Lockdowns verursachen mehr Todesfälle als sie vermeiden

3. September 2021von 4 Minuten Lesezeit

Retten Lockdowns Leben? Eine wichtige Studie des renommierten National Bureau of Economic Research (NBER) in den USA untersucht die Auswirkungen von „Shelter-in-Place“-Maßnahmen (SIP) auf die Übersterblichkeit in einer Stichprobe von 43 Ländern und allen US-Bundesstaaten. Die Konzentration auf die Übersterblichkeit ist wichtig, da sie die Probleme bei der Zählung der Todesfälle aufgrund von COVID-19 umgeht und auch Todesfälle auf Grund der getroffenen Maßnahmen einbezieht.

Die Schäden, die Lockdowns anrichten wurden sowohl vorhergesagt als auch klar festgestellt. Dazu gehören ein erhöhtes Risiko vermeidbarer Todesfälle durch Krebs, Herzkrankheiten usw. sowie ein psychologisches Trauma, das zu einer Zunahme von Tötungsdelikten, Unfällen und Selbstmordgedanken führt, die durch die lange Isolation verursacht werden.

Nach 18 Monaten sehen wir auch immer deutlicher, dass die erzeugte Angst, Unsicherheit, Stress durch Gefahr der Arbeitsplatzverluste, durch dauernd geänderte Anordnungen, Tests, Schulschließeingen und ähnliches dem Immunsystem der Menschen schadet und sie anfälliger für Krankheiten und Infektionen macht, wie hier dargelegt.

Weniger klar ist, ob die Lockdowns einen nützlichen medizinischen Zweck erfüllen. Ursprünglich sollten es ja nur 14 Tage sein um eine Überlastung der Spitäler zu vermeiden.

Zwei Forscher der RAND Corporation und zwei Forscher der University of Southern California haben eine weitere Analyse des medizinischen Nutzens der Lockdows vorgenommen, die sie als „sheltering in place“ oder SIP-Politik bezeichnen. Damit sind offenbar nicht nur Lockdowns gemeint, sondern auch andere Quarantäne-Maßnahmen. Sie untersuchten 43 Länder und alle Bundesstaaten der USA und veröffentlichten ihre Einschätzung im Juni als Arbeitspapier des National Bureau for Economic Research.

Die Forscher sind schonungslos direkt: „[W]ir finden nicht, dass die SIP-Maßnahmen Leben gerettet haben. Im Gegenteil, wir finden einen positiven Zusammenhang zwischen SIP-Maßnahmen und einer höheren Zahl von Todesfällen. Wir stellen fest, dass nach der Umsetzung von SIP-Maßnahmen die Übersterblichkeit zunimmt.“

Die SIP_Maßnahmen haben also die Zahl der Todesfälle nicht verringert, keine übermäßige Sterblichkeit verhindert, sondern sogar zu mehr Todesfällen geführt. Hinzu kommt, dass in den Ländern, in denen die Bürger in ihren Häusern eingeschlossen wurden, die Übersterblichkeit vor dem Einschluss zurückging und nicht stieg. Mit anderen Worten: Die Abriegelungen haben die Situation wahrscheinlich verschlimmert.

Die Forscher waren wieder direkt. „Wenn der SIP eingeführt worden wäre, als die Übersterblichkeit zunahm, wären die Ergebnisse … dahingehend verzerrt, dass die SIP-Maßnahmen zu einer erhöhten Sterblichkeit führen. Wir haben jedoch das Gegenteil festgestellt: In Ländern, die SIP-Maßnahmen eingeführt haben, ist die Übersterblichkeit vor der Einführung zurückgegangen, verglichen mit Ländern, die keine SIP-Maßnahmen eingeführt haben.“

Wenn man nicht auf einer Insel lebte, schien es außerdem keinen Unterschied zu machen, wann die Abriegelungen eingeführt wurden. Sie waren bestenfalls ineffektiv und führten schlimmstenfalls zu einer erhöhten Sterblichkeit.

Aus der Studie: „Es ist auch möglich, dass die durchschnittlichen Auswirkungen in unseren Ereignisstudien die Heterogenität (Unterschiede) in den Auswirkungen der Maßnahmen zwischen den Ländern und US-Bundesstaaten verbergen. Zum Beispiel könnten SIP-Maßnahmen effektiver sein, wenn sie früh in der Pandemie eingeführt werden, oder SIP-Maßnahmen könnten besser funktionieren, wenn die Übertragung in der Gemeinschaft hoch ist. … Insgesamt finden wir kaum Hinweise auf heterogene Auswirkungen, außer dass SIP-Maßnahmen in Inselstaaten oder … Hawaii effektiver zu sein scheinen.“ Hawaii hat wie berichtet eine hohe Impfquote, die strengsten Maßnahmen und die höchsten Fallzahlen derzeit in den USA.

Schließlich gab es keinen Vorteil für eine frühe Schließung oder eine längere Schließung. Die Forscher stellten fest: „Wir konnten nicht feststellen, dass Länder oder US-Bundesstaaten, die SIP-Maßnahmen früher einführten und in denen die SIP-Maßnahmen länger wirkten, eine geringere Sterblichkeitsrate aufwiesen als Länder bzw. US-Bundesstaaten, in denen die SIP-Maßnahmen langsamer eingeführt wurden.“

Die Dauer der restriktiven Maßnahmen machte also keinen Unterschied.

Tatsache ist, dass COVID-19 eine hochinfektiöse Atemwegserkrankung war und ist, der jeder irgendwann entweder auf natürlichem Wege oder durch Impfungen ausgesetzt ist. An der Krankheit sterben in der Regel ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Atemwegsbeschwerden oder mit Übergewicht.

Die Studie macht wieder deutlich, dass die Abriegelungen nur dazu geführt haben, dass zu den schrecklichen persönlichen und gesellschaftlichen Folgen von Krankheit und Tod auch noch persönliche, psychologische und wirtschaftliche Schäden hinzugekommen sind.


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7 Kommentare

  1. Gast 3. September 2021 at 18:40Antworten

    Wenn man sich beispielsweise diesen Artikel vom Dezember 2020 – also ein dreiviertel Jahr alt – durchliest:
    https://www.rubikon.news/artikel/corona-kafighaltung
    „Die staatlich verordneten Corona-Lockdowns, vor allem Langzeit-Ausgangssperren, verursachen schwere körperliche und psychische Schäden.“

    gibt es doch nur einen zulässigen Schluss: Lockdowns sind wesentliche Komponente des perfiden und kriminellen Einführungsplans für die globalen Geninjektionen und Einführung digitaler „Impf“ausweise.

    Wer da mitmacht macht sich mitschuldig. So einfach ist das.

  2. Lutz Gerke 3. September 2021 at 17:36Antworten

    https://www.schildverlag.de/2021/08/13/sehr-wichtiges-urteil-zur-maskenpflicht-angeklagter-freigesprochen-ansteckungsgefahr-im-freien-0/

    Der Experte vor Gericht hat die Landesregierung in NRW beraten. Das Urteil kann man als pdf abrufen.

  3. suedtiroler 3. September 2021 at 16:07Antworten

    Teachers Not At Increased Risk From COVID-19: New Study Finds

    https://www.zerohedge.com/covid-19/teachers-not-increased-risk-covid-19-new-study-finds

  4. Kriegsgegner 3. September 2021 at 15:58Antworten

    Die Maskenpflicht ist nichts anderes als ein zwangsweise auferlegtes und gesetzlich vorgeschriebenes permanent zu demonstrierendes Bekenntnis zum derzeit herrschenden Corona-Regime.

  5. Thomas Holzer 3. September 2021 at 15:43Antworten

    Die Absurdität der sogenannten „Corona-Politik“ manifestiert sich, meiner bescheidenen Meinung nach, besonders an den Masken ;)
    Die sollen ja, so wird behauptet, den Aerosolausstoß reduzieren, werden aber genau dann, wenn einer von diesen Politikerdarstellern sein Gesicht in die Kamera hält und wirres Zeug von sich gibt, also genau dann, wenn der Aerosolausstoß das Maximum erreicht, abgenommen, um nach Verkündung der meistens nicht notwendigen und unausgegorenen Bemerkungen diese wieder „umzuschnallen“.

    Warum hat noch kein Journalist diese Politiker auf diesen Widerspruch angesprochen, und die Widersprüche sind ja mehr als nur legion

  6. Tony 3. September 2021 at 15:26Antworten

    Der vielseitige und vielschichtige Schaden durch Lockdowns und weiter sog. „Massnahmen“ ist inzwischen x-fach belegt worden, zuallererst von John Ioannidis.

  7. Kriegsgegner 3. September 2021 at 15:19Antworten

    Es wird wohl immer klarer wozu all die völlig irren Massnahmen dienen.
    Nicht der Gesundheit, sondern deren mutwilliger Schädigung.
    Darüber hinaus natürlich auch der bewussten Zerstörung der Wirtschaft, des Zusammenlebens und der Kultur. Ganz abgesehen von der Abschaffung von Demokratie sowie Grund- und Freiheitsrechten.
    Die Vorstellung einer Null-Covid Situation als Ziel, qualifiziert sowieso gar einige immer noch in so manchen Staaten ihr Unwesen treibende Politker und Politikerinnen für die psychiatrische Anstalt. So als wollte man die Grippe abschaffen.
    Aber die angsterfüllte und traumatisierte Mehrheit schluckt anscheinend immer noch all die Verrücktheiten. Wie lange noch?

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