51. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran und den Libanon – Tageszusammenfassung – UPDATE

19. April 2026von 17,1 Minuten Lesezeit

Am Vortag war zuerst die Straße von Hormus durch den Iran frei gegeben worde, dann aber, nachdem der US-Präsident Trump erklärte, die Blockade der iranischen Häfen fortführen zu wollen, wieder aktviert. Im Libanon beging Israel wie erwartet zahlreiche Verstöße gegen den Waffenstillstand und erklärte die de facto Annexion eines Teils des Südens, erklärte Libanesen dürften nicht in über 50 Dörfer zurückkehren.

Nun waren die Dörfer zerstört, oder wurden im Laufe des Tages und werden im Laufe der nächsten Tage zerstört werden, so wie Gaza. Diesmal allerdings war es Israel gelungen die Bewohner zu vertreiben, und droht nun auf alle zu schießen, die es wagen sollten, zurückzukehren. Was nun in der Nacht und im Laufe des 19. Aprils im Nahen Osten rund um diesen Krieg geschah in dieser Tageszusammenfassung.

Der Vormittag des 19. April 2026

Gestern waren Gerüchte aufgetaucht, dass die Revolutionsgarden die politische Führung des Irans entmachtet hätten. Tatsächlich veröffentlichte die eng mit den Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenorganisation Tasnim kurz nach dem Außenminister einen Twitter-Thread, der offensichtlich emotional aufgeladen war und den Außenminister stark kritisierte. Was von verschiedenen Beobachtern sofort aufgegriffen wurde. Der Artikel in Tasnim zu dem Thema war jedoch wesentlich ausgewogener und erklärender als die offensichtlich emotional aufgeladenen Twittermitteilungen. Dort hieß es:

„Das Sekretariat des Nationalen Sicherheitsrates (SNSC) gab am Samstag in einer Erklärung bekannt, dass Iran nach dem Scheitern der Konfliktparteien auf dem Schlachtfeld und den darauf folgenden Verhandlungsaufforderungen der Vereinigten Staaten – unter Vermittlung Pakistans – Gesprächen zur Beendigung des Konflikts auf Grundlage eines vorgeschlagenen Rahmens zugestimmt hat. [Diese Zustimmung war später widerrufen worden wegen der fortgesetzten Blockade iranischer Häfen und Waffenstillstandsverletzungen Israels im Libanon.]

Die iranische Delegation führte demnach langwierige Verhandlungen und vertrat dabei trotz tiefen Misstrauens gegenüber den Vereinigten Staaten entschieden die Positionen ihres Landes. Laut der Erklärung scheiterten die Gespräche letztlich, weil die Gegenseite zusätzliche Forderungen stellte, die Iran ablehnte und darauf bestand, in seinen Kernpositionen keine Kompromisse einzugehen. Die Fortsetzung der Verhandlungen wurde daher verschoben, bis die Gegenseite ihre Position an die Realitäten auf dem Schlachtfeld anpasst.

In der Erklärung hieß es außerdem, dass kürzlich über pakistanische Vermittlung neue Vorschläge eingegangen seien, die derzeit geprüft würden; eine Antwort stehe noch aus. Das iranische Verhandlungsteam werde in Bezug auf nationale Interessen keine Zugeständnisse machen und weiterhin die Rechte und Opfer des iranischen Volkes verteidigen.

‚Eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Zustimmung Irans zu einem vorübergehenden Waffenstillstand war die Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten, einschließlich des Libanon. Doch das zionistische Regime hat diese Bedingung von Anfang an mit brutalen Angriffen auf den Libanon und die Hisbollah verletzt‘, hieß es weiter.

In der Erklärung wurde zudem ausgeführt, dass das zionistische Regime auf Drängen Irans einem Waffenstillstand im Libanon zugestimmt habe. Es wurde vereinbart, dass die Straße von Hormus – sofern der Waffenstillstand vom Feind an allen Fronten eingehalten wird – vorübergehend und unter Auflagen nur für Handelsschiffe, nicht aber für Militärschiffe oder zivile Schiffe feindlicher Staaten, unter der Kontrolle und mit Genehmigung der iranischen Streitkräfte und auf von Iran festgelegten Routen geöffnet werden soll.

Da der Großteil der logistischen Unterstützung für US-Militärbasen im Persischen Golf über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erfolgt und dies eine Bedrohung für die nationale Sicherheit Irans und der Region darstellt, betonte der Nationale Sicherheitsrat (SNSC), dass Iran entschlossen sei, die Überwachung und Kontrolle des Transits durch die Straße bis zum endgültigen Kriegsende und der Etablierung eines dauerhaften Friedens aufrechtzuerhalten.

Diese Kontrolle werde durch die Erfassung vollständiger Informationen von passierenden Schiffen, die Ausstellung von Transitzertifikaten gemäß den von der Islamischen Republik Iran erlassenen und den Kriegsbedingungen entsprechenden Vorschriften sowie die Zahlung entsprechender Gebühren für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Sicherheit, Schutz und Umweltschutz sowie der Nutzung der von Iran festgelegten Routen ausgeübt.

Die Erklärung hob ferner hervor, dass die Islamische Republik Iran jeden Versuch des Gegners, den Schiffsverkehr zu behindern oder Maßnahmen wie eine Seeblockade zu verhängen, als Verstoß gegen den Waffenstillstand betrachten und selbst eine eingeschränkte und bedingte Öffnung der Straße von Hormus verhindern werde.

Das Sekretariat erinnerte schließlich an die Empfehlungen des Führers der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyed Mojtaba Khamenei, und betonte, dass für die vollständige Festigung der militärischen Erfolge und den Erfolg in der Diplomatie die fortgesetzte Präsenz des iranischen Volkes im öffentlichen Raum, die volle Wachsamkeit an allen Fronten und die Wahrung der nationalen Einheit durch Beamte, Medien sowie soziale und politische Aktivisten unerlässlich seien.“

Ausnahmsweise zutreffend ist die Feststellung in einem Artikel des Wall Street Journals. Darin stellen die Autoren fest, was ich in meinen Büchern immer wieder erkläre: Je größer der Druck von Außen, desto größer die Rolle, welche die Falken im Iran spielen.

Die USA und Israel begannen den Krieg in der Hoffnung, durch die Tötung hochrangiger iranischer Funktionäre – angefangen mit Mojtabas Vater, Ali Khamenei – die Voraussetzungen für einen Regimewechsel oder zumindest für die Entstehung von Führern zu schaffen, die eher bereit sind, den Interessen Amerikas und Israels entgegenzukommen. In einer Ansprache an die Nation einen Monat nach Kriegsbeginn bezeichnete Präsident Trump die neue Führung als ‚vernünftiger‘.

Stattdessen wird das entstandene Machtvakuum von radikalen neuen Führern gefüllt, die weder im Inland noch im Ausland großes Interesse an politischen Kompromissen gezeigt haben.

‚Der Krieg hat das Regime verändert – und zwar nicht zum Guten‘, sagte Danny Citrinowicz, ehemaliger Leiter der Iran-Abteilung des israelischen Militärgeheimdienstes. ‚Wir haben eine Realität geschaffen, die schlimmer ist als die, mit der die Iraner vor dem Krieg konfrontiert waren.‚“

Jeder der die Situation im Iran kannte, wusste, dass die „Young Turks“ radikaler sein werden, als ihre Väter. Es hat den Anschein, als ob man diese Radikalisierung fördern wollte, um daraus die Rechtfertigung für einen Vernichtungskrieg zu ziehen.

Schon seit Jahren ist bekannt, dass eine neue Generation von Radikalen mit den Hufen scharrt, um die sozialrevolutionären Ideen der Revolution von 1979 neu zu beleben und den Einfluss klerikaler, religiöser „Zauderer“, wie sie sagen, zurückzudrängen. Für viele „moderate“ Iraner waren diese Radikalen einerseits eine Bedrohung der politischen nachrevolutionären Ordnung, mit der sie sich arrangiert hatten, und zunehmend Einfluss nahmen, andererseits die Kräfte, welche die Souveräntität des Landes verteidigten. Die Tatsache, dass heute viele Frauen ohne Hijab durch Teheran laufen, ist nicht nur ein Zeichen der Verwestlichung, sondern ein Hinweis, dass religiöse Tendenzen zugunsten von sozialrevolutionären zurückgedrängt werden. Einige der lautesten Protestler gegen die angreifenden Länder USA und Israel trugen kein Kopftuch.

Hormus: Erste dauerhafte Meerengengebühr seit 1857

Shanaka Anslem Perera schreibt eine interessante Interpretation des Vorgangs um die Straße von Hormus.

„Dies ist kein gescheiterter Waffenstillstand. Es handelt sich um die erste dauerhafte Meerengengebühr seit dem Ende der dänischen Sundabgaben im Rahmen des Kopenhagener Übereinkommens vom 14. März 1857. 428 Jahre lang hatten dänische Kanonen in Helsingør jedes Schiff, das die Ostsee befuhr, mit Gebühren belegt und bis zu zwei Drittel der dänischen Staatseinnahmen generiert. Die Welt zahlte Dänemark 33,5 Millionen Rigsdaler, um diese Praxis zu beenden. Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) verankerte später die freie Durchfahrt durch die Meerenge im Gesetz. 169 Jahre globaler Seehandelsordnung beruhen auf dieser Regelung. Der Iran demontiert sie nun in Echtzeit und verlangt die Demontagegebühr in Yuan.

Laut Lloyd’s List Intelligence nutzt seit dem 13. März jedes freigegebene Schiff einen einzigen Korridor der Revolutionsgarden (IRGC) zwischen den Inseln Qeshm und Larak, eskortiert von IRGC-Lotsenbooten. Schiffe übermitteln ihre IMO-Nummer, Ladung, Besatzung, Eigentümer und Zielort, bevor die Freigabecodes über UKW-Funk erteilt werden. Laut Bloomberg beläuft sich die Gebühr auf bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Reise. Laut Lloyd’s List wurden mindestens zwei Zahlungen in chinesischen Yuan über die Kunlun Bank via CIPS, außerhalb von SWIFT, abgewickelt. Laut TRM Labs werden auch Kryptowährungen akzeptiert. Das iranische Parlament verabschiedete am 30. und 31. März den Managementplan für die Straße von Hormus, der Gebühren in Rial, Yuan und digitalen Währungen festlegt. [Anmerkung: Das Gesetz wurde noch nicht verabschiedet, sondern die Nationale Sicherheitskommission (Sicherheitsausschuss des Parlaments) hatte den Plan genehmigt. Eine Umsetzung in ein Gesetz steht noch aus.] …

Betrachten wir nun den 18. April unter diesem Gesichtspunkt. Der Kommandeur der Revolutionsgarden, Ahmad Vahidi, ist der Mann, den Atalayar, Fox News, Iran International, FDD und die Jerusalem Post als die eigentliche Entscheidungsgewalt Teherans bezeichnen. Er ist nicht der Strippenzieher im Hintergrund. Er ist der Finanzchef der Hormus-Mautgesellschaft. Araghchis Wiedereröffnung am 17. April gefährdete seine Einnahmen. Die Schüsse vom 18. April beseitigten diese Bedrohung. Ghalibaf und Araghchi sind nur diplomatisches Theater. Vahidi ist der Buchhalter, und Buchhalter unterzeichnen keine Verträge, die ihren Cashflow auf null reduzieren. (…)

Wenn der Hormuz-Managementplan vor dem 1. Juli die Prüfung durch den Wächterrat passiert, hat das Dollar-System dauerhaft einen wichtigen Engpass verloren…. Wenn die Revolutionsgarden die Maut vor dem 30. Juni unter jeglichem Rahmenwerk aufgeben, ist die These hinfällig. … 169 Jahre kostenlose Durchfahrt durch die Meerenge. Endete an einem Samstag im April. Bezahlung in Yuan.“

Update um 20 Uhr

Ein hochrangiger Minister der Vereinigten Arabischen Emirate bezeichnet die Schließung der Straße von Hormus als „Wirtschaftsterrorismus“, ohne den Angriffskrieg gegen den Iran zu erwähnen.

Ein hochrangiger Minister der Vereinigten Arabischen Emirate hat sich der Eskalationsrhetorik der USA angeschlossen und die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus gefordert. Er bezeichnete deren Schließung als „Wirtschaftsterrorismus“. Gegenüber dem „Indian Express“ erklärte Saeed Bin Mubarak al-Hajeri, die Krise sei Teil einer umfassenderen Konfrontation mit dem Iran und forderte, dass jede Lösung weit über einen einfachen Waffenstillstand hinausgehe.

Der Minister betonte, eine Einstellung der Kampfhandlungen allein reiche nicht aus. Er drängte auf eine weitreichende Lösung, die das gesamte Spektrum der iranischen Fähigkeiten abziele, einschließlich der Raketen- und Drohnenprogramme, der Nuklearaktivitäten und der regionalen Verbündeten. Diese Äußerungen spiegeln Washingtons langjährige Agenda wider, Teherans militärische, strategische und regionale Kapazitäten vollständig zu zerschlagen. (Quelle)

Israelische Soldaten gestehen unvorstellbare Kriegsverbrechen

Israelische Soldaten haben der Haaretz von Verbrechen, die sie in Gaza begangen oder gesehen haben, erzählt. Da nun der Südlibanon das Ziel der IDF ist, muss man darüber sprechen, auch weil es nicht das erste Mal ist, dass Soldaten den Mut haben, über diese Verbrechen zu berichten. Eine Menschenrechtsorganisation, Breaking the Silence, basiert auf solchen Soldaten.

Eine Soldatin berichtet, ihre Einheit hätte grundlos auf fünf vorbeilaufende unbewaffnete palästinensische Zivilsten geschossen, vier wurden auf der Stelle ermordet, einer überlebte. Er wurde fast nackt, gefesselt und mit verbundenen Augen in einen Käfig gesperrt. Nachts ging eine Gruppe von Soldaten hin, einer habe den Penis rausgeholt und auf ihn uriniert, während die anderen lachten.

Ein anderer Soldat berichtet, wie er ohne jede Gefahr sein Maschinengewehr auf einen älteren Mann mit drei Kindern geleert. Als der Kommandeur zum Ort kam, spuckte er auf die Leichen und nannte sie „Hurensöhne“.

Ein weiterer Soldat berichtet, er sei mit seinem Offizier auf einen unbewaffneten palästinensischen Zivilisten gestoßen, der die Hände gehoben hatte. Der Offizier ging zu ihm und erschoss ihn grundlos. Als die Drohnenaufnahmen den Mord zeigten, sagte ein älterer Soldat, dass das Mord sei, doch es wurde gemeldet als „Terrorist eliminiert“.

Ein anderer beschreibt, wie Soldaten „einfach Freude an der Zerstörung“ gehabt hätten und Besitztümer getöteter Palästinenser, die sie alle als „Nazis“ bezeichneten, stahlen.

Er sagt, sie hätten „Elektrogeräte, Goldketten, Bargeld, alles“ gestohlen und es als „Segen“ bezeichnet, von Palästinensern zu stehlen.

Keiner dieser Soldaten wurde jemals zur Rechenschaft gezogen, obwohl sie ihre Taten öffentlich gestanden haben. (Zusammenfassung des o.g. Artikels durch @ju-khatib)

Iran soll Pakistan als mögliches Land für die Übernahme des angereicherten Urans nennen

Das berichtet der , der es von Al Arabiya übernahm. Dort erklärte eine „pakistanische Quelle“, dass Teheran den Vorschlag gemacht habe, das iranische Uran an Pakistan zu übergeben. „Beobachter weisen darauf hin, dass ein solcher Transfer eine bedeutende Entwicklung in der regionalen Nukleardiplomatie darstellen und wahrscheinlich weitreichende internationale Garantien und Aufsicht erfordern würde.“ Was allerdings übertrieben erscheint. Denn Stunden vor dem letzten Angriff der USA gegen den Iran hatte ein omanischer Vermittler bereits erklärt, dass der Iran bereit war, das angereicherte Uran abzugeben, was später von einem britischen Diplomaten bestätigt worden war. Ganz offensichtlich ist die „Atomfrage“ nur vorgeschoben, ähnlich wie die „Massenvernichtungswaffen“ im Krieg gegen den Irak.

Die Auslöschungsdoktrin im südlichen Libanon wird offiziell bestätigt.

Das israelische Militär gibt an, das von seinen Streitkräften im Südlibanon besetzte Gebiet ausgeweitet zu haben. Fünf Divisionen und Marineeinheiten seien südlich davon stationiert, während die weitverbreitete Zerstörung der Infrastruktur unter dem Vorwand der „Beseitigung von Bedrohungen für Siedlungen im Norden“ fortgesetzt werde.

Das ist exakt die gleiche Politik wie während der Nakba 1948. ALLES zerstören, auf den Trümmern zionistische Siedlungen bauen. Dazu gehört auch die Zerstörung muslimischer und christlicher Zeichen und Denkmäler.

Die USA verschärfen ihre Marineoffensive gegen den Iran

Während Trump Berichten zufolge Schiffe mit Verbindungen zum Iran in internationalen Gewässern beschlagnahmen will. Laut dem Wall Street Journal werden US-Streitkräfte tatsächlich Öltanker und Handelsschiffe nicht nur im Persischen Golf, sondern auf allen globalen Schifffahrtsrouten ins Visier nehmen, wie Trump bereits angekündigt hatte. Dies bedeutet eine deutliche Ausweitung der illegalen Seeblockade Washingtons.

Dieser Schritt erfolgt, während Trump seine Bemühungen verstärkt, die iranische Wirtschaft durch eine umfassende Seeblockade der Häfen zu strangulieren. Hunderte von Schiffen, die mit dem iranischen Ölhandel in Verbindung stehen, sollen weltweit operieren, viele von ihnen beliefern wichtige Märkte wie China. Indem Washington die Operationen weit über Westasien hinaus ausdehnt, signalisiert es seine Absicht, diese lebenswichtigen Versorgungsrouten überall dort zu unterbrechen, wo sie verkehren, und wiederholt damit Taktiken, die bereits gegen Venezuela angewendet wurden. Die Eskalation folgt auf tagelange zunehmende Spannungen um die Straße von Hormus, wo der Iran gegen US-Beschränkungen vorgegangen ist und vor weiteren Vergeltungsmaßnahmen gewarnt hat.

Darüber hinaus erneuert Donald Trump die Drohung die Kraftwerke des Iran und Brücken zu zerstören, falls Teheran sich nicht den Forderungen der USA in den kommenden Verhandlungen in Pakistan unterwirft. Die Frage ist, warum er es Verhandlungen nennt.

Die iranische Antwort kam prompt

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei: „Die sogenannte ‚Blockade‘ iranischer Häfen und Küste durch die Vereinigten Staaten ist nicht nur ein Verstoß gegen den von Pakistan vermittelten Waffenstillstand, sondern auch rechtswidrig und kriminell. Sie verstößt gegen Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta und stellt einen Akt der Aggression gemäß Artikel 3 Buchstabe c der Resolution 3314 (1974) der UN-Generalversammlung dar, der die Blockade von Häfen und Küsten eines Staates ausdrücklich zu diesen Akten zählt. Darüber hinaus stellt sie durch die vorsätzliche Kollektivbestrafung der iranischen Bevölkerung ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.“ Sachlich richtig, prägnant und nicht zu widerlegen. Selbst die US-Zeitung The Nation stellt fest: „Nur eine Seite hat ganz klar das Gesetz in der Straße von Hormus gebrochen, und das ist nicht der Iran“.

Aber da Israel und die USA das Völkerrecht als für sie selbst nicht verbindlich betrachten, und der Rest der Welt nur zuschaut, bleibt nur die kinetische Antwort, d.h. der Krieg wird weitergehen. Die Haltung der iranischen Regierung ist eindeutig: So lange die USA die Blockade der iranischen Häfen und das Aufbringen von Schiffen mit iranischem Öl praktizieren, bleibt die Straße von Hormus geschlossen. D.h. es liegt ganz alleine an Donald Trump, die Weltwirtschaft zu strangulieren, oder nicht.

USA „erlauben“ Russland Öl zu verkaufen

Die USA haben bei dem Versuch, den Ölpreis zu kontrollieren, erklärt, dass russisches Öl, dass sich „in transit“ befindet, für die nächsten dreißig Tage nicht von den Sanktionen der USA betroffen seien. Dies bedeutet, dass Russland mit „Erlaubnis“ der USA in den nächsten Wochen 12 Milliarden US-Dollar einnehmen „darf“.

Schickt China Marine um chinesische Schiffe zu beschützen?

Der Military Summary Channel behauptet in seinem brandneuen Video „China Deploys Fleet to the Strait“ (MS 2026.4.19, vor wenigen Stunden hochgeladen), China schicke die 48. Eskort-Flotte (Zerstörer Tangshan, Fregatte Daqing, Versorger Taihu) „in Richtung Golf von Oman / Straße von Hormuz“, um chinesische Tanker zu schützen. Das wird dort als Fakt dargestellt. Wird aber nicht offiziell bestätigt.

Bodeninvasion wie in Syrien mit Terrorgruppen gegen Iran?

Die Behauptung – dass die USA Tausende Terroristen aus Syrien in die Republik Aserbaidschan, den Irakisch-Kurdistan und Pakistan gebracht, sie bewaffnet und für einen sofortigen Einmarsch nach Iran nach dem Krieg zum Sturz der Islamischen Republik vorbereitet hätten – wird einem iranischen Universitätsprofessor und ehemaligen Botschafter Irans in Jordanien, Mostafa Moslehzadeh, zugeschrieben. Sie kursiert seit Mitte April 2026 auf der Plattform X (ehemals Twitter) und wird dort als Zitat verbreitet. Dies ist unbestätigt. Es gibt jedoch aus „seriösen“ Quellen Berichte über US-Unterstützung für kurdische Oppositionsgruppen im Iran (wie die KDPI oder PAK), die im Rahmen des Konflikts „Druck auf Teheran ausüben“ sollen – jedoch ohne jeden Bezug zu einem systematischen Transfer von „Terroristen aus Syrien“ in die genannten Länder. Vielleicht weil es ja keine „Terroristen“ gibt, wenn sie westlichen Zielen dienen, sondern nur „moderate Rebellen“.

Somalia jetzt verbündet mit Jemen gegen Israel?

Diplomatischer Bluff oder eine neue Realität. Somalia droht mit Einschränkung des Zugangs zur Bab-el-Mandeb-Straße. Damit würde sich die Meeresenge am roten Meer im Würgegriff der Houthis und Somalis befinden. Gibt es geheime Absprachen? „Jedes Land, das sich in die inneren Angelegenheiten Somalias einmischt und dessen territoriale Integrität und Souveränität gefährdet, wird Konsequenzen zu spüren bekommen, einschließlich möglicher Einschränkungen des Zugangs zur Bab-el-Mandeb-Straße“, betonte der ständige Vertreter Somalias bei der Afrikanischen Union, Abdullahi Warfa.

Der Diplomat nannte nicht, auf welche Länder er sich bezieht. Laut der Website Baidoa Online richten sich die Aussagen jedoch wahrscheinlich in erster Linie gegen Israel, das die halbautonome Region Somaliland Ende letzten Jahres als unabhängigen und souveränen Staat anerkannt hat. Von Somalia alleine droht keine reale Gefahr. Die Houthis des Jemens haben die Fähigkeit (Drohnen, Raketen, Boote), Somalia nicht. Sollte sich die Drohung mit jemenitischen-Aktivitäten überschneiden, könnte die Lage eskalieren.

Es war fast zu erwarten.

Nach erneuten Drohungen durch Donald Trump sagt der Iran die nächste Runde von Gesprächen vorläufig ab.

Meldet Mario Nawfal und AJENews. Die Begründung:

  • Washingtons Forderungen werden als „überzogen und unrealistisch“ bezeichnet.
  • Die USA ändern ihre Position ständig und widersprechen sich zwischen den Verhandlungsrunden.
  • Die andauernde Seeblockade wird als Verstoß gegen den Waffenstillstand angesehen; Verhandlungen unter diesen Bedingungen sind für Teheran ausgeschlossen.

Der Iran fordert die Aufhebung der Blockade, bevor er zu neuen Verhandlungen bereit ist.

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇


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50. Tag im Angriffskrieg gegen den Iran- Tageszusammenfassung

49. Tag im Angriffskrieg gegen den Iran und Libanon – Waffenstillstand

48. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran und Libanon

47. Tag im Angriffskrieg von Israel und USA gegen Libanon und Iran – Blockade

46. Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran – Zerstörung Libanons

45. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran – US-Blockade?

44. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran – Verhandlungen gescheitert

43. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran – Verhandlungen starten

42. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran, Atempause

41. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran

40. Tag im US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran: 14-Tage Waffenruhe von Trump und Iran verkündet

39. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran

38. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran

37. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran

Links zu den weiteren Ticker-Artikel finden sich am Ende des 37. Tages

11 Kommentare

  1. Daisy 20. April 2026 um 5:48 Uhr - Antworten

    Jeffrey Sachs: Isr. will keine Feuerpause und keine Verhandlungen. Isr. will die vollständ. Zerstörung des Iran. Das erkläre zum Teil die Unverständlichkeit der Ereignisse. Plan kann es keinen geben, dafur sei alles zu konfus.
    Der Iran wird sich den Maximalforderungen der USA nicht beugen. Ein weiteres Problem sieht Sachs, dass es an einer Einzelperson liegt, die nicht ganz dicht ist (Größenwahn usw.). Es wäre so gewesen, dass N. Trump geködert hat. Vance sagte, er sei dagegen, unterstütze aber den Präsidenten. Trump setzte sich mehr oder weniger im Alleingang durch.

    Sachs analysiert dann Trump und konstatiert, dass er scheinbar verrückt ist.

    YT WeltAnalyse
    Der Kongress schweigt. Wer trifft in den USA wirklich die Entscheidungen? – Jeffrey Sachs

    • Daisy 20. April 2026 um 5:58 Uhr - Antworten

      Amerika muss eine multipolare Welt anerkennen und in Zukunft auf Augenhôhe mit den anderen Großmächten verhandeln.

  2. Varus 20. April 2026 um 4:07 Uhr - Antworten

    China schicke die 48. Eskort-Flotte (Zerstörer Tangshan, Fregatte Daqing, Versorger Taihu) „in Richtung Golf von Oman / Straße von Hormuz“, um chinesische Tanker zu schützen. Das wird dort als Fakt dargestellt. Wird aber nicht offiziell bestätigt.

    Ich habe es in einem gestrigen Rutube-Podcast gehört – die Schiffe sollen östlich von Hormus chinesische Tanker sichern.

    • Daisy 20. April 2026 um 5:55 Uhr - Antworten

      Das Ganze wird immer schlimmer. Man sollte Trump zum Doktor schicken. Da Vance Vice ist, kônnte er ihn vertreten und den Irrsinn stoppen. Amerika wird dann nachgeben müssen. Und der Irre da unten sollte nicht mehr unterstützt werden = keine Waffen und auch Aussetzung des Handels, damit es das „Volk“, das fast zur Gänze hinter ihm steht, auch kapiert.

  3. Daisy 19. April 2026 um 11:39 Uhr - Antworten

    Something completeley different…Wenn der Karren verfahren ist, macht man was anderes. Möglicherweise erhält Trump bald Unterstützung von Außerirdischen? UFOs: Trump öffnet die geheimen Akten….
    Für seinen Vice sind es Dämonen, lt. Däniken aber wurden sie als Götter verehrt. Weitere Interessenten verlangen Artefakte…sehr spannend.

    Mein Blick ins Glas sagt mir, es wird bald eine Friedensvereinbarung geben. Lt. Trump sind die Perser alle sehr intelligente Leute, ganz großartig usw.

    • Daisy 19. April 2026 um 13:29 Uhr - Antworten

      Tipp:
      YT
      mym by Simo
      „Merz und Trump werden es NIE überleben“ (Wolff warnt)

      Er sagt ganz klar, wer die Hintermänner sind. Amerika wird sehr stark von zionistischen Milliardären beherrscht und S@tanjahu…

      Weiters scheint es offenbar der Plan, dass der Krieg nicht aufhört. Die Energiekrise ist gewünscht. Auch der Iran-Krieg scheint dem Great Reset zu dienen.

      Ebenso ist man entsetzt, dass 80% der Isr. die „Politik“ N.s unterstützt. Wolff sieht nur die Alternative einer Revolution und Neugestaltung.

      Ja, dass nur wenige Superreiche, die zumeist einen festen Klopfer haben, die ganze Welt beherrschen, muss beendet werden. Chance: gering. Die meisten Menschen schlafen noch immer und kommt es zu Krisen und Engpässen, s. Corona…

      • Daisy 19. April 2026 um 19:43 Uhr

        Seine Exzellenz hat jüngst in einer Ansprache eingeflochten, wenn er nach Venezuela ginge, würde eine klare Mehrheit ihn dort zum Präsidenten wählen. Er müsse nur Spanisch lernen…

        Aber das macht er wahrscheinlich alles, um die Märkte zu stsbilisieten….;-)

      • Daisy 19. April 2026 um 19:45 Uhr

        Oh, das gehört unter Varus als Antwort. :-)

    • Varus 19. April 2026 um 16:34 Uhr - Antworten

      Mein Blick ins Glas sagt mir, es wird bald eine Friedensvereinbarung geben.

      Ich glaube schon, dass der Trumpigste „Arzt“ aller Zeiten bald damit prahlt, im Alleingang den Krieg gegen UFOs beendet zu haben. Wie Götter nun mal Wunder bewirken.

      • Daisy 19. April 2026 um 19:47 Uhr

        verklickt, s.o.
        Wahrscheinlich hat man ihm die schlechten Umfragewerte bekanntgegeben, dass er jetzt in Venezuela Präsident werden möchte…:-)

  4. therMOnukular 19. April 2026 um 11:09 Uhr - Antworten

    Als fröhlicher Einstieg in den neuen Tag, gleich nochmal:

    „This is Iranian sepan, the Strait of Hormuz is still closed. We will open it by the order of our leader Imam Khamenei, not by the tweets of some idiot“…….
    (Hier spricht die iranische Marine, die Straße von Hormus ist noch geschlossen. Wir werden sie auf Anordnung unseres Anführers Imam Khamenei wieder öffnen, aber nicht wegen Tweets von irgendeinem Trottel)

    Funkspruch der iran. Marine bei einen unerlaubten Durchfahrtsversuch.

    Zum Ernst der Lage:
    „Jeder der die Situation im Iran kannte, wusste, dass die „Young Turks“ radikaler sein werden, als ihre Väter. Es hat den Anschein, als ob man diese Radikalisierung fördern wollte, um daraus die Rechtfertigung für einen Vernichtungskrieg zu ziehen.“

    Natürlich war das Teil des Plans B, falls das mit dem Schah nicht klappt. Problem für die USA ist aber, dass das sogar die iranischen Falken wissen und begreifen.
    Der Iran hat sich seit den 80ern nicht besonders radikalisiert, sondern im Kern seinen Kurs des ersten Ayatollahs fortgesetzt, von ihm ja auch die erste Fatwah über die Negation von Massenvernichtungswaffen inkl A-Bomben. Dabei hätten sie allerlei Gründe („Sanktionen“ und Mordanschläge auf hohe Vertreter des Staates/Militärs) dafür gehabt. Und derzeit braucht sich auch kein Imam große Sorgen um seinen Rückhalt in der Bevölkerung machen, da sogar die Kritiker im Iran sagen es wäre ein internes Problem, das man später unter sich ausmachen werde, nachdem man den äußeren Feind besiegt hat.

    „What can the US do now?“
    Scott Ritter „They could drop some 2000 troops from our 82nd elite airborne division to jump out of the plane and die“
    So in etwa könnte es ablaufen. Wir werden es bald erfahren, die Nazionisten können die nächste Runde kaum erwarten.

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