
Der unsichtbare Schaden: Wie Trumps Iran-Politik die globale Versorgungsinfrastruktur zerstört
Die Bomben auf den Iran dominieren die Schlagzeilen. Doch die wahren Kosten dieses Krieges entfalten sich abseits der Kameras — in zerstörten LNG-Anlagen, leeren Heliumtanks und einer globalen Düngemittelkrise, die 2027 Hungersnöte ungeahnten Ausmaßes bringen wird. Zu befürchten sind verheerende Kaskadeneffekte, die durch den Krieg der USA verursacht werden.
Es gehört zu den Eigenheiten moderner Kriegsführung, dass die unmittelbaren Explosionen nur den geringsten Teil des Schadens ausmachen. Während Donald Trump am 15. Juli 2026 bereits die vierte Nacht aufeinanderfolgender Bombena- und Raketenangriffe gegen den Iran ankündigte und sich im Oval Office mit martialischer Rhetorik brüstete, spielten sich die wirklich folgenschweren Entwicklungen weitgehend unbeachtet ab — in geschlossenen Raffinerien, stillgelegten Gastrains und leeren Schwefelsäuretanks, deren Fehlen in zwölf bis achtzehn Monaten über Leben und Tod von Millionen Menschen entscheiden wird.
Oberstleutnant Daniel Davis, Veteran mehrerer Kampfeinsätze und Moderator des Formats Daniel Davis Deep Dive, sprach am 15. Juli mit Mike Adams, Gründer von Brighton Platforms und bekannt als Health Ranger, über genau jene unsichtbaren Kaskadeneffekte. Adams hat einen naturwissenschaftlichen Hintergrund (u. a. Labortests, Analytik) und betont immer wieder seine Fähigkeit, Daten und Studien kritisch zu prüfen.
Die Analyse der beiden Experten zeichnet das Bild eines Krieges, bei dem die USA nicht nur militärisch in einer strategischen Sackgasse stecken, sondern auch die fundamentalen Versorgungsketten der globalen Zivilisation durchtrennen — mit Folgen, die weit über Westasien hinausreichen und noch Jahre nachwirken werden, selbst wenn morgen ein Waffenstillstand unterzeichnet würde.
Die Asymmetrie der Geographie
Der strategische Kernkonflikt lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Straße von Hormus gehört geographisch dem Iran — und keine noch so massive Bombardierung wird daran etwas ändern.
Ex-CIA-Analyst Larry Johnson, den Davis unmittelbar vor der Sendung konsultierte, bringt die militärische Lage auf den Punkt: Von den rund tausend identifizierten Zielen im Iran seien die wirklich relevanten — jene, die die Kontrolle über die Straße von Hormus ermöglichen — ohnehin unterirdisch und damit für konventionelle Bombardirungen unerreichbar. Während die USA 80, 100 oder 130 Terrorangriffe pro Nacht fliegen, benötigt der Iran nur zehn allgemeine Ziele — die zehn US-Basen in der Region — um kontinuierlich Schaden anzurichten.
„Jeder Schlag trifft etwas, das für uns zählt“, fasst Davis die Asymmetrie zusammen. „Die Straße bleibt zu — und wir können nichts daran ändern.“
Mike Adams spitzt die Analyse mit einer denkwürdigen Metapher zu: „Trump führt Krieg gegen einen Leuchtturm.“ Es sei wie das alte Gleichnis vom Schlachtschiff, das den Leuchtturm auffordert, den Kurs zu ändern. Der Leuchtturm antwortet: „Ich bin ein Leuchtturm. Ihre Entscheidung.“ Die Geographie, so Adams, sei nicht verhandelbar. Die Straße von Hormus werde immer unter iranischer Kontrolle stehen — Punkt.
Die Konsequenz dieser geographischen Realität zeigt sich in nackten Zahlen: Am Tag vor der Diskussion — und das trotz der vollmundigen Ankündigungen von CENTCOM und Präsident Trump über „sprudelnde Ölexporte“ — hatte kein einziges Schiff den südlichen Korridor passiert. Nur eine Handvoll Tanker bewegte sich durch den von Iran autorisierten nördlichen Korridor.
Das Memorandum, das keines war
Am 27. Februar 2026 war die Straße von Hormus noch offen. 130 Schiffe passierten sie täglich — wie seit Jahrzehnten. Dann begannen die illegalen, völkerrechtswidrigen und unprovozierten US-Bombardementssowie Mordanschläge auf Spitzenpolitiker und Mädchenschulen mit ermordeten Kindern.
Es folgte ein hektisches Hin und Her: Bomben, eine Blockade, dann die Blockade der Blockade, schließlich ein Memorandum of Understanding (MOU). Paragraph 5 dieses MOU sah vor, dass der Iran die Straße für 60 Tage ohne Zollgebühren administriert — mit 30 Tagen Zeit zur vollständigen Wiedereröffnung. Hätte Washington einfach abgewartet, so Davis, wäre die Schifffahrt heute möglicherweise bereits zu 50 Prozent wiederhergestellt. Stattdessen bestand die US-Seite auf einem „südlichen Korridor um Oman“ — und zerstörte damit, was das MOU mühsam aufgebaut hatte.
Am 15. Juli erklärte der iranische Vizeparlamentssprecher das MOU schließlich für null und nichtig. Die von Trump am selben Morgen angekündigte 20-Prozent-Maut — die General Keith Kellogg auf Fox News kurzerhand in eine „Wartungsgebühr“ umetikettierte, weil Marco Rubio wenige Tage zuvor noch verkündet hatte, internationale Wasserstraßen dürften niemals mit Zöllen belegt werden — ist damit vollends zur Makulatur geworden.
Adams kommentiert die argumentative Schizophrenie mit beißender Ironie:
„Jedes Mal, wenn ich herzhaft lachen will, höre ich Marco Rubio Vorlesungen über internationales Recht halten. Erst sagt Trump, Iran könne die Straße nicht schließen — dann schließt er sie selbst. Erst sagt er, Iran dürfe keine Maut verlangen — dann verlangt er selbst eine. Das ist nicht Außenpolitik. Das ist eine Komödie mit tödlichem Ausgang.“
Die langen Schatten der Zerstörung
Was die Sendung von der üblichen Kriegsberichterstattung abhebt, ist die minutiöse Analyse der Second-Order-Effects — jener Folgeschäden, die sich erst in sechs, zwölf oder achtzehn Monaten voll entfalten werden.
LNG-Förderung in Katar: Drei bis fünf Jahre Reparaturzeit
Als Iran vor einigen Monaten Vergeltungsschläge flog, wurden zwei der vierzehn LNG-Trains im North Field (Las Rafaan) in Katar zerstört. Die offizielle Reparaturzeit laut Qatar Energy: drei bis fünf Jahre. Selbst bei einem sofortigen Friedensschluss wird die globale Gasversorgung also bis mindestens 2029 beeinträchtigt bleiben.
Ein dritter Versuch, eine weitere Gasförder-Anlage wieder hochzufahren, endete vor wenigen Wochen in einer verheerenden Explosion mit Todesopfern — offiziell ein Unfall, wie Katar mitteilte. Adams kommentiert trocken: „Wenn man solche Anlagen herunterfährt und dann die Lichter wieder einschaltet, will einfach alles explodieren. Die Drücke, die Strömungsdynamik, die Rohrleitungen — das ist extrem gefährlich.“
Aluminium-Verhüttung: Das Ende billiger Energie
Aluminiumschmelzen ist einer der energieintensivsten Industrieprozesse überhaupt. Genau deshalb konzentriert sich die globale Produktion in der Golfregion wo jahrzehntelang billiges Erdgas aus dem Las-Rafaan-Feld zur Verfügung stand. Ohne dieses Gas wird die Aluminiumproduktion unwirtschaftlich. Der Preis ist bereits auf über $3.500 pro metrische Tonne gestiegen — mit unmittelbaren Folgen für die Automobilindustrie, den Flugzeugbau, Tesla und die Herstellung medizinischer Geräte.
Helium: Kein Gas, keine Mikrochips, keine MRTs
China, der zweitgrößte Heliumproduzent der Welt, verhängte vor zwei Wochen ein Exportverbot. In Kombination mit den Lieferausfällen aus dem Persischen Golf bedeutet das: Kein Helium, keine Mikrochips. Die UV-Lithographie, mit der High-Bandwidth-Memory-Chips für die KI-Infrastruktur gefertigt werden, funktioniert ohne Helium schlicht nicht.
Adams warnt vor den Implikationen für Trumps wirtschaftliches Prestigeprojekt:
„Der KI-Infrastruktur-Boom — viele sagen, es ist eine Blase — hängt an der Fähigkeit, Mikrochips herzustellen. Ohne Helium keine Chips. Ohne Chips kein KI-Boom. Was passiert mit der Trump-Administration, wenn der Halbleitersektor kollabiert?“
Und dann ist da noch die medizinische Dimension, die kaum jemand auf dem Schirm hat: Sämtliche MRT-Geräte in amerikanischen Krankenhäusern benötigen Helium zur Kühlung der supraleitenden Magneten. Kein Helium, keine Magnetresonanztomographie. Adams, der ein eigenes Labor betreibt, hat im März vorsorglich einen Jahresvorrat an Helium gekauft — in großen Drucktanks, angeliefert per LKW mit Ladebordwand. „Vielleicht kommt die Regierung noch und beschlagnahmt es unter dem NDAA“, scherzt er gallig, bevor Davis ihn unterbricht: „Reden wir lieber nicht mehr darüber.“
Düngemittel: Die tickende Zeitbombe für 2027
Der vielleicht gefährlichste Kaskadeneffekt betrifft die globale Nahrungsmittelversorgung — ein Punkt, den auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in einer Stellungnahme vor wenigen Tagen bestätigte: „Die durch die Störung der Straße von Hormus verursachte globale Düngemittelknappheit wird zu geringeren Erträgen und einer Verknappung der Nahrungsmittelversorgung in der zweiten Jahreshälfte 2026 führen.“
Die FAO betont ausdrücklich: „Die Landwirtschaft funktioniert nach einem Erntekalender, der nicht verschoben werden kann. Düngemittel müssen zu bestimmten Zeitpunkten im Pflanzenzyklus ausgebracht werden. Wenn sie nicht rechtzeitig — in der richtigen Menge und zu einem erschwinglichen Preis — eintreffen, sinken die Erträge, unabhängig davon, was später geschieht.“
Adams seziert das Problem entlang zweier separater Produktionspfade:
1. Stickstoffdünger: Der Haber-Bosch-Prozess
Der Haber-Bosch-Prozess — eine der bedeutendsten industriellen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts — nutzt extremen Druck (hunderte Atmosphären) und enorme Hitze, um das träge N2-Molekül aus der Atmosphäre aufzubrechen und in pflanzenverfügbare Stickstoffverbindungen umzuwandeln. Dieser Prozess ist unvorstellbar energieintensiv.
Deutsche Unternehmen wie BASF betrieben ihre Haber-Bosch-Anlagen jahrzehntelang mit billigem russischen Gas aus den Nord-Stream-Pipelines. Diese Tage sind vorbei. Und mit der Zerstörung der LNG-Infrastruktur in Katar sind nun auch die alternativen Gasquellen für Länder wie Indien abgeschnitten — ein Land, das 1,3 Milliarden Menschen ernähren muss und dessen Bauern ohne staatlich subventionierte Düngemittel nicht überleben können.
2. Phosphatdünger: Schwefelsäure als Flaschenhals
Phosphatdünger entstehen, indem man phosphatreiches Gestein mit starker Säure behandelt. Diese Säure ist Schwefelsäure — und sie fällt als Nebenprodukt bei der Entschwefelung des „sauren“ Rohöls aus dem Persischen Golf an. Das Öl ist reich an Schwefelverbindungen; bei der Raffination wird der Schwefel entfernt und zu Schwefelsäure weiterverarbeitet.
Beide Düngemittel-Pipelines — die stickstoffbasierte und die phosphatbasierte — sind derzeit unterbrochen. Adams formuliert die Konsequenz in aller Deutlichkeit:
„Die acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten essen derzeit entweder die Vorjahresernte oder die Frühjahrsernte der Nordhalbkugel. Sie werden 2027 feststellen, dass die Infrastruktur, die acht Milliarden Menschen ernähren kann, nicht mehr existiert. Es ist nur noch eine Frage, welche Länder zuerst von der Krise getroffen werden — und wie viele Menschen dort sterben.“
Bangladesch, Jemen, Somalia — Länder mit ohnehin marginaler Ernährungssicherheit — seien bereits jetzt für 2027 dem Hungertod geweiht. Selbst in Nordamerika werde die Herbstdüngung 2026 nur einen Bruchteil des Bedarfs decken können. Die Folge: Lebensmittelinflation in einem Ausmaß, das die aktuellen Preissteigerungen wie eine milde Vorwarnung erscheinen lässt.
Diesel, Kerosin, Fracht: Der stille Würgegriff
Ein weiterer Aspekt, den Dr. Chris Martenson — von beiden Gesprächspartnern mehrfach als Referenz zitiert — in die Analyse eingebracht hat, betrifft die Crack Spreads für Mitteldestillate. Diesel und Kerosin werden aus schwereren Rohölsorten raffiniert, die genau aus jener Region stammen, deren Exporte nun blockiert sind.
Die USA fördern zwar große Mengen eigenes Öl — aber es ist das falsche Öl. Amerikanisches Leichtöl eignet sich hervorragend für Benzin, nicht aber für Diesel und Flugtreibstoff. Die Raffineriekapazitäten für schweres Rohöl lassen sich nicht über Nacht umrüsten.
Die Implikationen sind erheblich:
- Dieselrationierung noch vor Jahresende 2026 sei wahrscheinlich — mit Priorisierung für Landwirtschaft, Militär und ausgewählte Transportkorridore.
- Fluggesellschaften werden Flüge streichen müssen, einschließlich Frachtflügen von FedEx und UPS.
- Alles, was per LKW bewegt wird — Lebensmittel, Baumaterialien, medizinische Ausrüstung — wird drastisch teurer.
Adams prognostiziert eine nationale Energie-Notstandserklärung mit Berufung auf den Stafford Act, ergänzt um jene Bestimmungen des National Defense Authorization Act (NDAA), die Obama einst einführte. Die rechtlichen Instrumente für eine staatlich verordnete Rationierung liegen längst in den Schubladen Washingtons bereit.
Martenson hatte zudem darauf hingewiesen, dass Russland — traditionell ein Nettoexporteur von Diesel und Kerosin — durch die ukrainischen Drohnenangriffe mit Unterstützung der EU/NATO und der USA auf seine weit verstreuten Raffinerien selbst zum Nettoimporteur geworden ist. Manche dieser Raffinerien, so Adams, werden Jahre zur Reparatur benötigen. Andere vielleicht nie wieder produzieren.
Der globale Energiemarkt erlebt damit einen doppelten Angebotsschock: Das persische Golf-Öl fehlt, und der russische Ersatz fällt gleichzeitig aus. Dass die Ölpreise trotzdem noch im Bereich von 70–80 Dollar notieren, erklärt Adams mit einer Mischung aus kurzfristigen Papierwetten — „Öl schlägt Papier“ lautet sein neues Spiel nach dem Rock-Paper-Scissors-Prinzip — und der Leichtgläubigkeit von Händlern, die jedes Mal auf Trumps Friedensrhetorik hereinfallen und den Markt shorten.
„Irgendwann, wahrscheinlich innerhalb weniger Monate, kehrt der Ölpreis zu seinem natürlichen Angebots-Nachfrage-Preis zurück — und der liegt klar über $100, nach Ansicht mancher Experten bei $150 bis $200.“
Shut-in Oil: Die stille Zerstörung der Felder
Ein technisches Detail, das Davis anspricht und Adams vertieft, betrifft die wiederholten Shut-ins — das erzwungene Herunterfahren und Wiederhochfahren von Ölquellen entlang des Golfs. Als die Straße Ende Februar blockiert wurde, füllten sich die oberirdischen Lagertanks Saudi-Arabiens, Kuwaits und der Emirate innerhalb weniger Tage. Die Förderung musste gestoppt werden.
Als das Juni-MOU kurzzeitig Hoffnung auf Wiedereröffnung machte, wurden die Pumpen wieder angeworfen. Jetzt, nachdem die Straße erneut blockiert ist und das MOU für nichtig erklärt wurde, müssen sie wieder stillgelegt werden.
Dieses Stop-and-Go ist toxisch für Ölfelder — besonders für die alternden, niedrigfließenden Felder Saudi-Arabiens, die längst nicht mehr unter eigenem Druck sprudeln. Wenn Öl in der Lagerstätte stagniert, vermischt es sich mit Wasser und Paraffin. Die Förderung wird schwieriger, die Ölqualität sinkt, und in manchen Fällen geht die Förderkapazität permanent verloren.
Adams erinnert daran, dass Katar beim Versuch, eine Gasförder-Anlage wieder hochzufahren, eine katastrophale Explosion erlitt: „Das ist das Problem. Wenn man diese Anlagen herunterfährt und dann versucht, die Lichter wieder einzuschalten — die Drücke, die Strömungsdynamik, die Rohrleitungen, alles will explodieren. Jeder Tag, an dem dieser Krieg weitergeht, hat einen Mehrjahres-Effekt auf die Fähigkeit der Menschheit, auf diesem Planeten zu existieren.“
Die geopolitische Dimension: Krieg gegen die drei Imperien
Was Adams in seinen geopolitischen Schlussfolgerungen skizziert, ist eine strategische Lagebeurteilung, die im Weißen Haus offenbar niemand hören will: Trump führt gleichzeitig Krieg gegen Russland, China und Persien — die drei historischen Imperien der eurasischen Landmasse.
Die Zerstörung russischer Raffineriekapazitäten durch die NATO/EU-unterstützte Ukraine, die Blockade des Persischen Golfs und die Konfrontation mit China bilden eine strategische Zangenbewegung — aber eine, die sich gegen den Westen selbst richtet:
- China verfügt über strategische Ölreserven von über einer Milliarde Barrel und kann jahrelang daraus schöpfen.
- Russland ist als Energieproduzent weitgehend autark.
- Iran kontrolliert die Straße von Hormus und hat keinerlei Eile.
Die Verlierer dieses Krieges, so Adams, sind die westlichen Verbündeten: Südkorea, Japan, Taiwan, Europa — und letztlich die USA selbst, deren Inflation durch die Energiekrise in ungeahnte Höhen getrieben wird.
„Wenn das Ganze als Strategie gedacht war, um China zu schaden, dann ist es die dümmste strategische Entscheidung aller Zeiten. China ist fein raus. Wer leiden wird, sind die Länder, die auf westliche Energie angewiesen sind — plus die Vereinigten Staaten selbst, sobald die wahren Kosten ankommen.“
Das politische Erdbeben, das noch kommt
Die politische Rechnung für diesen Krieg, so prognostiziert Adams, wird die Republikanische Partei für Jahre belasten:
„Die GOP wird politisch massiv leiden. Jahrelang werden die Amerikaner sagen: Trump hat das getan. Warum zahle ich mehr für Lebensmittel? Trump. Warum kann ich mir das Leben nicht mehr leisten? Trump. Die Demokraten müssen nicht einmal Werbespots produzieren — sie müssen nur rund um die Uhr Trump-Clips abspielen, und das gewinnt ihnen die Wahl.“
Die Ironie dieser Entwicklung: Trump, der 2024 als „Friedenspräsident“ antrat, der die „endlosen Kriege“ beenden wollte, hat innerhalb weniger Monate einen Konflikt vom Zaun gebrochen, dessen wirtschaftliche Folgen jene der Afghanistan- und Irak-Kriege in den Schatten stellen könnten.
Die Moleküle lügen nicht
Was das Gespräch zwischen Davis und Adams von der üblichen geopolitischen Analyse abhebt, ist der beharrliche Fokus auf die physische Realität. Immer wieder kehrt der naturwissenschaftlich gebildete Adams zu diesem Punkt zurück: Man kann nicht gegen das Periodensystem Krieg führen.
Helium, Schwefel, Phosphor, Stickstoff — die elementaren Bausteine der industriellen Zivilisation lassen sich nicht durch Präsidentendekrete ersetzen. Es gibt keine strategische Schwefelsäure-Reserve, die man in der Not anzapfen könnte. Es gibt keine Aluminium-Vorräte für drei Jahre Flugzeugbau. Es gibt keinen Helium-Puffer, der den Ausfall der Produktion auffangen könnte.
Die Infrastruktur, die acht Milliarden Menschen am Leben erhält, wird derzeit demontiert — Tag für Tag, Bombardement für Bombardement. Und sie lässt sich nicht in Wochen oder Monaten wieder aufbauen, sondern nur in Jahren. Wenn überhaupt.
Davis schließt die Sendung mit einem Appell, der selten genug aus seinem Mund kommt: „Teilen Sie diese Folge. Es geht hier nicht um ein Land. Es geht um die Menschheit. Wir müssen diese Informationen verbreiten, damit niemand später sagen kann, er habe von all dem nichts gewusst.“
Transkript in deutscher Übersetzung unterhalb.
Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇
„Der unsichtbare Schaden: Wie Trumps Iran-Politik die globale Versorgungsinfrastruktur zerstört“ und ISrahell am Ende als der einzige Gewinner dasteht.
Trump lenkt nur ab vom Finanzdisaster, das demnächst durch Chinas Goldhandel (nur noch physisch, keine Optionen mehr darauf) ausgelöst werden wird. Man merke sich den 24. Juli 2026 vor und kaufe noch soviel physisch ein, wie noch geht. Ich erwarte einen Preissprung bzw. Abwertungssprung der Kaufkraft von EUR und USD, weil Gold behält ja immer seinen echten Wert intrinsisch.
Wir können davon ausgehen, dass sich die Edelmetalle bald in einem Sturm noch oben entladen werden! Wie ein Druck der sich langsam aufbaut und dann ruckartig entlädt. Auf jeden Fall ruckartig durch die zur Zeit geschaffenen Problemen … ab Herbst oder Winter vermutlich. Momentan ist noch die Ruhe vor dem Sturm.
Dagmar Henn heute über Donald Wegelagerer: „US-Wegelagerei oder die Spätfolgen New Yorker Baumafia“ – „… Wobei es natürlich spannend werden wird, zuzuschauen, wie all die großmäuligen Europäer, die eben noch auf kostenloser Durchfahrt durch die Straße von Hormus bestanden, solange Iran die besagten 1,4 Prozent verlangte, jetzt eifrig ihre Zunge verschlucken werden, um sich dann den 20 von Donald Trump angekündigten Prozent zu unterwerfen. Aber sicher doch, Herr, gerne doch, Herr. …“
Spannend ja, wenn man aber selber in Westeuropa lebt, dann auch teuer. Vergeht die hiesige Trump-Begeisterung nie? Mit etwas Pech wird die Piraterie erweitert: „… Die asiatischen Länder dürften damit nicht glücklich sein; übrigens alle nicht, selbst jene, die sonst bereitwillig alle möglichen US-Pläne mittragen – denn das nächste Ziel wäre dann vermutlich die Straße von Malakka. …“
Die iranischen 1,4% beziehen sich auf 1 USD pro Barell Maut beim Marktpreis von 70 USD – längere Zeiten lag er über 100 USD, was eine Maut von knapp 1% ausmacht.
Dieser Artikel ist ja ein richtiger Stimmungsaufheller. Vor allem, weil er mir bestätigt, was ich mir auch schon überlegt habe.
Rosa hatte uns gewarnt: Sozialismus oder Barbarei.
Die kommende Katastrophe, die in Westeuropa immer noch weitestgehend ausgeblendet wird – und auch wenn manche italienische Flughäfen bereits mit Kerosin-Rationierung anfangen. Würde man die Lage ernst nehmen, würde man die Banderas fallen lassen, sich mit Russland arrangieren, Seiner Trumpigkeit (samt Mileikowski) Gefolgschaft verweigern.
@,
ich bin neugierig, wer bei der reise nach jerusalem, einen sessel ergattert,
die werte-eu wird sicher nicht dabei sein
Man fragt sich, wird das Weiße Haus von „diplomatischen Babies“ geführt? Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass es sich hierbei um eine absichtliche Politik mit Weitsicht und einem Plan handelt! Auf jeden Fall wird sich das alles die nächsten Jahre in einer brutalen Inflation entladen! Und die wird nochmals die Energie-Probleme mit dem gesamten Rattenschwanz dahinter verschärfen! Und das alles wird das derzeitige Schuldensystem zum bersten bringen!
Wir in Europa müssen zu russischen Energien zurück, da führt einfach kein Weg daran vorbei! Aber auch wir haben zur Zeit nur „diplomatische Babies“ an den Schaltstellen der Politik! Das Problem ist nur, die Masse bekommt das alles sehr zeitverzögert mit und wird zu spät reagieren.
Die glauben, dass dadurch mehr Nachfrage nach Öl und Gas aus den USA geschaffen wird und der Rest wird ausgeblendet.
Ich glaube, dass sie mit dem Irankrieg China zu Boden zwingen wollen, um selbst die Weltmacht Nr. 1 zu bleiben, was aber nicht funktionieren wird. Wie es aussieht, schaden sich die USA mit alldem viel mehr als gedacht.
Agenda 2030 – Es läuft alles nach Plan – und die meisten Menschen sind offenbar nicht willens oder in der Lage die Zusammenhänge und Hintergründe zu erkennen.
Vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel.
Wir leben in einer wissenschaftsvergessenen Zeit. Einer Zeit in der die Regierungsgeschäfte von einer Blase von Scharlatanen und Psychopathen geführt werden. Wehe uns, unseren Kindern und Kindeskindern.
Eine solide naturwissenschaftliche Ausbildung ist das Rückgrat einer Nation. Deswegen kommen China und Russland voran, während wir im Treibsand der Dummheit versinken, mit unseren Gender-studies und der Studienausbildung zum diplomierten Hundeführer. Jeder hat studiert, aber keiner weiss etwas.
Auf mittlere Sicht führen die Geschehnisse zu einem ökonomischen Disaster, möglicherweise zu einem Verlust industrieller Fähigkeit – so dass wir danach nicht mehr in der Lage sind, Computer zu bauen oder Öl zu bohren oder Dünger herzustellen.
Würde Hormus heute geöffnet werden, bräuchte es sechs Monate, bis die Versorgung wiederhergestellt werden würde. Das wäre bereits knapp, bei einem Versorgungsmangel über März 2027 hinaus drohen laut einer geheimen Rand-Studie Einbrüche in der technologischen Kompetenz.
Die Freie-Energie-Fraktion und auch die Öl-ist-sicher-weil-Fraktion hat sich bisher nicht durch praktische Aktivitäten hervorgetan, die eine Abwendung der erkennbar bevorstehenden Katastrophe ermöglichen würde.
Wir haben also zwei Möglichleiten: a) entweder wir schaffen es als Menschheit, diesen Wahnsinn zu beenden oder b) wir werden dauerhaft mit wesentlichen Änderungen in unserer Kultur und Wirtschaftsweise unzugehen haben. Dazu gehört auch eine geringere Tragfähigkeit von Bevölkerung und natürlich ein drastisch niedrigerer Lebensstandard. Auch hätte dies Folgen auf die Umsetzungsmöglichkeit des Great Reset, mit sämtlichen Implikationen.
Welches der beiden Szenarien wahrscheinlicher ist, lässt sich leicht erraten.
„Mittlere Sicht“? Ich denke, es ist schon soweit. Wir haben den Kohlebergbau und die Atomenergie getötet, die Stahl-, Aluminium- und Glasherstellung beendet. Die Chemie ist auf dem Weg ins Ausland, die Automobilindustrie wird gerade abgewickelt. Was haben wir noch? Wir sind global leader bei dem Import von unqualifizierten Arbeitskräften und im Dummschwätzen.
Es ist schon sehr merkwürdig, denn Trump ist von den Rechten, den amerikanischen Nationalisten gewählt worden. Was wäre, wenn Alice Weidel an die Macht käme ? Was ist das dann ? Nichtganzso Rechts, weniger Nationalismus ?
Die machen die Rechnung ohne den Wirt, der sich noch nicht eindeutig gezeigt hat.
Ist auch meine Meinung. Ist keine Dummheit oder Unfall, sondern ein ganz bewusste Entscheidung. Ziel war die Kontrolle alles westasiatischen Öls. Wenn das nicht gelingt, zerstöre es total. Geht um China. Aber auch um den Westen. So kann man wieder die Bevölkerungen einsperren, den Great Reset durchführen (Sie werden nichts besitzen und glücklich sein). Auch die EU zerstört völlig bewusst und absichtlich die ganze Industrie. Auch keine Dummeheit oder Unfall. Ganz bewusst wird auch die Autoindustrie getötet! Dort kann man dann Rüstung bauen.. Der Kraftstoff für den Krieg sollte dann natürlich noch reichen, aber Kraftstoff für das Volk wird es dann keinen mehr geben.
Eine absolute Schande, was in unserer Welt abläuft! Man kriegt eine grenzenlose Wut auf den ganzen Westen und die bekannten Scharlatane, die uns das eingebrockt haben! Narzissen mit grenzenloser Geld- und Machtgier! Der letzte Schritt wird dann noch der finanzielle Zusammenbruch sein. Leiden werden auch die Kleinen, die grossen haben ihr Vermögen in Sicherheit. Kennt man aus Deutschland nach den 2 verlorenen Weltkriegen.
Ist doch eine genial-bösartige Umsetzung des Great Reset.
Menschen verhungern. Nicht wie bisher lokal begrenzt in irgendwelchen fernen Ländern, sondern weitläufig im braven, unschuldigem Westen.
Schuld sind eindeutig Russland, der Iran und China.
Der arme Westen unter Feldherr Donny versucht verzweifelt dem entgegenzuwirken, aber die Kräfte des Bösen sind einfach zu stark.