
Vor 81 Jahren wurde der ÖGB gegründet während Wien von den deutschen Nazi-Truppen befreit wurde
Am 15. April 1945 wurde der ÖGB gegründet. Die sowjetische Rote Armee hatte in der ersten Aprilhälfte die Truppen der SS und der deutschen Wehrmacht im Raum Wien bekämpft und vertrieben. Die Kämpfe im Süden von Wien endeten am 18. April.
Die Kämpfe in Wien konnte die Rote Armee nach rund zwei Wochen Dauer am 14. April 1945 erfolgreich beenden. Der Krieg südlich der Donau dauerte nach der Befreiung von Wien noch bis zum 18. April an, nachdem die dorthin umgruppierte sowjetische 4. Gardearmee, unterstützt durch das 18. Panzerkorps, den Raum bis Sankt Pölten erobert hatte. Der Kampf um Alland im Wienerwald tobte weit länger, bis sich am 23. April die Front ins Triestingtal nach Altenmarkt und Hainfeld verlagert hatte.
Österreichische Patrioten machten sich daran die Institutionen des Landes sofort wieder zu reaktivieren und neu einzurichten.
Die Schnellsten dabei waren die Sozialisten. Am 14. April wurde im Wiener Rathaus die SPÖ neu gegründet. Am 17. April, also vor genau 81 Jahren folgte die ÖVP, die im Schottenstift neu gegründet wurde.
Die Kommunisten kehrten aus Titos Partisanenarmee, aus dem Exil in Moskau oder aus KZs, so sie überlebt hatten, zurück und reaktivierten am 23. April mit im Land Verbliebenen die seit 1933 verbotene KPÖ.
Nach einem Vorbereitungstreffen am 13. April in 1070 Wien Kenyongasse gründeten am 15. April drei frühere Gewerkschaftsführer, der Christlichsoziale Lois Weinberger, der Sozialdemokrat Johann Böhm und der Kommunist Gottlieb Karl Fiala, den nicht parteigebundenen Gewerkschaftsbund.
Heute wird versucht gegen ein Gedenken der Ereignisse von 1945 mobil zu machen. Führend beteiligt sind Politiker in der EU-Kommission und im EU-Parlament. Der Verdacht, dass der dort anzutreffende Russenhass mit dem Verlust der Nazi zu tun hat, liegt nahe. So versuchten im Vorjahr Politiker wie die Vizepräsidentin der EU-Kommission, der rechtsextremen Estin Kaja Kallas, Politiker von Nationen in der EU und die von Beitrittskandidaten an der Teilnahme bei der Sieges- und Gedenkfeier in Moskau zu hindern. US-Politiker wie Stephen Bryen orteten bei den Esten generell ein „lückenhaftes, manche würden sagen kompromittierendes Verhalten bei der Unterstützung der Nazis“.
Es ist bemerkenswert, dass 81 Jahre nachdem der WK II zu Ende ging, sich neuerlich ein Konflikt zwischen einer europäischen Kriegskoalition und Russland anbahnt. Vor 81 Jahren fanden die letzten großen Schlachten um Wien und ab 16. April um Berlin statt.
Mitte März entschied die Rote Armee den Kampf um Budapest und durchbrach anschließend die Stellungen der deutschen Arme, die noch von Resten ungarischer Truppenverbände des faschistischen Horthy Regimes unterstützt wurden. Anfang April begann dann der Kampf im Osten Österreichs. Der Kampf um Wien wurde abgekürzt, durch Informationen von patriotischen Widerstandskämpfern, die der Roten Armee halfen in Wien über westlich gelegene Vororte einzudringen ohne die deutsche Verteidigung frontal durchbrechen zu müssen.
Vor dem direkten Kampf um die Stadt Wien fanden heftige Kämpfe im Marchfeld und im Süden Wiens in der Gegend von Baden statt.
Die intensiven Kämpfe in Wien dauerten bis etwa 13. April, im Süden bis etwa 18. April. Besonders intensiv wurde im Arsenal gekämpft, in der Nähe des jetzigen Hauptbahnhofes im Süden von Wien.

Das Foto zeigt die Zerstörungen.
Im Widerstand war es bereits vor der Einnahme Wiens durch die Rote Armee zu intensiven Kontakten der politischen Gruppierungen der Zwischenkriegszeit gekommen, deren Führer gerade aus den Gefängnissen und Konzentrationslagern entkommen waren. Die Widerstandsgruppen der Kommunisten, christlich-konservativer Gruppen und auch einiger Offiziere um Major Carl Szokoll im Wehrkreiskommando XVII versuchten Schäden an der Stadt durch Kontakte und Kooperationen mit dem Hauptquartier General Tolbuchins in Hochwolkersdorf zu minimieren. Sie halfen dabei die Pläne zur Umgehung von Süden kommend durch den Wienerwald auszuarbeiten und verhinderten dadurch eine weitergehende Zerstörung der Stadt und zivile Opfer.
Das Vorhaben der Widerstandsbewegung unter dem Decknamen „Operation Radetzky“, die kampflose Übergabe der Stadt an die sowjetischen Truppen zu erreichen und die Zerstörung durch Hitlers „Nerobefehl“ zu verhindern, wurde aber letztlich verraten. Drei beteiligte Offiziere – Oberleutnant Rudolf Raschke, Hauptmann Alfred Huth und Major Karl Biedermann – wurden am 8. April am Floridsdorfer Spitz öffentlich an Straßenlaternen gehängt.
Ich frage mich, ob der Russenhass mancher Politiker, insbesondere bei den Neos, darauf zurückzuführen ist, dass uns die Russen von den Nazis befreit haben. Und 1955 wieder das Land verlassen haben.
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