
Neue Studie: Extremer Rückgang des US-Raketenarsenals durch den Irankrieg
Die USA haben eine strategische Niederlage gegen den Iran erlitten – das wird immer offensichtlicher. Mittlerweile wird auch das katastrophale Ausmaß deutlich in dem die USA den Iran unterschätzt haben.
Die US-Streitkräfte haben ihre Bestände an kritischen Raketen während des siebenwöchigen Krieges gegen den Iran auf ein gefährliches Niveau aufgebraucht. Laut einer neuen Einschätzung des Center for Strategic and International Studies (CSIS) führe das zu einem „kurzfristigen Risiko“, das das Land verwundbar machen könnte, berichtet das Military Watch Magazine. Im Klartext bedeutet es lediglich, dass die USA kein anderes Land mehr angreifen können, das militärisch etwa so stark ist wie der Iran. Umgekehrt haben die USA nichts zu befürchten, da kein anderes Land Interesse daran hat, die USA anzugreifen.
Intensive Kampfhandlungen haben einen „erschreckend“ hohen Anteil der modernsten Waffen des Landes aufgebraucht, darunter Präzisionsschlagraketen (PrSM), Patriot-, THAAD-, SM-3- und SM-6-Luftabwehrraketen sowie Tomahawk-Marschflugkörper, wobei die genauen Zahlen vom Pentagon weiterhin geheim gehalten werden.
Das bedeutet – wieder im Klartext – dass andere Länder dem Iran dankbar sein können, denn der Munitionsmangel hat die Fähigkeit der Vereinigten Staaten, einen neuerlichen großen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu führen, grundlegend untergraben, so die Studie. Gemeint ist damit der pazifische Raum, „wo die Vereinigten Staaten Herausforderungen durch gleichwertige bzw. fast gleichwertige Gegner wie China und Nordkorea gegenüberstehen“.
Analysten des CSIS haben gewarnt, dass der Wiederaufbau der US-Waffenarsenale ein langwieriger und kostspieliger Prozess sein werde; ein von CNN zitierter Experte des Thinktanks merkte an, dass es „ein bis vier Jahre dauern würde, diese Bestände wieder aufzufüllen, und danach noch mehrere Jahre, um sie auf das erforderliche Niveau auszubauen“.
Interessant ist auch, wie sehr der Bericht den Behauptungen über die Luftherrschaft von Trump und westlichen Konzernmedien widerspricht:
„Die nachhaltige Luftabwehrfähigkeit des Iran schränkte die Fähigkeit feindlicher Flugzeuge ein, tief in seinem Hoheitsgebiet zu operieren. Dies hinderte US-amerikanische und israelische Flugzeuge daran, sich bei Angriffen auf Ziele hauptsächlich auf kostengünstige Freifallbomben zu verlassen, und führte dazu, dass man stärker auf teure Raketen angewiesen war, die aus der Luft, vom Boden und vom Meer aus abgefeuert wurden, um Ziele aus sicherer Entfernung zu treffen. Weniger teure Flugzeuge wie die MQ-9 Reapers, die häufig für Einsätze tief im iranischen Hoheitsgebiet eingesetzt wurden, haben sehr hohe Verlustraten durch die lokale Luftabwehr erlitten.“
Dazu kommt, dass sich US-Kriegsschiffe inklusive der Flugzeugträger hunderte Kilometer von der iranischen Küste zurückziehen mussten. Und selbst dann kommt es auf dem mit 13 Milliarden teuersten Kriegsschiff der Welt zu einem „Brand in einer Bibliothek“ dessen Löschung 30 Stunden dauerte und 200 Seeleute verletzte.
Analysten haben geschätzt, dass die USA in den ersten 10 Tagen der Angriffe mehr als 6.000 iranische Ziele angegriffen haben, fast ausschließlich unter Einsatz kostspieliger Waffen mit Reichweite jenseits der Sichtweite, während sie gleichzeitig schätzungsweise mehr als 2.000 Anti-Ballistik-Raketen abfeuerten, um iranische Gegenangriffe abzufangen.
Bis zur letzten Märzwoche hatte die Marine schätzungsweise fast 1.000 Tomahawk-Marschflugkörper verschossen, bei einem Gesamtarsenal von zwischen 3.000 und 4.500 Stück in ihrem Gesamtbestand. Um dies in die richtige Perspektive zu rücken: Im Verteidigungshaushalt der Vereinigten Staaten für 2025 waren lediglich 57 Tomahawks vorgesehen, trotz der Erschöpfung des Bestands durch Angriffe auf Ziele im Iran und im Jemen in den Jahren 2024–2025.
Neben den Raketenabwehrsystemen des THAAD-Systems gehört zu den am stärksten dezimierten Beständen der Vorrat an GBU-57-Bunkerbrecher-Bomben, der schätzungsweise fast vollständig aufgebraucht ist, während deren Ersatz mit Kosten von über 370 Millionen Dollar pro Bombe äußerst kostspielig ist.
Unter dem Strich handelt es sich also um ein militärisches und politisches Fiasko der USA und Trump ist verzweifelt bemüht irgendeine wenigstens halbwegs gesichtswahrende Möglichkeit für einen Rückzug zu finden.
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Warum so skeptisch, ehrenwerte Foronauten? Scott Ritter würde jetzt sagen „just do the math“.
Lange Rede, kurzer Sinn: man hat es sowohl 2025 als auch 2026 täglich mitverfolgen können, wie vor allem die Raketenabwehr/Abwehrraketen zur Neige ging/en. Und die Produktionszahlen sind in etlichen Verträgen, Lieferscheinen etc. schriftlich festgehalten.
Es ist also keine allzu schwere Rechnung.
Auch bei Kriegsnebel lässt sich daher zweifelsfrei sichten, dass die USA nicht auf einen echten, modernen Krieg ausgelegt ist, sondern schon seit Jahren nur noch Überfälle ausführt, oder sich einfach schnellstmöglich schleicht und das Sterben einem Proxy überlässt. Der letzte „gewonnene“ Krieg war der gegen den Irak – als man technologisch noch weit voraus war und das eigene Militär dadurch quasi unantastbar. Aber genau das ist heute grundlegend anders. Man erleidet Verluste, die man nicht kalkuliert hat. Nur darum das erneute Gesuch der USA um eine Feuerpause und Nachlieferung zerstörter Güter – allerdings nur noch partiell. Die Ford ist ja zb immer noch in Reparatur nach ihrem „Wachküchenbrand“ – und ihr Ersatz, die Bush, hat Afrika umrundet, um den Houthies auszuweichen.
„Peace through strength“ hat Trump gepredigt und jetzt reicht die „Stärke“ nicht einmal mehr für eine Durchfahrt durchs Rote Meer…. Welcome in the new century, at last!
Das Fazit teile ich nicht. Das ist Wunschdenken. Der Krieg ist, was alle Kriege waren, ein Bombengeschäft. Und Bomben und Auszeichnungen treffen immer / meist Unschuldige.
Ich bin mir alles andere als sicher, ob von diesen ständigen Meldungen, dass irgendwelche Mordwerkzeuge zur Neige gehen, auch nur ein Funken Wahrheit enthalten ist. Täuschung und Betrug ist und war immer schon gegeben – und zusätzlich ein perfekter Grund noch mal mehr in Rüstung zu „investieren“
Schwer vorstellbar, dass das alles gewesen sein könnte, da passt vieles nicht zusammen.
Es fehlen immer noch die US-Träger und ihre Begleitschiffe um den US-Terrorismus für ein paar Jahre zu beenden!
@keine sorge,
die „“selbstentzüngsrate““ der us-marineschiffe hat sich in den letzten wochen bemerkenswerterweise drastisch erhöht
„Selbstentzündung“
Ein geradezu biblisches Ereignis. Dann sind sie also tatsächlich die „Auserwählten“! Das muss das Zeichen sein, das göttliche Feuer zu den Feinden Zions zu tragen….
Mann, 1150, bringen Sie diese Fundamentalisten nicht auch noch auf Ideen…;))
Aber herzlichen Dank für den Lacher
Das ist zu schön um Warzenschwein!