Falsche und richtige Zählung von Covid-Fällen – so wurde sie im UK geändert

In den meisten Ländern auf der Welt wird nach Vorgaben der WHO gezählt und berichtet. Eine Corona-Infektion ist, wenn irgendein noch so ungenauer Test positiv ausfällt, egal ob entsprechende Symptome vorhanden sind oder nicht. Differenzialdiagnostik auf andere Keime oder Ursachen wird nicht gemacht (darf nicht gemacht werden).

Alleine damit sind praktisch alle Zahlen falsch, die in den vergangenen 16 Monaten berichtet wurden. Aber es geht weiter. Kommt ein Patient wegen eines Autounfalls oder Absturzes mit einem Paragleiter ins Spital und wird positiv getestet (zu Qualität der Tests siehe oben), so wird er als Covid-Fall gezählt. Oder ein Mädchen in Israel, das von einem Feuerwerkskörper schwer verletzt wird, hat einen positiven Test bei Aufnahme und scheint dann als kritischer Fall in der Covid-Statistik auf. Damit wird dann die Notwendigkeit der Booster Impfung begründet.

Noch krasser ist es bei den Todesfällen. Egal woran man stirbt – gab es innerhalb der letzten 28 Tage ein positives Testergebnis, so wird es als Covid Todesfall gezählt. (Genau umgekehrt läuft es bei Erkrankungen und Todesfällen nach Impfungen.)

Im Moment werden offenbar besonders stark die Zahlen bei Kindern verfälscht, zum Beispiel in den USA, offensichtlich aus dem Grund die Impfstoffe in die Oberarme der Kinder zu bringen. Aufmerksamen Beobachtern wird aufgefallen sein, dass erst seit der Notfallzulassung der mRNA Präparate in den USA ab dem 12. Lebensjahr die Bericht über Covid bei Kindern sprunghaft angestiegen sind.

Geänderte Vorgangsweise in England bestätigt bisherigen Missbrauch

Die Zählweise ist aber durchaus veränderbar, wenn es den Politkern ins Konzept passt. So geschehen im Juni in England, offenbar in Vorbereitung auf die Aufhebung aller Maßnahmen am „Freedom Day“ am 19. Juli. Mitte Juni hatten die britischen National Health Services die Krankenhäuser angewiesen, die Art und Weise der Datenerfassung über Patienten zu ändern, bei denen es ein positives Testergebnis gibt. Man will damit unterscheiden, zwischen den tatsächlich Kranken mit Symptomen und denjenigen, die positiv getestet wurden, während sie wegen etwas anderem in Behandlung waren.

Bisher wurden diese aber als Covid-Fälle gezählt und damit die Statistik komplett verfälscht. Durch die Änderung sollte die Gesamtzahl der Patienten gesenkt werden, die wegen des Coronavirus im Krankenhaus behandelt werden, da die Daten der Krankenhäuser bisher alle Patienten erfasst haben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, unabhängig davon, ob sie Symptome hatten oder nicht.

NHS England hatte die Krankenhäuser angewiesen, den täglichen Datenfluss zu ändern und erklärte gegenüber The Independent, dass dieser Schritt dazu dient, die Wirkung des Impfprogramms zu analysieren und festzustellen, ob es die Zahl der Covid-19-Erkrankungen erfolgreich reduziert.

Eine Quelle aus dem NHS sagte, die neuen Daten seien „realistischer“, da nicht alle Patienten an dem Virus erkrankt seien, und fügte hinzu: „Aber es wird die Zahlen besser aussehen lassen, da es immer einige gab, z. B. Schlaganfallpatienten, die auch Covid als Zufallsbefund hatten.“

In einem Schreiben an die Krankenhausleitung vom 7. Juni, das The Independent vorgelegen ist, hatte Professor Keith Willett, Direktor für Covid-Fälle bei NHS England, erklärt, dass NHS England von nun an eine „Aufschlüsselung des aktuellen Bestands an Covid-Patienten in diejenigen, die mit akuten Covid-19-Symptomen im Krankenhaus sind (und für die Covid-19 der Hauptgrund für den Krankenhausaufenthalt ist), und diejenigen, die primär aus einem anderen Grund als Covid-19 im Krankenhaus sind (aber bei denen das Krankenhaus die Covid-19-Symptome neben ihrer Grunderkrankung behandeln muss)“ wünscht.

Er fügte hinzu: „Laienhaft ausgedrückt könnte man dies als eine binäre Aufteilung zwischen denjenigen, die sich ‚wegen Covid-19‘ im Krankenhaus befinden, und denjenigen, die ‚mit Covid-19‘ im Krankenhaus sind, betrachten. Wir bitten um diese binäre Aufteilung für die Patienten, die neu ins Krankenhaus eingeliefert werden, und für diejenigen, bei denen Covid während des Krankenhausaufenthalts neu diagnostiziert wird.2

Ein Kliniker sagte: „Wenn die Prävalenz in der Bevölkerung zunimmt, steigt auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte entsprechend an. Aber wenn ein Teil dieser jüngeren Kohorte aus anderen Gründen im Krankenhaus ist, sieht die Sache ganz anders aus. Diese Änderung wird einen viel besseren Einblick in diese Situation geben.“

Schluss mit der Testpandemie

Im Grunde genommen haben die britischen Behörden damit bestätigt, dass wir bisher eine Testpandemie hatten. Hört man auf im Spital zu testen, oder unterscheidet zwischen wegen Corona und einer anderen Erkrankung aber mit einem positiven Testergebnis, so reduziert sich alles auf ein normales Geschehen von Atemwegserkrankungen mit Höhepunkten im Winterhalbjahr, wie wir es seit jeher kennen.

Es gibt aber auch in Österreich von verantwortlichen Wissenschaftlern und Behördenleitern ähnliche Aussage. In einem ausführlichen Interview vom 19.06.2021 sprach der mittlerweile pensionierte Leiter der Abteilung für Öffentliche Gesundheit der AGES, Univ. Prof. Dr. Franz Allerberger, klare Worte.

Im Gespräch mit Robert Cibis von OVALmedia bestätigt er die Kritik an den  nichtpharmazeutischen Maßnahmen (sog. „NPI“) und betont den erheblichen Erkenntnisgewinn seit Jänner 2020. Demnach war es schon Anfang 2020 relativ sicher, dass das Virus keinesfalls so ansteckend ist, wie angenommen. Über entsprechende Studien und Auswertungen bis dahin bekannter Daten, habe ich zum Beispiel am 10. April 2020 berichtet. Trotz der bekannten Studienergebnisse wurden „Lockdowns“, Maskenpflicht, Schulschließungen und ähnliches verfügt.

Die wesentlichen Aussagen von Prof. Allerberger sind:

  • Ohne den PCR-Test hätten wir gar nichts von der Pandemie bemerkt.
  • Die Gefährlichkeit des Virus wurde massiv überschätzt
  • Ursprünglich wurde von einem mit SARS oder Ebola vergleichbaren Erreger ausgegangen. Das wurde von Top-Wissenschaftlern wie Nobelpreisträger Michael Levitt oder Stanford Professor John P. Ioannidis widerlegt.
  • Das Virus ist den anderen Coronaviren sehr ähnlich und keineswegs neu Deshalb besteht beim Mensch eine Kreuzimmunität („Teil“Immunität aus vergangenen Erkrankungen).
  • Die Falldefinition der WHO (alleiniges Abstellen auf einen positiven Test) war zu kurz gegriffen (und wurde mittlerweile abgeändert). Von erkrankt kann nur gesprochen werden, sobald auch Krankheitssymptome vorliegen.

Das Interview beginnt erst etwa ab Minute 16. YouTube behandelt die Aufzeichnung mit wenig erwünschten Inhalten sehr eigenartig.


Einen Zusammenschnitt der wichtigsten Ausschnitte des Interviews gibt es von Rechtsanwalt Forsthuber & Partner:

Bild von Arek Socha auf Pixabay

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14 Kommentare zu „Falsche und richtige Zählung von Covid-Fällen – so wurde sie im UK geändert

  1. Dr. Wolfgang Wodarg (und natürlich auch andere kritische Experten) hat vor der „Test-Pandemie“ von Anfang an (also Frühjahr 2020) gewarnt und seitdem recht behalten.
    Wie auch schon bei der Schweinegrippe 2009/2010

  2. Es ist unverständlich das i n Österreich (auch in deutschland) trotz des Wissen dass der PCR test in dieser Weise wie er verwendet wird eigentlich gar nicht verwendet werden darf und auch keine Aussage treffen kann, weiterhin damit gearbeitet wird. Besonders unverständlich ist dass genu die Experten die dauernd in der Rundfunk und medienschleife unterwegs sind darüber absolut nichts sagen und im Gegenteil- sogar das Ganze noch probagieren und bewerben-genauso wie den Impfstoff.

    Ich wage zu sagen. dass wohl der Erfinder des MRNA Impfstoffes oder ein ehem. Vizechef und Laborleiter eines Pharmaunternehmens wohl diesbezüglich mehr Ahnung über die gefährlichkeit und Wirksamkeit eines mRNA Impfstoffes (sofern man ihn überhaupt so nenen kann) wie z.Bsp. ein Hr. Gartlehner oder eine Fr.Prof. van Laer.

    Ich glaube diesen Herren die sich hier massiv gegen die Impfung aussprechen doch wesentlich mehr als jenen die einer Regierung und Pharma näherstehen.
    Tut mir leid aber leider hat sich die Medizin und gerade die Virologie in den letzten Monaten nicht gerade als vertrauensbildende Gruppe hervorgetan-im gegenteil man hat immer wieder gesehen dass jene Professoren die nicht dem allgemeinen Trend folgen plötzlich nicht mehr gehört oder auch nicht mehr in den medien auftauchen.

    Daher bin ich fest der Überzeugung dass dieses angebliche Pandemiegeschehen nur ein vorgeschobenes Theater ist.
    Aber das wird hoffentlich in Bälde geklärt und Folgen haben.

  3. Der von Dr. Allerberger vertretene Standpunkt zur Impfung ist einigermaßen grenzwertig. Sinngemäß meint er, die Impfung sei ungefährlich und man möge sich aus „psychologischen“ Gründen impfen lassen.

    1. Ich kenne viele die sich rein aus diesen Gründen impfen liesen-sei es weil der Durck im KH zugroß wurde oder weil -wörtlich aus dem Mund eines Arztes- er sich nur impfen lies damit er endlich Ruhe hat.
      Ich kenn e nur sehr wenige die von dieser „Impfung“ überzeugt sind, und da sind menschen die sich keine Minute Zeit nehmen über die Impfstoffe zu recherchieren und kritisch die ganzen vorgänge zu hinterfragen-da heisst es nur dass die Regierung schon weiss was sie tut und man ja sagt die Impfung sei sicher.

      Alles in allem geben viele nur dem Druck nach den man macht. Eigentlich ist das Nötigung- man wird sehen wie es mit der Haftung etc. dann ausschaut. Ausserdem wird auch der Nürnberger Codex verletzt.

    2. ja, in dem Punkt kann ich ihn absolut nicht verstehen. allerdings ist das eine Momentaufnahme von damals, inzwischen gab es viele Meldungen von Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen. wäre interessant zu erfahren ob er immer noch so denkt.

  4. Wie es aussieht, wird die STIKO, die bisher gegen Impfung von gesunden Kindern war, nächste Woche umfallen. Eine entsprechende Andeutung machte Dr. Terhardt von der STIKO. Offenbar hat die Politik jetzt lange genug hingearbeitet. Wenn das so kommen sollte, kann man die STIKO als bisher unabhängige Institution vergessen und entsorgen.

    1. Wenn die STIKO umfallen sollte dann können sie die gleich entsorgen-gerade jetzt wo auch noch weitere Nebenwirkungen bekannt wurden wo die EMA jetzt nachsehen will (wobei die Glaubhaftigkeit der EMA zu wünschen übrig lässt.

  5. Ich möchte auf einen Artikel von FOS-SA, südafrikanische „Freedom of Speech“, hinweisen, in dem Naomi WOLF berichtet:

    »A document just released by the U.S. Food and Drug Administration (FDA) openly admits that the infamous PCR test for the Wuhan coronavirus (Covid-19) was developed not with actual samples of the Chinese Virus, but rather what appears to be GENETIC MATERIAL from a COMMON COLD VIRUS. (…)

    In the FDA document, it is clearly STATED that ORDINARY SEASONAL FLU GENETIC MATERIAL was USED as the testing marker IN THE PCR test kits because the authorities knew that many people would test “positive” for it, thus allowing them to use these results to create the “covid” narrative. …«

    https://fos-sa.org/2021/08/02/fda-document-admits-covid-pcr-test-was-developed-without-isolated-covid-samples-for-test-calibration-effectively-admitting-its-testing-something-else/

    Ein weiterer Beitrag (10.8.) in diese Richtung https://fos-sa.org/2021/08/10/has-sars-cov-2-been-isolated-and-purified-to-show-existence/

  6. Vielen Dank für diese wichtige Information. Vermutlich können so die absoluten Zahlen um ca. 20% bis 30% gesenkt werden. Die Zahlen zur Hospitalisierung von nicht vulnerablen Kindern werden damit vermutlich nahezu auf Null runtergehen. Zumindest in Österreich scheint die Mehrheit der Kinder die mit einer Covid-19 Diagnose hospitalisiert sind, entweder zufällig diagnostiziert zu sein, oder aber mit den Eltern aus Betreuungsgründen zusammen aufgenommen worden zu sein.

    Vielleicht auch interessant, in Österreich werden derzeit keine Statistiken geführt ob mit Covid-19 hospitalisierte Personen geimpft sind oder nicht. Die Daten sind zwar in der jeweiligen Klinik verfügbar, werden aber meines Wissens nach nicht gesammelt und übergeordnet ausgewertet. Entweder steckt völlige Unfähigkeit zu einer sauberen Datenerfassung oder möglicherweise auch Absicht dahinter.

  7. //Das Interview beginnt erst etwa ab Minute 16. YouTube behandelt die Aufzeichnung mit wenig erwünschten Inhalten sehr eigenartig.//
    Man kann YouTube (zu recht) sicher viel vorwerfen, aber dies liegt daran, dass es sich um einen Livestream handelt. Derjenige, der ihn ausstrahlt, schaltet manchmal schon vor Beginn des Livestream ein, so dass sich Interessierte schon mal bei dem Video „versammeln“ können und vorab im Chat sich austauschen können.

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