USA: weitere Bundesstaaten beenden Maßnahmen, Erklärungsnotstand für andere

In den USA haben wir die interessante Situation, dass ein Teil der Bundesstaaten alle Maßnahmen beendet hat, während andere noch die Wirtschaft, Gastronomie, Schulen und Geschäfte geschlossen halten und Maskenpflicht in verschiedenen Ausmaß haben. Dadurch sind nun ziemlich direkte Vergleiche über die Wirksamkeit von Maßnahmen möglich. Und die fallen nicht besonders gut aus für die strikten Maßnahmen. Die Pharma-Branche macht sich deshalb auch Sorgen, ob sie ihre experimentellen Präparate noch anbringen können.

Nach bisher 17 Staaten ist nun Georgia dabei nach Ostern alle Restriktionen aufzuheben, und zwar mit typisch amerikanische Radikalität immer gleich alles. So hat Gouverneur Brian Kemp angeordnet, dass zum Beispiel Restaurants und Bars wieder mit der vollen Kapazität öffnen dürfen. Ebenso werden die Beschränkungen auf Zusammenkünfte mit maximal 50 Personen sowie generell die Vorschriften zum Abstand halten aufgehoben.

Nach dem Floridas DeSantis spricht sich nun auch Kristi Noem, Gouverneurin von South Dakota gegen einen Impfpass aus. Anzunehmen ist, dass noch weitere folgen werden.

Anfang März haben die Gouverneure von Texas und Mississippi alle Restriktionen aufgehoben. Von Biden wurde ihnen daraufhin „Neandertaler“ Denken vorgeworfen. Ende März waren die Covid-19-Fälle in Texas und Mississippi trotz Bidens düsteren Vorhersagen weiter zurückgegangen. Was ebenfalls weiterging, war Bidens Kritik und Aufregung. In zwei Masken posierend, rief Biden „jeden Gouverneur, Bürgermeister und lokalen Führer dazu auf, die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten und wieder einzuführen“ und sagte bizarrerweise, es sei „eine patriotische Pflicht“, „sich zu maskieren.“

Es gibt zwei Möglichkeiten, warum Biden so agiert: Er ist wirklich über ein Wiederaufleben besorgt sind und glaubt aufrichtig, dass Maskenpflicht, trotz aller gegenteiligen Beweise, der richtige Weg ist, dies zu verhindern. Oder er will das sichtbare Zeichen für die Macht der Politik auch unsinnige Maßnahmen zu diktieren weiter aufrechterhalten.

Es ist nicht so, dass die Ergebnisse von Texas und Mississippi ohne Masken ungewöhnlich sind. Andere Staaten mit Maskenpflicht verzeichnen ebenfalls einen Rückgang der Fälle. Dies steht im Einklang mit der natürlichen Saisonalität sowie der sich ausbreitenden natürlichen Immunität zusammen mit der durch die Impfung hervorgerufenen Immunität.

Ganz amüsant ist diese Pressekonferenz von New Yorks Bürgermeister Bill De Blasio. Die Frage „Warum sind Staaten wie Arizona, Mississippi, Texas, die alle die Maskenpflicht fallen ließen, in den Metriken nach unten tendierend und dennoch [New York] auf einem Plateau?“ gibt er an einen Berater weiter. Der redet lang und breit herum, dass es viele Maßnahmen gebe, deren einzelne Wirkung man aber nicht wirklich einschätzen könne und es auch darauf ankomme wann, wie, was gemacht würde.

Gelegentlich ist auch Entlarvendes in CNN zu hören. Dr. Leana Wen, die als Kommentatorin für CNN und die Washington Post tätig ist, fürchtet, dass das Fenster für die Impfkampagne sich schließe, denn wenn immer mehr Staaten alle Maßnahmen aufheben, werden immer weniger Menschen verstehen, warum sie sich impfen lassen sollten.

Tatsächlich eine gute Frage. Mit einiger Sicherheit auch der Grund, warum bei uns so  massiv Druck gemacht wird und noch ein Lockdown und noch eine Verschärfung der Maskenpflicht und noch einmal mehr Tests her müssen. Damit soll die Impfbereitschaft weiter aufrecht erhalten werden.

Und noch eine interessante Nachricht: Der Oberste Gerichtshof von Wisconsin hat am Mittwoch entschieden, dass Gouverneur Tony Evers als Reaktion auf die Pandemie mehrere Notstandsgesetze im Bereich der öffentlichen Gesundheit rechtswidrig erlassen hat. Auch die Maskenpflicht verliert damit ihre Gültigkeit.

Tony Evers, US-Demokrat und Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin, streitet seit mehreren Monaten mit den US-Republikanern über die Corona-Regeln. Nun darf Evers laut dem Gerichtsurteil ohne die Zustimmung des von den Republikanern kontrollierten Parlaments keine neuen Notstandsverordnungen für die öffentliche Gesundheit erlassen, die eine Maskenpflicht vorschreiben.


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5 Kommentare zu „USA: weitere Bundesstaaten beenden Maßnahmen, Erklärungsnotstand für andere

  1. ja, nachvollziehbar. Immerhin wurden 600 Mio Dosen EU-weit bestellt.
    Und man will doch das genze teure Zeug nicht wieder wegschütten.

  2. Ein Gesellschaftssystem ist immer Veränderungen unterworfen, nicht vorrangig weil es eine Minderheit gibt, die tiefer denkt als andere, sondern weil Menschen in der Mehrheit Veränderungen SPÜREN und für sich beurteilen.

    Und TROTZDEM tiefer gedacht:

    Aus DAS VIRUS kann aus URSACHE, MITTEL zum ZWECK werden.

    (SEIN und NICHTS reiben immer zum WERDEN aneinander.)

    Auch die Notenpressen der Zentralbanken der Welt haben NATÜRLICHE Kapazitätsgrenzen.

    Da hilft auch der Trick 17 BITCOIN nichts, der Unmengen von Energie und Halbleiter-Resourcen verschlingt.

    Ich habe KEINE ANGST vor INFLATION, weil sie ein LÖSUNGSHINWEIS für UNSERE AUFGABE ist.

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