Britischer Gesundheitsminister: Lockdowns verursachen Todesfälle

In Großbritannien wird derzeit manches auf den Kopf gestellt, was 15 Monate gegolten hat. Aber die Regierung, teils getrieben von konservativen Parlamentsabgeordneten und mit neuem Gesundheitsminister, hat sich offenbar Zahlen und Daten genau angesehen. Laut den Daten und Statistiken von Public Health England ist die Delta Variante ungefährlicher als jede noch so leichte Grippe. Gegenüber der Beta Variante gibt es 14-fach weniger Todesfälle und gegenüber der Alpha Variante gar 19 Mal weniger.

Es setzt sich nun auch die Erkenntnis durch, dass Lockdowns einen hohen Zoll an Todesfällen gefordert haben. Jede Möglichkeit einer offenen und ehrlichen Debatte über die Gesundheitskosten des Einsperrens wurde durch die wilde Besessenheit mit einem singulären Fokus auf Covid-19 verunmöglicht, schreibt Professor Karol Sikora im Telegraph. Alles andere wurde ignoriert.

Der neue Gesundheitsminister, Sajid Javid, hat wie berichtet einen Artikel geschrieben, in dem er die gesundheitlichen Gründe für die Wiedereröffnung der Gesellschaft darlegt. Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiger Politiker die wahren Kosten des Lockdowns vollständig anerkennt.

In der Vergangenheit war das ein Tabuthema. Diejenigen, die ihre Besorgnis über die Unterbrechung der Krebsversorgung, die wachsende Krise der psychischen Gesundheit oder andere tödliche Folgen des Lockdowns geäußert haben, wurden beschimpft, so wie jetzt die beschimpft werden, die vor den Risiken und Todesfolgen der Impfungen warnen.

Siokora schreibt:

„Wir wurden zur Zielscheibe. Trotz der überwältigenden Beweise für den Schaden, der in den üblichen Gesundheitsdiensten angerichtet wurde, war es uns nie erlaubt, darüber zu sprechen. Es wurde berichtet, dass das Kabinett nicht einmal über die Auswirkungen informiert wurde, die der Lockdown auf die normale Pflege hatte. Meiner Meinung nach ist das ein Skandal.

Deshalb ist es eine große Erleichterung, dass der Mann, der für das Gesundheitswesen in diesem Land verantwortlich ist, in seinem ersten großen Artikel über das Ausmaß der Krise spricht. Er wird eine Debatte anstoßen, die zweifellos viele Leben retten wird.

Eines der Hauptprobleme bei der Diskussion über die Gesundheitskrise, die nicht von Covid ausgeht, ist, dass wir den vollen Schaden, oder auch nur annähernd, erst in den nächsten Jahren erkennen werden. Im Vergleich zu der unerbittlichen Flut von täglichen Covid-Statistiken hatten wir nie eine Chance, das Thema richtig in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Allein aus unserer eigenen Erfahrung innerhalb unseres Rutherford-Krebszentrums-Netzwerks haben sich Patienten mit Krebs im Spätstadium in beträchtlicher Zahl vorgestellt, weit mehr als wir normalerweise erwarten würden. Onkologen in unseren Zentren und darüber hinaus teilen alle die gleichen Sorgen. Schätzungen zufolge gibt es landesweit etwa 45.000 „fehlende Krebspatienten“. Wo sind sie? Tausende werden unnötigerweise ihr Leben verlieren, weil die Diagnose und damit die Behandlung erheblich verzögert wurde. Zu viele in der Covid-Debatte wollen einfach so tun, als ob das nicht passiert.

Krebs ist traurigerweise nur ein Teil dieser wachsenden Katastrophe. Die Spitäler im ganzen Land haben eine noch nie dagewesene Nachfrage nach Nicht-Covid-Krankheiten. Menschen, die sich bisher nicht gemeldet haben, mit einem Zipperlein hier oder da, das sich zu einem ernsten Problem entwickelt hat. Herzprobleme, Schlaganfälle und viele andere kleine Probleme, die vielleicht nicht lebensbedrohlich sind, aber dem Patienten extremes Leid zufügen können – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Das ist noch bevor wir über die Krise der psychischen Gesundheit sprechen. Wenn wir später im Jahr die Diskussion über Lockdowns hören, ist es unaufrichtig, die Folgen zu ignorieren, wie es viele getan haben. Es ist leicht für einen Wissenschaftler wie mich, in meinem schönen Garten zu sitzen, ohne wirkliche finanzielle Sorgen, und einem Clubbesitzer zu sagen, dass er geschlossen bleiben muss, oder einem jungen Berufstätigen, der in seiner winzigen Wohnung mit kleinen Kindern von zu Hause aus arbeitet. Es gab einen unglaublichen Mangel an Empathie und eine unangenehme „Mir geht’s gut, Jack“-Mentalität während all dieser Dinge.

Ich persönlich bin relativ wenig von den Einschränkungen betroffen, aber ich verstehe die extremen Herausforderungen, die Millionen von Menschen durchgemacht haben. Dazu gehören auch unsere Kinder. Wenn die Politiker auf diese Bilder von Spielplätzen zurückblicken, die mit Polizeiband bedeckt sind, werden sie dann stolz darauf sein? Völlig unnötig und grausam. Und wir sperren immer noch Tausende von gesunden Kindern tagelang ein, obwohl in Wirklichkeit der Schaden für ihre Lebenschancen die winzige Bedrohung durch das Virus bei weitem überwiegen wird. Ich glaube, dass eine Gesellschaft ihre Kinder an die erste Stelle setzen und alles in ihrer Macht stehende tun sollte, um ihnen die bestmöglichen Chancen zu geben. Meiner Meinung nach haben wir eine ganze Generation von Kindern im Stich gelassen.

Abriegelungen und Einschränkungen haben schwerwiegende Folgen. Es ist klar, dass Javid das versteht. Ich war noch nie so hoffnungsvoll, dass wir eine Wende geschafft haben. Wir müssen die Krise voll und ganz anerkennen, sie offen diskutieren und sie mit der gleichen Entschlossenheit angehen, mit der wir gegen Covid gekämpft haben.

Es ist sicher ein riesiger Vorteil für Großbritannien, dass dort Politiker ebenso verantwortungsvoll zu handeln beginnen, wie in mittlerweile der Mehrheit der Bundesstaaten in den USA, in Schweden oder all den anderen Ländern, die ohne Lockdown, ohne Masken und dauernde Tests auch für 6-jährige Kinder auskommen.

Leider ist bei uns keine Besserung in Sicht, wenn ich mir Minister wie Mückstein oder Spahn ansehe, oder gar in Wien Gesundheitsstadtrat und Bürgermeister., die 6-Jährigen nur mit Test den Restaurantbesuch ermöglichen. Jegliche wissenschaftliche Erkenntnis wird da einfach geleugnet und das Kindeswohl massiv gefährdet.

Bild von E. Dichtl auf Pixabay

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14 Kommentare zu „Britischer Gesundheitsminister: Lockdowns verursachen Todesfälle

  1. Bezüglich des neuen britischen Gesundheitsministers:

    “More likely, former banker Javid’s task will be to impose the vaccine passport supposedly to restart travel with Europe and then domestically as the Trojan horse for social credit digital currencies currently being developed by his ex-colleagues at JP Morgan. Already in his maiden speech to the Potemkin Parliament that the House of Commons has become, Javid was assiduous in repeating the globalist mantra Build Back Better. The pieces have been rearranged, but the Reset remains on track.“

    https://www.conservativewoman.co.uk/exit-hancock-pursued-by-catastrophe/

    Wahrscheinlich entpuppt er sich in den kommenden Monaten als Spahn 2.

  2. In der Telegram-Gruppe des Londoner Maßnahmen-Kritikers ROBIN MONOTTI GRAZIADEI sieht man den plötzlichen Sinneswandel äußerst skeptisch. Dem schließe ich mich an. Nach 15 Monaten Angstverbreitung, Gehirnwäsche und Impfpropaganda wird plötzlich an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. Echt jetzt?

    Ich denke eher, hier wird die nächste Eskalationsstufe vorbereitet. Obwohl völlig klar ist, dass die Zahlen im Herbst saisonbedingt wieder steigen werden, wird die anstehende Radikalöffnung – so sie denn wirklich am 19.7. kommt – die ideale falsche Begründung liefern, warum alles wieder so schlimm wird. „Seht her, mit eurer Eigenverantwortung ist es nicht weit her, daher müssen wir leider alles wieder dicht machen.“

    Der digitale „Green Pass“ ist ja auch nur auf Eis gelegt und wird bei nächster Gelegenheit wieder aus dem Ärmel gezogen werden. Dieser ist die wirklich GANZ GROSSE GEFAHR für unser aller Freiheit in Europa.

    Ich traue der britischen Regierung genau so wenig wie unserer.

    1. Danke für diesen Kommentar, das habe ich an anderer Stelle auch schon so gesagt, nur wollte es keiner glauben, dass diese „Öffnung“ eine Nebelkerze ist.

    2. In Israel hatte man vor nicht allzu langer Zeit auch das Ende aller Maßnahmen verkündet und den grünen Pass ausgesetzt.
      Jetzt steigen die Infektionszahlen wieder und die relative Wirksamkeit von ursprünglich über 90% ist auf runde 60% zusammengeschmolzen.
      Und man diskutiert jetzt wieder. Über errneutes Maskentragen in Innenräumen, die Reaktivierung des grünen Pass, eine dritte Injektion des Impfstoffes usw.
      https://www.jpost.com/israel-news/israel-to-see-1000-new-daily-covid-cases-in-two-weeks-hu-researchers-672780
      Die Zeit wird uns lehren, nicht die heutigen Aussagen der vielen Protagonisten.

  3. Fakt ist und bleibt, wollen aber wie immer viele Deutsche nicht wahrhaben, dass es auch Länder gibt, die nie irgendwelche Maßnahmen getroffen haben, oder Empfehlungen gegeben mehr nicht, und siehe da, diese Länder stehen nicht schlechter da, als Länder mit den striktesten Maßnahmen. Hier geht es auch nicht um Gesundheit, hier geht es um Bevölkerungsreduzierung,

  4. Anmerkung zum Technical Briefing von Public Health England:

    hier hätte eigentlich am 02.07.2021 die Nr. 18 erscheinen müssen, so wie in den letzten Wochen auch immer am Freitag. Ich sehe aber bis heute kein neues Dokument.
    Kann es sein, daß hier durch die plötzliche Aufmerksamkeit, welche die Briefing durch die Delta Variante bekamen, die Verantwortlichen kalte Füsse bekommen haben?

  5. Der Wiener Internist Dr. Marcus FRANZ, ehem. Abg. z. NR, fordert heute BM MÜCKSTEIN im Offenen Brief dringend auf,

    die Behauptung, »die WHO würde die Covid-Impfung für 12-15-jährige Kinder empfehlen«, als »irreführende und unwahre Aussage […] öffentlich zurückzuziehen und richtigzustellen«.

    https://report24.news/falschbehauptung-zu-kinderimpfungen-dr-marcus-franz-fordert-richtigstellung-von-mueckstein/

    Ob Herr Mückstein darauf reagieren wird?

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