Großbritannien bereitet sich auf Lebensmittelengpässe vor

16. April 2026von 1,9 Minuten Lesezeit

Die britische Regierung hat bereits Notfallpläne aktiviert, um Engpässe in der Lebensmittelversorgung abzufedern. Man fürchtet besonders einen Mangel an Ammoniak, Düngemittel und industrielles Kohlendioxid durch die steigenden Gaspreise und Folgen unter anderem für das Fleischsortiment.

Die Gaspreisexplosion könnte weiter für massive Eruption innerhalb der europäischen Volkswirtschaften sorgen. In UK berichten Medien dass man sich besonders vor einem akuten Mangel an Kohlendioxid (CO₂) sorgt, das als Nebenprodukt bei der Herstellung von Ammoniak und Düngemitteln entsteht.

Industrielles CO₂ dient der Lebensmittelindustrie als Schutzgas in der Verpackung, bei der Herstellung von Getränken und Bier und wird auch bei Fleisch eingesetzt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Auch im Gesundheitswesen, etwa bei der Kühlung von Blutkonserven, Organen und Impfstoffe) und in der zivilen Kernenergie spielt es eine zentrale Rolle.

Etwa ein Fünftel des CO2-Bedarfs von UK wird importiert, vor allem aus Skandinavien. Die heimische Produktion reicht bei Weitem nicht aus, und die Vorräte sind begrenzt.

Die Regierung führt bereits Notfallübungen durch. Ziel ist es, die heimische CO₂-Produktion zu priorisieren: Fabriken sollen notfalls zu 100 Prozent auf CO₂-Produktion umstellen und andere Fertigungen einstellen. Dazu könnte Notstandsgesetzgebung nötig werden. Bereits im Vorfeld hat Wirtschaftsminister Peter Kyle die Wiederinbetriebnahme des Bioethanol-Werks Ensus in Nordostengland angeordnet, das nun auf voller Kapazität läuft.

In einem „vernünftigen Worst-Case-Szenario“ rechnen die Behörden bis Juni mit Einschränkungen, falls die Straße von Hormuz nicht wieder geöffnet wird. Supermarktregale würden nicht leer, aber die Produktvielfalt könnte spürbar sinken – vor allem bei Fleisch, Geflügel und kohlensäurehaltigen Getränken. Der Supermarktriese Tesco bestätigte, dass man eng mit der Regierung zusammenarbeite und Szenarien für Wetter, Nachfrage und Lieferketten durchspiele. Mehrere britische Medien berichten.

Die Politik will allerdings beruhigen: „Die Menschen sollten ihr Leben ganz normal weiterführen – ihr Fleisch und ihre Salate genießen“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Man werde frühzeitig informieren, falls sich die Lage ändere. Die Vorbereitungen seien reine Planungsinstrumente, keine Vorhersagen oder gar Vorbereitungen auf einen Energie-Lockdown.

Bild „Tesco, Earl’s Court“ by yisris is licensed under CC BY 2.0.

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7 Kommentare

  1. Warum 17. April 2026 um 0:35 Uhr - Antworten

    Also, da fehlen mir die Worte!
    Kein Applaus für’s einsparen von CO2???
    …klingt doch als ob dieser Krieg das Klima retten wird!
    (Mal von den Vortriebs-Abgasen abgesehen)

    Dass noch niemand zuvor auf die Idee gekommen ist Prickelbrause zu verbieten um das Klima zu retten?

    Das wäre doch mal ne Rechenaufgabe:
    -Wie viele Menschen (CO2 Ausstoßer) könnten wir uns zusätzlich leisten wenn wir Prickelbrause abschaffen und nur noch frisches Essen essen, welches ohne CO2-betankter Verpackung auskommt?

    Dass die Grünen noch nicht auf diese Idee gekommen sind wundert mich jetzt aber echt!

    Lediglich mal naiv in den Raum gefragt!

    Prost Mahlzeit!

    • cwsuisse 17. April 2026 um 14:27 Uhr - Antworten

      In den Berechnungen der Klimawissenschaftler wird die CO2 Produktion durch Lungenatmer bewusst ausgeklammert.

  2. Jurgen 16. April 2026 um 23:14 Uhr - Antworten

    Oh Mann, CO2 kann doch jeder ganz leicht durch Fermentation selbst herstellen…
    Einfachster Fall, Zucker und Hefe in Wasser, macht jeder Winzer bei Wein und Sekt aus dem Traubensaft, jeder Brauer aus der Gerste-Hofen Maische, muss man nur auffangen und in Flaschen füllen unter Druck.

  3. Glass Steagall Act 16. April 2026 um 21:43 Uhr - Antworten

    Würde man doch zuerst das ganze Junkfood streichen, wäre das mal eine gute Sache. Also die ganzen hochverarbeiteten industriellen Produkte wie Fertigpizza, Chips, tausende Süssigkeiten, sowie tausende überflüssige Süßgetränke und weitere hochangereicherte Fertiggerichte. Besonders das, was fett, träge und krank macht! Aber nein, man spricht von Engpässen bei wichtigen Grundnahrungsmitteln. Somit ist klar, hier wird eine Agenda durchgezogen!

  4. VerarmterAdel 16. April 2026 um 16:22 Uhr - Antworten

    Genau wie dem von ferngesteuerten Schwarzköpfen und Berufsschwerstverbrechern regierten führenden Klimagottesstaat ist auch in UK Energie des Teufels und muss ausgemerzt werden.

    Keine Energie, keine Nahrungsmittel, kein Leben. Alles klar?

    Wer wählt so was auch noch? Ich meine, wie krank in der Birne kann man sein?

    • Pusteblume 16. April 2026 um 20:44 Uhr - Antworten

      Die Leute, die so was wählen, sind im öffentlichen Leben tagein tagaus in der BRD zu sehen. Die denken nicht nach, weil das Denken „Arbeit“ macht. Und solchen Leuten ist alles egal.

    • Varus 17. April 2026 um 2:53 Uhr - Antworten

      Die „Briten“ scheinen extrem krank zu sein. Bereits beim letzten Londoner Urlaub im Frühjahr 2025 mitgekriegt: https://thefelixproject.org/news/1-in-4-working-london-parents-struggle-to-afford-to-feed-their-families – „… 25% of working families in London have struggled to afford to feed their families in the last year on multiple occasions. … 25% of respondents said they had skipped a meal or not bought food to feed themselves to ensure their children can eat on multiple occasions in the last year. …“

      Im Bösen Medium las ich hingegen gestern, was den „Briten“ wirklich wichtig ist: „Schock für Tel Aviv: Belgien beschlagnahmt britische Militärgüter – Boykott beginnt?“ – Und dennoch wurden nach Isr. erst mal Militärgüter geschickt.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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