Dauerhafte T-Zellen-Immunität nach symptomlosen oder milden Corona Infektionen bestätigt

Es ist schon länger bekannt, dass gegen SARS-Viren wirksame Antikörper nach Infektionen verschwinden, Das ist eine natürliche Erscheinung nach Infektion mit den verschiedenen Coronaviren. Deshalb stellt sich die Frage, ob und wie eine andauernde Immunität erreicht wird. Eine neue Studie von schwedischen, britischen und dänischen Forschern hat die SARS-CoV-2-spezifischen T-Zell-Antworten bei nicht exponierten Personen, exponierten Familienmitgliedern und Personen mit akutem oder rekonvaleszentem COVID-19 untersucht und nachgewiesen.

Personen in der Rekonvaleszenzphase nach mildem COVID-19 wurden nach der Rückkehr nach Schweden aus endemischen Gebieten (vor allem Norditalien) aufgespürt. Diese zeigten Monate nach der Infektion robuste Gedächtnis-T-Zell-Reaktionen, sogar in Ermangelung nachweisbarer zirkulierender Antikörper, die spezifisch für SARS-CoV-2 sind.

Das weist auf einen zuvor nicht vorhergesehenen Grad an Immunität auf Bevölkerungsebene gegen COVID-19 hin. Die Zahlen über die Letalität IFR werden deshalb auch nach unten korrigiert werden müssen.

Untersuchung der T-Zellen bei akuter Infektion

Auch bei akut infizierten Personen wurden aktivierte T-Zellen gefunden, die je nach Typ auch anzeigen, dass eine Infektion im Gange ist. Diese wurden in sehr frühen Stadien auch gemeinsam mit IgG Antikörpern festgestellt.

Die Daten zeigten auch, dass viele aktive T-Zellen in der akuten Phase funktionell vollständig waren und spezifisch für SARS-CoV-2. Äquivalente Funktionsprofile wurden schon früh beobachtet, wie nach Immunisierung mit erfolgreichen Impfstoffen.

Lange dauernde Immunität

Virus-spezifische Gedächtnis-T-Zellen bestehen nachweislich noch viele Jahre nach Infektion mit SARS-CoV-1. Im Einklang mit diesen Beobachtungen stellt die Studie fest, dass SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen ein frühes differenziertes Gedächtnis in der Rekonvaleszenzphase, erworben haben, wie bereits im Zusammenhang bei anderen Virusinfektionen und erfolgreiche Impfstoffen beobachtet. Das wurde auch bei Personen gefunden, die keine Antikörper entwickelt haben.

Tatsächlich verfügen etwa doppelt so viele gesunde Blutspender, über die während der Pandemie erzeugten Gedächtnis-T-Zellen ohne aber nachweisbarer Antikörper zu haben. Das bedeutet, dass die Ergebnissse der Antikörpertests das Ausmaß der Immunität auf Bevölkerungsebene gegen SARS-CoV-2 unterschätzen.

Die Tatsache, dass Speicher-B-Zellen und ein starkes T-Zell-Gedächtnis nach einer SARS-CoV-2-Infektion gebildet wird, deutet darauf hin, dass eine starke adaptive Immunität erhalten bleibt, die Schutz vor neuerlicher Infektion bietet. Im Einklang mit diesen Beobachtungen hat keiner der Rekonvaleszenten in dieser Studie, einschließlich Personen mit früherer leichter Erkrankung, einen Neuinfektion erfahren.

T-Zellen Immunität durch Infektion mit anderen Coronaviren

Bemerkenswert ist, dass auch kreuzreaktive T-Zell-Antworten gegen gegen SARS-Cov-2 bei 28% der nicht exponierten gesunden Blutspender festgestellt wurden, was einen hohen Grad an vorhandener Immunität bestätigt, die wahrscheinlich durch andere Coronaviren verursacht wurde. Diesen Befund haben wir schon in mehreren anderen Studien gesehen. Die Prozentsätze reichen sogar bis zu 81 Prozent

Insgesamt zeigen die Daten der Studie eine SARS-CoV-2-spezifische T-Zell-Immunität über das gesamte Spektrum nicht nur bei Infektion und Krankheit, sondern auch bei einfacher Exposition von Personen gegenüber dem Virus.

Die Beobachtung, dass viele Personen mit asymptomatischem oder leichtem COVID-19, nach SARS-CoV-2-Exposition oder -Infektion, eine hochgradig dauerhafte und funktionell vollständige Gedächtnis-T-Zell-Reaktionen nachweisen, legt ferner nahe, dass eine natürliche Exposition oder Infektion ausreicht um Erkrankungen nach neuerlichem Kontakt mit dem Virus verhindern.

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