
Westasien-Krieg: Die letzten 24 Stunden – Stand: 21. Juli 2026, Ticker 19:15 Uhr
Ein neuer Tag bricht an in dem Angriffskrieg Israels sowie nun hauptsächlich der USA gegen den Iran und jeden Widerstand gegen die Besatzung von Regionen durch Israel. Die USA bombardieren den Iran, Israel den Libanon. Und in Europa hofft man auf ein Wunder, damit die Gas- und Ölspeicher bis zum Winter wieder aufgefüllt werden können, während die Pendler über immer weiter steigende Benzinpreise stöhnen.
In der Nacht auf Dienstag hat das US-Zentralkommando (CENTCOM) eine weitere Angriffswelle gegen iranisches Territorium bestätigt – nach CNN-Angaben bereits die neunte Nacht in Folge seit dem Zusammenbruch der im Juni vereinbarten Waffenruhe im Angriffskrieg gegen den Iran. Auslöser der jüngsten Eskalation: der Tod von drei US-Soldaten in den vergangenen Tagen, für den Präsident Trump laut NPR eine „Rechnung“ ankündigte, die Teheran begleichen werde. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an mehreren Orten im Land. In Demonstrationen wird ebenfalls die Forderung nach der Begleichung einer „Rechnung“ aufgestellt für die gezielte Tötung von über 160 Schulkindern schon zu Beginn des Krieges und die Auslöschung ganzer Familien der zivilen Führung des Landes.
Was in den letzten Stunden passiert ist
Nach Angaben des Al-Jazeera-Livetickers setzte Washington die Angriffe fort, während gleichzeitig die Regierung der Nationalen Einheit des Jemens, welche seit 2016 unter der Führung der AnsarAllah-Bewegung (Huthis) den Jemen regiert und eine Blockade gegen Saudi-Arabien ankündigte. Ein Schritt, der nach einem Bombenangriff auf seinen Flughafen erfolgte und als Antwort auf die Blockade des Landes durch Saudi-Arabien. Jedes Schiff aus, oder mit Waren von oder nach Saudi-Arabien wird als Feind betrachtet, und die Ein- oder Ausfahrt aus dem Roten Meer verwehrt. Also eine Blockade, wie sie die USA gegen Kuba und Israel gegen Gaza verhängt haben. Nur dass der Jemen sich, wie der Iran verteidigt, und nicht der Aggressor ist. Ebenso wie der Iran.
Parallel dazu berichtet Dawn aus Pakistan, dass Irans Innenminister sich mit seinem pakistanischen Amtskollegen getroffen hat – ein Signal dafür, dass Teheran seine regionalen Partnerschaften angesichts wachsenden Drucks aus Washington absichert. Nach Angaben von Dawn liefen zugleich diplomatische Kontakte über Vermittler weiter; der Ölpreis kletterte kurzzeitig auf ein Monatshoch, bevor er sich wieder etwas beruhigte, nachdem Iran erklärte, die Gesprächskanäle blieben offen.
Israel zerstört weiter den Südlibanon
Auch der Libanon-Schauplatz bleibt volatil: Der Bürgermeister der südlibanesischen Ortschaft Froun widersprach laut Dawn offiziellen libanesischen Armeeangaben, wonach die Truppen bereits Gebiete von den israelischen Streitkräften zurückerobert hätten – israelische Einheiten seien in Wirklichkeit noch nicht aus der Umgebung von Zawtar al-Gharbiya abgezogen. Das zeigt: Selbst vermeintlich entspannende Meldungen halten der Überprüfung vor Ort oft nicht stand. Abgesehen davon war den von den USA finanzierten und kontrollierten Streitkräften des Libanon gar nicht erlaubt worden, sich die Möglichkeiten zu verschaffen, gegen die israelische Besatzung vorzugehen. Die Ausrüstung und Ausbildung ist auf die Zerschlagung von Unruhen ausgelegt. Der einzige Widerstand gegen die Besatzung des Libanons erfolgt durch die Hisbollah und mit ihr befreundeter Gruppen. Kritiker nennen die derzeitige libanesische Führung unter einem von den USA ins Amt gebrachten Präsidenten daher auch „Vichy-Regierung„.
Die Perspektive des Globalen Südens
Während westliche Live-Ticker den Krieg im Modus von Truppenbewegungen und Statements aus Washington und Tel Aviv abbilden, sieht die Rechnung für weite Teile des Globalen Südens anders aus. The Diplomat dokumentierte bereits im April, wie sich die Treibstoffpreise auf den Philippinen seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt haben und wie in Indien der Schwarzmarktpreis für Flüssiggas Wanderarbeiter aus den Städten vertreibt – konkrete Folgen eines Konflikts, an dem die Betroffenen selbst keinen Anteil haben.
Der eigentliche Nutznießer der Eskalation sitzt derweil in Moskau: Laut einer Analyse des Toda Peace Institute hat der Anstieg des Brent-Preises auf zeitweise rund 120 US-Dollar pro Barrel genau das russische Kriegsbudget stabilisiert, das durch westliche Sanktionen unter Druck stand – ein Kollateraleffekt, der die Blockbildung zwischen Moskau und Peking beschleunigt, während die eigentlichen Kosten der Eskalation über Energie- und Inflationsschocks in fragile Volkswirtschaften des Südens durchgereicht werden. Und für Deutschland werden die Unterstützungskosten für den Krieg gegen Russland in der Ukraine noch höher, weil Energiepreise die Inflation beflügeln.
Bezeichnend bleibt zugleich die Sprachlosigkeit der BRICS-Gruppe als Institution: Wie die South China Morning Post analysiert, haben einzelne Mitglieder – China, Russland, Brasilien – den Angriffskrieg zwar scharf verurteilt, eine gemeinsame Erklärung des Blocks blieb jedoch aus, weil mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien zugleich enge US-Partner Teil der erweiterten Gruppe sind. Chinas Außenminister Wang Yi hatte die Eskalation bereits im März als etwas bezeichnet, das laut offiziellen indischen Regierungsmedien „niemals hätte geschehen dürfen“ – eine Formulierung, die den Ton Pekings bis heute prägt, ohne dass daraus koordiniertes Handeln der Süd-Allianzen erwachsen wäre.
Auch außerhalb der BRICS-Architektur meldeten sich Stimmen aus dem Süden zu Wort: Saudi-Arabien selbst – trotz seiner sicherheitspolitischen Nähe zu Washington – verurteilte laut einer Analyse aus geopolitischer Beobachterperspektive die US-Angriffe auf iranische Nuklearanlagen, insbesondere um dem „Druck der Straße“ nachzugeben, der sich mehrheitlich gegen die eigene diktatorische Führung richtet.
Chiles Präsident Gabriel Boric brandmarkte die Angriffe als Verstoß gegen das Völkerrecht, das aber immer seltener erwähnt wird, weil Donald Trump und Netanjahu diesem offensichtlich den Todesstoß versetzt haben. Die Risse zeigen aber: Die Frontlinie verläuft längst nicht mehr entlang klassischer Blockgrenzen, sondern entlang der Frage, wer die ökonomischen Kosten eines Krieges trägt, an dessen Eskalationslogik der Süden keinen Anteil hat.
Zusammenfassung
Die vergangenen zwölf Stunden fügen sich damit in ein bereits bekanntes Muster: militärische Eskalation im Kern des Konflikts, diplomatische Nebengeräusche über angebliche Vermittlungskanäle, und im Hintergrund eine strukturelle Verschiebung der ökonomischen Lasten auf Volkswirtschaften, die weder über die Deutungshoheit noch über die Verhandlungsmacht verfügen, die dieser Krieg ihnen abverlangt. Die Diskrepanz zwischen der Berichterstattung westlicher Live-Ticker – fokussiert auf CENTCOM-Statements und Trump-Ankündigungen, oft ohne jede kritische Kommentierung – und der Realität an den Tankstellen von Manila oder auf den Gasmärkten Indiens bleibt eines der am wenigsten beleuchteten Kapitel dieses Krieges.
Und zwischen Iran und den USA droht nun, trotz „Geräuschen“ über Verhandlungen eine endgültige Eskalation. Bisher hatte der Iran alle Ankündigungen wahr gemacht, sehr zur Überraschung westlicher Beobachter. Und die Warnung bleibt, dass er die modernsten Waffen noch gar nicht eingesetzt habe.
11:00 Uhr
Trump steht vor der Entscheidung …
sich dank eines Vorschlags der Vermittler während eines 10-tätgigen Waffenstillstands langsam aus dem Krieg zurückzuziehen, oder ihn weiter zu eskalieren, in der Hoffnung, eine Kapitulation des Irans zu erzwingen.
Per Barak Ravid (ein mit Isreal verbundener Journalist) sehen US- und israelische Beamte nur noch zwei gangbare Endspiele, wobei die nächsten Tage entscheiden, welches es wird, und es gibt keinen Raum für das zermürbende Patt, das den Golf lähmt.
Die Vermittler
Katar, Ägypten, Pakistan und Oman haben beiden Hauptstädten eine 10-tägige Waffenruhe vorgeschlagen: Beide Schifffahrtsrouten öffnen sich wieder, die südliche Route frei von iranischen Angriffen, die nördliche Route frei von der US-Blockade, mit Gesprächen über ein dauerhaftes Regime für die Straße während der Pause.
Die kühnste Idee des Rahmens: Iran könnte „angemessene Servicegebühren“ einziehen, modelliert nach der Straße von Malakka, oder die Gebühren könnten in einen gemeinsamen Fonds fließen, der die Internationale Seeschifffahrtsorganisation einbezieht
Der andere Weg ist aufgeladen: Dutzende von Kampfflugzeugen und Tankern sind eingetroffen, die IDF ist in höchster Alarmbereitschaft für eine großangelegte koordinierte Kampagne „innerhalb von Tagen“, und Netanjahu gelobt massive Antworten auf jeden iranischen Angriff
Die zeitliche Verwicklung
Der Schwung baute sich samstags auf, bis der Schlag in Jordanien zwei Amerikaner tötete und Washington zurückruderte, wobei ein hochrangiger US-Beamter sagte, Trump „hat seine Vergeltung noch nicht beendet“
Der Sprecher Irans bestätigte den Erhalt der Vorschläge, während er gelobte, „die Quelle der US-Aggression zu zerschmettern“-
Die Option mit den Servicegebühren sei das begrabene Erdbeben: Nach einem Krieg, der darum ging, wer für die Straße zahlt, würde der Rahmen der Vermittler Iran erlauben, diese Gebühren einzuziehen, legitimiert und internationalisiert – genau die Konzession, die Washington bombardierte, um sie zu verhindern, denn schließlich darf es nur einen geben, der kassiert, könnte man sagen.
Zehn Nächte von Angriffen haben Irans Griff nicht gebrochen, und beide Endspiele liegen nun auf Trumps Schreibtisch, während die iranische Bevölkerung nach Vergeltung für tausende Opfer ruft und Entschädigung für die Zerstörungen in diesem unprovozierten Angriffskrieg gegen das Land.
(Angelehnt an Axios / Autor: Daniel)
Israel hat kein Interesse in den Krieg einzutreten
Al Jazeera berichtet, dass Israels Smotrich sagte, das Land habe „kein Interesse daran, in den Krieg gegen den Iran einzutreten„. Ist das nicht interessant? Zuerst treiben die Voraussagen Israels die USA in den Krieg, dann hat Israel „kein Interesse“ daran.
„Die aktuelle Situation ist gut für uns, und wir haben kein Interesse daran, sie zu erzwingen. Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet.“ (Quelle)
Trump erwägt einen großangelegten Kriegsplan gegen den Iran
Der Middle East Monitor berichtet über einen großen Krieg den Trump plane gegen den Iran.
Trump hatte zuvor gewarnt, dass der Iran für den Tod eines jeden US-Soldaten „vielfach“ bezahlen werde. In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth schrieb Trump: „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür vielfach bezahlen!“ Er fügte hinzu: „Diese Anweisung wurde an Kriegsminister Pete Hegseth, den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, Daniel Caine, und alle Führungskräfte des Militärs weitergeleitet.“
Trump führt einen Angriffskrieg gegen den Iran, ermordet die zivilen Führungskräfte teilweise mit den Familien, zerstört Infrastruktur wie Krankenhäuser und Schulen, tötet tausende Zivilisten, aber wenn der Iran zurückschießt, ist das eine Aggression, die mehrfach beantwortet werde, liest man im Globalen Süden.
Die Menschen der Region feiern die Raketen des Iran auf US-Basen
Unterstützer der sogenannten „Achse des Widerstands“ (dazu gehören Gruppen im Irak, Syrien, Libanon und Jemen) sowie Teile der arabischen Bevölkerung, die den US-Militäreinsatz in der Region stark ablehnen, begrüßen die Angriffe häufig. In diesen Milieus werden Videos der Raketenstarts im Netz geteilt und als legitime Vergeltung gefeiert.
Etwa die Hälfte der über 11 Millionen Einwohner Jordaniens hat palästinensische Wurzeln. Viele fühlen sich dem Schicksal der Menschen im Westjordanland und im Gazastreifen zutiefst verbunden.
Emotionale Reaktion: In weiten Teilen dieser Bevölkerungsgruppe sowie bei islamistischen Oppositionskräften (wie der jordanischen Muslimbruderschaft) gibt es eine ausgeprägte Frustration über das Ausbleiben einer harten arabischen Reaktion gegen Israel oder die USA. Wenn der Iran oder dessen Verbündete militärisch agieren, wird dies von vielen Bürgern im Stillen oder in den sozialen Medien durchaus als willkommene Vergeltung empfunden, da sie das Gefühl haben, dass überhaupt jemand handelt.
Bisher ist aber ein allgemeiner Aufstand, der die Golfdiktaturen in ihrer Herrschaft gefährden ausgeblieben. Die meisten Menschen sind noch zu sehr mit dem eigenen täglichen Überleben beschäftigt, oder profitieren vom derzeitigen System. Aber ein „großangelegter Kriegsplan“ der USA, sollte er durch Trump tatsächlich in Angriff genommen werden, könnte das ändern. Deshalb drängen die Monarchien und autoritären Regierungen der Region auf Waffenstillstand und Deeskalation.
12:00 Uhr
Die iranische Mädchenschule
Neben der Ermordung der zivielen politischen und geistlichen Führung des Landes zu Beginn des Angriffskriegs gegen den Iran, erfolgte am ersten Tag ein verheerender Mehrfachangriff auf eine Mädchenschule, die über 160 Schülerinnen sowie Lehrkräfte und Eltern tötete. Kritiker sagen, es sei ein bewusstes Massaker gewesen, um den Widerstand der Zivilgesellschaft zu brechen, die USA erklären, es seien unbeabsichtigte Kollateralschäden gewesen. Nun gibt es einen US-Untersuchungsbericht darüber. Ein Kommentar:
Eine monatelange Sky News-Untersuchung zum US-Doppelangriff auf eine Mädchenschule in Minab ergab, dass das Pentagon den Standort seit 1987 per Satellit überwacht hatte und kurz vor dem Abschuss immer noch die Schatten der Kinder im Innenhof zählen konnte.
Was die Beweise zeigen:
Drei Tomahawk-Raketen, abgefeuert von der USS Spruance, 716 Kilometer entfernt im Arabischen Meer, trafen die Shajareh Tayyebeh-Grundschule in Minab am 28. Februar, dem Auftakt der US-israelischen Krieg gegen den Iran. Zeugen beschrieben einen zweiten Schlag, der genau die Stelle traf, an der eine Lehrerin überlebende Schülerinnen in Sicherheit gebracht hatte, und tötete fast alle, die dort Schutz gesucht hatten. Ein dritter Schlag folgte am selben Ort. Die Zahl der Toten schwankt zwischen 156 und über 170, die meisten davon Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Die Schule war seit mindestens 2015 von der benachbarten Marinebasis der Revolutionsgarden abgetrennt, hatte eine eigene Website und war durch Open-Source-Materialien in Minuten geolokalisierbar, die jeder Analyst hätte abrufen können.
Gebaut, um zu scheitern:
Die eigene Maschinerie des Pentagons, um genau dieses Ergebnis zu verhindern, war bereits abgebaut worden. Verteidigungsminister Pete Hegseth kürzte die Belegschaft des Zentrums für Exzellenz in Zivilschutzschutz um rund 90 Prozent und reduzierte das Team zur Bewertung ziviler Opfer von CENTCOM von zehn auf eine Person, Monate bevor der Krieg begann. Ein Bericht des Pentagon-Inspektors vom Mai ergab, dass das Amt nur noch auf dem Papier existierte – ohne Budget, ohne Mandat, ohne echte Aufgabe. Ein funktionierendes Warnsystem wurde absichtlich unterfinanziert und dann dafür verantwortlich gemacht, niemanden gewarnt zu haben.
Verantwortung begraben:
Vier Monate später sagte der Kommandeur von CENTCOM Journalisten, die Untersuchung sei fast abgeschlossen, doch nichts wurde veröffentlicht. Auf die Frage im Juni, ob jemand Konsequenzen tragen werde, nannte Trump sie seltsam und fügte hinzu, dass Fehler passieren und Krieg hässlich sei. Der Fehler bestand darin, das Amt nicht zu finanzieren, das genau solche Fehler aufdecken soll.
Meine Einschätzung: Ein Militär, das einen Schulhof vier Jahrzehnte lang überwachte, hat die Kinder nicht übersehen – es hat im Voraus entschieden, dass ihr Anblick die Zielvorgabe nicht ändern würde. Niemand in dieser Kette mangelte es an Informationen.
Die Frage ob absichtlich oder unabsichtlich lässt sich heute auf Grund der Aussagen von Kriegsminister Hegseth eigentlich mit bedingter Absicht beantworten.
Hegseth hatte im Frühjahr 2026 auf Vorwürfe wegen möglicher Völkerrechtsbrüche und zu harter Angriffe reagiert. Die Kernpunkte seiner viel diskutierten Aussage umfassen folgende Aspekte:
- Das Ablehnen von Samthandschuhen: Unter der Überschrift „We won’t use kid gloves“ (Wir werden keine Samthandschuhe anziehen) machte Hegseth deutlich, dass die USA im Konflikt strategisch rücksichtslos vorgehen werden.
- Abschaffung „bequemer“ Einsatzregeln: Er betonte direkt: „We don’t fight with stupid rules of engagement“ (Wir kämpfen nicht mit dämlichen Einsatzregeln).
- Keine Gnade: Er erklärte, die USA würden unter dem Befehl von Donald Trump „vernichtend und ohne Gnade“ kämpfen, um den Gegner einzuschüchtern, zu demoralisieren und zu jagen.
- Kriegsziel: Das erklärte Ziel sei die vollständige Zerstörung der militärischen Infrastruktur sowie der nuklearen Fähigkeiten des Irans. Ein „fairer Kampf“ sei von den USA zu keinem Zeitpunkt angestrebt.
Das dürfte jeden Richter davon überzeugen, dass es sich bei dem Angriff auf die Mädchenschule MINDESTENS um bedingten Vorsatz handelt. Gäbe es ein Völkerrecht, würden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
12:30 Uhr
Wie US-Geheimdienste den Krieg gegen den Iran angeblich bewerten.
Eine neue Bewertung der US-Geheimdienste fällt das Urteil, das Trump nicht hören will: Die Angriffe werden Iran nicht zum Einlenken bewegen, und der Krieg steckt in einem „unbestimmten Schwebezustand“.
Laut Washington Post kommen Analysten zu dem Schluss, dass die iranische Regierung durch die neuen Runden von Angriffen wahrscheinlich keinen signifikanten Einfluss spüren oder ihre Verhandlungs-position aufweichen wird, wobei der von der CIA verfasste Bericht bereits der Regierung vorgelegt wurde
Die Behörden sehen Washington und Teheran „in einem unbestimmten Schwebezustand zwischen Frieden und Krieg“ feststeckend, und eine CIA-Analyse vom Mai ergab, dass Iran die Seeblockade drei bis vier MONATE lang überstehen könnte, bevor schwere Notstände eintreten
Der ehemalige Geheimdienstoffizier Jonathan Panikoff zur Theorie der Regierung, härter zuzuschlagen: „Diese Einschätzung ist fast sicher falsch“, weil die oberste Priorität des Regimes das Überleben ist und es Schläge „trotz des Schadens für sein Volk und seine Wirtschaft“ einstecken wird, meinen die Geheimdienste.
Rubio räumte die interne Spaltung offen ein: Iraner in der Regierung sagen den USA, sie wollen einen Deal, „aber es gibt eine Spannung“ mit den Hardlinern, und er weiß nicht, was passiert, wenn die Hardliner siegen. Sowohl Mojtaba als auch Ghalibaf hätten angeblich das Wochenende damit verbracht, „Einheit“ als Bedingung für den Sieg zu fordern, während das Regime die Reihen schließe.
Die Bewertung trifft genau den Scheideweg, den Axios beschrieben hat: zehn Nächte Bombardements, drei tote Amerikaner und die eigenen Analysten der Regierung kommen zu dem Schluss, dass der aktuelle Kurs zu einem Patt führt, nicht zur Kapitulation.
Nawfal: Das ist die Geheimdienstgemeinschaft, die Option 2, die massive gemeinsame Kampagne, offiziell als einzigen militärischen Weg bewertet, der etwas verändert, während sie die 10-tägige Waffenruhe als einzigen Ausweg bewertet, der sie nicht erfordert.
Quelle: Washington Post / Autor: Daniel, teilweise kommentiert von Nawfal.
15:30 Uhr
Mangelmeldung unterlassen aus Angst vor Hegseths Testosteron-Spritze?
Während die Gabe von Viagra durch Gaddafi an seine „schwarzen Söldner“ erfundene westliche Propaganda war, ist die Gabe von Testosteron an US-Soldaten dies nicht. Sollte bei einem Soldaten ein Testosteronmangel festgestellt werden, empfiehlt das Pentagon eine Hormonersatztherapie, „um die Leistungsfähigkeit zu optimieren„. Ob das der Grund war, dass ihm angeblich der Mangel an Raketen vorenthalten war, aus Angst, nicht genügend „leistungsorientiert“ zu sein, ist natürlich nur ein Gerücht. Die eigentliche Nachricht:
Laut einem exklusiven Bericht von The Telegraph schlagen Insider Alarm, dass das Pentagon einen kritischen Mangel an Abfang- und Präzisionsraketen vor dem Weißen Haus verheimlicht. Aufgrund des hohen Verbrauchs im Iran-Konflikt und einer Kultur der Angst unter Verteidigungsminister Hegseth drohen Versorgungsengpässe, deren Behebung Jahre dauern könnte.
Die Quellen befürchten, dass die vorhandenen Vorräte im Falle mehrerer gleichzeitiger Krisen – etwa im Nahen Osten und im Indopazifik – nicht ausreichen könnten.
Besonders brisant ist der Vorwurf, dass das Weiße Haus über das tatsächliche Ausmaß der Engpässe möglicherweise nicht vollständig informiert wurde. Dem Bericht zufolge herrsche innerhalb des Pentagons eine Kultur, in der schlechte Nachrichten nur zögerlich nach oben weitergegeben würden. Kritische Einschätzungen könnten dadurch abgeschwächt oder gar nicht an die politische Führung gelangen. Allerdings könnte das nur der Versuch sein, die politische Führung für das militärische Debakel die Hände in Unschuld waschen zu lassen. Denn bekannt ist, dass die Führung dringende Warnungen von militärischen Fachleuten und Geheimdienstlern in den Wind geschlagen hat, was sogar vermutlich zum Rücktritt der Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard. Politische Berichte, unter anderem im Handelsblatt und der NZZ, verweisen auf den massiven Dissens beim Iran-Kurs. Gabbard lehnte diese militärische Intervention strikt ab und basierte sich auf den Nachrichten aller US-Geheimdienste.
Der Artikel jedoch will möglicherweise die Politik schon mal durch eine Dolchstoßlegende freisprechen und ordnet diese Entwicklung in einen größeren Kontext ein: Die USA haben in den vergangenen Jahren große Mengen moderner Präzisionswaffen und Luftabwehrraketen für eigene Einsätze sowie zur Unterstützung von Verbündeten bereitgestellt. Gleichzeitig könne die Rüstungsindustrie die verbrauchten Bestände nur begrenzt und mit erheblicher Verzögerung ersetzen.
Der übliche Disclaimer: Der Telegraph-Bericht stützt sich auf anonyme Quellen. Die darin enthaltenen Aussagen über eine mangelnde Information des Weißen Hauses oder eine „Angstkultur“ im Pentagon sind bislang nicht unabhängig bestätigt worden und sollten daher mit entsprechender Vorsicht bewertet werden, da sie eine bewusst gestreute Information der Regierung sein könnten. Trump braucht einen Sündenbock, Hegseth bietet sich förmlich an.
Die USA erhalten möglicherweise nun zurück, was sie selbst der Ukraine geben
„Die Folgen der iranischen Raketenangriffe auf eine US-Militäreinrichtung im Nahen Osten, direkt von US-Soldaten; hier ist, was einer von ihnen sagte: ‚Soweit ich höre, erhalten wir prognostizierte Einschlagdaten, aber die Raketen ändern mehrmals während des Flugs ihre Flugbahn, sodass die Warnungen vor prognostizierten Einschlägen nutzlos sind. Die Zielerfassungsdaten werden offensichtlich von China oder Russland an den Iran geliefert, denn die Orte der Einschläge und die Ziele sind unglaublich präzise.‘ Während weder das eine noch das andere Land direkt in den Konflikt eingetreten ist, berichten US- und westliche Nachrichtendienste, dass Peking und Moskau dem Iran entscheidende Informationen liefern.“
🇮🇷🇺🇸 The aftermath of Iranian missile strikes on a U.S. military facility in the Middle East, from U.S. soldiers themselves; here’s what one of them said:
„From what I’m hearing we’re getting projected impact data but the missiles are changing trajectory multiple times in flight…
— Mario Nawfal (@MarioNawfal) July 21, 2026
Zivile Ziele im Iran
Letzte Nacht haben die USA plötzlich aufgehört, zivile Ziele zu treffen. Warum? Die Golfstaaten gerieten in Panik und sagten Trump: „Das kannst du nicht machen, die Iraner werden unsere Gesellschaften zerstören.“ Trump ist zurückgerudert! In Einem Video erklärt das der Politikwissenschaftler John Mearsheimer auf x.com.
Verbündete verweigern USA Hilfe für Bodeninvasion
Al Jazeera bestätigt eine massive Demütigung für die Trump-Regierung! US-Verbündete weigern sich komplett, an einer Bodeninvasion im Iran teilzunehmen, und ziehen sich einfach zurück.
🚨 BREAKING: Al Jazeera confirms a massive humiliation for the Trump administration!
US allies are completely refusing to join a ground invasion of Iran, simply walking away.
Even worse, the Pentagon depleted so many bombs they literally cannot launch a massive assault! pic.twitter.com/HSSoeHCAgm
— Furkan Gözükara (@FurkanGozukara) July 20, 2026
Satellitenbilder von der Mufwaffaq Salti Airbase in Jordanien …
sollen zeigen, dass der Iran systematisch und blockweise zerstört. Wenn das in dem Stil weitergeht, könnte die Basis in ca. 2 Wochen komplett zerstört sein.
🇮🇷🇯🇴 Satellite images from the Muwaffaq Salti Airbase, Jordan show that Iran is destroying block by block
Within 1-2 weeks, the base will be completely out of service. pic.twitter.com/IZbncyCxzI
— Megatron (@Megatron_ron) July 20, 2026
Es war schon lange diskutiert worden, ob die 800 Militärbasen der USA tatsächlich im 21. Jahrhundert noch eine Möglichkeit sind, weltweite Dominanz zu verbreiten, oder ob sie nicht zur Achillesferse des Imperiums werden. Denn Feinde brauchen nicht mehr die USA direkt anzugreifen, es gibt genügend Ziele, noch dazu ohne zivile Kollateralschäden, direkt in der Nähe.
17:00 Uhr
General a.D. Randy Manner meint, der Iran habe längst nicht alle Karten ausgespielt
Der Iran schlage US-Ziele mit alarmierender Präzision und hätte die Möglichkeit, sie noch viel härter zu treffen, ebenso die Schiffe.
„Der Präsident und die Verteidigungsministerin unterschätzen das Potenzial der Iraner in kontinuierlicher Weise aufs Gröbste, und sie füllen die Sendezeit mit Propaganda und Rhetorik. Sie lügen die Bürger bezüglich der Fähigkeiten des Iran an. Die Realität ist, dass der Iran enorme Zurückhaltung zeigt, um keine amerikanischen Schiffe oder landgestützte Einrichtungen anzugreifen, in denen Amerikaner untergebracht sind.“
Ganz offensichtlich will der Iran sich eine Verhandlungslösung offen halten.
Versucht J.D. Vance sich von Israel zu distanzieren?
Im Internet wird kolportiert, dass der israelische Premierminister Netanjahu zur UN-Generalversammlung kommen wolle, und/oder zur Beerdigung eines Senator, aber nur falls er Donald Trump treffen könne. Angeblich versuche das Team des Vizepräsidenten Donald Trump abzuschirmen.
Derweil erklärte der neue Bürgermeister von New York, Netanjahu verhaften zu wollen, wenn er nach New York kommen sollte, was aber praktisch unmöglich ist, da diplomatische Besucher der UN Immunität genießen und außerdem Bundesrecht in dem Fall über Landesrecht steht. Aber will sich Vance von Netanjahu absetzen, weil der immer stärker als derjenige benannt wird, der die USA in diesen Krieg gegen den Iran getrieben hat?
Die Strategie des Iran
Wir hatten schon darauf hingewiesen, dass Tel Aviv oder Israels Flughäfen nicht angegriffen werden, weil sie in dieser Phase des Krieges für einen nüchternen Militärplaner keine so wichtigen Ziele sind. Hier noch mal eine Analyse der Strategie durch den Iran von DD Geopolitics auf x.com, mit einem angehefteten Posting von Mench Osint.
Der größte Fehler, den Menschen machen, wenn sie Kriege betrachten, besteht darin, davon auszugehen, dass das Ziel darin besteht, die Hauptstadt des Feindes so schnell wie möglich zu treffen. Das ist politisches Theater, keine militärische Strategie.
Wenn man sich die Angriffskarte anschaut, verhält sich der Iran nicht wie ein Land, das Schlagzeilen maximieren will, sondern wie ein Militär, das versucht, den Kampfraum zu formen.
Die Ziele sind nicht zufällig oder unbedeutend. Der Iran zerlegt das gesamte amerikanische militärische Ökosystem in der Region:
- Frühwarnradaranlagen.
- Flugplätze und Hangars.
- Treibstoff- und Munitionslager.
- Vorausschub-Basen.
- CENTCOM-Unterstützungsinfrastruktur.
- Basen, die Operationen in Syrien und im Irak unterstützen.
- Marine- und Seeüberwachungsressourcen.
- Aufklärungssammel- und Kommunikationsknoten.
Schaut euch Jordanien als Beispiel an. Die meisten Menschen könnten Tower 22 oder die Muwaffaq-Salti-Luftbasis auf einer Karte nicht einzeichnen, doch sie sind militärisch zweifellos wichtiger als das Abfeuern weniger Raketen ins Zentrum von Tel Aviv.
Tower 22 unterstützt Operationen in Al-Tanf. Muwaffaq Salti beherbergt amerikanische Flugzeuge und Koalitionsoperationen. Erbil unterstützt Aufklärung und Sondereinsätze. Bahrain beherbergt das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine. Kuwait ist ein massives Logistik- und Sammelgebiet. Katar beherbergt das vorgeschobene Hauptquartier von CENTCOM und die größte US-Luftbasis im Nahen Osten. Das sind die Augen, Ohren und das Bindegewebe der amerikanischen Machtprojektion in der Region.
Aus militärischer Sicht fängt man nicht damit an, die stärkste Stelle des Gegners zu schlagen. Man isoliert ihn.
Es werden hier mehrere Prinzipien des Krieges angewendet:
- Unterdrückung feindlicher Unterstützungsinfrastruktur.
- Abbau von Aufklärung-, Überwachungs- und Erkundungsfähigkeiten.
- Verschleiß von Luftverteidigungs- und Abfanginventaren.
- Störung von Logistik und Nachhaltigkeit.
- Politischer Druck auf Gastnationen.
- Formung des operationellen Umfelds, bevor man etwas Größeres unternimmt.
Die Vereinigten Staaten führen keine Nahostkriege von Washington aus oder allein von Flugzeugträgern. Sie führen sie aus einem vernetzten Netzwerk von Basen, das sich von Jordanien über Katar und Kuwait bis Bahrain erstreckt. Wenn dieses Netzwerk geschwächt wird, wird jeder Einsatzflug, jeder Aufklärungseingang, jede Nachschubmission und jeder Abfangstart schwieriger und teurer.
Menschen, die „einfach Tel Aviv bombardieren“ schreien, verstehen grundlegend nicht, wie modernes Kriegführen aussieht. Die Zerstörung einer Radaranlage, die Koalitionsflugoperationen ermöglicht, kann militärisch wertvoller sein als oberflächliche Schäden an einem symbolischen Ziel
Es gibt einen weiteren Aspekt, den die Leute übersehen: INTERCEPTOR-ÖKONOMIE.
Jede abgefeuerte Patriot-Abfangrakete kostet Millionen von Dollar. Luftverteidigungsinventare sind endlich. Anhaltender operationeller Rhythmus setzt enorme Belastung auf Wartungsteams, Raketenbestände und Logistikketten. Wenn ein Gegner dich zwingt, ein Dutzend Orte gleichzeitig zu verteidigen, hast du den Kampf um die Ressourcenzuweisung bereits angefangen zu gewinnen.
Historisch gesehen beginnen erfolgreiche militärische Kampagnen damit, Kommandounterstützung, Kommunikation, Luftverteidigung und Logistik abzubauen, bevor man zu entscheidenden Operationen übergeht.
Ob man politisch mit dem Iran einverstanden ist, ist für die militärische Analyse irrelevant. Was wir hier erleben, ist keine zufällige Vergeltung, sondern eine bewusste Kampagne, die darauf abzielt, die regionale Architektur systematisch abzubauen, die es den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten ermöglicht, militärische Macht im gesamten Nahen Osten zu projizieren.
Kriege werden gewonnen, indem man Fähigkeiten zerstört, nicht indem man virale Videos von Raketen, die in Hauptstädten einschlagen, und schwule Technosongs nachjagt. Die langweiligen Ziele auf einer Karte sind oft die wichtigsten.“
Jordan is the key, the last & most important layer defending Israel.
The increasing rate of direct hits is a direct result of Radars & other U.S. equipment destroyed in Kuwait, Bahrain, Qatar … added to the depletion of air defense interceptors, something that couldn’t have… https://t.co/j5QeF276aX pic.twitter.com/aqvShDgHK7
— MenchOsint (@MenchOsint) July 20, 2026
Die nüchternen Zahlen des Angriffskriegs
Die Zahlen sind erschreckend. Beim Schutz Israels, des engsten und mächtigsten Verbündeten in der ersten Phase, feuerte Amerika mehr als 200 THAAD-Abfangraketen ab, ungefähr die Hälfte des gesamten Bestands des Pentagons, + über 100 Standard Missiles von Marine-Schiffen. Etwa 200 bleiben übrig. Keine neue Abfangrakete ist seit August 2023 eingetroffen, und keine wird vor 2027 erwartet. Die Produktion beträgt etwa 96 pro Jahr. Washington hat einen Vertrag über 35 Milliarden Dollar unterzeichnet, um auf 400 zu kommen, über sieben Jahre. Geld hat die Bestellung gelöst. Es kann die Zeit nicht lösen. Ein Mythos verdient Korrektur. Der Iran feuert keine billigen Drohnen ab, um THAAD sie runterzuschießen. THAAD tötet ballistische Raketen. Die Drohnen dehnen Radars, Jäger und die unteren Schichten aus, die Marschflugkörper jagen Lücken, und die ballistischen Raketen erzwingen die teuren Schüsse. Der Iran greift den gesamten defensiven Stapel an, nicht im Tausch eine Drohne gegen eine Abfangrakete. (Quelle)
Die Gegenposition stammt von Richard Medhurst
„Man könnte meinen, die US-Kriegsmaschinerie sei am Ende. Militärisch hat der Iran den USA tatsächlich die schwerste Demütigung der modernen Geschichte zugefügt – eine, die ich detailliert beschrieben habe. Doch im Hintergrund hat Washington still und leise einen bewaffneten Raubzug gegen die weltweiten Öl- und Gasreserven durchgeführt. Und zwar gegen alle.“
Medhurst erklärt, dass Iran nur ein kleines Teil im Puzzle um die Kontrolle der Energieflüsse sei. Die USA hätten hunderte von Anschläge gegen russische Tanker und Raffinierien unterstützt, ein Drittel der Versorgung Chinas mit Flüssiggas abgestellt, die größten Ölreserven der Welt beschlagnahmt (gemeint ist vermutlich Venezuela), und eine globale Marineblockade von der Arktis bis zum Indischen Ozean realisiert. Und in dem ganzen Prozess zwei Staatschefs entführt und ermordet.
„Wir erleben den Wandel der Vereinigten Staaten von einem Imperium zu einem gesetzlosen Piratenstaat und die Entstehung dessen, was ich den Petrogas-Dollar oder LNG-Dollar nenne.“
Wenn man seiner Argumentation folgt, muss man sich fragen, was mit Piratenstaaten denn in der Vergangenheit passierte. Die Antwort:
Historische Piratenstaaten und sogenannte Piratenrepubliken wurden in der Vergangenheit ausnahmslos durch militärische Interventionen von Großmächten zerschlagen, kolonisiert oder durch Amnestie-Angebote von innen heraus aufgelöst. Während einige dieser Gebiete staatlich organisierte Kapercrews unterstützten, handelte es sich bei anderen um kurzlebige, gesetzlose Zufluchtsorte. Da die USA selbst eine Großmacht sind, wird man sie wohl eher mit Großbritannien, Frankreich oder die Niederlande vergleichen, welche Piraterie als strategisches und legales Kriegswerkzeug nutzten. Wobei nach Friedensschlüssen die Freibeuter jedoch in Ungnade fielen und zu gejagten Piraten wurden.
19:15 Uhr
Iran scheint ohne Unterbrechung US-Militärtechnologie in den Golfstaaten zu zerstören
Das interessante: Diese Vergeltung im Rahmen eines Angriffskrieg gegen den Iran wird immer noch und immer wieder als „unprovozierte Aggression“ gegen die Golfstaaten beschrieben. Obwohl diese Länder ganz offensichtlich an der Seite der USA den Angriffskrieg unterstützen.
Der Iran, so erklärt auch Oberst Larry Wilkerson, ein pensionierter Chief of Staff, in einem Video mit Nima, hat nie etwas anderes angegriffen als Angriffs- und Verteidigungsinfrastruktur der USA, außer in dem Fall, nachdem die USA zivile Infrastruktur im Iran angegriffen hatte. Wenn, so Wilkerson, die USA sich entscheiden zivile Infrastruktur weiter anzugreifen, nur dann werde der Iran spiegelgleich Vergeltung üben. Die Welt, welche die USA nicht aufhält, wird ebenfalls leiden. So lange, wie der Iran unter den USA leidet.
In interessanten Rückblicken auf andere Kriege vergleicht Wilkerson die Entscheidungen von Präsidenten, und erklärt, dass es noch nie eine solche Falle eines Präsidenten gab, die sich dieser selbst gestellt hatte.
Es wird erklärt, dass die Einfahrt / Ausfahrt zum/von Roten Meer ca. 60% des Welthandels betrifft. Und wenn sich die Eskalation weiter verstärkt, wird nicht nur die Straße von Hormus, die einen geringen Einfluss hat, sondern auch die Straße Bab al-Mandab blockiert, was dann die Weltwirtschaft noch härter treffen wird.
Wilkerson erklärt, wenn man nur einen Begriff hätte, um diesen unter die Aussagen der Regierung zu legen, würde der „Lügen“ wählen. Und erklärt das dann an Beispielen. Er weist darauf hin, dass manche Mitglieder des Senats und Kongress, die zur Partei der „Demokraten“ jetzt Donald Trump richtigerweise kritisieren, dass es aber Präsident Clinton war, der den Iran als Feind deklarierte, in dem man einen RegimeChange schnellstmöglich erzeugen müsse.
Wilkerson fragt, wo der Aufschrei des Militärs sei. Wieso niemand auf die Straße geht, weil inzwischen die Mehrheit der Weltbevölkerung die USA als größte Gefahr für sie ansehen, darunter beste und engste einstige Verbündete wie Südkorea. Und niemand scheint sich über die vielen zivilen Opfer des Angriffskriegs zu kümmern, so wenig wie um den Völkermord in Gaza.
Trump weist den Vorschlag der Vermittler, dem der Iran unter Bedingungen zugestimmt hat zurück
Durch den Vermittlungsvorschlag der maßgeblich durch Anrainerstaaten gestellten Vermittler sollte Zeit geschaffen werden, um eine diplomatische Lösung für die Blockaden und Angriffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu finden. Unter anderem steht die Idee eines sicheren „mittleren Korridors“ für Handelsschiffe im Raum.
US-Präsident Donald Trump und seine Regierung stehen dem zehntägigen Vorstoß extrem skeptisch bis ablehnend gegenüber. Regierungsinsider bezeichneten den kurzen Zeitraum als „absurd“ und „unlogisch“. Die USA fordern eine deutlich längere Waffenruhe sowie verbindliche Vorab-Zusagen des Irans zur Sicherung der freien Seefahrt in der Region. Aber: Zwar lehnt Trump den konkreten 10-Tages-Plan ab, die indirekten Kommunikationskanäle über die Vermittler bleiben laut US- und iranischen Beamten jedoch weiterhin geöffnet.
Damit beenden wir den heutigen Ticker und hoffen trotz der zu letzte entmutigenden Nachricht auf eine ruhige Nacht und melden uns morgen Vormittag zurück.
Bild: Screenshot über Video zum Thema
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Neunte Nacht im Angriffskrieg gegen den Iran: Was in Wahrheit auf dem Spiel steht (Ticker 21:30)
Iran: Trumps Vietnam, nur viel schlimmer
Irans Angriffsfähigkeiten verbessern sich: Multi-Domain-Operationen in der Praxis
Ähnlich sprach neulich ein polnischer Experte von Strategy and Future im Podcast – das ist bereits Globaler Westen? In Polen sind viele unterwürfig den Amis gegenüber, zum Glück nicht alle.
Ex-CIA Larry Johnson nutzte in einem Artikel in den Ungeschnittenen das Wort „Entbasifizierung“ – angesichts der US-Ungeheuerlicbkeiten mag sich der Iran damit beeilen?
Breaking: die Umstände des Todes 2er US-Soldaten konnte Gott sei Dank geklärt werden. Laut einem Jordanischen Parlamentarier machten diese 2 Soldaten in Begleitung von Schafhirten einen Spaziergang durch die Wüste und wurden dabei von herabfallenden Trümmerteilen einer abgefangenen iranischen Rakete getroffen.
Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer absurder zu lügen…..
„Das interessante: Diese Vergeltung im Rahmen eines Angriffskrieg gegen den Iran wird immer noch und immer wieder als „unprovozierte Aggression“ gegen die Golfstaaten beschrieben. Obwohl diese Länder ganz offensichtlich an der Seite der USA den Angriffskrieg unterstützen“
Die westlichen Medien werden das nie anders darstellen. Wer ihnen das glaubt, wird nie etwas begreifen (wollen). Es ist nicht anders als beim Vertrauen in die „Wissenschaft“ während der „Pandemie“ oder beim „unprovozierten Angriffskrieg Rußlands“ oder sonstwo.
„Damit beenden wir den heutigen Ticker und hoffen trotz der zu letzte entmutigenden Nachricht [>Trump weist den Vorschlag der Vermittler, dem der Iran unter Bedingungen zugestimmt hat zurück<] auf eine ruhige Nacht und melden uns morgen Vormittag zurück“
Für wen ist diese Nachricht „entmutigend“? Wenn sie für den Iran entmutigend wäre, hätte er längst kapituliert und die US-Aggressoren hätten mit ihren immer wütenderen Drohungen längst schon ihre Ziele erreicht. Dem ist aber nicht so, auch wenn das viele, auch in Europa, wurmt …
Neulich wunderte sich Rööööööper im Artikel „Warum merken so wenige, wie absurd und widersprüchlich die Warnungen vor der „russischen Gefahr“ sind?“, dass etliche Westler so ziemlich alles glauben, was hiesige Propaganda erzählt – nicht nur über Russland. Egal, wie absurd und widersprüchlich es sein mag.
Wie wärs, den Krieg als Angriff der Regierungen gegen ihre Bevölkerungen zu sehen?
Einen Angriffskrieg – besser: Zerstörungs- und Vernichtungskrieg – zu beginnen und dann zu verlautbaren „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür vielfach bezahlen!“, „das Ablehnen von Samthandschuhen“ und „die Abschaffung „bequemer“ Einsatzregeln“ sowie „Keine Gnade“ zu verkünden, offenbart den Inhalt der Hirne imperialistischer Kriegsverbrecher. Aber es ist nicht neu. Wenn Aggression, Eroberungs- und Besetzungsversuche auf Widerstand stoßen, wird zerstört, gnadenlos gemordet („Keine Gnade“). Gaza, Libanon, Iran usw. zeigen, wie die „zivilisierten“ westlichen Barbaren über Leichenberge steigen, wenn ihre Interessen auf dem Spiel stehen.
Und sie finden Zustimmung, materielle und propagandistische Unterstützung unter Ihresgleichen quer durch alle Lager in Europa, die sonst übereinander herfallen, als ob es ihnen um die Rettung Europas gehen würde – einfach abstoßend und widerlich, diese Kumpanei der Wichtigmacher und „Empathie“-Schwätzer. Nur vereinzelt finden sich in manchen Regierungen auch Ablehnung und Widerstand gegen die „Drecksarbeit“ für die westlichen Interessen.
Die Kriege in Westasien werden nicht in der Weiterführung der westlichen Hegemonie, sondern mit dem Gegenteil enden, zur Enttäuschung auch vieler Pseudokritiker und sonstigen Heuchler …
Ein Blick in die nahe Zukunft (Dezember 2026):
Die USA bombardieren weiter den Iran und Trump sagt, wir gewinnen in Kürze. Der Spritpreis steht bei 2.62 Euro und das geförderte Öl wird langsam knapp. Erste Gasrationierungen in Europa und die Flüge werden reduziert. Trump drängt auf Friedensverhandlungen und sagt, wir haben große Fortschritte gemacht. Der Iran sagt, wir verhandeln nicht mit Lügnern.
Was hat sich zu heute geändert? Nichts!
Nur die Inflation ist deutlich höher und die Priese steigen unaufhaltsam!
in deutschland steht nun eine cdu politikerin gegen die °°einwanderungspolitik°° auf.
aber erst jetzt, nachdem ihr sohn von einem schutzbedürftigen afghanen gemessert wurde.
vorher waren ihr die anderen opfer wohl egal ….
Hegseth hat u.a. auch gesagt, dass er Bombardierungen als „Negotiations“ betrachtet.
Es scheint also, als wäre der Iran an den Verhandlungstisch zurückgekehrt und diskutiert rein ballistisch. Die zahlreichen Einschläge auf US-Basen sind ohnehin die einzigen Argumente, die USAner verstehen.
Irgendwie fast schon komisch (wenn man das verursachte Leid für einen Moment ausblendet): da redet ein Land von sich als größte Supermacht, die andere aufstrebende Mächte wie Russland und China klein halten will und wird dann selbst vom ersten ernstzunehmenden „Wächter“ dieser beiden angeblich unterlegenen Mächte aufgerieben.
PS: Bei all den Kriegen lernt man als geduldiger Beobachter unweigerlich, auch Explosionen zu interpretieren. In fast allen Videos, die trotz massiver Zensuhr auftauchen (und verifiziert sind), sagt mir meine gewonnene Erfahrung: der Iran trifft, was er will. Das ist schon alleine am Rauch der Brände abzulesen, der km in die Höhe reicht.
Auf der anderen Seite war es eben keine Raketen-Abschussrampe, wenn die Rakete lediglich in Einzelteile zerbricht, wie auf so vielen „Beweisvideos“ der USA.
Während US-Basen über viele Stunden hinweg brennen, bis man alles unter Kontrolle hat, fallen in den meisten US-Videos nur Teile auseinander, verstreuen sich und bleiben liegen, aber es brennt nichts.
Und wo nichts brennt, dort war nichts Substanzielles und es war ausschließlich die Explosion der Angriffswaffe.
Die täglichen Meldungen von „alle iranischen Raketen abgefangen“ oder „nichts getroffen“ sind erstunken und erlogen. Daran besteht kein Zweifel.
Die Effizienz der US-Bombardierungen darf indes sehr wohl bezweifelt werden – schon durch deren eigene „Beweisführung“.
Trump entscheidet? Man streiche das ent…
https://vz.ru/opinions/2026/7/20/1435630.html
https://www.iss.europa.eu/publications/analysis/empowering-ukraine
Gigantisches „grenzübergreifendes“ Spiel? Viele Dinge, welche aktuell veröffentlicht werden, waren schon vor den Eskalationen bekannt.
VIELES war schon lange „bekannt“, anderes vorausgesagt worden, es gibt dicke Bücher darüber. Trotzdem war es vielen eben NICHT bekannt.
Vielleicht ist das bereits der Anfang der letzten Ami-Show, nebst EU-Schergen. Was wir können ist warten und nicht einbinden / Anhaften lassen.
warum stöhnen pendler über steigende benzinpreise?
macht es doch so, wie die goldbestückten fachkräfte wie z.b. in wien an der donau
da leben 74% von sozialleistung, da nicht selbsterhaltungsfähig.
dazu kommen noch die tausenden genosseninnen/kameradeninnen/nachkomminnen
von selbsterhaltungsunfähigenbodensätzinnen in den proporzsystem-erhaltungen/verwaltungen
fachkräft*innen (besonders die *innen mit hoher trächtigkeitsfrequenz) sollte es heissen
Jedes Mal, wenn die USA ihre sinnlosen Verzweiflungsangriffe gegen den Iran starten, steigt bei uns wieder der Ölpreis und das kostet auch der gesamten Weltgemeinschaft viel Geld! Dieses Affentheater reicht endgültig! Nicht Russland muss sanktioniert werden, die USA müssen sanktioniert werden!