Boris Johnson will Großbritannien zum „offensten Land in Europa“ machen

Großbritannien hat einen neuen Gesundheitsminister mit Sajid Savid. In der „Mail on Sunday“ schreibt der neue Gesundheitsminister, dass Großbritannien „auf dem besten Weg“ sei, am 19. Juli fast jeden Rest von Corona Maßnahmen zu überwinden, und erklärt: „Wir werden ein Land haben, das nicht nur freier, sondern auch gesünder ist“.

Die erste Aufgabe sei, „wie wir unsere Freiheiten wiederherstellen und lernen, mit Covid-19 zu leben. Die zweite ist, den NHS-Rückstau anzugehen – etwas, von dem wir wissen, dass es viel schlimmer werden wird, bevor es besser wird.“

Durch die Corona Maßnahmen der Regierung sind 7 Millionen Behandlungen unerledigt geblieben. Javid bezeichnet das als eines der wichtigsten gesundheitlichen Gründe alle Maßnahmen zu beenden:

„Die ökonomischen Gründe sind bekannt, aber die gesundheitlichen Gründe sind genauso wichtig.“

Die eigenen Daten über die Delta-Variante die 10 bis 20 mal weniger Erkrankungen und Todesfälle verursacht sind den Briten bekannt. Die Fallsterblichkeit ist von 1.9% bei der Alpha-Variante auf 1,4% bei Beta und nun auf 0,1% (!) bei Delta zurückgegangen.

Deshalb sagt Javid:

„Wir werden lernen müssen, die Existenz von Covid zu akzeptieren und Wege zu finden, damit umzugehen – so wie wir es bereits mit der Grippe tun.“

Aber er macht keinen Hehl aus den Herausforderungen, denen er als Gesundheitsminister gegenübersteht, und gibt zu, dass er „das größte Ressort hat, das ich je in einem Ministerium hatte – und ich habe fünf geleitet“.

Der neue Gesundheitsminister sagte, die neuesten Daten zum Coronavirus seien „sehr positiv“, während Boris Johnson sich auf die letzte Etappe seines Ausstiegsplans vorbereitet. Im Gespräch mit Sky News sagte er, dass „der Staat Ihnen nicht mehr vorschreiben wird, was Sie zu tun haben„, nachdem die Regeln gelockert wurden, und dass sich der Schwerpunkt in Richtung „persönliche Wahl“ und Urteilsvermögen verlagern wird.

Der Premierminister bereitet sich darauf vor, eine Reihe von Maßnahmen anzukündigen, die ab dem 19. Juli in Kraft treten und Großbritannien zum „offensten Land in Europa“ machen werden. So werden etwa Gastgewerbebetriebe nicht mehr verlangen müssen, dass Kunden ihre persönlichen Daten angeben oder sich mit einem „QR“-Code anmelden.

Wie schon früher berichtet, soll auch der grüne Pass abgeschafft werden oder zumindest nicht mehr verlangt werden.

Etwa die Hälfte der Briten sind schon geimpft und 82% sollen Antikörper gegen SARS-CoV-2 haben.


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6 Kommentare zu „Boris Johnson will Großbritannien zum „offensten Land in Europa“ machen

  1. wenn großbritannien angeblich so offen ist, dann sollen sie auch bitte dänischen, italienischen und spanischen fans nicht den zutritt zum wembley-stadion bei den letzten drei spielen der fußball-em verweigern. ich find’s komplett daneben, wie sich ein land mit der pseudo-begründung delta-mutante (obwohl man ohnehin nur mit 2g ins stadion reindarf) einen künstlichen heimvorteil bei den fans verschafft. ach so, dafür wurde vermutlich auch das märchen von den 2000 schottland-fans erfunden, die sich im wembley-stadion angesteckt haben sollen (von insgesamt 2600 schottland-fans, die im stadion waren – was einem r-wert entsprechen würde, den nicht mal die pest verursacht). also so sehr loben würd ich die britische regierung jetzt auch nicht…

  2. Na ja, derart reden ist eine Sache. Mal sehen, wie schnell solche Worte vergessen sind, wenn der Winter naht. Mein persönlicher “Held“ ist aktuell Hubert Aiwanger:

    https://www.nzz.ch/international/hubert-aiwanger-es-darf-keinen-druck-auf-ungeimpfte-geben-ld.1633849

    Menschen, die mit ihrer eigenen Meinung etwas riskieren, finden bei mir auf jeden Fall Gehör und verdienen es, dass man sich mit ihren Aussagen näher beschäftigt. Davon sind Lauterbach und Spahn, um nur zwei Beispiele zu nennen, meilenweit entfernt.

  3. Da gab es doch in nicht allzu fernen Tagen, dass, wenn die Zahlen wieder sinken und die Intensivstationen nicht mehr über die Maßen ausgelastet sind, die Zusage der Bundesregierung, dass erstens der grüne Pass dann nicht mehr gilt und außerdem alle Maßnahmen zurückgefahren werden. Monate später, bei minimalen positiv Getesteten und totaler Unterbelegung der Intensivstationen, haben wir ein strenges 3G Regime. Wer da jetzt nicht endlich aus seinem Dauerschlaf erwacht und Panik bekommt, der wird ganz brav an der Wahlurne wieder den selben türkisen Fehler begehen. Erwachet (!) es geht nicht um unsere Gesundheit, denn dann hätten sie mehr auf die Kinder Rücksicht genommen, auf die vereinsamten Alten in den Pflegeheimen und auf Wirtschaftstreibende, die in ihren Klein -und Mittelbetrieben noch immer rudern, um nicht unterzugehen. Es geht um Macht, Einfluss und Geld. Wir sind das Kanonenfutter das verbraten wird. Die namenlose Masse. Ich bewundere die Wissenschaftler und Ärzte die trotz der Gefahr der Rufschädigung aufstehen und die Maßnahmen kritisieren. Sie sind für die Menschen und die Gesundheit. Ich hoffe, dass sich der Wind dreht und endlich die neuesten Erkenntnisse breitflächig bekannt werden. Ein Auftrag an unser Staatsfernsehen, denn das Volk ist der Staat!

    1. Wäre eigentlich ein Fall für den Ethik-Rat. Haben bereits Geimpfte nicht auch Anspruch auf einen solchen Hauptgewinn? Man würde ja die Geimpften bei der Lotterie ausgrenzen. Das geht nun wirklich nicht.

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