Der Betrug an der Tankstelle

9. März 2026von 2,7 Minuten Lesezeit

An der Tankstelle wird man doppelt betrogen: Je mehr die Konzerne aufschlagen, umso mehr kassiert der Staat. Ein perfides Zusammenspiel: Krisen treiben Preise, Preise treiben Steuereinnahmen, und beides dient der langfristigen Einschränkung persönlicher Mobilität. Klaus Schwab wäre stolz.

Steuern auf Benzin und Diesel sind in Österreich auf Rekordniveau. Im Jänner lag der Steueranteil bei Benzin bei rund 58 Prozent und bei Diesel bei etwa 53 Prozent. Bei einem Literpreis von 1,50 bis 1,70 Euro fließen somit oft 80 bis 90 Cent direkt in die Staatskasse. Die Mineralölsteuer beträgt fix 48,2 Cent pro Liter Benzin und 39,7 Cent pro Liter Diesel – dazu kommen die stufenweise steigende CO₂-Bepreisung (2025/2026 bereits ca. 15 Cent bei Benzin und 16,5 Cent bei Diesel, inklusive MwSt.) und die 20-prozentige Mehrwertsteuer, die auch auf die Steuern selbst aufgeschlagen wird.

Für den Staat ein großes Geschäft. Je höher der Preis klettert, umso mehr verdient die Regierung. Und während der Sprit wieder zwei Euro oder darüber kostet, schimpft Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) auf die FPÖ. Gäbe es die FPÖ nicht, müsste die SPÖ diese Partei erfinden. Wen sollte man denn sonst beschuldigen, während man selbst in der Regierung ist und das rote Finanzministerium nicht mal ansatzweise daran denkt, Tanksteuern zu senken oder einen Deckel am Spritpreis einzuführen?

Die Ölkonzerne nutzen geopolitische Krisen konsequent aus. Das weiß freilich jeder. Im Februar 2022 explodierten die Preise an der Zapfsäule und die Gewinne der Konzerne. Die fünf größten westlichen Konzerne (ExxonMobil, Shell, BP, Chevron, TotalEnergies) fuhren zwischen 2022 und 2024 Gewinne von über 260 Milliarden Euro ein – oft als direkte Folge höherer Rohölpreise.

Mit dem Krieg im Iran ist es dasselbe. Sofort wurde es an den Tankstellen teurer, obwohl das Öl noch billig eingekauft worden war. Es ist das altbekannte Spiel: Preissenkungen beim Rohöl werden nur zögerlich oder gar nicht weitergegeben, während Erhöhungen binnen Stunden oder Tagen durchschlagen. Dann verdient nicht nur der Konzern, sondern auch der Staat. Denn je höher der Preis, umso höher die Steuern.

Dieser doppelte Betrug passt auch ins große Bild: Hohe Spritpreise und steigende Mobilitätskosten sind wirksame Hebel, um den Individualverkehr unattraktiv zu machen. Ein erklärtes Ziel von UNO über WEF. „Nachhaltige Mobilität“, wie es in der Agenda 2030 umgesetzt werden soll, heißt: Autofahren sollen nur noch die Reichen. Da kommt ein weiterer Krieg gerade recht. In Österreich treibt genau diese Politik die CO₂-Bepreisung Jahr für Jahr nach oben. Die neuen Preise an der Tankstelle werden das Auto nun wieder öfter stehen lassen.

Der Staat kassiert Milliarden durch die hohen Steuern, die Konzerne streichen Rekordgewinne ein. Ein perfides Zusammenspiel: Krisen treiben Preise, Preise treiben Steuereinnahmen, und beides dient der langfristigen Einschränkung persönlicher Mobilität. Klaus Schwab wäre stolz.

Und während die SPÖ wegen der hohen Preise auf die Opposition schimpft, wären unmittelbare Lösungen nicht allzu schwer: sofortige Senkung der Mineralöl- und CO₂-Abgaben, Deckelung der Margen und Transparenz bei der Preisfindung.

Bild „Feldkirch-01-Rudolf-Knobloch-1961“ by Rudolf Knobloch (* 30 August 1914, + 11 July 2001), scan by Kryp is marked with CC0 1.0.

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5 Kommentare

  1. Jan 9. März 2026 um 12:19 Uhr - Antworten

    Dass der Staat die diversen Aufschläge in einer heftigen Energie- und Wirtschaftskrise proportional erhöht, ist das Dümmste, was er tun kann. Dazu auch noch zu erklären, man brauche keine Gegenmaßnahmen, weil man mehr Windkraft baue, ist eine Verhöhnung von Menschen in Not.

    Die betreibenden Politiker und ihre Parteien werden das natürlich nicht überleben, das ist deren politisches Ende. Das ist ja völlig klar.

    Mit den Ölfirmen, die das Öl teuer verkaufen, weil sich der Markt um 30% verknappt, ohne dass sie dadurch höhere Aufwendungen bei der Förderung außerhalb von Nahost hätten, ist das so eine Sache. Denn der Ausfall in Nahost dürfte nicht versicherungsfähig sein. Und wenn die Ölfirmen insolvent werden, haben wir gar kein Öl mehr. Das ist eine strategische Abhängigkeit, in die wir uns begeben haben.

    Wenn Klein-Sophie Am Himmel steht und schreit: Ich befehle dem Rockefeller, Öl zu liefern!, dann bleibt das komplett ohne Wirkung, leider.

    Die Supermajors sind natürlich alle in Nahost investiert. Auch russische Firmen, wie Lukoil und Gazprom, oder die italienische Firma Eni oder die französische TotalEnergies oder die norwegische Equinor müssen eventuell abschreiben, das denkt man gar nicht. Aber die österreichische OMV oder die brasilianische Petrobras oder die malaysische Petronas sind nicht in der Region aktiv und können den Aufschlag einfach einstreichen.

  2. Patient Null 9. März 2026 um 12:00 Uhr - Antworten

    Zumindest in Deutschland geht die Geschichte noch ein Stück weiter.
    Das Bundeskartellamt, dafür zuständig das zu ändern, weis das. Seit 20 Jahren erzählt uns das Bundeskartellamt, wir beobachten die Sache mit den Tankstellen/Ölkonzernen. Jetzt stellen sich Politiker hin und sagen, ja das kann ja nicht sein das die Tankstellen sowas machen da wird der Bürger doch betrogen, wir übergeben das mal an das Bundeskartellamt. !1!!

  3. audiatur et altera pars 9. März 2026 um 11:15 Uhr - Antworten

    Eine Steuer (MwSt), die auf die Steuer aufgeschlagen wird. Die Logik gleicht in etwa dem TTTesten der Fälle im Fall des Falles. Das Umsatzsteuergesetz sagt uns, welche Umsätze steuerbar sind. § 1:

    „Die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. “

    Für die „Supermarkt“-Kartelle der Dieseldealer sind all die oben genannten Steuern ein bloßer Durchläufer. Bezahlt werden sie (relativ zum Einkommen gesehen) überwiegend von jenen, die laut diversen 30-jährigen-Ideologietröten, Stammtischbrüdern und ähnlichen Bierdeckelphilosophen „keine Steuern zahlen“. Dass die Doofen dann auch noch doppelt gemoppelt werden, ist nicht genau das Gleiche, sondern viel übler als bei den quasi-amtlich urungerechten Schenkungs- und Erbschaftssteuern. Warum? 1. Weil es bei der Umsatzsteuer um viel (viel!) höhere Beträge geht. 2. Weil bei Erbschaft und Schenkung nicht der „doppelt Besteuerte“, sondern der Erbe oder Beschenkte besteuert wird (Sippenhaftung gibt’s im Westen zum Glück auch im positiven Sinn nicht). Der gemeine Benzinbruder ist hingegen der ernsthaft doppelt B€$cheuerte. Noch dazu in einem einzigen Enteignungszug. Benzinbruders Volxvertreter Mundi Babler vom Gemeindefinanzierungsfonds dazu: „Wir werden euch vor Preissteigerungen schützen, liebe Freundinnen, Freunde … und diverse Freunderln!“

  4. local.man 9. März 2026 um 10:19 Uhr - Antworten

    Es gehört natürlich alles zusammen. Die Ölkonzerne sind im Besitz derer, die auch die Regierungen kontrollieren und die auch die Rüstungskonzerne besitzen und die auch die Medien steuern und die auch die Kriege anstreben. Nicht unbedingt des Krieges wegen, dieser ist Mittel zum Zweck. Nicht nur der Umverteilung wegen, oder geopolitischen Strategien. Es ist auch die Ablenkung bei gleichzeitiger Option daran Dinge für den Systemwandel zu koppeln.
    Die Angst der Menschen vor Kriegen und damit für sie Leid und Armut, Chaos und Zerstörung, ist hier ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Waffe im hybriden Krieg der Herrschenden gegen uns alle für den Systemwandel der permanent läuft, aber aktuell einen großen Bruch benötigt im Interesse der immergleichen Kreise.

    Wann man sich die Ereignisse anschaut von etwas weiter weg, dann sieht man, wie sich die Schlingen überall zuziehen, ganz langsam und wie die Vorbereitungen dafür seit Jahren getroffen werden.

    Es spitzt sich alles auf ein Finale hin zu. Das Ziel sind wir alle und der Wandel des System, dass hier stetig immer weiter abgerissen wird und das modernere Gefängnis aufgebaut, ist klar im Gange.
    Verknappung hier durch Sprengungen, Zensur des Netzes und gleichzeitig die Vorbereitung auf eID, eGeld und Identitätsnachweise fürs Netz. Vermögensdaten werden erfasst und gleichzeitig wird der Wohlstand weggeknabbert. Kriegsgerät und die Verschiebung der Werte und Gelder hin zu Militär, Kosten für immer mehr Menschen aus anderen Ländern, die entweder direkt hier bezahlt werden, oder das Geld woanders hin vergeben wird, verteilen nicht nur um, sie drücken uns immer weiter runter und halten uns nieder.

    Wenn plötzlich tausende bis zehntausende Menschen für „die Gute Sache“ auf den Straßen sind wie Black Lifes Matter oder gegen Rechts, oder fürs Klima, ist das natürlich nicht gekaufte Rebellion, die dann groß und breit in den Medien hochgekocht wird. Erstaunlicherweise gehen die Leute aber bei Krieg nicht raus, oder nur sehr gering und dann unter dem Radar, oder wenn alles mal wieder teurer wird, oder wenn direkt die Menschen bis 70 arbeiten sollen bei 10h Tagen. Da passiert im Grunde kaum bis nichts, was aber direkt den Menschen was angeht. Oder wenn ein frischgewählter Bundeskanzler innerhalb von wenigen Tagen nach seiner Wahl, sogut wie alles ins Gegenteil verkehrt, was man als total hochkriminell einstufen muss und sofort gestoppt werden müsste, ja muss.. es ist ja nicht vorbei…
    Die Liste könnte man spielend verlängern.

    Wir werden nachwievor gegeneinander ausgespielt und Feinde erschaffen, an denen wir uns abarbeiten können. Gleichzeitig ermächtigen sich Organisationen in den Händen der Herrschenden, stetig immer weiter uns neue Vorschriften und Gesetze überzustülpen die massiv gegen Freiheiten sind, wie Pandemieverträge und IHR. Oder das Ende der Anonymität bei Kryptowährungen, wozu sie eigentlich ja gedacht waren ua.

    Es geht wie immer um die Kontrolle, die Macht, den Besitz, Reichtum und Privilegien einer kleinen Minderheit.
    Und das im Deckmäntelchen einer Demokratie, die so gar nicht existiert.
    Das Leben in der Matrix.

    Man könnte diese Story noch viel viel weiter ausbreiten, um in die Tiefe zu gehen. Was den Rahmen der Kommentarspalte sprengt.

    Aber es ist eindeutig, für jeden sonnenklar was hier hinter dem ganzen Theaterstückchen vor sich geht.
    Und wir haben jegliche Macht verloren und wurden und werden maximal getäuscht in so gut wie allen Facetten.

  5. Glass Steagall Act 9. März 2026 um 9:30 Uhr - Antworten

    Ausnahmsweise hat das WEF mal nichts damit zu tun. Es ist einzig und allein die Gier der Konzerne, die hier die Preise übermäßig klettern lässt. Der Staat hat sich aber seine automatische Gewinnoption bereits vorher eingebaut! Mit einer trickreichen Besteuerung gewinnt er immer proportional! Solange der Bürger nicht meckert, solange wird erst einmal abkassiert. Und nach jeder Preissteigerung, kommt ein Gewöhnungsfaktor beim Bürger dazu. Mit dieser Psychologie können alle Profiteure die Preise von Jahr zu Jahr höher schrauben! Es ist die Methode, drei Schritte vorwärts, zwei Schritte zurück oder der berühmte Frosch im Topf, in dem das Wasser langsam erhitzt wird.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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