So kommt man zu einem T-Zellen Test zur Bestimmung der Immunität

Da ich immer wieder Leseranfragen erhalte, wo man einen Test auf T-Zellen machen lassen kann, fasse ich hier nochmals den aktuellen Stand zusammen. T-Zellen vermitteln eine langfristige Immunität, bestätigt bei SARS-Cov-1 Rekonvaleszenten sogar noch nach 17 Jahren und auch kreuzreaktiv auf SARS-Cov-2. Zelluläre Immunität mit T- und B-Zellen bleibt auch dann erhalten, wenn die Antikörper verschwunden sind.

Aus Deutschland höre ich, dass die Nachfrage nach Tests auf spezifische T-Zellen regelrecht boomt, aber auch in Österreich wird es immer einfacher einen Befund zu bekommen. Deshalb unten die Liste der mir derzeit bekannten Möglichkeiten für einen Test in Deutschland und Österreich. Falls es weitere gibt, bitte ich um Hinweise, damit ich die Liste ergänzen kann.

So funktioniert Immunität

Nochmal ganz kurz wie spezifische Immunität entsteht und warum sie erhalten bleibt. Links zu detaillierteren Erklärungen finden sich ganz unten.

Erkennt das Immunsystem einen fremden Keim, so wird dieser den angeborenen T-Zellen präsentiert. Diese suchen mit dem VDR (Vitamin D Rezeptor) ein Vitamin D Molekül und bringen eine CD8+ Killer-T-Zelle und eine CD4+ Helfer-T-Zelle hervor. Die Killer-Zellen werden sofort aktiv, die Helfer-T-Zelle erzeugt eine Reihe anderer Zellen, darunter die regulatorischen T-Zellen, die die Signalisierung besorgen und vor allem die Abschaltung des Immunsystems, wenn die Infektion beseitigt wurde. Sie erzeugen auch die B-Zellen, die in den Lymphknoten spezifische Antikörper erzeugen. Für all das wird Vitamin D benötigt, ist zu wenig davon da, kommt die Erzeugung von Zellen und Antikörpern zum Stillstand.

Von den T- und B-Zellen werden auch Speicher-Varianten erzeugt, die im Knochenmark wie Stammzellen Jahrzehnte überdauern und sofort aktiv werden, wenn der Keim wieder auftaucht. Die Erhaltung von Antikörpern ist energieintensiv, weshalb sie relativ rasch verschwinden, aber durch die Speicher-B-Zellen bei Bedarf noch viel rascher wieder hergestellt werden können.

T-Zellen erkennen nach neusten Forschungsergebnissen mindestens 30 bis 40 Merkmale von Viren, lassen sich also von Mutationen nicht täuschen oder abhängen. Das passiert allerdings nur, wenn das ganze Virus vorhanden ist. Das ist auch die Schwäche der derzeitigen gentechnischen Impfstoffe, die nur ein kleines Teil des Virus im Spike Bereich dem Immunsystem präsentieren. Die chinesischen Impfstoffe und der von Valneva schneiden da besser ab, da sie inaktivierte oder stark abgeschwächte aber eben ganze Viren enthalten.

Damit wird auch verständlich, dass man mit den T-Zellen-Tests auch dann noch eine länger zurückliegende Infektion nachweisen kann, wenn die Antikörper verschwunden und nicht mehr nachweisbar sind. Das ist genau so bei mir passiert mit einer SARS-Cov-2 Infektion zu Silvester 2019, einem schwach positiven Ergebnis bei einem Antikörpertest am 24. April 2020, drei Wochen später waren die Antikörper nicht mehr nachweisbar, aber am 12. November 2020 die T-Zellen wie in dem Ergebnis oben sichtbar.

Anbieter von T-Zellen Tests in Deutschland

Limburg: Biovis Diagnostik MVZ GmbH
Informationen zum Test [PDF]
Bestellformular [PDF]
Kosten: keine Angabe, etwa auch 150€

München: Lab4more Labor München
Informationen zum Test [keine Seite mit Informationen gefunden]
Bestellformular [PDF] (etwas unübersichtlich! Test erst auf Seite 4)
Kosten: [keine Angabe]

Straßberg: AID Autoimmun Diagnostika GmbH Straßberg
Informationen zum Test
Bestellformular
Kosten: [keine Angabe]

Mainz: Dr. Kirkamm
Informationen zum Test
Kosten: 160,07€

Augsburg: Armin Labs
Informationen zum Test
Kosten: [keine Angabe]

Tests in Österreich:

Die meisten dieser Labore haben Abholservices in Österreich von den Ärzten und zum Teil es gibt auch Partnerlabore, die den Transport übernehmen. GanzImmun arbeitet zB mit dem Diagnostikzentrum Millergasse zusammen.

Linz: myLab Labordiagnostik
Informationen zum Test
Preis: 220 Euro
Die Blutabnahme muss direkt im Labor (Europaplatz 7, 4020 Linz) erfolgen (werktags Montag-Donnerstag!

Diese Labore bieten Blutabnahmen und versenden diese nach Deutschland:

SYNLAB Österreich
Erklärungen zum T-Zellen Test
Preis € 220

Preis: € 176

1150 Wien: IHR LABOR Ordinationsgemeinschaft
Für Labordiagnostik und Mikrobiologie GesbR
Preis: € 176

Mehr zu Immunität, Immunsystem und Impfungen

Über Immunität durch T-Zellen habe ich hier mit Prof DDr. Christian Schubert und DDr. Christian Fiala gesprochen. Es gibt eine einfache Erklärung wie das Immunsystem funktioniert und wie es von Lockdown und all den anderen Maßnahmen der Regierung geschädigt wird.


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13 Kommentare zu „So kommt man zu einem T-Zellen Test zur Bestimmung der Immunität

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Mayer! Im Interview haben sie von einem Labor in Wien gesprochen, wo sie zur Blutabnahme für die T-Zellen Bestimmung etc. waren Können sie mir bitte mitteilen, um welches Labor es sich dabei handelt. Vielen Dank und liebe Grüße

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      1. Danke Herr Mayer. Wenn meine Antikörper nicht mehr da sind werde ich das Linzer Labor aufsuchen. Meine Frau und meine 3 Kinder nehme ich natürlich mit.
        Schöne Grüße aus dem Waldviertel

        Gefällt 1 Person

  2. Hallo Herr Dr. Mayer! Wann würde es Ihrer Meinung nach Sinn machen, so einen T-Zellen-Test zu machen? Ich habe mich diese Woche auf Antikörper testen lassen, bin positiv, mache aber jetzt zusätzlich noch einen Test auf neutralisierende Antikörper, da ja nur dieser Test lt. Verordnung anerkannt wird (anstatt Eintrittstesten). Die T-Zellen-Immunität wird ja nicht anerkannt, oder? Von unserer Regierung, meine ich. Oder overruled hier doch die Expertise des Labors diese mehr als fragwürdigen Verordnungen? Ihr Blog ist übrigens spitze!

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  3. Guten Abend,
    Durch Ihren wertvollen Vorschlag habe ich (vielleicht mit Kolleginnen …) entschlossen bei IMD Berlin einen T-Zellentest durchzuführen . Die haben auch eine sehr gründliche Beschreibung des Verfahrens auf der Internetseite und schickten prompt ( sehr viele) Zubehör zur Blutabnahme .
    Zwischendurch habe ich auch gelesen , dass an der Uni Tübingen ein sehr schnelles und einfaches Verfahren dazu entwickelt haben, viel mehr weiß ich aber nicht darüber .
    Noch eine Empfehlung :
    Vielleicht kennen Sie den deutschen Arzt Dietrich Klinkhardt. Er hat vs.Institute international – hat natürlich auch seine „ Spezialitäten „- wie Kinesiologie usw, aber eine sehr vernünftige Alternative Ansicht zur COVID-19 Therapie und findet logischerweise die m RNA Impfung gefährlich. Er zitiert auch jedes Mal wenig bekannte Studien und therapeutische Ergebnisse.
    Es wundert mich sehr, dass er in den kritischen Foren kaum bekannt ist. Vielleicht schaffen Sie es , seine Thesen hier bekannt zu machen . Er hat Mitte nächste Wo. auch eine Videositzung mit Coronathemen, man muss sich anmelden, kostet auch etwas.
    Vielen Dank
    für Ihre Beiträge und weiterhin viel Erfolg
    Attila Pásztor

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  4. Noch eine Frage: bekommt man für so einen Test auf T-Zellen irgendwas von der Krankenkasse rückerstattet, oder bleibt man auf den gesamten Kosten sitzen?

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  5. Eine wesentliche Frage ist: Wie kommt ein Immunitätsnachweis in die digitalen Apps, die jedoch zum Nachweis der Impfung dienen sollen. Hmm. Da wird eine Kluft sichtbar.

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  6. Hallo Herr Dr. Mayer,

    es gibt ja Arbeiten, die zeigen, dass T-Zellen aus früheren Coronainfektionen kreuzreaktiv sind in Bezug auf Sars-CoV2. Sind diese T-Zellen genauso gut wie T-Zellen, die das Training mit Sars-CoV2 hinter sich haben?
    Vielen Dank für Ihre Antwort und ihre Seite, die ich regelmäßig zwecks wertvoller Informationen nutze!

    Herzliche Grüße.

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