Die schleichende Transformation Deutschlands: Von der Industrienation zur „kriegstüchtigen“ Wirtschaft

20. Juni 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem beispiellosen Transformationsprozess. In Briefen an mittelständische Unternehmen wird für eine zentralistisch gesteuerte Kriegswirtschaft geworben, berichtet ein Unternehmer.

Ein Dokument, das einem mittelständischen Unternehmer zuging, offenbart den Mechanismus, mit dem der Staat nun aktiv in die Wirtschaft eingreift, um sie auf die Anforderungen der „Zeitenwende“ zu trimmen. Das deutsche Geschäftsmodell, das auf dem Zugang zu günstiger Energie basierte, wurde mutwillig zerstört. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines markierte dabei den faktischen Endpunkt der industriellen Souveränität Deutschlands. Während die deutsche Industrie unter den Folgen explodierender Energiekosten leidet, wandern produktive Kapazitäten in die USA ab oder gehen schlicht in die Insolvenz. Dies ist kein Zufall, sondern die logische Konsequenz einer Politik, die nationale Interessen den Vorgaben einer äußeren Macht unterordnet – einer Macht, die ein starkes, eigenständiges Deutschland als geopolitisches Hindernis betrachtet.

Die neue Rolle: Lieferant für die Rüstungsmaschinerie

Anstatt die Energiepreise zu senken und die Industrieproduktion zu revitalisieren, springt der deutsche Staat nun als „Retter“ ein. Das Ziel ist jedoch nicht der Erhalt des zivilen Wohlstands, sondern die Umstellung auf eine Rüstungsökonomie. Wie das vorliegende Dokument zeigt, wird diese Transformation durch staatlich kuratierte „Lieferantenverzeichnisse“ für die Bundeswehr und Behörden mit Sicherheitsaufgaben (BOS) vorangetrieben.

  • Systematische Erfassung: Unternehmen werden gezielt identifiziert und in staatliche Netzwerke integriert.

  • Staatliche Selektion: Eine „Kommission“ fungiert als Torwächter, die entscheidet, welche Betriebe „qualitätsgesichert“ und systemrelevant sind.

  • Schuldenfinanzierte Abhängigkeit: Die Rüstungsaufträge, die diese Unternehmen locken, werden durch immense neue Staatsschulden finanziert – Gelder, die an anderer Stelle, etwa im Sozial- und Gesundheitswesen, fehlen.

Einladung in die „kriegstüchtige“ Wirtschaft

Der Ton des Schreibens ist bezeichnend: Es geht nicht mehr um den freien Markt oder technologische Innovation für den zivilen Nutzen. Es geht um „Sichtbarkeit“ bei der Bundeswehr und die Einbindung in eine Militärstruktur, die laut OPLAN DEU darauf ausgerichtet ist, Deutschland als logistische Drehscheibe für NATO-Aufmärsche zu nutzen.

In der Anlage der Text des Schreibens in besser lesbarer Form: Brief_an_Unternehmer

Die Einladung zu einem „unverbindlichen Gespräch“ ist der erste Schritt in eine Welt, in der unternehmerische Freiheit der Logik der „Kriegstüchtigkeit“ weichen muss. Wer sich in das Lieferantenverzeichnis aufnehmen lässt, begibt sich in ein Abhängigkeitsverhältnis von einem Staat, der sich selbst längst in einer Rolle sieht, die weit über die bloße Landesverteidigung hinausgeht.

Die Transformation zum Rüstungsservicestaat ist in vollem Gange. Wer heute noch glaubt, die deutsche Industrie würde zu den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft zurückkehren, hat die Zeichen der Zeit – oder besser: die Zeichen der Zeitenwende – nicht verstanden.

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20 Kommentare

  1. Pusteblume 22. Juni 2026 um 0:22 Uhr - Antworten

    Gemäß Russland, würden die USSA Europa auf einen Krieg mit Russland vorbereiten, siehe https://x.com/Donuncutschweiz/status/2068581053745545372?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2068581053745545372%7Ctwgr%5E%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Funcutnews.ch%2Fneues-und-interessantes-vom-f09d958f-kanal-154%2F
    Im Bundeskriegsministerium (vorsätzlich von der BundesreGIERung als Bundesvereidigungsministerium bezeichnet werdend) sitzt in den oberen Reihen der Ministerialen ein krimineller US-Militär, der sicherlich nicht die weiße Friedenstaube auf dem Schreibtische sitzen hat. Die USSA bereiten den faschistischen dritten Weltkrieg vor; schicken andere ins Gefecht und gebärden sich nach Abschluss des dritten Weltkrieges erneut als “Befreier” Europas. Haut diese Drecksäcke und Gernegroße endlich aus Deutschland und aus Rest-Europa raus!

  2. Der Zivilist 21. Juni 2026 um 11:30 Uhr - Antworten

    Destruktion schafft keinen Wohlstand, die Produktion von Destruktionsmitteln genau so wenig. Profit ja. So werden wir alle ärmer und Einzelne reicher. Das ist nicht das, wofür der Kapitalismus gelobt wurde, das ist Dummheit & Bosheit.

  3. cwsuisse 21. Juni 2026 um 3:12 Uhr - Antworten

    Die Transformation ist ein später Versuch das amerikanische Geschäftsmodell zu kopieren – die Bürger dienen dem Erwerbsinteresse der Eigentümer der Rüstungskonzerne, welche enorme Preise für ihr oft minderwertigen Produkte fordern. Das funktionierte in den USA, weil es noch anderweitige wirtschaftlich erfolgreiche Sektoren gab. Auch das ist nun weitgehend Historie und das Land ist zum Blasen von Bubbeln übergegangen. In Deutschland wird das Modell einer staatlich geplanten und finanzierten Rüstungswirtschaft nicht funktionieren, da es an der Basis fehlt und die Produkte nicht exporttauglich sein werden.

    • Pusteblume 21. Juni 2026 um 7:53 Uhr - Antworten

      „… In Deutschland wird das Modell einer staatlich geplanten und finanzierten Rüstungswirtschaft nicht funktionieren, da es an der Basis fehlt und die Produkte nicht exporttauglich sein werden. …“
      Dennoch wird auf Halde das ganze Mordszeug produziert werden und keinen Abnehmer (Käufer) finden.

  4. triple-delta 20. Juni 2026 um 20:15 Uhr - Antworten

    Im Prinzip der gleiche Ablauf wie nach ’33. Wird Zeit, dass Russland über Westeuropa ein Totalembargo verhängt wie einst die USA über die sozialistischen Länder, siehe COCOM.

    • Pusteblume 21. Juni 2026 um 7:54 Uhr - Antworten

      Das Totalembargo von Russlands Seite wird sich leider wohl nicht verfangen, weil von westlicher Seite aus bereits ein Totalembargo gegen Russland besteht und Russland diese Absatzmärkte in Westeuropa fehlen.

  5. Pusteblume 20. Juni 2026 um 19:48 Uhr - Antworten

    @ Herr Turck:

    Ganz, ganz herzlichen Dank Ihnen, sehr geehrter Herr Turck, dass Sie Rüstungsproduktion in Ihrem Unternehmen ablehnen. Im Gegensatz zu dem Unternehmen Alexander Falck, dass Socken für Soldaten-Kriegseinsatz produziert.

  6. Glass Steagall Act 20. Juni 2026 um 16:55 Uhr - Antworten

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Investoren von Black Rock hinter dem Druck der Aufrüstung der deutschen Industrie stecken! Da können sie viel Geld mit verdienen. Allerdings für den deutschen Steuerzahler heißt das noch mehr Zahlen! Denn Rüstung trägt nichts zum Lebensstandard bei, sondern verschlechtert diesen noch, weil jeder Euro für die Rüstung ist ein verlorener Euro für die Allgemeinheit! Mit Rüstung blutet das Land noch schneller aus als bei der ohnehin schon abwandernden Industrie! Gewinnen werden nur die Rüstungsindustrie und ihre Investoren! Dem Bürger wird dafür wichtige Infrastruktur vorenthalten und die Leistungen (Gesundheit, Bildung, Rente, Pflege, Wohlstand) werden dafür gestrichen. So ist das, wenn ein Land auf Rüstungswirtschaft umstellt!

    • wolfferth 20. Juni 2026 um 17:17 Uhr - Antworten

      Das darf nie vergessen werden während alle in die WM-Röhre glotzen.
      Ist doch spannend wofür Geld da ist …

      Die Anwälte für Aufklärung, kurz AfA, warnen vor dem Reservestärkungsgesetz des Bundesministeriums für Verteidigung. Dieses wurde am 21.05.2026 verfasst und stelle einen massiven Eingriff in die körperliche Selbstbestimmung dar und verletze Grundrechte. Es soll während der WM 2026 verabschiedet werden!

      Besonders brisant: Der Gesetzentwurf verweist ausdrücklich auf § 17a Abs. 2 Soldatengesetz. Dort heißt es unmissverständlich: „Der Soldat muss ärztliche Maßnahmen gegen seinen Willen dulden, wenn sie der Verhütung oder Bekämpfung übertragbarer Krankheiten dienen.“

      ❗️Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit laut Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes wird insoweit eingeschränkt, und es wird ein faktischer Impfzwang durch die militärische Hintertür geschaffen.

      • K Kaefer 20. Juni 2026 um 18:22 Uhr

        Das Recht auf körperliche Unversehrtheit in D – Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 GG – ist seit 2019 sowieso Geschichte.

        „Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) enthält Regelungen, die im Falle einer epidemischen Lage Eingriffe in Grundrechte erlauben, darunter auch in die körperliche Unversehrtheit. Beispiele hierfür sind:
        * Schutzimpfungen (§ 20 IfSG): Bei öffentlich empfohlenen Impfungen kann das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt werden, sofern dies gesetzlich vorgesehen ist.
        * Quarantäne und Isolierung (§§ 28–30 IfSG): Diese Maßnahmen greifen in die Freiheit der Person und teilweise auch in die körperliche Unversehrtheit ein.
        * Ärztliche Untersuchungen (§ 25 IfSG): Auch diese können einen Eingriff darstellen, sind aber unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.
        Das IfSG regelt konkrete, fallbezogene Eingriffe, die stets verhältnismäßig sein müssen.“

        Dies soll keine pauschale Aufhebung des Grundrechts sein. Ist es aber de facto trotzdem sobald das Pharma- und Finanzkapitalgesteuerte Team Gates-Tedros und Erfüllungsgehilfen die nächste Plandemie ausrufen. Für Alle.

    • Hausmann_Alexander 20. Juni 2026 um 18:51 Uhr - Antworten

      Wenn jemand die Demokratie angreift was kommt dann?

      Die Taliban habe gegen die NATO mit veralteten Waffen und Mofas
      „gewonnen“, begehen jeden Tag Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wurden mit modernen Waffen, Optiken, ne Menge Bargeld und Fahrzeugen
      ausgestattet (USA).

      Was hält sie auf?

    • Pusteblume 20. Juni 2026 um 19:51 Uhr - Antworten

      Da der Blackrocker Drecksfink an der Spitze von Blackrock steht: dieser Mann ist noch um paar Zacken schlimmer, als Bill-the-killer-Gates. Mit dem Drecksfinken ist bewiesen, dass J.den (so einer ist dieser Drecksfink) Krieg WOLLEN.
      Die Unternehmen (Aktionäre), die Kriegsproduktion wollen, müssen mit Namen und Unternehmen und mit der Höhe ihres Aktienbesitzes an den öffentlichen Pranger gestellt und der Menschenrechte enthoben werden.

    • Pusteblume 22. Juni 2026 um 8:17 Uhr - Antworten

      Dies zu recherchieren und die Recherche-Ergebnisse zu veröffentlichen, wer Druck auf die BRD-Politdarsteller macht, fände ich wichtig. Wer hierzu die personellen und sonstigen Kapazitäten hat, möge bitte recherchieren und uns geneigter Leserschaft die Recherche-Ergebnisse präsentieren.

  7. Hausmann_Alexander 20. Juni 2026 um 15:39 Uhr - Antworten

    Aus eigener Erfahrung mit Behörden halte ich es für möglich, dass es bei solch einem Schreiben um etwas anderes gehen soll.
    Begründung:

    Als ehemaliger Soldat und ehemaliger Sportschütze hatte ich das Hk243 (ziviles G36, Gewehr) verbessert und wollte
    für 2026 groß durchstarten im Bereich legale Anbauteile. Bei meiner ersten Waffenkontrolle durch das LKA teilte ich den Beamten mit, dass ich Veteran bin und das ich das Gehäuse stark bearbeitet hatte, als es unwesentlich war und bat um Überprüfung ob das jeder machen kann, wenn das BKA
    mir „schwarz auf weiß“ mitteilt,
    dass das in Ordnung ist.
    Weiter erzählte ich meine Lebensgeschichte im Karrierecenter und als Erntehelfer
    damit gab es vorerst keine Probleme.
    Aufgrund dessen, dass die Beamten nur Seriennummern und Schränke kontrollieren gingen diese wieder, da es ein Halbautomat war.

    Einen Monat später kamen sie wieder und ich musste mich noch einmal einen Monat später rechtfertigen wegen angeblichen Verstoß gegen das Waffengesetz
    (wurde fallen gelassen).

    Danach bekam ich Post
    vom LKA, dass ich meine WBK abgegeben soll …

    Der Text hat es in sich und ist meiner Meinung nach menschenverachtend.

    Das G95 ist der Nachfolger vom G36 und hat einen Ladehebel, der sehr dicht am Gesicht ist (Waffe im Anschlag) und die Schulterstütze lässt sich nicht einklappen (sperrig und kann keine unendliche Vielzahl von Schulterstützen nutzen, nur sehr
    begrenzte).

    Sentis AMR und Steyr Mannlicher
    haben das G36 Gehäuse aus Aluminium hergestellt aber nie daran gedacht (auch nicht Heckler und Koch) das Gehäuse so zu ändern wie ich und das war
    das Griffstück mit Magazinschacht zu verbinden und beidseitig bedienbar zu machen, dass man eine Baugruppe weniger hat und das ganze noch wackelfrei ist.

    Beim Gehäuse (Upper und dem Lower (Lower muss im Spritzgussverfahren hergestellt werden) geht es um ca. 1Mrd Umsatz weltweit (Deutschland, USA, UK,..) und mit Anbauteilen
    um ca. 10 Mrd. Umsatz.

    Aufgrund dessen kann ich mir nicht vorstellen, dass wirklich ernsthaft eine Rüstungsindustrie
    aufgebaut werden soll.

    • cwsuisse 21. Juni 2026 um 5:39 Uhr - Antworten

      In einer funktionierenden Marktwirtschaft setzt sich häufig das Bessere durch. Die Rüstungsindustrie ist sui generis intransparent und nicht wirklich marktwirtschaftlich. In Deutschland kommt die extreme Ineffizienz der linkssozialistischen Regierung und Verwaltung hinzu. Vor diesem Hintergrund wird die angestrebte Aufrüstung sehr teuer und wenig nützlich werden. Wie es besser geht, zeigt beispielsweise Russland, welches mittlerweile den Grossteil der NATO Militärausrüstung verschrottet hat.

  8. Konrad Kugler 20. Juni 2026 um 15:25 Uhr - Antworten

    Frage an Fachleute: Wie viele Leos sind in der Ukraine noch im Einsatz? Zumindest einer ist in Moskau im Museum zu besichtigen.
    Bei der irren Entwicklung der Drohnenwaffe sehe ich sie in ihrer Bedeutung schwinden. Flugzeugträger taugen nur noch zum KLEINE zu erschrecken.

  9. cwsuisse 20. Juni 2026 um 12:42 Uhr - Antworten

    Die Entwicklung ist folgerichtig: Nachdem die Linkssozialisten die Marktwirtschaft zerstört und der Industrie den Teppich weggezogen haben, suchen sie nach einer Verwendungsmlglichkeit für den Torso und der besteht in der planwirtschaftlichen Produktion von Waffen mit denen künftig deutsche Soldaten zum Sterben in Richtung Osten geschickt werden sollen. Die Leute sind einfach nur geisteskrank.

    • triple-delta 20. Juni 2026 um 20:16 Uhr - Antworten

      Eine faschistische Politik als von Linkssozialisten betrieben zu bezeichnen, ist bezeichnend. Gibt es auch Rechtssozialisten?

      • cwsuisse 21. Juni 2026 um 3:03 Uhr

        Der Begriff des extremen Linkssozialismus steht bei mir für die parteienübergreifende Abkehr von der Marktwirtschaft und der planlosen Verteilung der Ressourcen an jedermann, inklusive an ukrainische Milliardäre.

      • Pusteblume 21. Juni 2026 um 7:58 Uhr

        Die Rechtssozialisten nannten sich (verschleiernd und sachlich komplett falsch) in der Hitlerei „Nationalsozialisten“.

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