Wenn das Recht zur Gefahr wird: Der Fall des Anwalts Arno van Kessel

28. April 2026von 4,2 Minuten Lesezeit

Man muss sich die Frage stellen, in welchem Europa wir eigentlich leben. Ist es noch ein Rechtsstaat, in dem Anwälte ihre Mandanten vertreten und den Staat verklagen können? Oder sind wir in einer Ära angekommen, in der juristischer Widerstand als „Terrorismus“ umgedeutet wird, um unbequeme Akteure mundtot zu machen?

Der Leeuwardener Anwalts Arno van Kessel und sein Eindhovener Kollege kündigten 2023 ein Gerichtsverfahren unter anderem gegen Bill Gates, Mark Rutte und den Staat der Niederlande an. Im Namen ihrer Mandanten wollen sie das Gericht zwingen, ein klares Urteil zu der Frage zu fällen, ob es sich bei der Covid-19 mRNAkessel-Injektion um einen Impfstoff zum Wohle der Gesundheit der Bevölkerung oder um eine Biowaffe handelt. Anfang Juni 2025 – endlich -, dass die erste Hauptverhandlung des Falles für den 9. Juli angesetzt sei. Am Mittwochmorgen, dem 11. Juni, kam es zu einer völlig unerwarteten Wendung der Ereignisse. Arno van Kessel wurde frühmorgens von einem Spezialeinsatzkommando mit großem Kraftaufwand aus dem Bett gehoben. Der Anwalt, seine Tochter und seine Frau wurden sogar kurzzeitig mit vorgehaltener Waffe festgehalten. Einen Tag später veröffentlichte die Polizei über die Website politie.nl eine Nachricht, in der Van Kessel mit „einem kriminellen Netzwerk“ in Verbindung gebracht wurde.

Die Geschichte von Arno van Kessel, einem niederländischen Anwalt, der monatelang in der Hochsicherheitseinheit von PI Vught einsaß, ist ein beklemmendes Zeugnis dafür, dass die Antwort darauf längst gefallen ist.

Die „Barracuda“-Inszenierung

TKP hat dazu die Berichte unseres Partner Mediums De Andere Krant veröffentlicht. De Andere Krant hat nun ein exklusives Interview mit van Kessel geführt. Der Vorwurf gegen van Kessel: Er sei Teil eines „Terror-Netzwerks“ namens Barracuda, das einen Anschlag auf den NATO-Gipfel in Den Haag geplant habe.

Die Absurdität dieser Anschuldigung lässt sich kaum überbieten. Van Kessel ist ein Mann des Rechtsweges. Er vertritt als Anwalt eine Zivilklage gegen den niederländischen Staat, Mark Rutte, Hugo de Jonge und eine Reihe internationaler Akteure – darunter Bill Gates – wegen der massiven Schäden durch die COVID-19-Impfkampagnen. Er argumentiert juristisch fundiert, dass die Injektionen als Biowaffe einzustufen seien und die Verantwortlichen für die Folgen haften müssen.

Die Reaktion des Staates war kein juristisches Gegenargument, sondern die physische Ausschaltung des Anwalts wenige Stunden nach Einreichung des Schriftsatzes. Ein klassischer Fall von „Lawfare“: Wenn man gegen die Argumente nicht ankommt, kriminalisiert man den Überbringer der Botschaft.

Abgehörte Gespräche und die Falle der Justiz

Van Kessel räumt offen ein, dass er den Ermittlern „Munition“ geliefert hat, weil er sich in einem abgehörten Auto mit Leuten traf, die ihrem Frust über die „Trümmerpolitik“ des Staates bei Bier und Wurst freien Lauf ließen.

Er selbst hatte den Truckern, die gegen den NATO-Gipfel demonstrieren wollten, sogar explizit von der Aktion abgeraten, da sie juristisch aussichtslos sei. Doch das spielte für die Staatsanwaltschaft keine Rolle. Die bloße Assoziation mit Menschen, die „Klartext reden“, reichte aus, um die Terror-Keule zu schwingen.

Das Ende des Rechtsstaats

Nach 260 Tagen in Untersuchungshaft, die bei ihm posttraumatische Belastungsstörungen hinterließen, ist van Kessel wieder frei – aber er ist nicht mehr der Alte. Er leidet unter den Folgen der Haftbedingungen, die wohl darauf ausgelegt waren, ihn mental zu brechen. Doch sein Fazit ist klar: „Sie haben mich beschädigt, aber nicht gebrochen.“

Van Kessels Fall ist kein Einzelfall. In ganz Europa sehen wir, wie jene, die sich juristisch gegen die Corona-Aufarbeitung oder gegen die Politik der totalen Transformation stellen, unter Druck gesetzt werden, oder in Haft gehalten werden (in Deutschland: Füllmich, Findeisen, Witzschel, ….). Wenn ein Anwalt, der das Rechtssystem nutzt, um den Staat zur Rechenschaft zu ziehen, als „Terrorist“ hinter Gitter kommt, dann ist der Rechtsstaat nur noch eine Kulisse.

Ein Kampf für die Menschheit

Van Kessel betont, dass er dies nicht für sich selbst getan hat, sondern für die Opfer einer beispiellosen globalen Gesundheits-Agenda, die er als „Genozid“ bezeichnet. Wer bereit ist, seine Karriere und seine Freiheit zu opfern, um ein solches Verfahren gegen die mächtigsten Akteure der Welt anzustrengen, der ist für ein System, das auf Einschüchterung basiert, hochgefährlich.

Die Lektüre des Berichts von De Andere Krant ist ein Pflichtprogramm für alle, die verstehen wollen, wie weit die Entmachtung des Bürgers bereits fortgeschritten ist. Es geht nicht mehr um Links oder Rechts, es geht um die Frage, ob wir in einer Welt leben wollen, in der die Wahrheit über die „Biowaffe“ zur Inhaftierung führt. Arno van Kessel hat seine Antwort gegeben. Wir sollten uns fragen, wie lange wir noch zusehen, während die Lichter der Freiheit in der Justiz nacheinander ausgeknipst werden.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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3 Kommentare

  1. Mausikatze 28. April 2026 um 23:09 Uhr - Antworten

    Um uns aus dieser Situation zu befreien brauchen wir keine Anwälte mehr, sondern dringend mehr Berufsrevolutionäre.

  2. peru3232 28. April 2026 um 15:36 Uhr - Antworten

    Ich sage mal so – vermutlich war es auch niemals groß anders – es ist nur die Fratze nun etwas sichtbarer geworden. Ändern können „wir“ daran gar nichts. Das ginge nur auf einem Wege – und auch der bewahrt „uns“ nicht davor trotzdem wieder „gerettet“ zu werden -> siehe diverseste Länder rundherum auf der Welt, die nicht „unsere Werte“ teilen wollen

    • Christine 28. April 2026 um 15:58 Uhr - Antworten

      Ja, leider habe ich auch den Eindruck, dass wir heute lediglich mehr von den Bösartigkeiten mitbekommen, weil die Täter inzwischen wissen, dass sie nie belangt werden und ihre Taten deshalb bei Tageslicht vollbringen. Neu sind sie deshalb (leider) nicht. Alternative: Die eigentlichen Hintermänner wollen mal ein paar lästige Handlanger loswerden, deshalb erfahren wir etwas, das wir normalerweise nicht erfahren würden.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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