Daten der Statistik in Großbritannien zeigen Re-Infektionsrisiko von 0,004 Prozent für Genesene

Das Office for National Statistics (ONS) in Großbritannien hat festgestellt, dass COVID-19-Reinfektionen selten und milder sind als Erstinfektionen. Mit einem Wert von 0,004% ist das Risiko jedenfalls weit geringer als das von gravierenden Nebenwirkungen durch eine Impfung. Und dabei ist es ziemlich egal, wie man das Risiko der Nebenwirkungen bewerten mag – es ist sicher höher als 0,004%.

In der Überschrift steht „Genesene“. Das ist an sich ein falscher Begriff, korrekt wäre „Immune nach natürlicher Infektion“, denn es hatte nur ein kleinerer Teil überhaupt Symptome einer Krankheit. Eine Krankheit ohne je Krankheitssymptome zu entwickeln – also wenn das Immunsystem die Viren beseitigt bevor eine Krankheit mit Symptomen entstehen konnte – gibt es definitionsgemäß nicht und wenn man keine Krankheit hatte, ist man nicht genesen.

Zu finden sind diese Angaben in den „Coronavirus latest insights“ des ONS vom 27. August 2021.

Die Stärke einer Infektion wird anhand eines Zyklusschwellenwerts (Ct) gemessen. Positive Ergebnisse mit einem niedrigen Ct-Wert (30 oder weniger) deuten auf eine Infektion mit einer höheren Viruslast hin, Tests mit einem hohen Ct-Wert (über 30) auf eine niedrigere Viruslast, so das ONS.

Allerdings wissen wir, dass nur Ct Werte von maximal 24 bis 28 eine Infektion anzeigen können, darüber hinaus handelt es sich um falsch-positive Ergebnisse. Das US-CDC hat zum Beispiel für Geimpfte den obersten Schwellwert für einen PCR-Test mit 28 festgelegt. Bei Geimpften hat man kein Interesse zu viele Infektionen nach Impfungen zu erhalten, denn das schadet nur den Bemühungen die Spritzen in jeden Oberarm drücken zu können.

Quelle: Coronavirus (COVID-19) Infection Survey

Zwischen dem 26. April 2020 und dem 14. August 2021 war die geschätzte Rate für Reinfektionen mit einem stark positiven Test (mit einem Ct-Wert von weniger als 30) niedriger als die Rate für alle Reinfektionen, einschließlich derjenigen mit niedrigerer Viruslast (4,1 pro 100.000 Teilnehmertage im Risiko gegenüber 10,9). Das ist ein ordentlich langer Zeitraum und es sind dabei alle bekannten Varianten aufgetreten.

Anders ausgedrückt: Das Risiko einer Re-Infektion von Personen, deren Immunität von einer natürlichen Infektion stammt lag bei 0,004 Prozent. Umgekehrt müsste ein Immuner erst nach 25.000 Tagen (68,5 Jahre) mit einer Infektion rechnen. Behauptungen, wie „das Virus kommt zu allen Ungeimpften“ sind damit blanker Unsinn,

Um eine Reinfektion von einer laufenden Erstinfektion zu unterscheiden, definiert die Analyse eine Reinfektion als:

  • ein neuer positiver Test 120 Tage oder mehr nach einem ersten positiven Test, dem mindestens ein negativer Test vorausgegangen ist
  • ein neuer positiver Test nach vier aufeinanderfolgenden negativen Tests, unabhängig von der Zeit, die seit dem ersten positiven Test vergangen ist.

Die Analyse umfasst 19.467 Personen aus der Allgemeinbevölkerung und schließt Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen institutionellen Einrichtungen im Vereinigten Königreich aus.

Kürzlich hatte ich über eine US-Studie berichtet, die eine Infektionsrate von 0,7% nach einer Covid Erkrankung errechnet hatte, was ohnehin sehr niedrig ist. Das ONS berichtet also über eine Re-Infektionsrate, die nochmals um eine Größenordnung geringer ist. Der Unterschied ist offenbar, dass in der US-Studie tatsächlich Erkrankte als Rekonvaleszente bzw Genese beobachtet wurden, gegenüber einer Kohorte, bei der nur durch PCR-Test eine Infektion festgestellt wurde.

In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass Infektionen, die nicht zu Erkrankungen führten eine sehr starke Immunität durch T-Zellen verursachen, während tatsächlich Erkrankte dann Antikörper entwickeln. Menschen, die also ein starkes Immunsystem haben und rasch eine starke auf T-Zellen basierende Immunabwehr entwickelten, haben ein wesentlich geringeres Risiko einer Re-Infektion, als solche die schon einmal ernsthaft krank wurden.

Benachteiligte ältere Arbeitnehmer arbeiten seltener von zu Hause aus

Es liegt auf der Hand, dass die, die die Corona Maßnahmen beschließen, am wenigsten davon betroffen sind. Je geringer das Einkommen und der Lebensstandard, desto schlechter ist die Wohnsituation und desto unsicherer der Job. Nochmals ganz besonders betroffen, sind ältere Arbeitnehmer, wie das ONS feststellt.

Diejenigen, die in benachteiligten Gebieten leben, haben während der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) seltener auf Heimarbeit umgestellt, so das ONS. Bei Personen mit schlechtem Gesundheitszustand, schlechtem Wohlbefinden und geringer Qualifikation ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von zu Hause aus arbeiten, ebenfalls geringer.

Insgesamt ist der Anteil der älteren Arbeitnehmer, die nach der Pandemie von zu Hause aus arbeiten wollen, höher als der Anteil, der vor der Pandemie von zu Hause aus gearbeitet hat.

Während die zunehmende Heimarbeit unter älteren Arbeitnehmern für einige von Vorteil sein könnte, könnten die unterschiedlichen Möglichkeiten, in der Ferne zu arbeiten, bestehende Ungleichheiten verstärken.

Mehr als die Hälfte der älteren Arbeitnehmer, die während der Pandemie zur Heimarbeit übergingen, hatten einen Hochschulabschluss.


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31 Kommentare zu „Daten der Statistik in Großbritannien zeigen Re-Infektionsrisiko von 0,004 Prozent für Genesene

  1. „Genesene“ ist nicht nur falsch, das ist ein stigmatisierender Begriff, weil damit jeder, der keine Spritze bekam, oder keine Infektion mit Corona durchgemacht hat, als krank gilt.

    Irrational und stigmatisierend geht das in der EU seit ihrer Gründung zu. Blöde Antworten auf kompromittierende Fragen geben Politiker und Journalisten nicht erst sei heute.

    Die Sage von den Schildbürgern hat sich nicht irgendwer aus den Fingern gesogen, der Mensch mußte schon sehr gute Menschenkenntnis gehabt haben und ein guter Beobachter gewesen sein.

    Die Tragik am Sich-dumm-stellen ist doch, daß das nicht folgenlos bleiben kann. „Bravo! Dummsein ist mal was anderes“, sagte der Schneider. Auch den anderen gefiel der Plan. Die nächsten zwei Monate übten sie das Sich-dumm-stellen im Geheimen. Dann erst machten sie ihren ersten Streich. Sie bauten ein dreieckiges Rathaus. Das machte ihnen viel Spaß. Nur der Lehrer hatte Bedenken. „Wer klug tut, widr davon noch lange nicht klug. Aber wer sich lange dumm stellt, wird vielleicht eines Tages wirklich dumm?“. Die anderen lachten ihn aus. „Seht, es fängt schon an.“ „Was?“, meinte der Schmied neugierig. „Eure Dummheit“, rief der Lehrer. Da lachten sie ihn alle aus.

    Medikamente machen nicht klüger, nicht kreativer, nicht intelligenter. Ebensowenig Drogen. Man glaubt, man sei ein Supermann, aber von außen sieht das ganz anders aus.
    Und dieses Mal handelt es sich um einen Wirkstoff, der Gene manipulieren soll. Die irrationale Vorgehensweise im Umgang mit Corona sagt jedenfalls sehr viel über die eingeschränkten geistigen Kapazitäten der Experten. Sind die womöglich auch geimpft?

    Das würde schwierig werden, denn zum einen hat man es dauernd mit Geimpften zu tun, die sich natürlich angegriffen fühlen, zum anderen ist ein eingeschränkter Horizont nicht feststellbar?

    Ich weiß, das ist Glatteis, aber was wäre, wenn es genau anders herum ist? Was wäre, wenn die halbe Welt von einem Virus befallen wäre und die gesunde Hälfte wird von der Befallenen als krank erklärt?

    1. “Was wäre, wenn die halbe Welt von einem Virus befallen wäre und die gesunde Hälfte wird von der Befallenen als krank erklärt?“

      Erinnert mich an den Film “Birdy“ aus den 70ern, mit der Filmmusik von Peter Gabriel.

    2. “ „Genesene“ ist nicht nur falsch, das ist ein stigmatisierender Begriff, weil damit jeder, der keine Spritze bekam, oder keine Infektion mit Corona durchgemacht hat, als krank gilt. “

      Merci.

  2. Bei Ihrer Betrachtung dieser Studienergebnisse (wie auch in der Studie offenbar selbst) wird die Spezifität der PCR-Tests nicht berücksichtigt, die nicht bei 100% liegt. In der Realität liegt sie wahrscheinlich irgendwo zwischen 99% und 99,9% und das bedeutet, dass die Zahl der durch den Test „festgestellten“ Reinfektionen im Bereich der zu erwartenden falsch positiven Ergebnisse liegt. Auch für den ersten Test können/werden aber bereits falsch positive Ergebnisse vorgelegen haben. Auch für diese Personen liegt tatsächlich keine Reinfektion, sondern eine Erstinfektion vor. Alleine der doppelte Nachweis mittels Zellkultur wäre hinreichend für eine tatsächlich belegbare Reinfektion. Die Studie kann also tatsächlich gar keine Reinfektionen belegen, da die Zahl der gefundenen Fälle in etwa der zu erwartenden Zahl an positiven Ergebnissen entspricht, selbst wenn keine Person (doppelt) infiziert ist.

    1. Nach allem, was hier auf dem Blog über das Immunsystem berichtet wurde, handelt es sich bei diesem Artikel offensichtlich um reinstes Bullshit-Bingo. Ich verstehe nicht, wie so etwas überhaupt auf einem größeren Portal veröffentlicht werden kann. Gibt es da keine Wissenschaftler, die Artikel wenigstens grob prüfen, ob die Sinn ergeben?

  3. Seit etwa 14 Tagen fallen mir zunehmend Menschen auf, die fürchterlich Husten, manchmal hinter ihrer Maske, mal ohne (dann im besten Fall die Hand vorhaltend). Ich kenne dies Art Husten, es ist so ein trockener, röhrender Husten. Ich kenne diesen Husten genau, denn im März/April 2020 hatte ich ihn auch. Den Symptomen nach, so wie es anfängt, die lange Dauer (Ich war da 68), die Nachwirkungen, hatte ich damals Covid. Zum Arzt bin ich nicht, denn ich hielt es für einen grippalen Infekt. – Zurück zu den aktuell Hustenden, kürzlich im Cafe, heute im Baumarkt und im Drogeriemarkt. Zu befürchten ist, dass mit Delta infizierte herumlaufen, weil sie a) geimpft sind, b) deswegen ausser dem Husten keine schwereren Symptome haben. c) deswegen wiederum glauben, es handle sich um eine simple Erkältung. – Wenn dem so wäre, wären tatsächlich Umgeimpfte, die Covid noch nicht hätten, extrem gefährdet sich anzustecken. Hier fehlt meiner Meinung nach eine Aufklärung der Öffentlichkeit, dass Geimpfte in solchrn Fällen sich unbedingt testen lassen sollten. Womöglich findet die aber nicht statt, weil sich dann gar niemand mehr impfen liesse und man die 3G oder gar 2G Regel nicht mehr aufrechterhalten könnte. Ich überlege gerade, einen offenen Brief an Herrn Söder, das Bayrische Gesundheitsministerium und die Presse zu verfassen.

    1. Gerade auf der Seite Corodok gelesen:

      (Zitat)
      „Am 8.5. wurde im Bundesanzeiger die „Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung – SchAusnahmV)“ verkündet. Dort gibt es in § 2 diese

      »Begriffsbestimmungen
      Im Sinne dieser Verordnung ist

      1. eine asymptomatische Person, eine Person, bei der aktuell kein typisches Symptom oder sonstiger Anhaltspunkt für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV‑2 vorliegt; typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV‑2 sind Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust,

      2. eine geimpfte Person eine asymptomatische Person, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises ist…«

      Damit ist eine hustender „geimpfter“ Mensch im Sinne der Verordnung trotz Impfnachweises keine „geimpfte Person“ (es sei denn, er hustet schon immer und nicht erst neuerdings).“ (Zitat Ende)

      Gängige Praxis nach meiner Beobachtung: Freier Zutritt in die Gaststätte nach Vorzeigen des Impfnachweises. Es interessiert niemand, ob der jenige hustet, niest oder gar Fieber hat. Klarer Verstoß gegen obige Verordnung. Ich als gesunder Ungeimpfter mit frischem Test muss es hinnehmen, dass am Platz neben mir ein stark hustender sitzt und mich ggf. infiziert.

  4. Für alle an Sterbestatistiken interessierte hier eine recht ausführliche Betrachtung über die aktuellen deutschen Zahlen (inl. COVID):

    1. Großartig Hr. KLepp und vielen Dank für Ihre Arbeit.
      Ich selbst habe in den 70zigern eine sehr gute wissenschaftstheoretische und Statistikausbildung erhalten, was heute an den UNIs leider nicht mehr erfolgt. Als Einstieg im Umgang mit Statistik kann ich immer noch die Sendung des SWR „Im Land der Lügen. Wie Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren“, weiter auf Youtube abrufbar, empfehlen. M. Ewald

  5. Immer gesund Gewesene wären in einer gesunden Gesellschaft die natürlichen Autoritäten, nicht
    angsteinflössende Ex-perten im Impferativ.
    Sie sind auch innerlich so stark, dass sie sich von den Schalmeien letzterer
    nicht einlullen lassen.
    Auch weil sie nicht wissen, wohin die Reise führt, vertrauen sie ihrer für sie richtigen Intuition. Und glauben an das eigene Immunsystem.
    Bis jetzt haben alle Gesundgebliebenen alles richtig gemacht.

  6. tut mir leid, wenn ich mal wieder widersprechen muss.
    Ich verstehe die Zahlen ganz anders.
    Ich lese so: 19.647 Probanden(allesamt Genesene) waren im Mittel je ca 100 Tage on risk
    woraus 191 Reinfektionen resultierten.

    Rechnet man mit 475 Tagen des gesamten Betrachtungszeitraums entspräche dies gut 4000 Probanden, die über den gesamten Betrachtgzeitraum on risk wären.
    Man hätte so 191 Reinfektionen aus 4000 Genesenen, entsprechend ca 5%.

    dies leitete ich her um es einfacher in Relaion setzen zu können zu den ca 9-10% an Infizierten in GB im gleichen Zeitraum.

    Somit ergäbe sich eine recht bescheidene Schutzwirkung durch Erstinfektion in Größenordnung 50%.

    Also weit ab von 99%iger bzw ewig währender Immunität.

    Bitte um Gegencheck zu meiner Rechnung/Überlegung, insbesonder seitens Herr Dr Mayer.

    mfg

    1. Ich fürchte, das haben Sie völlig missverstanden. Von 100 Tagen ist nirgends die Rede. Der Beobachtungszeitraum bei jedem der 19.647 Teilnehmer begann jeweils 120 Tage nachdem eine Infektion festgestellt wurde und deren Abklingen mit einem negativen Test bestätigt war; oder wenn es vier negative Test gab ab dem 4. Test. Ab diesem Zeitpunkt war also der Teilnehmer „at risk“ (nicht on risk) und es wurden die Tage aufsummiert bis zum 14. August 2021, oder dem Tag der neuerlichen Infektion. (The „at-risk period“ refers to the period following the first time we could have defined a reinfection.) Aus der Zahl der Infektionen unter den 19.647 Teilnehmer (72 für Ct <30) und der Gesamtzahl der Tage "at risk" lässt sich auf Infektionen pro 100.000 Teilnehmertage normieren. Eben 4,1 pro 100.000 Teilnehmertagen, oder 1 Infektion pro 25.000 Tagen. Es waren also insgesamt etwa 1,75 Millionen Teilnehmertage "at risk", also in denen eine Reinfektion gemäß der Definition auftreten konnte.

    2. Die Interpretation des Artikels/der Untersuchung ist überhaupt recht schwierig.
      Ein Wiederansteckungsrisiko ist von der („Expositions“) Dauer des betrachteten Zeitraumes abhängig, in dem diese Wiederansteckung möglich ist. Daher wurde das Risiko der Wiederansteckung auf einen Zeitraum von 100.000 Tagen normiert. Die Dauer des Expositionszeitraumes pro „Participant“ (Teilnehmer) ist aber individuell. Daher ist die Aussage, dass 4,1 Teilnehmer in einem theoretischen Zeitraum von 100.000 Tagen (in dem die Wiederansteckung möglich war) „schwer“ erkrankten (per Def.: Ct<30). Somit hat ein Teilnehmer pro Tag der möglichen Ansteckung ein Risiko von 0,0041%. Anders gesagt: statistisch steckt sich ein Teilnehmer der Studie in rund 25.000 Tagen erneut an.
      Tatsächlich gab es in der Studie aber 72 von 19.467 Teilnehmern, die sich (jeder nach einer individuellen Anzahl von Tagen) gem. Studiendefinition neu infizierten und schwer (Ct<30) erkrankten, was einem Prozentsatz von 0,37 entspricht, insgesamt infizierten sich 191 der Teilnehmer (inklusive der Vogenannten, also unabhängig vom Ct-Wert) neu, was knapp 1% ausmacht (0.98 %).
      Das Ganze basiert allerdings auf nach meinem Erachten fragwürdigen Methoden (PCR-Test, Definition einer Infektion usw.), was neben der Frage "was heißt das" auch die Frage "wie wissenschaftlich ist es" zulässt.

      Nach meiner Meinung ist die immer weiter in die Tiefen der Details abdriftende Diskussion nur geeignet, noch mehr Verwirrung zu schaffen.

      Es reicht doch eigentlich, wenn man sich darauf besinnt,
      was nun wirklich draußen passiert (NICHT wenn ich durch den Fernsehfilter nach draußen schaue, sondern durchs Fenster in die reale Welt),
      wie sinvoll die Schnitzejagd nach viralen Fragmenten durch PCR Tests ist und was man aus den resultierenden Zahlen schliessen kann (Im Vergleich zu NICHTS, da man so etwas noch nie betrieben hat), warum ein "Killer"virus (ohne den Eingriff durch Impfung bis Ende 2020) nicht zu Massensterben führt, sondern nur den bekannten saisonalen Abweichungen
      und ob es wirklich ratsam ist,
      massivst mit einem Mittel (Impfung) einzugreifen,
      das auf einem völlig neuen (in der regulären Humantherapie) Prinzip beruht,
      dessen Einführung seit Jahrzehnten an den bestehenden Prüfverfahren scheiterte,
      dessen Langzeitrisiko unbekannt ist (sein MUSS) und
      dessen staatlich massiv gesponsorten Hersteller trotz hoher Gewinne am Verkauf sich jeglicher Verantwortung an der eventuellen Aufarbeitung von Schäden durch vertragliche Klauseln zur Schadloshaltung entziehen, weil das Risiko aufgrund der schnellen Entwicklung nicht abzuschätzen ist (sollte bereits seit den von der FDA "geleakten" Curevac Verträgen im Januar bekannt sein, s. "1.23. idemnification").

    3. ich ergänze hier nach Lesen der Antwort von pfm 28.3.,8.33u.

      Man kann die Werte des ONS auch kurz und ohne Umschweife betrachten:
      10,9 Reinfektionen je 100.000 personen je Tag at risk
      bedeuten auf einen Zeitraum von 475 Tagen 10,9×475 Reinfizierte je 100.000 Personen.

      das sind ca 5200 Reinfizierte per 100.000 Vormalsinfizierten und das sind jene ca 5% , die ich im Vorbeitrag benannt hatte.
      Dort hatte ich abkürzend den ersten Rechenschritt nicht erläutert, der mich zum Teilergebnis von im Mittel 100 Tagen effektiv at risk je Proband brachte. Ich mag auch nicht wie ein Mathelehrer hier jede einzelne Überlegung prosaieren.

      Das große Fakt aus den Daten ist und bleibt eine Reinfektionsrate von mindest ca 5% !

      Die man in Vergleich setzen kann und muss zu den ca 9-10% der Erstinfektionen in GB über den identischen Zeitraum betrachtet.

      Woraus sich wiederum eine recht schwache Schutzwirkung (50%) gegen abermalige Infektion aus überstandener Erstinfektion ableitet, zumindest wenn man die gesamte Gruppe der sogenannten Genesenen ohne weitere Differenzierung in denkbare Untergruppen betrachtet, so wie hier geschehen und wie üblich.

      Bevor wir zu solcher Differenzierung weiterschreiten, möchte ich erstmal das im weiteren Konsens soweit hergestellt ist, d.h. daß wir nun allesamt die Zahlen gleichermaßen interpretieren.

      ps:
      Ich stelle auf den Wert 10,9 je 100.000 ab , weil die Fallzahlen so direkt mit den Fallzahlen für alle Infektionen in GB vergleichbar sind, während für den Wert 4,1 je 100.000 keine Vergleichszahl für die Gesamtbevölkerung bekannt ist und er somit nicht in Relation setzbar wäre.
      Jedoch würde sich stark anzunehmend kein anderes Bild ergeben als das von etwa 50% Schutzwirkung.

  7. Herr Mayer:
    Der Bericht des ONS hat mehrere massive Fehler.

    Der Bericht schließt geimpfte Personen die positiv getestet wurden nicht aus.

    Ein nicht unerheblicher Prozentsatz erstgeimpfter Personen hat sich zwischen der ersten und zweiten Impfung infiziert und wurde positiv getetstet, ist also in der Analyse mit enthalten. (Wirksamkeit nach Erstimpfung unter 40%)
    Die Spezifität des PCR Test bleibt unberücksichtigt.

    Einzig und alleine ein Vergleich mittels Zellkutur Analyse bei Erstinfektion und Reinfektion würde ein brauchbares
    wissenschaftliches Ergebnis bringen.

    Dazu müsste man dann noch alle Geimpften aus der Studien auschließen.

    Trotzdem ist es erfreulich dass Reinfektionen (egal ob geimpft oder ungeimpft) in der Regel milder ausfallen.

  8. Guten Tag Hr. Peter F. Mayer

    Ich danke Ihnen für die wissenschaftlichen und rein wertfreien Meldungen über Corona. Nun habe ich auf Zeit.de von einer anderen Studie erfahren, dass vor allem ungeimpfte bei der Deltavariante vermehrt ins Krankenhaus müssen. Und wollte Sie fragen, das steht ja zu Ihren Mitteilungen im Gegensatz. Ist das nun Werbung für die Impfung oder Panikmache? Ich würde mich über ein sachliches Argument ihrerseits freuen.

    Hier der Link dazu
    https://www.zeit.de/wissen/2021-08/delta-variante-coronavirus-mutation-studie-grossbritannien

    Vielen Dank
    S.A

  9. Das große Fakt aus den Daten ist und bleibt im blanken Gegensatz zum bisherigen hiesigen Tenor eine überraschend HOHE Reinfektionsrate von mindest ca 5% !

    10,9 Reinfektionen je 100.000 personen je Tag at risk
    bedeuten auf einen Zeitraum von 475 Tagen 10,9×475 Reinfizierte je 100.000 Personen.

    das sind ca 5200 Reinfizierte per 100.000 Vormalsinfizierten und das sind 5,2%.

    Die man in Vergleich setzen muss zu den ca 9-10% der Erstinfektionen in GB über den identischen Zeitraum betrachtet.

    Woraus sich wiederum eine recht schwache Schutzwirkung (50%) gegen abermalige Infektion aus überstandener Erstinfektion ableitet.

    Leider kann ich nicht anders rechnen, denn zu den 4,1% an Getesteten mit Ct<30 werden – nicht nur hier – keine Vergleichswerte aus Gruppe Gesamtbevölkerung genannt (?)

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