Warum der Höhepunkt der Infektionen schon vor dem Lockdown überschritten war

Aus den täglich gemeldeten Infektionen und der Zahl der täglich gemeldeten Testergebnisse lässt sich ableiten, dass der Höhepunkt der Infektionen schon vor dem Zeitpunkt des Lockdown erreicht und überschritten war. Damit haben die Maßnahmen vor dem Lockdown ausgereicht um die Pandemie einzudämmen.

Bestätigte Infektionen sind solche, die durch den PCR-Test bestätigt wurden. Da natürlich nur ein Teil der Tests ein positives Ergebnis hat, da auch Nicht-Infizierte getestet wurden und werden, hängt die Zahl der bestätigten Fälle von der Zahl der Tests ab.

Steigende Testanzahl seit Mitte März

Vor dem Lockdown am 16. März. wurden nie mehr als 800 Tests pro Tag registriert. Am 8.3. waren es zum Beispiel gerade 201 Tests, was zum Eintrag von 27 bestätigten Fällen in die „Epidemiologische Kurve“ führte, am 9.3. 225 und 33. Am 17.3. wurde mit 1788 Tests erstmals die 1000er Marke überschritten, was 360 bestätigte Fälle ergab und so weiter bis zum Maximum am 26.3. bei 3588 Tests und 1062 bestätigten Fällen. Man sieht der Anteil von bestätigten Fällen bewegt sich zunächst um 14% um dann auf knapp unter 30% anzusteigen.

Rascher Rückgang der Fälle

Obwohl nach dem 26. März immer mehr als früher getestet wurde – bis zu knapp 9000 Tests pro Tag – ging danach die Zahl der gemeldeten Fälle rasch zurück. Seit 12.4. bewegen sich die Ergebnisse in der Größenordnung der falsch-positiven. Wenn die positiven nicht durch eine B-Probe, wie das bei Doping Tests üblich ist, überprüft wurden, sind entweder gar keine mehr oder zumindest deutlich weniger Infektionen gefunden worden, denn eine Unterscheidung zwischen falsch-positiv und positiv ist nur durch einen Kontrolltest möglich.

Der von der Charité schon Anfang Jänner entwickelte Test ist bekannt ungenau und führte schon zu vielen Fragezeichen. Wir erinnern uns an die angeblichen Neuinfektionen von hunderten schon einmal Infizierten in Südkorea, was sich als falsch herausstellte. Eine genaue Nachkontrolle in deutschen Labors hat ergeben, dass der Test zwischen dem jetzigen früheren Coronaviren nur schlecht unterscheidet. Sogar bei Proben in denen garantiert kein Coronavirus enthalten ist, wurden zu 1,4% als positiv ausgewiesen. Diese falsch-positiven bewegen sich im Bereich von 1,4 bis etwa 8%.

Der tatsächliche zeitliche Ablauf der Infektionen

Aber nochmal zum zeitlichen Ablauf. Was das neue Coronavirus so unangenehm macht ist, dass es eine Inkubationszeit von 2 bis maximal 14 Tage hat. Der häufigste Wert ist etwa 5 Tage. Das heißt es kann im Schnitt erst nach 5 Tagen entdeckt werden, so sich überhaupt Symptome zeigen. Das ist der Grund warum in Ischgl Zigtausende infiziert werden konnten und sich dann über ganz Europa und darüber hinaus verbreiteten.

Also etwa ab Tag 5 können Infizierte etwas merken, so sie überhaupt Symptome entwickeln, was ja nur bei etwa 20% oder sogar noch weniger der Fall ist. Im März war die Hotline 1450 permanent überlaufen und es war mühsam überhaupt durchzukommen. Es dauerte meist Tage bevor ein Abstrich genommen wurde und bis das Ergebnis da war vergingen mindesten zwei weitere Tage. Als guter Wert für die Verzögerung zwischen Infektion und amtlicher Registrierung werden 10 bis 12 Tage angenommen. Damit verschiebt sich der Höhepunkt bereits auf den 14. bis 16. März just zum Beginn des Lockdown.

Aber damit noch nicht genug, denn der ansteigende Teil der Kurve, entspricht der Zunahme an Tests, wird also dadurch verursacht. Freilich ist es jetzt müßig Vermutungen anzustellen, wie viele positive Ergebnisse es am 9. März bei 4000 statt der tatsächlichen 201 Tests gegeben hätte. Es würde wohl zwischen 600 und 1200 Fällen zu liegen kommen statt der 33 in der Statistik ausgewiesenen.

Höhepunkt in erster Märzwoche

Der tatsächliche Höhepunkt bei den Neuinfektionen (nicht bei der Registrierung) war also bereits in der ersten Märzwoche erreicht und dann hatten bereits die Maßnahmen mit Abstand halten und Hygieneregeln zum Rückgang der Infektionszahlen geführt, der Lockdown also nicht mehr nötig.

Für die Gesundheit der Bevölkerung und insbesondere der Kinder wäre das ein großer Gewinn gewesen. Selbstverständlich wäre auch die Wirtschaft, der Sport und die arbeitenden Menschen nicht so hart getroffen worden. Unter dem Strich wird der Lockdown also hohe und vor allem zumindest teilweise vermeidbare Kosten verursacht haben.

Ähnliche Schlüsse haben ETH und RKI übrigens auch für die Schweiz und Deutschland gezogen.

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