Invasive Beatmung auf Intensivstation und der Stand der Wissenschaft

Unter dem Titel

„Sauerstoffsättigung ohne Hämoglobinwert und Herzaktivität betrachten? Wie irrational, unwissenschaftlich und für die Patient*innen tödlich arbeiten Intensivmediziner*innen? Weiterhin 51 Prozent invasiv Beatmete …“

erschien erstmals im Blog  von Dr. phil. Clemens Heni eine Auseinandersetzung mit der Praxis der invasiven Beatmung von Corona Patienten, hier wiedergegeben mit der freundlichen Erlaubnis des Autors.

Hier der Text:

Als Anhang zu meinem letzten Text und dem Moerser Modell:

Aktuell werden wie vor einem Jahr ca. 50 Prozent aller Coronapatient*innen auf Intensivstationen invasiv beatmet. Diese Menschen haben eine sehr geringe Überlebenschance.

Das müssten die deutschen Intensivmediziner*innen eigentlich wissen, da schon im Jahr 2020 das Moerser Modell der nicht-invasiven oder äußerst spärlichen invasiven Beatmung Furore gemacht hatte. Aber das Intensivregister von heute zeigt 51 Prozent invasiv Beatmete, das hört sich schockierend an:

Einer der führenden deutschen Lungenfachärzte, Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik im Krankenhaus Bethanien in Moers, hat seit Frühjahr 2020 auf die enormen Gefahren der invasiven Beatmung hingewiesen. Vor wenigen Tagen erst schrieb er mit seinem Kollegen Dieter Köhler, von 1989 bis 2014 Präsident des Verbandes Pneumologischer Kliniken:

Viele Studien zeigen eindeutig, dass die Intubation bei gleichem Schweregrad die Todesrate mindestens um den Faktor 5 bis 6 erhöht, bei manchen Kliniken sogar um über 10. Das gilt auch für die fast immer unnötige ECMO-Therapie, bei der die gleichen pathophysiologischen Prinzipien gelten. Aufsummiert sind das inzwischen mehrere 100.000 nicht notwendige Tote weltweit.

Und da fragt man sich als Bürger oder Mensch doch einfach: Arbeiten auf deutschen Intensivstationen so wenige Lungenfachärzt*innen, die Kompetenz haben und sich mit der Kritik von Voshaar und Köhler und anderen an der invasiven Beatmung befassten, dass die weiterhin zu über 50 Prozent die Covid-19-Patient*innen invasiv beatmen und damit deren Leben offenkundig verkürzen? Ein Hauptgrund mag das Aufrechterhalten der Massenpanik sein – Atemnot, Beatmung, Tod, Ersticken, mit den entsprechenden Beatmungsschläuchen, also DIE Themen für die panikgeilen Medien der Panikindustrie von Tagesschau und ZDF bis hin zu allen Tages- und Wochenzeitungen bzw. Journalen.

Wer jedoch jemals live auf einer Intensivstation (jenseits des Themas Corona) erlebt hat, wie harmlos ein Abfall der Sauerstoffsättigung von 100 Prozent auf 70 oder 80 Prozent ist oder sein kann, wenn nicht zugleich der Hämoglobin-Wert (hb-Wert) massiv sinkt oder die Herztätigkeit zu schnell oder unregelmäßig wird (wenn ich das als Laie richtig verstanden habe bei Voshaar), der wird einfach nur skeptisch, ob auf deutschen Intensivstationen überhaupt seriös oder nicht panisch und mit riesigem Geschrei der Funktionäre gearbeitet wird.

Es ist faszinierend, was Voshaar und Köhler schreiben:

Die Angst vor einer niedrigen Sättigung bei Pneumonie ist umso erstaunlicher, da beispielsweise manche Patienten mit schwerem Übergewicht viele Jahre im Schlaf über Stunden SaO2-Werte von 40 bis 60 % haben können. Das beeinträchtigt sie keineswegs, von einer gewissen Schläfrigkeit am Tage einmal abgesehen. Es sind die gleichen Ärzte, die das öfters auch auf einer Intensivstation bei Übergewichtigen sehen und nie auf die Idee kämen, diese Patienten zu intubieren.

Also, Divi-Intensivregister und RKI: Warum werden auch nach bald zwei Jahren Corona-Krise weiterhin 50 Prozent der intensivpflichtigen Covid-19 Patient*innen invasiv beatmet, obwohl oder weil dadurch die “Todesrate mindestens um den Faktor 5 bis 6 erhöht” wird?

Bild von Engin Akyurt auf Pixabay


Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um eine vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.


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41 Kommentare zu „Invasive Beatmung auf Intensivstation und der Stand der Wissenschaft

  1. Wir haben ganz sicher auch ein systemisches Problem im Gesundheitswesen. Wodarg hat vor über einem Jahr, damals noch bei Ken Jebsen, gesagt, für Menschen mit Lungenentzündung ist der gefährlichste Ort ein Krankenhaus, allerdings ist es für den Hausarzt aus haftungsrechtlicher Sicht am besten, die Patienten ins Krankenhaus zu überweisen.

    1. ich hatte vor einigen Jahren eine Lungenentzündung. Hab das dann später mal jemand erzählt. Der fragte mich ob ich im Krankenhaus war. Hat mich total gewundert. Ich wär da nie auf die Idee gekommen,dass ich ins Krankenhaus müsste.
      Es ging mir ca. 2 tage schlecht. Dann schlug das Antibiotikum an. und dann wurde es besser.

  2. Die Aussage „obwohl oder weil dadurch die ‚Todesrate mindestens um den Faktor 5 bis 6 erhöht‘ wird“ im letzten Satz bringt es für mich auf den Punkt. Bis vor kurzer Zeit noch hätte ich Jeden als Phantasten bezeichnet, der ein Szenario ausgemalt hätte, wo ein „weil“ überhaupt im Bereich des Möglich verortet wird. In der Gesamtbetrachtung aller Tatsachen, die Herr Peter F. Mayer hier mit unglaublicher Klarheit und Frequenz ausrollt, halte ich heute das „weil“ für wahrscheinlicher, als das „obwohl“.

    1. Zum verhehlten „weil“ kommt dann zum selben Zweck das einschlägig bekannte „mit“, um die Panikrubrik zu füllen.

    2. Wobei dieser Ab-Satz ungeachtet der obigen Sachverhalte im Grunde genommen eine Korrelation beschreibt, keinen Sachverhalt!

  3. Es wäre also ein Patientenverfügung, die die invasive Beatmung verbietet, eine wichtige Sache.
    Die Ärzte müssen sich dran halten.
    Ohne eine ausdrückliche Patientenverfügung dürfen Ärzte das tun, was „Stand der Wissenschaft“ ist.

    1. Ich habe eine solche Patientenverfügung gemacht. Ein Absatz dieser Verfügung ist:
      Ich wünsche, – unter der Voraussetzung, dass ich Medikamente zur Linderung der Luftnot erhalte, dass keine künstliche Beatmung durchgeführt bzw. eine schon eingeleitete Beatmung eingestellt wird. Die Möglichkeit einer Bewusstsdämpfung oder einer ungewollten Verkürzung meiner Lebenszeit durch diese Medikamente nehme ich in Kauf.

  4. Ich fürchte, die Antwort auf die Frage, weshalb soviele Patienten beatmet werden, ist ebenso einfach wie erschreckend: Meines Wissens nach gibt es für beatmete Patienten mehr Geld. Wenn dem so wäre, dann läge der Grund nicht in der Medizin sondern in der profitgetriebenen Ausrichtung der Krankenhäuser.

    1. Die Politik bestimmt die Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser, und sie gibt durch Fallpauschalen, Prämien für freigehaltenen Covid-Betten etc. finanzielle Anreize, die die profitgetriebenen Häuser in eine gewünschte Richtung treiben. Dazu kommen dann WHO-Empfehlungen. Die Antwort ist komplexer, als sie (und ich) vermuten, aber nicht weniger erschreckend.

  5. Die Frage: Arbeiten auf deutschen Intensivstationen so wenige Lungenfachärzt und Lungenfachärztinnen? Ja, ich weiß es. Bedauerlich aber wahr. Mir scheint bei der invasiven Beatmung wird dabei wenig gedacht den Menschen zu retten, weil zu kurz gedacht und zu schnell gehandelt wird. Tod durch Ersticken ist der grausamste Tod. Unser Gesundheitswesen ist schon sehr lange Marode und in einem Stand von 1970. Wer sich die Geräte in Kliniken und Arztpraxis genauer anschaut sieht wie veraltet die sind. Ebenso der Stand der Wissenschaft die immer noch hinterherläuft. Erschreckend wie die Pandemie ausgenutzt von Medien, Politiker, Ärzte von Tagesschau und ZDF bis hin zu allen Zeitungen, Virologen.

    Politiker versprechen bei der Wahl viel, was sie danach nicht mehr einhalten. Dieser spiegelt jetzt nach der Wahl die eine Wahrheit wider, wie schlecht die Parteien gearbeitet haben während es Brenzlich wurde. Die Frage ist leicht zu beantworten, wie vertrauenswürdig Politiker sind. Nämlich gar nicht! Das hat mehrere Gründe: In den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien stehen mehr Versprechen als hier untersucht wurden. Diese Art Politik, wo Versprechen und Wirklichkeit außer Sichtweite geraten sind, ist nicht nachhaltig.

    Die Zeit wo in Deutschland die Wahrheit ausgesprochen wurde, man sich mit der Realität auseinander gesetzt hat, der Verstand vor der Ideologie kam , wurde von der Politik beendet. Und die Bürger bleiben im Regen stehen.
    Ein Denkverhalten in der Regierung: Es gibt Situationen, in denen es besser ist zu schwindeln, als die Wahrheit zu sagen – wenn es um die Notfallzulassung des Impfstoffs geht oder den Bürgern Märchen auftischt, zum Beispiel. Es ist mehr als eine Notlüge und Unverantwortlich diese nun als sozialer Schmierstoff zu verwenden.

  6. Sorry, der Artikel mag wichtiges zu sagen haben,aber warum sich ein gebildeter Mensch des Großteils seiner potentiellen Leserschaft entledigt, durch Gebrauch dieser unsäglichen Genderismen, ist mir ein Rätsel.
    Solche Texte erregen nicht nur intelektuellen Widerstand, sondern erzeugen tatsächlich, körperliches Unwohlsein.
    Zumindestens ich schaffe es schon lange nicht mehr über die ersten 1,2 Abschnitte hinaus zu kommen.
    Schade, es könnten interessante Erkenntnisse geboten sein.
    Ich plädiere schon lange auf Webseiten für Anti-Gender Bots, die Gendersprech erkennen und automatisch durch echte Sprache ersetzen.

    1. Es gibt ein Browser-Plugin (zumindest für Firefox, wahrscheinlich auch für andere), das die Genderismen entfernt. Ist zu empfehlen, wenn einen das nervt, auch wenn es ganz abenteuerliche Varianten manchmal nicht erkennt..

    2. @ PFM Bei allem Respekt, Herr Doktor Mayer, aber ich glaube, Sie machen es sich hier etwas zu einfach. Zugegeben, wir haben im Moment wesentlich gravierendere Probleme, und vielleicht sollte man seine Energien tatsächlich nicht auf Nebenkriegsschauplätze verschwenden. Andererseits ist es so, dass – neben den Gesundheitsaspekten – ein wesentliches Element der Corona-Krise durch eine bisher noch nicht dagewesene Einengung des Debattenraums, eine Unfähigkeit und Unwilligkeit, anderen überhaupt noch zuzuhören, konstituiert wird, nicht zuletzt getrieben durch moralische Selbstgerechtigkeit und begleitet von einer demonstrativen – auch sprachlichen – Zurschaustellung der „richtigen“ Gesinnung. Ein Vorläufer ist die PC-Bewegung mit ihren rigiden Sprachcodes (incl. der gegenständlichen genderzentrierten Sprache und des in den ORF-Nachrichten nunmehr durchgehend verwendeten Genderschluckaufs), welche von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt, dieser jedoch von den Medien und div. Hofintellektuellen ständig oktroyiert werden, welche sich nicht nur berechtigt, sondern nachgerade verpflichtet zu fühlen scheinen, das blöde, verstockte Volk umzuerziehen. Kommt Ihnen hier etwas bekannt vor? Ich muss jedenfalls nicht in jedem Satz explizit darauf hingewiesen werden, dass es sowohl männliche wie auch weibliche Wissenschafler (Plural, Genus: m), Ärzte (Plural, Genus: m) und Koryphäen (Plural, Genus: w) gibt. Das wusste ich vorher schon – so wie die meisten Bürger dieses Landes.

      Natürlich hat jeder das Recht, so zu schreiben, wie er es für richtig hält, und das ist zu akzeptieren, keine Frage. Auch in meinem Bekanntenkreis gibt es von mir geschätzte Menschen, die sich aus ihrer Überzeugung, die Gleichberechtigung zu befördern, der genderzentrierten Sprache bedienen, und so schwer erträglich mir diese Sprachverhunzung auch ist, ich akzeptiere sie, eben weil ich diese Menschen kenne und schätze.
      Allerdings ist die momentane Krise mindestens so sehr eine ideologische und psychologische (und somit auch „symbolische“) wie eine medizinische. PC und Gendersprache ist ein Spaltpilz, den wir in der gegenwärtigen Situation vermeiden, und nicht kultivieren sollten. Wer seine Ansichten anderen kommunizieren möchte, sollte sich gut überlegen, mit welcher Art von Sprache er die meisten Menschen erreichen kann. Wie mein Vorposter lese auch ich prinzipiell keine gegenderten Texte mehr, und ich denke, wir sind nicht die einzigen.

      Mit besten Grüßen und Dank für Ihre hervorragende Arbeit

    3. Wenn Sie keine anderen Probleme haben, ist es schön für sie. Übrigens der Artikel ist nicht von mir wie ganz oben steht.
      Ich verstehe ehrlich Ihre Intoleranz nicht. Ist wegen dem * der Inhalt falsch? Intubieren ohne * ok? Das ist genau das gleich dem, was in den Mainstream Medien gemacht wird.

    4. @GB – 24. November 2021 um 15:26 Uhr

      „…automatisch durch echte Sprache ersetzen“
      Was ist denn eine „echte Sprache“?

      Seit Jahrhunderten wandelt sich unsere Sprache stetig – dass Mann uns Frauen endlich auch sprachlich -wenigstens zum Teil- miteinbezieht, ist alles andere als verwerflich.

      Die von Ihnen als echte Sprache benannte ist ohnehin längst durch überbordende Anglizismen ersetzt, die ich in großen Teilen für überflüssig und unerträglich halte.
      Damit meine ich nicht die Anglizismen in der Fach- und/oder Computersprache, sondern den Schwachsinn, den wir täglich überall lesen (oft genug komplett falsches Englisch…) wie „coffie to go“, „service center“ oder wie u.a. in deutschen Krimis statt Personenspürhunde „mantrailer“´benutzt wird. Es gibt massenhaft andere Beispiele, für die es selbstredend auch Begriffe in der deutschen Sprache gibt. Wir haben sie nur verlernt…

      Gender ist auch so ein Anglizismus, ursprünglich entlehnt aus der lateinischen Sprache, auch dafür gibt’s eine deutsche Bezeichnung…

      Vielleicht sollten wir unsere Sprache revolutionieren und nur noch die weibliche Form verwenden, anstelle der ewig männlichen: Männer wie Sie wären garantiert die ersten, die empört „auf die Barrikaden“ gehen, weil Sie in der Sprache nicht vorkommen…

      Lesenswert zum Thema: „Die Töchter Egalias“ von der Norwegerin Gert Brantenberg, 1979 bei Olle & Wolter, Berlin. Neuauflage 2001

  7. Ein, meiner Meinung nach, wichtiger Aspekt wurde hier nicht aufgeführt. Auf den Intensivstationen herrscht (wie auch auf den Normalstationen und zwar nicht erst seit Corona) ein teils eklatanter Personalmangel. Intensivpatienten mit Viruspneumonien sind sehr aufwändig zu betreuen. Eine (möglicherweise für den Patienten günstigere) nichtinvasive Beatmung z. B. (CPAP) ist deutlich personalintensiver, so müssen viel häufiger Blutgasanalysen abgenommen und ausgewertet werden und die Beatmungsmodalitäten entsprechend häufig modifiziert werden. Wenn einfach das Personal dafür fehlt, werden eben weniger personalintensive Wege eingeschlagen. Dafür können weder Ärzte noch Pfleger etwas, das ist allein einem gesundheitspolitischem Komplettversagen zu verdanken.

    1. Am Montag abend wurde eine Folge der Diskussionssendung „Hart aber Fair“ auf dem eutschen oeffentlich rechtlichen Sender „das erste“ ausgestrahlt. Der ddort anwesende Intensivmediziner aeusserte sich auch dahingehend, dass man doch lkuenstlich beatmen muesse, wenn die Blutwerte einen hinreichend geringen Sauerstoffgehalt ausweisen wuerden, auch wenn sich der Patient noch wohl fuehlt und keine Atemnot empfindet. Ich war erschrocken ueber diese Bemerkung, hat doch Dr.Vosshaar in der Bethanienklinik in Moers mit genau *gegenteiligem* Vorgehen (solange der Patient noch keine Atemnot empfindet. sollte man sich mit kuenstlicher Beatmung noch zurueckhalten) eine erfolgreiche Behandlung mit erheblich geringerer Sterberate in „seiner“ Klinik implementiert. Auch wird dort (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) in der Betanienklinik eine Inhalation mit Aerosolen aus Kochsalzloesung umgesetzt, was die Entzuendung schneller zurueckgehen laesst (falls ich das falsch in Erinnerung habe, bitte ich um einen Hinweis, die Viedeos von Dr. Vosshaar zum „Moerser Weg“ sollten alle noch auf youtube zur Verfuegung stehen). Warum wird standardmaessig auf deutscheen Intensivstationen noch immer so fruehzeitig beatmet und *nichts* vom „Merser Weg“ umgesetzt? Das selbst in dieser Sendung von einem praktizierenden Intensivmediziner die Entscheidung zur Beatmung noch immer fast ausschliesslich nach dem Sauerstoffgehalt im Blut getroffen wird, fand ich (nach dem, was ich bereits im letzten Jahr darueber gelesen hatte) sehr erschreckend.

    2. Mein phantastischer Ausbildungsarzt in meiner HP-Ausbildung hat damals einen sehr einprägsamen Satz gesagt:
      Fragt immer den Patienten, wie es ihm geht und hört genau zu. Das ist das Wichtigste. Wie geht es dem Patienten selbst, wir können das von außen nicht beurteilen. Wenn ein Patient sagt, er bekommt gut Luft und alles ist noch im grünen Bereich, warum muß man hochtechnisch reagieren?

  8. @ pfm Das hat nichts mit Intoleranz zutun.
    So wie die Maske der physische Gesslerhut zur C-Diktatur ist, so ist Gendersprech die vorbereitende geistige Unterwerfungsgeste.
    Wer wirr in der Ausdrucksweise wird, wird auch wirr im Denken.
    Deswegen fängt jede Unterwerfung damit an sich eine eigen Sprache zu schaffen.
    Wenn die Sklaven diese übernommen haben, haben sie auch die Denkweise dazu übernommen.
    Siehe Neusprech aus 1984.

    1. Eben darum ist die deutsche Sprache so arm.
      Verwendet werden zwar nur rund 10 000 Wörter, aber viele Sprachen haben einen Wortschatz bis 1 Million Wörter. Deutsch kommt auf 400 000!
      Grund für die Verarmung ist, dass vor rund 300 Jahren eine allgemeine Sprachen eingeführt wurde um sich im Vielvölkerraum der einstigen German im Handel verständigen zu können.
      Und um Einheit zu erreichen.
      Zu dieser Zeit hätte ein Schwabe jemanden erschossen, der behauptet hätte Schwaben haben etwas mit Preußen gemein.
      Ich habe mich strikt geweigert (60ziger Jahre) diese sogenannte Hochsprache (in Wahrheit ist das Niederdeutsch- Hochdeutsch ist das bayrische Idiom) diese Sprache zu sprechen und wurde dafür vom Schuldirektor (ein ehemaliger Nazi der brave Schüler mit Landserhefte versorgte und schon mal die Schusslöcher im Bauch, die er in Stalingrad „erwarb“ herzeigte) vor versammelter Klasse an den langen Haaren über Tische und Bänke geschleift und als Fluegl die Judensau beschimpft!
      Auch dafür wurde er von meinen leider verstorbenen damaligen besten Freund KO! geboxt.
      Das ging nur gut aus da sein Vater ein roter Gewerkschaftsfunktionär in einem Konzern war der gegen diesen Typen einiges unternehmen hätte können!
      Ein kleiner Ausschnitt aus österreichischem Schulalltag.
      Ich bin mir sicher dass dieser Schuldirektor das Gendern mit der Waffe in der Hand bekämpft hätte!
      Und wen hätte der wohl versklavt?????
      Wenn ich jetzt diese ewigen Tiraden über eine kleine Verkomplizierung in der Schrift lese, die durch speziell in Österreich tradierte und fortgesetzte Unterdrückung eines sehr großen Teiles der Bevölkerung herrührt und diese Unterdrückung auch mit Rassismus gleichgesetzt werden kann, dann kommen mir nur Gedanken der Hoffnungslosigkeit.
      Rudi Fluegl

    2. So ist es. Es verstört mich besonders, wenn ein eigentlich kritischer Text durchgegendert ist. Löst bei mir wirklich bitterkomische Irritation aus, wie einer, der sich kritisch über den NS äußert dabei ständig zwischendurch Heillitler sagt.

  9. Auch sehr informativ:
    https://www.nordbayern.de/politik/qualvoll-und-unethisch-palliativmediziner-kritisiert-beatmungs-praxis-in-corona-krise-1.10056085

    Auch die Kommentare sind interessant. Z.B.: „Der STERN Heft 37 vom 5.9.2019 hatte die Titelstory „215 Ärzte fordern Mensch vor Profit“ darin Beispiele der DRG Erstattung bei der Beatmung von Schwerkranken. 1 Tag Beatmung bringt dem Krankenhaus aktuell € 25.495,- bei 3 Tagen sind es € 58.215,- Die Langzeitbeatmung „A06A“ bringt der Klinik für 2 Wochen € 207.648,“

  10. Vielen Dank, dass diese Frage angesprochen wurde. Ich bin absoluter medizinischer Laie, aber ich habe mir im der ersten Jahreshaelfte 2020 die Videos von Dr. Vosshaar ueber die Behandlung von Covid-19 und den „Moerse Weg“ angesehen. Daraufhin achte ich jedesmal, wenn ich einen Blick in die Tagesberichte des DIVI Intensivregisters schaute, auf den nteil der invasiv beatmeten Patienten und war *jedsmal* ueber den hohen Anteil erschrocken (sagte doch Dr, Vosshaar, dass bei dem „Moerse Weg“ invasive Beatmung so weit wie moeglich hinausgezoegert wurde, eben *wegen* der grossen Risiken dieser Behandlung,insbesondere bei der „Entwoehnung“ der Patienten von der kuenstlichen Beatmung. Waehrend die Sterblichkeit der Corona-Intensivpatienten bei fruehzeitiger kuenstlicher Beatmung teilweise mit 30% oder mehr berichtet wurde, las ich, dass bei der Behandlung nach dem „Moerser Weg“ von den ersten 37 intensivmedizinisch behandelten Covid-Patienten im Bethanienkrankenhaus in Moers nur *1* verstarb. Ich habe dann gelesen, dass Jens Spahn und Armin Laschet sich im September letzten Jahres in dieser Klink ueber den „Moerser Weg“ informiert hatten und sich beeindruckt zeigten. Wenn das tatsaechlich so gewesen sein sollte: warum wird dann bis heute (mehr als ein Jahr nach dem Besuch unseres Gesundheitsministers in der Bethanienklinik) noch nicht *ein* *einziger* *Punkt* der Beahdnlung nach diesem Schema in die RKI-Empfehlungen zur Covid-Behandlung eingeflossen ist? Ehrlich gesagt faellt mir ausser „Behandlungserfolge sind zumindest teilweise unerwuenscht, um die Panik aufrecht zu erhalten“ kein moeglicher Grund ein, ein Behandlungskonzept mit einer *nachweislicch* *deutlich* *geringeren* Sterblichkeit nicht in die Behandlungsempfehlungen des RKI fuer Covid-19 aufzunehmen.
    Aber anscheinend bin ich fuer solche Betrachtungen ohnehin zu dumm. Deshalb sehe ich auch regelmaessig verfaelscht Daten in den taeglichen Situationsberichten des RKI, wie z.B. am heutigen 24.11.2021:
    Die „Zahl Faelle der letzten 7 Tage“ sollte sich doch heutwe eigentlich aus der Differenz der Anzahlen der Gesamtfaelle seit Beginn der Pandemie am 24.11. und dem 17.11. ergeben. Das waeren dann laut den Tagesberichten dieser beiden Tage 5.497.795-5.129.950=367.845. Bei einer Bevoelkerungszahl von 83.155.031 ergibt sich daraus eine 7-Tages-Inzidenz von 442,4, waehrend im Situationsbericht von heute 404,5 ausgewiesen wird. Warum ist das RKI nicht in der Lage konsistente Daten (Inzidenzen, die konsistent mit der in den taeglchen Berichten angegebenen Fallzahlen sind) anzugeben? Ich das jeweils ein „Fluechtigkeitsfehler“ oder haben diese (nahezu taeglich zu beobachteten) Fehler etwa Methode?
    Noch seltsamer waren die Daten der aktuell hospitalisierten („Hospitalisierte gesamt Faelle / 100.000 EW“) mit der Zahl der von Covid-19 Patienten belegten Intensivbetten am 22.09.2021:
    Anzahl hospitalisierter Intensivpatienten pro 100.000 Einwohner: 1,63 (was einer Gesamtzahl hospitalisierter Covid19 Patienten an diesem Tag in der gesamten deutschen Bevoelkerung von ca. 1.355 entspricht).
    Demgegenueber stehen 1.541 an diesem Tag von Corona-Intensivpatietnten belegte Intensivbetten laut DIVI Intensivregister. Muss man sich nun etwa fragen, welche Patiienten denn fuer sich mehr als ein Bett beanspruchen oder heer, welche Inetnsivmediziner sich Arbeit mit nach Haus genommen und Intensivbetten in ihrem Wohnzimmer aufgestellt haben?
    😉
    Eigentlich waeren diese derart inkonsistenten Zahlen ja fast lustig, wenn die Sache nicht so ernst waere …

    1. Doch, es ist lustig, weil es den kompletten Schwachsinn, der hier läuft, super deutlich aufzeigt :-). Und mit Humor bricht das System der Angstmacherei zusammen 🙂

  11. Lieber Herr Mayer,
    bei diesem Artikel haben sie einen Dr. Phil. schreiben lassen, der nichts von Intensivmedizin versteht und die feinen Details, die über die Entscheidung Beatmen oder nicht entscheiden überhaupt nicht kennt. Daran ändern auch nichts seine Ausführungen über den Sauerstoffgehaltes des Blutes in Abhängigkeit vom Hämoglobinwert. Das ist Erstsemesterwissen und anmaßend.

    Auch ich als Anästhesist und langjährig in der Intensivmedizin täter Arzt befürworte das Konzept von Dr. Voshaar und plädiere für Zurückhaltung bei der Intubation von Covid-Patienten. Aber das hier ist doch ein wenig zu schlicht. Die Probleme sind wesentlich komplexer, als der fachfremde Schreiber hier Glauben machen will. Die Sauerstoffversorgung ist überhaupt nicht das vorrangige Problem, sondern die Elimination von Kohlendioxid. Sauerstoffmangel macht nur müde. Hyperkapnie hingegen bewirkt Atemnot. Die ECMO wird derzeit als Ultima ratio eingesetzt. Es wäre zu überlegen, ob man die ECMO zuerst einsetzen sollte und den Patienten wach und spontan atmend lassen kann.

    Außerdem: Wenn die DIVI eine Beatmung von 50% angibt, so heisst das garnichts. Prof. Marx war vor wenigen Tagen nicht einmal in der Lage bei einer Bundestagsanhörung den Anteil der Geimpften Intensivpatienten zu benennen.

    Die Daten des RKI Grippeweb https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2021_2022/2021-46.pdf
    zeigt dass die Anzahl der SARI-Fälle seit drei Wochen abnimmt. Der Anteil von Covid-19 liegt wie im letzten Jahr bei 80%. Im letzten Jahr ergab sich aus einer Analyse des Leibnitzinstituts, dass die Anzahl der PCR-positiven Intensivpatienten doppelt so hoch war, wie die Anzahl der diagnostizierten Lungenentzündungen durch Sars-2.
    Das heißt, dass die Hälfte aller Patienten überhaupt keine Lungenentzündung hat, sondern lediglich positiv getestet ist.

    Da Patienten aus allen möglichen Gründen, z.B. Schlaganfall, Trauma, Zustand nach großen Operationen etc. beatmet werden, erweckt die Statistik der DIVI den Eindruck es handele sich ausnahmslos um Covid-Patienten. Das dürfte eben so wenig stimmen, wie im letzten Jahr. Deshalb sagt die Angabe der beatmeten Patienten, die PCR-positiv sind überhaupt nichts aus.

    Man muss schon ein wenig genauer hinschauen.

    1. Mir scheint das aber in eine ähnliche Richtung zu gehen, wie die Arbeit von Kurt E. Müller „Artificial Respiration in Severe COVID-19 Cases: ABeneficial or Deleterious Treatment“.

    2. „?“
      Das die Kohlendioxidspannung die Atemnot auslöst ist Schulwissen!
      Dass wird den zu knapp werdenden Agraringenieuren schon fürs Mostholen im Keller eingebläut.
      Wenn sie Voshaar akzeptieren haben Sie übersehen, dass hauptsächlich dieser, plus einem Kollegen zitiert wird.
      Das DIVI steht schon länger unter Kritik und da wurde schon oft genauer hingeschaut. Im Blog von Herrn Dr. Mayer!
      Bei jeder Argumentationskette darauf hinzuweisen, dass das ja zum Beispiel nur das DIVI, das Robert Koch Institut oder gar nur die privatfinanzierte WHO war geht nicht und ist auch gegenüber den vielen korrekt arbeitenden Mitarbeitern durch ständige Herabsetzung ihrer Institutionen unfair.
      Wir hoffen nur, dass die aus den Schatten heraustreten.
      Also was soll die Kritik bezüglich genauer hinschauen
      Der Einsatz der Pseudo-Blut-Doping-methode wird doch im Artikel auch kritisch gesehen?!?
      Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) betont deshalb im Rahmen ihrer Jahrestagung, wie wichtig es ist, dass dieses hochkomplexe Verfahren durch gut ausgebildete Intensivmediziner und Pflegekräfte durchgeführt wird.
      Nach Einschätzung der DGIIN-Experten sollten ECMO und Herzunterstützungssysteme derzeit nur an wenigen großen und erfahrenen Zentren eingesetzt werden.
      Es ist äußerst begrüßenswert von Leuten zu lesen und zu lernen, die nicht nur mit Titel und
      Erfahrung glänzen sondern auch mit Kritik!
      Die nicht nur die Weisheit oder Weisen suchen wie die vielen phil.

      rudi fluegl

    3. @Dr. C. – 24. November 2021 um 19:01 Uhr

      Hier wird’s wunschgemäß genauer:
      https://www.cicero.de/innenpolitik/covid-patienten-kant-popper-und-die-invasive-beatmung

      Covid-Patienten – Kant, Popper und die invasive Beatmung – 08. November 2021
      Invasive Beatmung hat unnötigerweise zu stark erhöhter Sterblichkeit bei Covid-Patienten geführt. Etwas mehr angewandte Erkenntnistheorie nach Popper hätte auf den Intensivstationen viele Menschenleben retten können. Und Kants Appell an die Aufklärung hätte die Verbreitung falschen Wissens früher gestoppt.
      Von Dieter Köhler und Thomas Voshaar (…)

  12. Ich sehe lauter Sterne und höre auf zu lesen.
    Merkt denn Keiner, dass die Stern Fraktion und die ganzen Wahnsinnignem von heute eine grosse gemeinsame Schnittmenge haben ? Habt Ihr vor 2 Jahren auch schon so geredet? Wenn ihr nicht zu diesen Wahnsinnigen gehören wollt ist Anbiederung genau das Falsche. Die lachen doch über Euch.

    1. @Wolfgang Sauer – 24. November 2021 um 19:49 Uhr
      „Habt Ihr vor 2 Jahren auch schon so geredet?“

      Nee, aber in den 1970er-und 1980er-Jahren… Als über das Patriarchat noch diskutiert wurde.
      Als Frau interessant zu sehen, worüber sich männliche „Sprachexperten“ heutzutage aufregen… Ich fürchte, wir haben ECHTE Probleme.

  13. Als ich mit meinem Sohn in einem Untersuchnungszimmer einer Intensivstation war, fiel mir sofortt ein großes Plakat zur Vorgehensweise bei Covid-Patienten auf:
    Darauf stand sinngemäß:
    1) Das Wichtigste ist der Eigenschutz (des Krankenhauspersonales)
    2) Deshalb in jedem Fall Intubation um die Ansteckungsgefahr fürs Personal zu minimieren.
    etc., etc.

    Es geht also in erster Linie nicht um die Rettung des Patienten, sondern um die Sicherheit des Personales.
    Darum dieses Intubieren auf Teufel-Komm-Raus.
    Wie sich das moralisch mit dem Auftrag des Krankenhauspersonales vereinbaren lässt, sei dahingestellt.

  14. zu den genannten 51% invasiv beatmeten auf Intensiv.

    Ich hab in den letzten wochen immer wieder mal in den täglichen Divi-Bericht geschaut.
    Die Zahl Corona-Kranker steigt ja kontinuierlich und mit täglich deutlchem Zuwachs

    Der Anteil Intubierter war immer 51 -52% .
    kommt mir sehr strange vor

  15. @ Rudi Flügel

    ECMO ist selbstverständlich ein Verfahren, dass nur Ärzte ausführen sollten, die über Erfahrung mit Operationen unter Einsatz einer Herz-Lungenmaschine verfügen. Insofern ist es völlig unbestritten, dass das nur in grossen Kliniken geht.Maschinen stehen dort reichlich herum.

    Was Dr.Voshaar betrifft, so steht er nicht allein mit seiner Methode. Sie ist pathophysiologisch wohl begründet.
    Aus Erfahrung kann ich lediglich bestätigen, dass, wenn der Tubus einmal drin, das Leben eines alten Menschen meistens zu Ende ist. Voshaar erkannte als erster, dass diese Pneumonie kein Problem der Gasdiffusion durch die Alveolarmembran ist, sondern ein Problem der gestörten Perfusion. Die Regulation des Blutflusses zwischen Alveolen und dem uebrigen Lungengewebe ist offenbar gestört. Viele Ärzte bezeichnen Covid-19 als Gefaesskrankheit.

    Mit Kritik allein kann man nur glänzen, wenn man falsche Prämissen ad absurdum führt. Ich werfe dem Autor nicht seine Kritik vor. Er hat vermutlich recht.Es wird zu früh intubiert. Oft wird auch sinnloseweise intubiert, wenn das Leben im Koma bis zum Tod unausweichlich ist. Dennoch glaube ich, dass jemand, der diese Problematik mangels Wissen nicht beurteilen kann, besser die Finger davon lässt, darüber zu schreiben, wenn er nur ein paar Zahlen und den Zusammenhang zwischen der Hämoglobin Konzentration, Sauerstoffsättigung und Sauerstoffgehalt zu bieten hat.

    In allen den genannten Institutionen gibt es ordentlich und gewissenhaft arbeitende Menschen. Die von diesen gesammelten Daten müssen zuerst in eine brauchbare Form gebracht werden und dann richtig interpretiert werden.
    Und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Medien hauen jeden Mist sofort raus und niemand blickt am Ende noch durch. Ich will jetzt auch den Medien keine Schuld zuschieben. Sie sind nur Gläubige und aengstliche.

    Viel schlimmer ist die schweigende Mehrheit, die wahrnimmt, dass der Kaiser nackt ist, aber sich nicht traut zu widersprechen.

    Das Virus ist nicht das Problem, sondern der Mensch.

    1. Müssten nicht alle Ärzte, die das so kritisch sehen, sich zusammenschließen, via petition oder so, um das mit fundierter Begründung anzuprangern? Wenn Standesvertretungen korrumpiert sind, müssen sich die falsch Vertretenen adhoc eine neue Vertretung schaffen. Ansonsten verpufft doch ein einzelner kritischer Arzt eben als Einzelmeinung.

    2. Vielen Dank!
      Ihre Ausführungen bringen uns dieses mal, auch ohne Spezialisten zu sein,
      einen Schritt weiter!

  16. @ Pantau
    Es gibt in etlichen Ländern Petitionen von kritischen Ärzten. Die meisten Ärzte, die die Maßnahmen kritisch sehen und die falschen Prämissen (Geimpfte und Genesene können niemanden anstecken) erkannt haben, trauen sich nicht, dies öffentlich kund zu tun. Sie haben ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Wenn man sich in den Medien umschaut, so sind die meisten, die den Mund aufmachen entweder selbstständig, wie Dr. Köhnlein und haben genug Mut oder sie sind bereits im Ruhestand.

    Was wirklich schwer zu ertragen ist, dass sich die meisten Menschen so verhalten, wie im Milgram- und Prisonerexperiment.

    Sie gehorchen der Obrigkeit.

    1. Aber: wenn alle kritische Ärzte den Mund aufmachen, sind es sicher sehr viele inzwischen. Was soll passieren? Sollen diese Ärzte in der aktuellen Situation alle entlassen werden, die Praxen geschlossen werden? Das würde nicht passieren. Die Angst verhindert das. Ist die Angst weg, wird man frei für ein selbstbestimmtes Leben nach persönlichen Werten und ordnet sich nicht mehr unter, wenn man nicht dahintersteht – man kann sich nicht mehr unterordnen, man sucht nach Lösungen, die dem persönlichen Empfinden entsprechen. Viele glauben leider auch blind, was ihnen vorgesetzt wird. Am Di hatte ich ein Gespräch mit einem Arzt. Als ich am Schluß sagte, daß ich an den Ärzten kritisiere, daß sie aktuell alles glauben, was von der Pharmaindustrie kommt, gingen die Augenbrauen nach oben. Vorher meinte er, er würde jeden Tag 12 Stunden arbeiten und hätte keine Zeit sich zu informieren. An dem Tag waren 60 Booster-Impfungen in der großen Praxis. Ich sagte, sie sollten die Impfungen stoppen, dann würde sich alles wieder normalisieren :-). Ehrlich gesagt, ich glaube, er war selbst vollkommen platt und funktioniert nur noch, und das ist auch ein Problem. Die Ärzte spüren sich selbst gar nicht mehr.

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