EU kündigt Internet-App an

15. April 2026von 2,8 Minuten Lesezeit

Zuerst war es der „Kinderschutz“. Damit wurde plötzlich koordiniert für die „Altersverifikation“ im Netz geworben. Wenige Zeit später liefert die EU ihre App für alle. Sie wird de facto Pflicht für die Bürger werden. Von der Leyen nennt explizit die Corona-App als Vorbild.

Ein Lehrbeispiel aus einem politischen Handbuch: Erschaffe ein Problem, liefere die Lösung, und schon hast du deine Agenda durchgebracht. Jahrzehnte war eine „Altersverifikation“ auf Facebook, Instagram oder sonst wo nie ein Thema. Quasi über Nacht wurde es von den USA bis Neuseeland, von Brasilien bis Europa zu einem zentralen Thema für die Politik. Es wird EU-weit kommen, in Österreich ist es bereits beschlossen. Die eigentliche Agenda dahinter: die digitale ID für alle Bürger. Die EU will sie bis 2030 auf allen Smartphones haben. Wer es nicht will, der dürfte künftig aus dem Internet gebannt sein – und auch sonst einen erschwerten Alltag führen müssen.

Jetzt hat es die Kommission auch offiziell gemacht: Eine einheitliche Altersverifikations-App soll bald in den App-Stores der Mitgliedstaaten landen. Ursula von der Leyen präsentiert sie als Meilenstein für den Jugendschutz. Plattformen wie soziale Netzwerke, Pornoseiten oder Glücksspielangebote sollen künftig nur noch zugänglich sein, wenn Nutzer per App nachweisen, dass sie über 18 sind. Die Technik klingt harmlos: Open Source, datenschutzfreundlich, es werde „nur das Alter“ weitergegeben. Doch genau das ist die perfide Täuschung.

Als quasi Vorbild diente von der Leyen laut eigener Aussage der „riesige Erfolg“ der Corona-App. Jene App, die angeblich nur Infektionsketten brechen sollte – und in Wahrheit ein flächendeckendes Kontrollinstrument war. Mit QR-Codes, Zertifikaten und Zugangsbeschränkungen wurde getestet, wie weit Bürger staatliche Überwachung akzeptieren. 70 bis 80 Prozent machten mit. Jetzt wird dasselbe Muster wiederholt, nur diesmal nicht für eine Pandemie, sondern für das gesamte Internet. Der Widerstand ist weitaus leiser.

Die App soll mit Ausweis oder Pass verknüpft werden. Der Nutzer erhält einen digitalen Nachweis, den er bei jedem Zugriff auf altersbeschränkte Inhalte vorlegt. Die Plattform erfährt angeblich nichts weiter als „über 18“. Dabei wird die digitale Infrastruktur aufgebaut, die nahtlos in die geplante EU Digital Identity Wallet integriert werden kann. Und diese „EU-Brieftasche“ mit allen möglichen „Tokens“ – von Versicherungen über Ausweise zum „Internet-Zugangspass“ bis hin zum Impfpass – steht schon in den Startlöchern. Zufälligerweise fällt sie ziemlich genau damit zusammen, dass man Instagram und Co plötzlich als Gefahr für Kinder entdeckt hat. Einmal installiert, einmal verifiziert – und die technische Grundlage für weitaus mehr ist gelegt.

Das Argument vom offenen Quellcode? Wer die Infrastruktur kontrolliert, kontrolliert später auch den Schalter. Ein kleines technisches Update, begründet mit „Sicherheitsgründen“, „Terrorabwehr“ oder dem nächsten moralischen Notstand – und schon wird aus dem Altersnachweis ein vollständiges Bewegungs- und Nutzungsprofil.

Das Internet, wie wir es kennen, endet. Und zwar schneller als wir glauben. Vor wenigen Monaten hatte noch keiner über die „Altersverifikation“ gesprochen. Heute hat die EU schon ihre „App“ parat, Politiker (etwa Österreichs Vize-Kanzler Andi Babler) jubeln darüber. Wer glaubt, es gehe um Jugendschutz, der glaubte auch, die Corona-Maßnahmen dienten dem Infektionsschutz. Und wie die Impfung wird auch die App „freiwillig“ sein: Wer sie ablehnt, bleibt draußen.


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18 Kommentare

  1. OMS 16. April 2026 um 8:05 Uhr - Antworten

    Der Weg ist vorgezeichnet! Zum Schutz vor dem freien Konsum von Meinung aus dem WWW wird ein Schutz für die Mächtigen erzeugt. Internet – Smartphone – Digitale ID – Chip für alle! Was bei Haustieren schon zum Schutz funktioniert, funktioniert auch beim Menschen. Und alles auf der Masche Freiwilligkeit, welche für die verbliebenen Selberdenker dann in Zwangsmaßnahme oder Ausschluss aus dem Leben umgewandelt wird. Zusätzlich nur noch digitales Geld und auf Knopfdruck wird man ausgeschaltet. Wie das dann ist, sieht man an EU-Sanktionen gegen freie Menschen!

  2. VerarmterAdel 15. April 2026 um 21:15 Uhr - Antworten

    Wie sagte die Nudelmann? F*ck the EU? Genau.

  3. Daisy 15. April 2026 um 20:23 Uhr - Antworten

    Eine Lösung wäre VPN oder Spiegelseiten…Was sagt Musk dazu? Der macht dabei sicher nicht mit, nehme ich an. Dann könnte man ausweichen.

    Die Schlinge zieht sich immer enger…aus Maus, die Falle schnappt bald zu. Sie haben es sehr eilig.

    • Vortex 15. April 2026 um 23:04 Uhr - Antworten

      Gewisse IT-Manipulationen haben mich heute erreicht, musste gerade über 3 Std. alles erneut registrieren, denn der Zugang funktionierte über WordPress und auch hier nicht mehr über meinen Aliasnamen.

      Nun klappt es zwar wieder, fragt sich nur, wie lange noch, und ich bin leider kein IT-Experte, ausserdem verwende ich 3 verschiedene VPN-Dienste …

      • Daisy 16. April 2026 um 9:14 Uhr

        Wären Sie ausgeloggt, hätte ich gesagt, da wurden alle Cookies irrtümlich gelöscht, aber alles neu registrieren? Das verstehe ich auch nicht.

      • Vortex 16. April 2026 um 14:37 Uhr

        Evtl. die improvisierte «Alias-Kette» und zusätzlich habe ich den Datenaustausch über IPv6 gesperrt.
        Davon wurde der 1. vor über 10 Jahren registriert, der als Referenz verwendet wird, und da alles pure Fantasie inkl. der restlichen Daten ist, wird das fremdgesteuerte System bald schärfer vorgehen, denn seit der BB-Konferenz (tinyurl.com/2b9h8dmh) wird bereits alles neu justiert, aber besonders die korrumpierte systemtreue KI wird bald wie eine Glucke (lt. Collins-Wörterbuch) über uns wachen und bei Bedarf auch heftig picken, aber dann widme ich mich lieber meinen Gartenpflanzen, als an div. Orten virtuelle Pfeile zu versenden …

    • Varus 16. April 2026 um 7:00 Uhr - Antworten

      Der macht dabei sicher nicht mit, nehme ich an.

      Im Newsticker der Ungeschnittenen: „… 16. Apr. 05:27 … Ein in den USA eingebrachter Gesetzentwurf (House Resolution 8250), initiiert von Josh Gottheimer und unterstützt von Elise Stefanik, sieht vor, dass künftig alle Betriebssysteme eine verpflichtende Altersverifikation für Nutzer integrieren müssen. …“

      Das Trumpistan offenbar auf einer Wellenlänge mit der EUdSSR.

      • Daisy 16. April 2026 um 7:18 Uhr

        Das ist ja furchtbar! Ja, das hat sicher nichts mit dem Kinderschutz zu tun. Dafür genügt ein einfaches Passwort und das ist zudem Sache der Eltern. Wir sollen sozusagen in die Matrix eingespeist werden. Mit 5G/6G kann man zwar rasch alle Daten absaugen, aber die Anlagen, die das abspeichern, die KI, die es verwertet…das braucht immens viel Strom. So bleibt die letzte Hoffnung: Totaler Blackout.

  4. wolfferth 15. April 2026 um 19:42 Uhr - Antworten

    Mit hackbaren, digitalen Profilen lässt sich ebenso wenig Kinderschutz betreiben wie mit Nanotechnologie und Gentechnik. Die Antwort lautet: Nein!
    https://csa-scientist-open-letter.org/ageverif-Feb2026

    • Jan 16. April 2026 um 7:06 Uhr - Antworten

      „Building a global trust infrastructure for age verification is non-trivial.“

      Die Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass die Leyen-Lösung mehr Schaden für die Integrität von Kindern verursachen könnte als keine.

      Das ist vernichtend!

  5. rudifluegl 15. April 2026 um 18:50 Uhr - Antworten

    Die Idee „selber kein Smartphon als Vorbild für jugendliche“ wird damit konterkariert!
    Diese Verbrecher fordern, fördern damit „Smartphon für alle“! Die ausgeschlossenen oder die, die noch ausgeschlossen werden könnten führen direkt dazu, dass alle drinnen sein wollen.
    Eine leicht zu lösende Aufgabe für Minderjährige plus Genossen mit Möglichkeiten für vieve, die ansonsten nur der Drogenmarkt, Waffenmarkt, der Menschenhandel etc. bieten.
    Mit schlafwandlerischer Sicherheit führen die „selbst beauftragten“, der organisierten Kriminalität oder deren Zwilling, die neoliberalen, deren Agenden aus!
    Faschismus ist die Verbindung von Politik und Wirtschaft.
    Die Verbindung von Politik mit der kriminellen Wirtschaft heißt wie?
    Superfaschihihihihismus? Hyperfaschihihihismus? GRAHAHAHAFAZ? -Größter anzunehmender Fa. aller Zeiten-.
    Wo ist er denn der GRÖHHHHHHLFAZ dem offensichtlich alle nachahmen wollen.

  6. rudifluegl 15. April 2026 um 18:43 Uhr - Antworten

    An was scheitert das schon wieder? An GRAFAZ?

  7. rudifluegl 15. April 2026 um 18:41 Uhr - Antworten

    Die Idee „selber kein Smartphon als Vorbild für jugendliche“ wird damit konterkariert!
    Diese Verbrecher fordern, fördern damit „Smartphon für alle“! Die ausgeschlossenen oder die, die noch ausgeschlossen werden könnten führen direkt dazu, dass alle drinnen sein wollen.
    Eine leicht zu lösende Aufgabe für Minderjährige plus Genossen mit Möglichkeiten für vieve, die ansonsten nur der Drogenmarkt, Waffenmarkt, der Menschenhandel etc. bieten.
    Mit schlafwandlerischer Sicherheit führen die „selbst beauftragten“, der organisierten Kriminalität oder deren Zwilling, die neoliberalen, deren Agenden aus!
    Faschismus ist die Verbindung von Politik und Wirtschaft.
    Die Verbindung von Politik mit der kriminellen Wirtschaft heißt wie?
    Superfaschismus? Hyperfaschismus? GRAFAZ? -Größter anzunehmender Fa. aller Zeiten-.
    Wo ist er denn der GRÖFAZ dem offensichtlich alle nachahmen wollen.

    • Pusteblume 16. April 2026 um 8:21 Uhr - Antworten

      Der Faschismus kommt aus den USA, siehe Kommentar von Varus weiter oben.

  8. audiatur et altera pars 15. April 2026 um 18:17 Uhr - Antworten

    Hält das Privatunternehmen E-Uschi nun etwa par Ordre du Mufti das E-Altersverifikations-Tool-Monopol? Wo bleiben da eigentlich die Kartellwächter, wenn der Binnenmarkt so blitzplötzlich zum -Innenmarkt „transformiert“ wird? Diese kompetenztechnischen Chaostage machen ratlos, sind aber irgendwie auch so abgedreht, dass man das Lachen dabei nicht verlernen sollte. Das Beruhigende daran: Alles, was diese Frau anpackt, ist offensichtlich gebaut um zu scheitern ;-) Kost halt alles ein Stange Geld. Aber mei, „wir“ ham’s ja am amtlichen Ponyhof …

    • audiatur et altera pars 15. April 2026 um 20:34 Uhr - Antworten

      PS: Abgesehen von solch unternehmerischem (oder gar polizeilichem) Unfug hat die EU auch selbstverständlich nicht Zuständigkeit für den Jugendschutz. Die Ex-Staatssekretärin „für Digitalisierung und Jugend“ schrieb dazu an letztere: „Es gibt in Österreich unterschiedliche Bezeichnungen für die Gesetze, die den Jugendschutz betreffen. Zumeist heißen sie „Jugendschutzgesetz“ oder „Jugendgesetz“ und sind im Aufgabenbereich der Bundesländer geregelt. Das bedeutet, dass jedes Bundesland über die konkreten Bestimmungen im Gesetz selbst entscheidet. Seit 2019 gelten in Österreich erstmals weitestgehend einheitliche Bestimmungen zum Erwerb und Konsum von Alkohol und Tabak sowie zu den Ausgehzeiten.“

  9. fdik 15. April 2026 um 17:29 Uhr - Antworten

    Die Führerin des EU-Reichs hat gesprochen. Die Untertanen gehorchen. Es geht in den Krieg gegen Russland. Da ist kein Defätismus mehr erlaubt.

    • Pusteblume 16. April 2026 um 8:22 Uhr - Antworten

      Sitzt Uschilein bereits im E-Panzer? Dann fort mit ihr; zur Hölle oder nach Sibirien mit ihr. Die Braunbären haben Hunger.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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