Seit Jahrzehnten wiederholt die Gesundheitsbehörde dasselbe Mantra: „Lassen Sie sich impfen — die Grippeimpfung rettet Leben.“ Jedes Jahr im Herbst beginnt die mediale Kampagne. Apotheken, Arztpraxen, Betriebsärzte — alle trommeln für den Pieks.
Die Botschaft ist so eingeschliffen, dass kaum jemand noch die grundlegendste aller Fragen stellt: Sterben tatsächlich weniger Menschen an Grippe, seit wir massenhaft impfen? Die Antwort, die in den Daten verborgen liegt, ist unbequem. Sehr unbequem. Ausführlich damit auseinandergesetzt hat sich Jonathan Engler in seinem Beitrag „The Flu Vaccine Narrative and the Missing Drop in Mortality“von Sanity Unleashed auf Substack, der die Diskrepanz zwischen Impfpropaganda und Mortalitätsstatistiken detailliert dokumentiert.
Was die Sterblichkeitsdaten wirklich zeigen
Wer die rohen Zahlen betrachtet — nicht die modellierten Hochrechnungen der Behörden, sondern das, was tatsächlich auf Totenscheinen steht — stößt auf einen bemerkenswerten Befund:
Die grippebedingte Mortalität zeigt keinen sinkenden Trend, der mit der Ausweitung der Impfkampagnen korrelieren würde. Im Gegenteil.
In den USA lag die Durchimpfungsrate in den 1980er-Jahren bei etwa 10–15 % der Bevölkerung. Heute liegt sie, je nach Saison, bei 40–50 %, bei Senioren sogar über 65 %. Wenn die Impfung so wirksam wäre, wie behauptet, müsste sich das in einem dramatischen Rückgang der Grippetoten niederschlagen.
Tut es nicht.
Die offiziellen CDC-Daten zur Pneumonia and Influenza Mortality (P&I) zeigen über Jahrzehnte hinweg eine bemerkenswert flache Kurve — mit den üblichen saisonalen Ausschlägen, aber ohne erkennbaren Langzeittrend nach unten. Die Zahl der an „Influenza und Pneumonie“ Verstorbenen bewegt sich seit 40 Jahren in etwa demselben Korridor, völlig unabhängig davon, wie viele Menschen geimpft wurden.
Das ist nicht das, was man von einer angeblich lebensrettenden Intervention erwarten würde.
Studien, die das offizielle Narrativ untergraben
Mehrere unabhängige Untersuchungen haben diesen Widerspruch dokumentiert.
Eine Analyse aus dem Cochrane Database of Systematic Reviews — dem Goldstandard evidenzbasierter Medizin — kam bereits 2014 zu einem ernüchternden Ergebnis. Die Autoren um Tom Jefferson stellten in ihrer Übersichtsarbeit „Vaccines for Preventing Influenza in Healthy Adults“ fest:
„Grippeimpfstoffe haben nur eine sehr geringe Wirkung auf die Linderung von Grippesymptomen und die Verringerung der Ausfalltage in der Allgemeinbevölkerung, einschließlich schwangerer Frauen. Es wurden keine Hinweise auf eine Verringerung von Krankenhausaufenthalten, Komplikationen oder der Sterblichkeit gefunden.“
Keine Evidenz für eine Reduktion von Krankenhauseinweisungen, Komplikationen oder Todesfällen. Das ist nicht irgendeine Randmeinung — das ist Cochrane.
Eine 2018 in den Annals of Internal Medicine publizierte Studie, „Influenza Vaccine Effectiveness in the Elderly: No Decline in Mortality Despite Increased Vaccination Coverage“ (Wirksamkeit der Grippeimpfung bei älteren Menschen: Kein Rückgang der Sterblichkeit trotz erhöhter Durchimpfungsrate) untersuchte die Grippemortalität bei Senioren in Italien über 20 Jahre. Die Impfraten stiegen in diesem Zeitraum von unter 20 % auf über 60 %. Resultat: Kein messbarer Effekt auf die Sterblichkeit.
Die Autoren schrieben trocken:
„Trotz des erheblichen Anstiegs der Durchimpfungsrate war kein Rückgang der auf die Grippe zurückzuführenden Sterblichkeit zu beobachten.“
Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Zahlen lügen nicht. Sie zeigen einfach nicht das, was sie zeigen sollen.
Eine weitere Untersuchung von Simonsen et al., veröffentlicht im Archives of Internal Medicine (2005), analysierte die Influenza-bedingte Mortalität bei US-Senioren von 1968–2001 und fand, dass die Sterblichkeit trotz massiv gestiegener Durchimpfung zunahm — ein Befund, der bis heute nicht zufriedenstellend erklärt wurde.
Das Problem der „test-negativen“ Fall-Kontroll-Studien
Die offizielle Impfeffektivitätsforschung stützt sich fast vollständig auf das sogenannte test-negative design. Vereinfacht: Man nimmt Patienten mit grippeähnlichen Symptomen, testet sie, und vergleicht die Impfraten der Positiven mit denen der Negativen.
Dieses Design ist methodisch hochproblematisch — und zwar aus mehreren Gründen:
- Healthy-User-Bias: Geimpfte sind systematisch gesünder, gebildeter und wohlhabender als Ungeimpfte. Sie rauchen weniger, ernähren sich besser, gehen öfter zum Arzt. Der Effekt, den man der Impfung zuschreibt, ist in Wahrheit ein sozioökonomischer Selektionseffekt. Remschmidt et al. haben diesen Bias in einer 2015 in Eurosurveillance publizierten Analyse zur Grippeimpfung detailliert dokumentiert.
- Fehlklassifikation: Die Testung auf Influenza ist notorisch ungenau. PCR-Tests auf respiratorische Viren haben erhebliche falsch-positive und falsch-negative Raten. Wer „test-negativ“ ist, hat trotzdem oft eine andere Atemwegsinfektion — nur eben nicht Influenza.
- Zirkuläre Logik: Die Methode misst nicht „Verhindert die Impfung schwere Krankheit oder Tod?“, sondern nur „Verhindert sie einen positiven Test?“. Das ist nicht dasselbe.
Wenn man sich hundert Milliarden Dollar Impfkampagnien als Lösung für eine Pandemie kauft, die bei Ungeimpften nicht unterscheidbar verläuft, und wenn man dies nur durch die teuerste, umfangreichste Marketingkampagne aller Zeiten mit PCR-Surrogatparametern rechtfertigen kann, dann ist die sogenannte Wissenschaft, die dies stützt, einen zweiten Blick wert.
Wer profitiert?
Der globale Grippeimpfstoffmarkt wurde 2023 auf etwa $7,5 Milliarden geschätzt, mit Prognosen auf über $12 Milliarden bis 2030. Sanofi, GSK, Seqirus — das sind die großen Player. Für sie ist die jährliche Grippewelle ein verlässliches Geschäftsmodell.
Jedes Jahr wird ein neuer Impfstoff produziert, basierend auf WHO-Empfehlungen, welche Stämme in der kommenden Saison zirkulieren könnten. Die Trefferquote ist… sagen wir: bescheiden. In manchen Jahren liegt die Übereinstimmung bei unter 20 % der tatsächlich zirkulierenden Stämme.
Aber der Impfstoff wird trotzdem verimpft. Denn das Geld ist bereits geflossen.
Die WHO selbst hat erhebliche Interessenkonflikte. Die Global Influenza Surveillance and Response System (GISRS)-Labore werden großteils von denselben Pharmakonzernen finanziert, deren Produkte sie anschließend empfehlen. Die personellen Verflechtungen zwischen WHO-Gremien und Impfstoffherstellern sind in einer Untersuchung des British Medical Journal über die Intransparenz der WHO-Impfstoffempfehlungen von 2020 gut dokumentiert.
Die Mathematik der Nicht-Evidenz
Nehmen wir ein einfaches Gedankenexperiment:
Wenn ein medizinisches Produkt die Todesfälle um, sagen wir, 30 % senken würde (was oft behauptet wird), und die Durchimpfungsrate steigt von 15 % auf 50 %, dann müsste die absolute Sterblichkeit um etwa 10–15 % sinken. Das ist keine statistische Spitzfindigkeit, die in einer komplexen Modellierung verschwindet — das ist ein Effekt, den man mit bloßem Auge in den Rohdaten sehen müsste.
Man sieht ihn nicht.
Stattdessen sieht man: Die Kurve der Grippetoten pro 100.000 Einwohner in den USA vor 1990 ist praktisch deckungsgleich mit der Kurve nach 2010 — trotz verdreifachter Impfquote.
Kinder, Senioren und die besonders Beworbenen
Besonders aggressiv wird die Grippeimpfung für zwei Gruppen beworben: Kinder unter 5 und Senioren über 65. Für beide Gruppen ist die Evidenzlage besonders dünn.
Eine 2012 im Lancet Infectious Diseases publizierte Meta-Analyse von Osterholm et al., „Efficacy and Effectiveness of Influenza Vaccines: A Systematic Review and Meta-Analysis“ (Wirksamkeit und Effektivität von Grippeimpfstoffen: Eine systematische Übersicht und Metaanalyse) fand für Kinder impfstoffspezifische Wirksamkeitsraten von etwa 30 % für die attenuierte Lebendvakzine und noch weniger für die inaktivierte — und das nur für laborbestätigte Influenza, nicht für klinisch relevante Endpunkte wie Hospitalisierung oder Tod. Die Zahl der Number Needed to Vaccinate (NNV), um einen einzigen Fall grippeähnlicher Erkrankung zu verhindern, liegt je nach Saison im dreistelligen Bereich.
Bei Senioren ist die Datenlage noch prekärer. Die Immunoseneszenz — die altersbedingte Schwäche des Immunsystems — führt dazu, dass die Impfstoffantwort bei genau der Gruppe, die am meisten geschützt werden soll, am schwächsten ausfällt. Ghendon et al. zeigten im Journal of Virology, dass die Antikörperantwort bei Über-65-Jährigen oft um den Faktor 2–4 niedriger ist als bei jungen Erwachsenen.
Trotzdem wird genau diese Gruppe jedes Jahr mit Nachdruck zur Impfung gedrängt. Die Botschaft ist simpel: „Für Sie ist es besonders wichtig!“ Die Evidenz sagt: „Für Sie wirkt es besonders schlecht.“
Internationale Perspektiven
Der Effekt — oder vielmehr: der Nicht-Effekt — ist kein amerikanisches Phänomen.
Eine 2022 publizierte japanische Untersuchung, abrufbar über das National Institute of Infectious Diseases Japan, analysierte die Influenza-assoziierte Übersterblichkeit über 20 Jahre. Japan hat eine der höchsten Grippeimpfraten unter Senioren weltweit, zeitweise über 70 %. Ergebnis: Kein statistisch signifikanter Rückgang der winterlichen Übersterblichkeit im Vergleich zu Perioden mit niedriger Impfquote.
Aus Europa berichtet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) regelmäßig, dass die gemessene Impfeffektivität „variabel“ sei und „in manchen Saisons niedrig“. Was sie nicht sagen: Selbst in den „guten“ Jahren verhindert die Impfung im Wesentlichen leichte, ambulante Fälle — nicht schwere Verläufe und nicht Todesfälle.
Die Diskrepanz zwischen dem Marketing und der Realität ist kein nationaler Ausreißer. Sie ist systemisch.
Der kognitive Drehtür-Effekt
Warum hält sich das Narrativ trotzdem so hartnäckig?
Ein Grund ist das, was die Risikoforscherin Gerd Gigerenzer „die Illusion der Gewissheit“ nennt. Eine jährliche Impfung gibt dem Einzelnen das Gefühl, etwas getan zu haben — unabhängig davon, ob das, was er getan hat, tatsächlich wirkt. Die Psychologie des Aktionismus ist mächtig.
Ein zweiter Grund ist strukturell: Die Institutionen, die die Impfung empfehlen, sind dieselben, die ihre Wirksamkeit evaluieren. Die Gesundheitsbehörden empfehlen nicht nur die Grippeimpfung — sie bewerten auch, wie gut sie funktioniert hat. Das ist, als würde Volkswagen die Abgaswerte seiner eigenen Fahrzeuge zertifizieren.
Und drittens: Die Medien reproduzieren die Behördenbotschaften weitgehend unkritisch. Ein Gesundheitsjournalist, der schreibt „Grippeimpfung senkt Sterblichkeit nicht“, bekommt keine Einladung mehr zur CDC-Pressekonferenz. Die Informationskaskade ist perfekt geschlossen.
Was wäre die Alternative?
Kein vernünftiger Mensch bestreitet, dass Influenza eine ernste Erkrankung sein kann, insbesondere für Menschen mit schweren Vorerkrankungen. Die Frage ist nicht: Ist Grippe gefährlich? Die Frage ist: Ist die Impfung die Antwort?
Was in der Debatte systematisch ausgeblendet wird, sind simple, evidenzbasierte Maßnahmen, die nachweislich Atemwegsinfektionen reduzieren:
- Vitamin-D-Supplementierung im Winter, wenn die endogene Synthese durch UVB-Mangel zusammenbricht. Die inverse Korrelation zwischen 25(OH)D-Spiegel und akuten Atemwegsinfektionen ist in dutzenden Studien belegt — darunter eine große Meta-Analyse von Martineau et al. im BMJ (2017), die einen protektiven Effekt zeigte, besonders bei Personen mit initialem Mangel. Auch bei TKp finden sich mittlerweile zig Berichte zu Vitamin D.
- Zink als kompetitiver Inhibitor der viralen Replikation in den oberen Atemwegen. Mehrere RCTs, zusammengefasst etwa in einer Meta-Analyse von Hemilä et al. (2017), zeigen eine Verkürzung der Erkältungsdauer um 30–40 % bei rechtzeitiger Einnahme.
- Händewaschen, Schlaf, Ernährung — die sogenannten „Low-Tech“-Interventionen, die in der öffentlichen Gesundheitskommunikation seltsamerweise immer nur als Nebensatz vorkommen, während die Impfung die gesamte Bühne einnimmt.
Keine dieser Maßnahmen hat ein Milliarden-Dollar-Marketing-Budget. Keine hat einen Lobbyverband in Washington oder Brüssel. Keine wird von der WHO in einer jährlichen Pressekonferenz empfohlen.
Das allein sollte zu denken geben.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
6 Kommentare
Nun, nachdem auch die althergebrachte (Txtimpfstoff) Grippeimpfung das Immunsystem schwächt (und natürlich aufgrund der rasch mutierenden Viren unwirksam ist), sage ich mal, ohne Impfung gäbe es weniger Txte. Diese Impfung Senioren zu verabreichen, deren Immunsystem ohnehin schwächelt, grenzt mMn schon an versuchten Mxrd. Denn a) schützt sie ja nicht und b) ruiniert sie das einzige, was hilft, das Immunsystem…
Vorschlag: Tauschen Sie das Wort „trotz“ mit „wegen“ beim Titel aus und alles ergibt einen Sinn – was ist die sogenannte „Grippe“: die unterschiedlichsten Entgiftungsformen verschiedener Menschen weltweit durch die toxisch-chemischen Substanzen, Nanopartikel, Nanotechnologie mit verschiedenen Beladungen durch mehrere verschiedene Substanzen, verschiedene Materialien, der Eine mehr der Andere weniger und je höher die Beladung ist, desto eher werden die Menschen daran sterben – und auch hier muss man unterscheiden zwischen akuter Toxizität und subchronischer/nach etwa 2-3 Monate oder chronischer/langsamer Toxizität/über 2-3 Monate hinaus > man kann also auch nach Jahren noch an einer oder mehreren Substanz(en)/Wirkstoff sterben ohne das irgendjemand noch einen Gedanken daran verschwendet…. Beispiel: „Wenn man also vor Jahren einen sogenannten „Impfstoff/schädigende, giftige Substanzen“ bekam und der eigene Organismus hat auf chronische Toxizität umgeschaltet, nun bekommt man nach Jahren wieder eine giftige Dosis – raten sie einmal was dann geschieht: BUUUUUUMM! …..kommt das dem Einen oder Anderen vielleicht bekannt vor….?
Tanken Sie 5 Prozent Milch zum Diesel zum Schutz vor Dieselviren.
Jeder Mensch hat selbst ein Hirn zum Denken!
Das halte ich für ein Gerücht.
Ein Hirn zu haben heißt noch lange nicht, selbst denken zu können…
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