentscheidung identifizieren können einfach insgesamt grösser. Um sich der Einheit anzuschliessen braucht man kei. Verschwörungstheoretiker sein, die Eintrittsschwelle ist niedrig genug für die Masse gewählt. Desto mehr mitmachen und für eine freie Impfentscheidung mobilisieren, desto grösser sind die Erfolgsaussichten.
      Erst einmal muss der wichtigste Schritt geschafft werden.

      Die Meisten, die online kaufen unterstützen Unternehmen, die durch die staatlichen Massnahmen ohnehin bevorzugt wurden und wahrscheinlich bis heute nichts gegen die Massnahmen unternehmen. Oder sie sind im Ausland ansässig. Diese Unternehmen können uns auch keine Löhne bezahlen.
      Nicht ohne Grund werden die reichsten der Reichen immer noch Reicher. (z.B. grosses A)

      Ich persönlich setze auf regional und lokal, selbstverständlich dort, wo ich auch freundlich bedient werde, sei es im oder vorm Laden oder auch beim Hintereingang. Wenn online, dann von regionalen Shops oder jedenfalls nicht China. Es gibt ja auch Unternehmen die die Impfkampagne mit ihren Logos unterstützen – diese meide ich konsequent.

      Leider müssen Unternehmen, die sich öffentlich dazu bekennen, die Massnahmen nicht umzusetzen, damit rechnen ihre Existenz (und die ihrer Mitarbeiter) zu gefährden. So einfach ist das also leider nicht. Wir brauchen Zusammenhalt quer durch die Bevölkerung

  6. Fred 7. Januar 2022 at 13:33Antworten

    So etwas sollten auch die Ärzte machen.
    Die Ärztekammer, von der man erwarte würde, daß sie die Ärzteschaft vertritt, kommt ja leider nur das Gegenteil: Gängelung, Druck, Impfpropaganda abseits jeder Evidenz.

    Wo die alten Strukturen (Ärztekammern, Gewerkschaften etc.) ihren ursprünglichen Aufgaben nicht nachkommen, müssen sie mit neuen Netzwerken als „wahre“ Interessenvertretungen überflüssig gemacht werden.
    Durch Austritte, Finanzierungsentzug, Entfernen korrupter Führungsfiguren.
    In Zeiten wie diesen zeigt sich, wer wirklich was taugt und wer bloß egoistischer, korrupter Schmarotzer ist (Montgomery z.B.)

  7. federkiel 7. Januar 2022 at 13:28Antworten

    Das ist ja wunderbar, aber diese Einzelinitiativen, wie Hebammenbrief, die Ärzte, die einen Brief geschrieben haben, Wir zeigen Gesicht, Grüne, und wer noch aller, sollten sich doch mal zusammenschließen, und einen österreichweiten Streik-Spaziergang-Demo Tag ausrufen, möglichst vor dem 1. Februar. Das wär dann schon was, nicht?

    • Hanna 7. Januar 2022 at 14:55Antworten

      Den 1. Februar hat man nun „aus technischen Gründen“ aufgeschoben, heißt es, so heute.at:

      „Paukenschlag – Impfpflicht ab Februar geplatzt“

      Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und der für den Start des Zwanggesetzes neu angepeilte Termin ist der 1. APRIL.

      Das Datum lässt hoffen, ohne Scherz.

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