Präzise Schweizer Corona Daten – unklare Datenlage in Österreich und Deutschland

Um in einer Epidemie ein richtiges Verhalten der Melarheit und Offenheit in der Kommunikation erforderlich. Oder wie Albert Camus 1947 formulierte:

Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.”

Mit den derzeit als wichtigste Zahl kursierenden „bestätigten Fällen“ wird leider ordentlich Schindluder getrieben. Weder werden die „Fälle“ in Relation zu den Tests angegeben, noch erfährt man ob falsch-positive Ergebnisse, die natürlich das Bild erheblich sogar um bis zu 95% verfälschen können, durch einen Gegencheck ausgeschlossen wurden.

Wissenschaftler deutscher Universitäten kritisieren in 16 Thesen, die auf der Webseite der Universität Bremen veröffentlicht wurden, die völlige Undurchsichtigkeit und wissenschaftliche Wertlosigkeit der veröffentlichten Daten. Immer mehr zum Problem werde eine übertriebene, überflüssige und unsinnige Dramatisierung. Ein sinnvoller und allgemein verständlicher Umgang mit der Situation und angemessene Maßnahmen erfordern eine korrekte Zahlenbasis, die auch die für nachvollziehbare Entscheidungen relevanten Details enthält.

Ganz anders die Schweiz, was eigentlich wenig überraschend kommt. Im Wochenbericht zum Beispiel hier zur 27. Woche findet man eine präzise und vor allem ehrliche Aufstellung. So gibt es ein Chart – siehe oben – das die laborbestätigten Fälle in Relation zur Zahl der Tests anzeigt. Im Text wird erläutert

Anzahl Tests: In der Woche 27 wurden 69 552 Tests durchgeführt, deutlich mehr als in der Vorwoche. Das Resultat fiel bei 1.1% positiv aus. Somit ist die Positivitätsrate leicht höher als in der Vorwoche.“

Es wird weiter angegeben wo diese Fälle auftraten, was für die Einschätzung des Infektionsgeschehens unbedingt erforderlich ist:

„Fallzahlen: In der Woche 27, verzeichnete die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein insgesamt 667 neue laborbestätigte Fälle. Im Vergleich zur Vorwoche, nahmen die Fallzahlen erneut zu. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf kleinere Ausbrüche (Cluster) in verschiedenen Bereichen wie z.B. Clubs, Familienfeiern, Arbeit oder Schulen sowie auf reisebedingte Infektionen zurückzuführen.“

In Österreich gibt es zwar einige Grafiken, aber die als hauptsächliche Information angebotene „Epidemiologische Kurve“ ist irreführend und vermittelt einen falschen Eindruck, weil weder die Abhängigkeit von der Anzahl der Tests dargestellt ist, noch zwischen symptomlosen und Erkrankten unterschieden wird, noch eine Aussage über den Anteil der falsch-positiven gemacht wird. Addendum beklagt seit längerem, dass ein Versteckspiel mit den Daten getrieben wird und diese unpräzise sind und sich dauernd unmotiviert ändern.

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