
62. Tag im US-israelischen Angriffskrieg gegen Libanon und Iran – Trump droht weiter, kein Ende in Sicht
Iran-Krieg 2026: Trump fordert „Gib einfach auf!“ – Ölpreise explodieren und Teheran lacht über die gescheiterte US-Blockade. Während US-Präsident Donald Trump Teheran offen zur Kapitulation auffordert und die Blockade iranischer Häfen als „vollen Erfolg“ feiert, explodieren die Ölpreise weltweit – und Iran meldet sich mit spöttischer Gelassenheit zu Wort.
Der aktuelle Live-Bericht von Al Jazeera zeigt das ganze Ausmaß der Eskalation: Trump drängt Teheran, „einfach aufzugeben“, verlangt die Aufgabe des Atomprogramms und bereitet neue gezielte Schläge vor – alles unter dem Vorwand, den Schifffahrtsweg durch die Straße von Hormuz wieder freizubekommen. Gleichzeitig berichten iranische Medien ein ganz anderes Bild: Die angebliche US-Blockade sei bereits nach wenigen Wochen gescheitert, Teheran kontrolliere weiterhin entscheidende Abschnitte der Straße von Hormuz und die iranische Wirtschaft halte stand. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars News, Tasnim News und Press TV melden übereinstimmend, dass der iranische Marinekommandeur die Schließung der Straße von Hormuz vom Arabischen Meer aus bestätigt habe und dass US-Kriegsschiffe im Ernstfall „wie die Stützpunkte brennen“ würden.
Der Krieg, der nie enden sollte
Wie hier berichtet soll der Krieg in Westasien gegen den Iran kein Ende haben, denn Südostasien inklusive China soll von billiger Energie aus der Golfregion dauerhaft abgeschnitten werden.
Der Konflikt begann am 28. Februar 2026 mit massiven US-israelischen Angriffen auf iranische Ziele. Nach schweren Verlusten auf beiden Seiten kam es im April zu einem fragilen Waffenstillstand – doch der Streit um die Straße von Hormuz hält an. Trump sieht die Blockade als Druckmittel, um Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen. Teheran hingegen bietet an, die Straße unter bestimmten Bedingungen wieder freizugeben, möchte aber Atomgespräche auf später verschieben.
Irans Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf spottet offen über die „gescheiterte Blockadestrategie der Trump-Administration“. Der oberste Führer betont, dass Iran sein Atom- und Raketenprogramm als „nationale Schätze“ betrachtet und eine „neue Ära“ in der Golfregion einläutet.
Währenddessen steigen die Ölpreise dramatisch. Die Schließung der strategisch wichtigsten Ölroute der Welt treibt die Kosten für Energie in die Höhe – mit verheerenden Folgen für Europa und Asien. Selbst die Europäische Zentralbank hält den Leitzins bei 2 Prozent, weil die Risiken für Wachstum und Inflation „deutlich zugenommen“ haben. Die Kosten für die USA selbst werden bereits auf bis zu eine Billion Dollar geschätzt. Der eigentliche Grund, warum weder Iran noch die USA den Krieg beenden können, schlicht Geld ist: Öl-, Gas- und Rüstungskonzerne verdienen prächtig an der Eskalation.
Libanon als Nebenkriegsschauplatz und die Heuchelei des Westens
Parallel dazu setzt Israel seine Angriffe im Südlibanon fort – trotz erklärtem Waffenstillstand. Allein gestern töteten israelische Luftangriffe 14 Menschen, darunter ganze Familien. Hezbollah antwortet mit gezielten Drohnenangriffen und meldet weitere Verluste auf israelischer Seite. Die zynische Doppelmoral ist offensichtlich: Während der Westen Iran als „Aggressor“ brandmarkt, werden zivile Ziele im Libanon und Gaza weiterhin bombardiert.
Iran selbst meldet, dass seine Luftabwehr über 170 US-israelische Drohnen abgeschossen und dass iranische U-Boote die Straße von Hormuz zur „Todeszone“ für Angreifer gemacht haben. Die IRGC warnt: Jeder neue Angriff werde „katastrophale Folgen“ für die USA haben.Wer profitiert wirklich vom Chaos am Golf?
Dieser Krieg ist kein Zufall. Er ist die logische Fortsetzung einer jahrzehntelangen US-Strategie, die darauf abzielt, die Kontrolle über Energiequellen und Handelsrouten zu behalten. Es geht hier nicht um „Demokratie“ oder „Sicherheit“, sondern um geopolitische Dominanz.
Trump mag in Washington vor laufenden Kameras Stärke demonstrieren. Doch die Realität am Golf sieht anders aus: Die Blockade bröckelt, die Kosten explodieren und die Widerstandsfähigkeit Irans – unterstützt von Russland, China und Teilen der Region – zeigt, dass die unipolare Weltordnung endgültig Geschichte ist.
Die Straße von Hormuz ist nicht nur eine Wasserstraße. Sie ist der Puls der globalen Energieversorgung. Wer sie kontrolliert, kontrolliert einen großen Teil der Weltwirtschaft. Teheran hat das verstanden.
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bald wird sich alles ändern, gestern hat trump den einsatz neuer wunderwaffen verkündet,
die auf dem weg nach hormuz sind.
ja, ja, die wunderwaffen …..
…… möglicherweise KI-gesteuerte Wühlmäuse welche die unterirdischen Anlagen des Iran zum Einsturz bringen sollen..
„denn Südostasien inklusive China soll von billiger Energie aus der Golfregion dauerhaft abgeschnitten werden“
China hat die US-Sanktionen unterlaufen und den Iran groß gemacht und nun fällt der Iran China in den Rücken und verlangt „Maut“, wenn die Chinesen im Hoheitsgewässer des Oman saudisches Öl verschiffen wollen.
Das Narrativ vom sich selbst befreienden, heldenhaften Widerstand der 5000 Jahre alten Scharia muss man vielleicht auch einmal hinterfragen.
Wenn Asien getroffen wird, was in spätestens einem Monat der Fall sein wird, wenn die 90-Tage-Vorräte der Chinesen aufgrbraucht sind, werden über kurz oder lang sämtliche Lieferketten in Gefahr geraten. Das umfasst sämtliche billigen Waren in Europa und in den USA, die Halbleiterindustrie, die Bekleidungsindustrie und günstige Ersatzteile, sowie die ausgelagerte Fertigung. Firmen wie Adidas oder Stihl produzieren vor allem in Asien.
Über die Ersatzteile wird es die industrielle Fertigung in Europa und in den USA schwer treffen, einschließlich Rüstung.
Rechtzeitig vor dem Krieg hatte das Pentagon Abschätzungen zu Auswirkungen angefragt:
„Under a 12-month disruption scenario, up to 40 % of specialized manufacturing capacity (particularly in high-precision and chemical sectors) may not be restored due to loss of skilled workforce, degradation of equipment, and irreversible supply chain fragmentation.“
„Resilience of U.S. Industrial Supply Chains Under Prolonged Disruption Scenarios“
– Prepared for the U.S. Department of Energy by RAND Corporation, 2025 Seite 47.
Das Dokument ist inzwischen „classified“ und nur über Zutate zugänglich.
Das bedeutet, es geht um ein erzwungenens Degrowth.
Nach naturwissenschaftlicher Lehre bedeutet ein Rückgang der „carrying capacity“ auch weniger Menschen.
Ob man nun die Wirtschaft der Population anpasst oder umgekehrt.
Man muss sich überlegen, ob eine digitale Zwingwelt möglich sein wird, wenn 40% der Halbleiter vom Markt verschwinden?
Selbst wenn, dann ist es nur 1% des Öl-Wertes. Ein Tweet Trumps kann das Öl auf dem Weltmarkt mehr verteuern.
Also ich sehe das differenzierter, ein Hintergrundakteur benutzt die USraelis zum Shutdown der Öl-basierten Energie weltweit. Den Amis so verkauft, dass sie damit ihren Pleite-Dollar „retten“ könnten. Aber die Holzköpfe haben noch nie einen richtigen Krieg mitgemacht, sondern nur unterlegene Gegner aufgemischt und dann das Hasenpanier ergriffen…
Schön wär’s, doch erst mal würden die Amis und die Briten für totale Weltherrschaft jede Sauerei machen. Gerne hätte ich deutlichen Rückzug gesehen. Und selbst wenn dafür in London ein Aufstand ausbrechen würde (oder in den USA – wo wäre es wahrscheinlicher?)
Mal zum anderen Krieg – Böses Medium bringt heute: „Ukraine-Konflikt: Europa spielt auf Zeit – und hofft auf Putins Tod“. Das Thema des russischen Tempos hatten wir öfter – will Putin nicht bis zum Tod fertig werden?