Bei meinen Märschen durch die „Wüste“ Namibias, abgeschottet von Tsunamis der Nachrichten, Meldungen und Anrufen, kommen manchmal die seltsamsten Gedanken auf. Diesmal beschäftigte ich mich damit, warum die Menschen wohl so sind, warum das so ist, und was daraus resultieren könnte.
Jeder kennt Science Fiction Thesen, nach denen Zeitreisende, welche die Vergangenheit verändern, möglicherweise ihre eigene Existenz in der Gegenwart verlieren. Aber dass aus einer Urfurcht die Angst resultiert, die Gegenwart, die ja eigentlich Vergangenheit ist, zu verändern, aus Angst, sich selbst zu verlieren, war nie zielführend. Aber warum verhielt sich dann die Mehrheit der Menschen so, wie eigentlich schon die 10 Gebote des Katholizismus versuchen zu verhindern? Und warum entwickelte sich die Technik dramatisch schneller als der Mensch das menschliche Zusammenleben?

Die Thesen
These 1: Die Natur erfordert Sterben und Geburt
Evolution erfordert das ständige Sterben und die Geburt des Neuen. Die Natur lebt in Zyklen. Und die Menschen sind so angelegt, dass sie sich selbst vernichten, und damit Platz machen für etwas Neues. Deshalb ist die Vernichtung des Menschen in ihm selbst implizit enthalten, wie der Tod in seinem Leben.
These 2: Die technische Entwicklung erhielt einen Impuls von Außen
Wer genau hinschaut, wird nicht leugnen können, dass die Menschen von heute sich sozial so verhalten wie vor tausenden von Jahren, nur eben auf einem anderen Niveau. Der Grund für die Möglichkeit der Selbstvernichtung aber wird durch eine technologische Entwicklung beflügelt, welche viel schneller vonstatten ging, als die moralische, ethische, soziale Entwicklung. Bevor ich mehr auf die Wirren Gedankengänge eingehe, will ich lieber berichten, was ich dann zurück vor dem Computer dazu recherchierte.
These 1: Die Natur erfordert Sterben und Geburt
Die Idee, dass Tod und Neuanfang ein notwendiger Bestandteil des Naturgeschehens sind, reicht bis in die griechische Antike zurück und wurde seither immer wieder aufgegriffen – biologisch, psychoanalytisch und metaphysisch.
Heraklit – das ewige Werden
Schon Heraklit von Ephesos (um 500 v. Chr.) beschrieb die Welt als permanenten Fluss („panta rhei“), in dem Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Sein Bild vom Feuer, das sich ständig verzehrt und erneuert, ist die älteste bekannte Fassung des Gedankens, dass Zerstörung die Voraussetzung für Neues ist.
August Weismann – der programmierte Tod
August Weismann (1834–1914), Freiburger Zoologe und einer der einflussreichsten Evolutionstheoretiker nach Darwin, stellte bereits 1881 die These auf, der Tod des Individuums sei evolutionär vorprogrammiert: Nicht die Keimbahn, sondern nur der „Körper“ (das Soma) sei zum Sterben bestimmt, damit Ressourcen für neue Generationen frei werden. Seine Keimplasmatheorie prägt die Genetik bis heute, auch wenn seine Vorstellung eines „zweckmäßigen“ Todes von der modernen Alternsforschung relativiert wurde: Heute geht man eher davon aus, dass Alterung ein Nebeneffekt nachlassenden Selektionsdrucks ist, nicht ein aktiv „gewolltes“ Programm.
Sigmund Freud – der Todestrieb
In der Psychoanalyse formulierte Sigmund Freud 1920 in „Jenseits des Lustprinzips“ das Konzept des Todestriebs (Thanatos) als Gegenspieler des Lebenstriebs (Eros) – die Idee stammt ursprünglich von Sabina Spielrein (1912, „Die Destruktion als Ursache des Werdens“). Freud postulierte eine im Organischen angelegte Tendenz, in den anorganischen Ausgangszustand zurückzukehren. Das Konzept blieb hoch umstritten, obwohl es m.E. einleuchtet. Aber: Psychoanalytiker wie Wilhelm Reich und Erich Fromm kritisierten, dass sich damit Aggression, Krieg und Zerstörung biologisch „naturalisieren“ und der Blick auf ihre tatsächlichen gesellschaftlichen Ursachen verstellen ließe, was ich eher für eine politische Meinung oder Wunschvorstellung halte. Vielleicht, weil man einfach nicht zugeben will, dass der Mensch sozial noch viel unterentwickelter ist, als wir glauben.
Nietzsche – die ewige Wiederkehr des Gleichen
Eine dritte Spielart lieferte Friedrich Nietzsche mit der Lehre von der „ewigen Wiederkunft des Gleichen“ („Also sprach Zarathustra“, ab 1883): Alles Geschehen wiederholt sich in einem unendlichen Kreislauf, Sterben und Werden sind Teil ein und desselben Rades. Anders als bei Weismann oder Freud ist das bei Nietzsche kein biologisches, sondern ein existenzielles Gedankenexperiment: Er fordert dazu auf, das eigene Leben so zu bejahen, dass man „seine ewige Wiederkehr wollen könnte„. Naja.

Fazit zu These 1
Der Gedanke, dass Vergehen die Voraussetzung für Neues ist, zieht sich als Motiv durch Naturphilosophie, Biologie und Psychoanalyse. Als naturwissenschaftlich gesicherte Erklärung für menschliches Fehlverhalten oder Selbstzerstörung, so die Erklärungen, tauge jedoch keiner dieser Ansätze – Weismanns „zweckmäßiger Tod“ gelte als überholt, Freuds Todestrieb als unbewiesene Spekulation (was Freud selbst einräumte). Was bleibe, sei ein wiederkehrendes kulturelles Deutungsmuster, kein empirischer Beweis, meint der Mainstream. Mit anderen Worten: Die Menschen weigern sich zu erkennen, was für rudimentäre Wesen sie eigentlich sind. Vielleicht eine Urangst davor zu erkennen, wie unwichtig man für das „Ganze“ ist? Der Glaube daran, man sei „die Krone der Schöpfung„, bestimmt, „sich die Welt untertan zu machen„. Themen, die in den meisten monotheistischen Religionen vorkommen, weil sie in einer Zeit definiert wurden, in denen der Glaube an die eigene Religion ein Mittel war, um das Überleben der Gruppe zu bestärken.
These 2: Die technische Entwicklung erhielt einen Impuls von außen
Der zweite Gedanke – dass technischer Fortschritt schneller verläuft als die moralisch-soziale Anpassung des Menschen – hat in der Soziologie und Technikphilosophie des 20. Jahrhunderts eine sehr konkrete Entsprechung gefunden, die sogenannte Cultural-Lag-Theorie.
Die „kulturelle Phasenverschiebung“
Der US-Soziologe William Fielding Ogburn prägte 1922 in „Social Change“ den Begriff der „kulturellen Phasenverschiebung“ (cultural lag): Die materielle Kultur (Technik, Wirtschaft, Naturwissenschaft) verändert sich schneller als die immaterielle Kultur (Recht, Ethik, soziale Institutionen). Aus dieser Verzögerung entstehen laut Ogburn gesellschaftliche Fehlanpassungen, Konflikte und Krisen – ein Muster, das er unter anderem am Straßenbau zeigte, der jahrzehntelang nicht mit der Entwicklung leistungsfähiger Automobile Schritt hielt. Heute würde er vermutlich die fehlenden Strom-Ladestationen bemängeln. Naja.
Günther Anders – das prometheische Gefälle
Der österreichisch-deutsche Philosoph Günther Anders (1902–1992) radikalisierte diesen Gedanken 1956 in seinem Hauptwerk „Die Antiquiertheit des Menschen“. Er beschreibt ein „prometheisches Gefälle“: die wachsende Kluft zwischen dem, was der Mensch technisch herzustellen imstande ist (bis hin zur Atombombe), und dem, was er sich moralisch und emotional noch vorstellen und verantworten kann. Daraus resultiere eine „prometheische Scham“ – das Gefühl der Unterlegenheit gegenüber den eigenen, perfekteren Produkten. Anders gilt als einer der schärfsten Warner vor der nuklearen Selbstvernichtungsfähigkeit der Menschheit. Eine Selbstvernichtungsfähigkeit, die inzwischen eher durch die Gain of Function Forschung, wodurch erreger potentiell tödlicher für den Menschen künstlich konstruiert werden, oder durch unkontrollierte Einsätze von „künstlicher Intelligenz“ in immer mehr Bereichen von kritischen sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben.
Hans Jonas – das Prinzip Verantwortung
Der Philosoph Hans Jonas zog 1979 mit „Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation“ die ethische Konsequenz: Weil moderne Technik erstmals Folgen zeitigt, die weit über den unmittelbaren Nahbereich hinausreichen (Atomkraft, Gentechnik, Umweltzerstörung), reiche die klassische, auf Nächstenliebe und Gegenwart bezogene Ethik nicht mehr aus. Jonas fordert eine „Fernstenliebe“ – Verantwortung auch gegenüber zukünftigen Generationen. Sein Werk wurde zum „philosophischen Bestseller“ und prägte die spätere Nachhaltigkeits- und Klimaethik-Debatte maßgeblich. Was m.E. aber nur zeigt, wie man geschickt genau das Gegenteil von dem tun kann, was man behauptet.
Fazit zu These 2
Anders als bei These 1 gibt es hier keine bloße Analogie, sondern eine durchgehende, empirisch anschlussfähige Denklinie, … heißt es in Kommentaren: von Ogburns nüchterner Soziologie über Anders‘ zivilisationskritische Warnung bis zu Jonas‘ Verantwortungsethik, die heute in Debatten über KI-Regulierung, Gentechnik und Klimapolitik fortlebe. Kritiker bemängeln allerdings, dass das Cultural-Lag-Modell zu mechanistisch sei und unterstelle, es gäbe nur eine „richtige“ Anpassungsgeschwindigkeit von Kultur an Technik – in Wahrheit würden sich aber beide Sphären wechselseitig beeinflussen. Was meiner Meinung nach nur an der Oberfläche so erscheint. Man mag mir sonst erklären, warum die Welt Vorgänge wie in Gaza akzeptiert.
Zusammenfassung
Beide Thesen greifen reale, gut dokumentierte Diskussionsstränge auf, führen aber zu unterschiedlich belastbaren Ergebnissen, und sind für mich unbefriedigend. These 1 bewegt sich im Feld der Spekulation: Weder die Evolutionsbiologie noch die Psychoanalyse liefern einen Beweis dafür, dass Menschen „angelegt“ sind, sich selbst zu vernichten – es handle sich um Deutungsangebote, keine gesicherten Mechanismen, heißt es. Aber wie will man ein solches Naturgesetz „beweisen„, wenn es die eigene menschliche „Göttlichkeit“ in Frage stellt?
These 2 dagegen trifft mit dem Cultural-Lag-Konzept und der Technikethik von Anders und Jonas einen Kern, der in Wissenschaft und Politik bis heute im Mainstream ernst genommen wird: dass technologische Möglichkeiten (Atomwaffen, KI, Biotechnologie) schneller wachsen als die gesellschaftlichen und rechtlichen Regeln, die ihren Gebrauch eingrenzen sollen. Aber in diesem Diskurs wird bewusst darauf verzichtet zu untersuchen, wodurch diese „Phasenverschiebung“ entstand. Der so genannte „Atomwaffensperrvertrag“ hat statt zur Abrüstung und Abschaffung von Kernwaffen, wo sich die Atomstaaten verpflichtet hatten, zur Modernisierung und zum Ausbau dieser Waffen geführt, worauf nun immer mehr Staaten natürlich in dieser Liega mitspielen wollen. Ebenso mit allen anderen „Selbst-Beschränkungen„, die vereinbart worden waren. Ob es nun kleinere Selbstbeschränkungen wie anti-Personenminen oder Sprengfallen in Alltagsgegenständen waren, oder größere wie Völkermorde und Angriffskriege.
„Und so bin ich Tor, nun genaus so schlau als wie zuvor.“ Aber lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Bild: Wikipedia
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46 Kommentare
Sehr verehrter Jochen Mitschka,
Ihre Themenstellung ist sicherlich der Psychologie ebenso zuzuordnen, wie der Kulturwissenschaft:
Es gälte, sich bei ihrer Behandlung grundlegend um Unvoreingenommenheit zu bemühen; das umso mehr, als ein Unbehagen gegenüber von Menschen verursachten weltweiten Schäden und Bedrohungen womöglich danach ruft, Erklärungs- und auch Lösungsansätzen Aufmerksamkeit und Raum zu geben, die unkonventionellen bzw. gemiedenen Ansätzen entstammen könnten.
Ihre sich unschuldig gebende Zusammenfassung von „Gedanken“ frappiert demgegenüber mit nahezu allen Merkmalen der confirmatio bias, die mit Zitaten tendenziell irregeleiteter Vorgänger angereichert wird. Damit lädt sie vorliegend etliche KommentatorInnen dazu ein, sich aufs Nebengeleis locken zu lassen.
Die Veröffentlichungen Dr. Gerd Reuthers zur Quellenlage, die auch bei tkp.at Berücksichtigung fanden, lassen derartige Sorglosigkeit zusätzlich fragwürdig erscheinen.
Bereits das Fehlen grundlegender Gegenüberstellung und Erörterung abweichender Ansätze lässt die Behandlung eines Themas von solcher Tragweite nichts weniger als tendenziös erscheinen. —
Es mag sein, dass größerer Umfang, ungeachtet der Abneigung im Publikum, vonnöten wäre, um sich nicht vollständig der Lächerlichkeit preiszugeben.
Ich möchte die ausdrückliche handwerkliche Disqualifikation nicht ohne Sachbezug enden lassen: Menschen haben sehr wohl die Ausrichtung auf geradezu uferlose Entdeckungsreisen in das gemeinschaftliche Entwickeln der Künste des unterstützenden Kennenlernens, der achtungsvollen Kooperation, der Reiche von zärtlicher Begeisterung, Charme, Eleganz, Großzügigkeit, Zuvorkommenheit und Neugier aufeinander zur Verfügung, ohne dafür ihr ‚eigentliches‘ Wesen ändern zu müssen. Indessen meiden wir sträflich das Tradieren der Leitbilder u. a. z. B. Hölderlins, Schillers, Lessings und Büchners (die vielstimmige Weisheit des Orients, ‚indianischer‘ Völker, Afrikas und Asiens nicht zu nennen), traumatisieren wir zunehmend unsere Nachkommen und debattieren stumpf um unsere blinden Flecken herum. – Wir haben zur Thematik bei odysee und yt in gleichnamigen Kanälen veröffentlicht. —
Mit den besten Wüschen für Sie und
mit herzlichen Grüßen – hw
Es gibt, nach meiner bescheidenen Meinung, keine Nieveauunterschiede in der Entwicklung. Wenn ich Texte lese von vor über 2000 oder gar 3000 Jahren, dann sehe ich, dass man sich schon damals mit den selben Problemen befasst hat wie heute … im Großen und Ganzen.
Ich möchte zur Thematik noch die Schriften von Gerhard Roth, insbesondere Über den Menschen, empfehlen.
Ganz nebenbei: Die technische Entwicklung von der menschlichen abzukoppeln hieße, dass man Familienangelegenheiten auslagert an andere Stellen (die nicht einmal existieren).
Hallo Herr Mitschka, wie Sie habe ich mir Gedanken dazu gemacht.
2011, während meines Klinikaufenthalts wegen einer Darm-OP (Sigma-Resektion), hat mein durch Opiate extra betäubter Darm (bewegt sich auch unter Vollnarkose), mein Denken völlig in Beschlag genommen, weil er sich nach der OP tagelang nicht mehr bewegen wollte, was zeigt, welche wesentliche Rolle einerseits der Darm, andererseits das Gehirn beim Überleben (Sorge um den Darm) spielen, und das kam dabei heraus:
Warum sind „die Menschen“ so ? Dank ihrem Gehirn, das nach neuesten Untersuchungen erst mit 30 (!) Jahren voll ausgereift ist.
Die Menschheit bildet sich was ein auf ihr Hirn, dabei stammen wir evolutionär von Tieren ab, die ebenfalls ein Hirn entwickelt haben, einer unserer ältesten Vorfahren ist ein Wurm.
Rauchen b.z.w. erzwungenes Mitrauchen ist ein Mißbrauch der Lunge, was sich in chronischer Bronchitis oder Asthma oder Lungenkrebs äußern kann. Trotzdem gibt es Raucher, die den Mißbrauch schadlos überleben und als Ausnahme die Regel bestätigen. Und wie man das Gebiß mißbraucht, wenn man Kronkorken mit den Zähnen abzieht, so mißbraucht man sein Gehirn, wenn man (kritisch) nachdenkt.
Wie ein Wurm, der nichts anderes ist, als ein durch einen Mantel (Muskeln und Haut) geschützter Darm, der sich durch den Boden frißt und gelegentlich fortpflanzt, so ist auch der Mensch nichts anderes als ein personifizierter Darm (vom Mund über Speiseröhre bis zum After) auf zwei Beinen, der seinem Bauchhirn d.h. dem „Bauchgefühl“ folgend, genetisch vorprogrammierte Bedürfnisse (Nahrungbeschaffung, Schlafen, Fortpflanzen [in der Regel ungeachtet der gesellschaftlichen und klimatischen Verhältnisse]) befriedigt, d.h. schon seit biblichen Zeiten gemäß dem gedankenlos zerstörerischen Motto: „nach mir die Sintflut“. Daher sind wir Menschen nichts anderes als Wurmhirnlinge.
Das Bauchhirn, Magen und Darm, signalisieren mal Appetit auf Fleisch oder Fisch oder Käse oder Gemüse oder Süßes oder Saures, mal Durst, mal Unlust oder Überdruss und Erbrechen. Das Kopfhirn hat keine andere Funktion, als den Wurmbauch auf zwei Beinen zu steuern, um die Wünsche des Bauchhirns „aus dem Bauch heraus“ optimal zu erfüllen.
Alles andere ist Mißbrauch des Gehirns oder denkerischer Überschuß, den sich nicht jeder leisten kann, zumal Denken Zeit und Energie kostet. Eine weitere Konsequenz: „DENKE MACHT KOPPWEH!“, wie der Comedian MADDIN sagt.
Nicht zufällig bezeichnet man einen Säugling auch als „Wurm“ und jeder Wurmhirnling macht aufs Neue seine Erfahrungen mit der Umwelt, in der Regel die Erfahrungen der Alten ganz bewußt mißachtend. Das sind über Generationen hinweg denkbar ungünstige Voraussetzungen, Wissen zu tradieren und Erkenntnis zu akkumulieren. Hinzu kommt, daß diejenigen kritischen Wurmhirnlinge, die neue und revolutionäre Ideen entwickeln, systematisch unterdrückt und ausgerottet werden, als Verräter, Spione, Ketzer, Hexen, Heretiker, Blasphemiker, Volkschädlinge, Terroristen, mindestens seit Sokrates über Giordano Bruno bis Anna Politkowskaja, sodaß ihr kritisches Denken sich nicht über Vererbung verbreiten kann. Die Evolution hat zwar eine Sprachregion mit generativer Transformationsgrammtik, aber keine Gehirnregion für (Gesellschafts-)Kritik entstehen lassen, aber immerhin die Möglichkeit zum Mißbrauch des Gehirns. Evolutionär überwiegen die nach Darwin angepassten (!) Wurmhinlinge, die sich umso fleißiger fortpflanzen und daher den „Fortschritt im Schneckentempo“ (G. Grass) verewigen [es könnte auch Wurmtempo heißen]. Die so durch zehntausende Jahre Evolution b.z.w. Zivilisation selektierte „Denkfaulheit“ der meisten Menschen hat dazu geführt, an einfache Weltbilder (!) zu glauben (!) und körperlich b.z.w. geistig überlegenen Führern zu folgen. Das schont das eigene Kopfhirn, das Schlimmste wäre ja, „sich den Kopf zu zerbrechen“. Daß politische Führer in der Regel besonders große und starke Typen waren (siehe die Beinamen für solche Herrscher) ist daher kein Zufall. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel, wie der kleine Korse Napoleon oder das arische Großmaul Adolf Hitler oder „Kohls Mädche“, das wie ihr Ziehvater robustes an der Macht klebendes Sitzfleisch besaß und den staatsgläubigen Wurmhinlingen die Corona-Plandemie-Diktatur bescherte und bis heute den Wahn, daß „die Impfung“ Millionen Menschen gerettet habe. Praktisches Wissen wird immer mehr zum technischen Spezialwissen einer gebildeten Elite, die sich noch ihren denkerischen Überschuß gut bezahlen läßt, aber bald von der von ihr selbst entwickelten KI abgelöst wird, sodaß die große Masse der Wurmhirnlinge bald nur noch weiß, daß und wie sie die Werkzeuge der Macht, die sich gegen sie richten, zu bedienen haben, um überhaupt nur zu überleben, reduziert auf eine kriecherische Wurmexistenz.
Mensch als Darm mit Beinen und Gehirn. Könnte mich der Definition anschließen.
Ich sehe die Menschen oft in zwei Gruppen:
Die größte Gruppe ist halbwegs ehrlich und vermutet das auch bei Anderen.
Und Einige sind es eben nicht.
Sie sind auf vielfältigste Weise kriminell und finden ihre Opfer in der gutmütigen Masse.
Vor denen muss die gutmütige Masse geschützt werden, diese dürfen diese nicht zerstören.
Dabei entwickelt aber der kriminell veranlagte Teil permanent fortschrittliche Techniken.
Dieser Krieg findet nur sekundär mit Gewalt und Waffen statt.
Beispielsweise auch mit den Beeinflussungsmethoden die die Soziologie liefert.
Die kriminelle Veranlagung Einiger ist ein Problem.
Die Harmlosigkeit der überwiegenden Mehrheit ist das größere Problem.
Und Ihr Vorschlag ist, dass die „Harmlosen“ auch kriminell werden, oder wie?
Die 10 Geboter sind m.E. nicht von Gott, sondern von sehr klugen Leuten, die damals bereits begriffen, was man beachten sollte, damit eine Gesellschaft friedlich zusammen leben kann, ohne sich selbst zu zerstören. Das nur am Rande.
Ja-eh, die trieben es zu bunt…mit dem goldenen Kalb usw. Da gings auch um die Macht. Ein allmächtiger Gott ist natürlich viel mächtiger als div. Götter… Drum ist gleich das erste Gebot: „Du sollst keine andern Götter neben mir haben!“
Die 10 Gebote kann man durchaus noch kürzen, was den ganzen Gottschaß betrifft.
Das 2. aich schon…du sollst dir kein Bildnis machen…das Kalb…
Auch das 3. kannst streichen…usw.
https://www.staybiblical.com/de/die-10-gebote-in-der-bibel-original-liste/
Wie wäre es mit anderschristlich positiv formulierten Geboten?
Du sollst nur den einen Gott, den Deiner Vorfahren haben.
Ehre und preise den Namen Gottes.
Heilige die Feiertage.
Ehre Vater und Mutter.
Achte und bewahre alles Leben.
Sei treu und achte die Treue der anderen.
Entnimm der Natur nur, was Du jetzt selbst brauchst.
Sei und rede stets wahrhaftig.
Lass den anderen ihren Besitz, wie sie Dir Deinen Besitz lassen.
Hilf da, wo es nötig ist, wenn Du kannst und es erwünscht ist.
Das Land ist Gemeinschaftsbesitz aller.
Verlasse einen Platz mindestens stets so, wie Du ihn vorgefunden hast.
Die ersten 2 sind eigentlich obsolet, mit den neu erdachten sind es dann wieder 10 kleine N.
Wer erspürt den (massiven) Unterschied zu den von den Kirchen dargebotenen?
Vorschlag:
1) Konzentriere Dich auf das Wesentliche und lass Dich nicht von irgendwelchem Tand ablenken!
2) Bedenke stets, woher Du kommst und welche Wurzeln Du hast!
3) Schwöre niemals!
4) Töte nicht!
5) Lüge nicht!
6) Neid führt Dich in Dein Verderben!
Man muss dabei klar haben, dass der Begriff „Gott“ in der Sprache eine Machtnahme durch die Kirche darstellt. Wir leben in einer geistigen Welt.
Das Unterbewußtsein kann mit dem Begriff „Gott“ so nichts anfangen, da der Begriff letztlich eine Umschreibung des negierten „Nichts“ darstellt, also auch „Alles“ umfassen kann, aber nicht muss. Das Unterbewußtsein hingegen kennt nur Objekte und deren Beziehungen zueinander, auch ein Negation eines Objekts ist dasselbe Objekt. Es macht also keinen Sinn sich etwas auf ein Objekt bezogenes negiert zu wünschen (Begriffe wie nicht, kein, usw.). Das Unterbewußtsein bleibt immer auf dem Niveau eines Dreijährigen zum Zeitpunkt der Abspaltung der Bewußtwerdung.
Der Wunsch z.B. „keine Angst zu haben“ ist sinnlos, weil er das Objekt Angst trotzdem aktiviert. Man muss das ganze stattdessen in positiver Logik formulieren, damit die Kräfte des Unterbewußtseins wirksam werden können. Also, bzgl. dem Nicht-Objekt „Gott“ kann das Unterbewußtsein nichts tun (man soll sich ja auch kein Bildnis von „Gott“ machen). Das Nicht-Objekt „Gott“ bleibt daher nur dem Bewußtsein (den Gedanken) selbst zugänglich.
Der ganze Übergriff der Eliten/Medien basiert immer darauf ein Objekt zu definieren, dieses in die Köpfe zu installieren und dieses Objekt anschließend zu verbiegen nach deren Absicht. Das Problem für den Menschen ist es dann, alternative Konzepte daneben zu stellen, um der Programmierung durch die Propaganda zu widerstehen und die Energie von dem Propagandierten abzuziehen.
Dazu muss man verstehen, dass die Energie, die man auf ein Objekt richtet, dieses stärkt und im außen herbei bringt, wenn die Energie stark genug ist zur Materialisierung. Wenn man etwas nicht will, braucht man ein alternatives Konzept, dem man die Energie stattdessen gibt und streicht das nicht gewollte Konzept ganz aus den Gedanken, damit man es nicht nährt mit der eigenen Energie.
Angst davor zu haben oder seine Aggressionen gegen das nicht Gewollte zu richten, stärkt dieses umso mehr. Man muss es negieren, indem man einfach nicht mehr darüber sinniert.
In der Esoterik wird das gerne so umschrieben: Man muss selbst darauf achten, ob man den weißen oder den schwarzen Wolf nährt…
„Das Unterbewußtsein bleibt immer auf dem Niveau eines Dreijährigen zum Zeitpunkt der Abspaltung der Bewußtwerdung.“
Mag sein, aber deswegen hat man als Mensch ein Bewusstsein und die Verantwortung dieses so zu bilden, dass man eben als ausgewachsenes Exemplar der Spezies dem kleinen Exemplar – sozusagen exemplarisch – zeigt wie das funktioniert!
Jochen Mitschka
12. Juli 2026 um 12:41 Uhr
„Da hat wer (ob Gott oder ein anderes Wesen lasse ich dahingestellt) gesehen, was schief läuft, zeigt es auf und sagt gleich dazu, was NICHT getan werden darf, damit das gute Zusammenleben nicht aus dem Ruder läuft.“ (Hello 12. Juli 2026 um 9:32 Uhr )
Ob die 10 Gebote nun von Gott stammen oder nicht, ist meiner Meinung nach in erster Linie für einen gläubigen Menschen relevant. Aber die von Ihnen angesprochenen „10 Gebote des Katholizismus“ sind nicht die 10 Gebote des Katholizismus, sondern die der gesamten Christenheit.
Außer den 10 Geboten gibt es noch jede Menge anderer richtige Aussagen oder Belehrungen bezüglich guten Verhaltens. Die Menschen, die sie für richtig und gut halten, glauben auch, dass sie sich danach richten. Leider ist dem nicht so. Meistens werden diese Aussagen nur verstanden, aber nicht wirklich integriert. In dem Moment, wo man sie anwenden sollte, denkt man nicht daran und alt-eingübte Verhaltensweisen übernehmen die Oberhand. Anschließend findet man jegliche Begründungen, warum man eben so reagiert hat und findet sie noch für richtig.
Die Menschen sind ebenso wie sie sind.
Sitting Bull, Stammeshäuptling der Lakota-Sooux (19.Jh) zu seinem Enkel:
In unserer Brust kämpfen zwei Wölfe. Der eine ist freundlich, immer hilfsbereit und großzügig, der andere kämpft verbissen um das Seine, ist ehrgeizig und teilt nie.
Der Enkel: Großvater, wenn diese zwei Wölfe dauernd in unserer Brust kämpfen, welcher wird dann gewinnen?
Großvater: Der, den du fütterst.
Alle Weisheit, alles was richtig und gut ist, hat eine Quelle und Menschen, die es aussprechen. Für die einen ist diese Quelle G’TT …
Einfach mal über den Satz nachdenken: Das Sein bestimmt das Bewusstsein.
Faust formuliert das ähnlich: Am Anfang war die Tat.
„„Und so bin ich Tor, nun genaus so schlau als wie zuvor.“ Aber lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.“
Sie lassen sich gerne vom Gegenteil überzeugen? Das Gegenteil wäre, dass Sie jetzt schläuer wären als vor Ihrem „Gedankenspiel“. Wie soll das gehen? Wer weiß schon, wie schlau Sie vorher waren und was Sie jetzt an Erkenntnis gewonnen haben?
Sie haben verschiedene Thesen angeführt, wobei Sie zwei davon mit einem Naja bereits abgelehnt haben, ohne allerdings zu erörtern, warum. Als Totschlagargument gewissermaßen.
Sollte jemand mit einer Antwort kommen, die ganz anders wäre als die übliche (westliche) Philosophie zB von Evolution, so würden Sie das vermutlich ebenso mit einem Naja abtun, weil es in Ihrem Gedankengebäude keinen Platz hätte. Anders verhält es, sich wenn Goethe seinen „Faust sagen lässt: Da steh‘ ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor!,“ Faust wäre bereit gewesen, etwas, was über seinen bisherigen Horizont hinausging, zu akzeptieren.
Übrigens „…die 10 Gebote des Katholizismus …“ Bekanntlich stammen die 10 Gebote aus dem AT (also aus dem Judentum) und wurden von der gesamten Christenheit – und die besteht nicht nur aus dem Katholizismus – übernommen.
10 Gebote:
Wenn Sie jetzt noch auf das eingehen würden, was @Jurgen unten zum Unterbewusstsein geschrieben hat – und meine Antwort darauf berücksichtigen –, hätten wir endlich einen zusammenhängenden Gedankengang statt isolierter Blog-Kommentare. Das ist ja die typische Blog-Krankheit.
Dann könnten wir vielleicht wirklich etwas lernen:
Waren die 10 Gebote eine Manipulationstechnik des Unterbewusstseins – oder nicht? Vielleicht sind Sie ja Psychologe oder Theologe und ich hätte gern gewusst ob mein Einwand unten stichhaltig ist. Ich bin Ingenieur und befasse mich eher nicht mit psychologischen Themen.
Ihr Schreiben ist offenbar sehr lange ind der „Warteschleife“ gewesen. Das ist leider auch eine der Krankheiten hier, warum eine fortlaufende Diskussion nicht zustande kommen kann.
Vielleicht haben Sie mittlerweile meine Antwort auf Ihren Beitrag zur Jurgen gelesen. Ich bin weder Psychologe noch Theologe, habe mich aber sehr mit Religion beschäftigt (nicht nur mit der christlichen).
Sorry für das Missverständnis. Naja soll nicht reine Ablehnung demonstrieren, sondern soll die Abkürzung sein für. „Das könnte man auch anders sehen, aber dazu fehlt hier der Platz, weil schon 8 Minuten Lesezeit grenzwertig sind.“
10-Gebote: Ich wollte nicht schon wieder über „das Judentum“ etwas schreiben, weil der Vorwurf der Monothematik im Raum Steht ;-)
Ich habe auch nicht angenommen, dass Sie etwas über das Judentum schreiben wollten, sondern Sie lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass die 10 Gebote vom gesamten Christentum übernommen wurden. Christentum ist gleich Katholizismus ist eine ziemlich einseitige Einstellung.
„Die Natur ist brutal, und wir sind ein Teil von ihr. Die fundamentale Frage war schon immer: Wer nutzt auf welche Weise die Arbeit des anderen aus?Wann entstanden die ersten Wehrmauer?Dies endet letztendlich immer im Krieg der als Rechtfertigung für diesen wird und den Vollendeten Raub,Mord dient was oft heute als ‚Fortschritt‘ getarnt wird.“Denn die Werkzeuge dafür schaffen nur die die nicht mehr arbeiten müssen und das war schon immer so.Und jetzt kommt das was hier der Autor komplett vergisst.Die Kirche kultivierte den Menschen auf dieser Ebene, und zwar in seiner Gestalt als Sünder.Die katholische Kirche fuhr fort und nahm es sich zur Mission, den natürlichen Menschen zu verändern und in ihn das einzubauen, was es in der Natur nicht gibt: die Moral.Dies hat teilweise funktioniert, bis Luther und die protestantische Reformation sowie später der Marxismus den Menschen anders ansprachen und verkündeten: Ihr seid frei – oder ihr habt sogar ein Recht auf Faulenzen.Gut zu wissen das es solche versuche an uns schon gab.https://historiaantykultury.pl/static/10
Die persönliche Wahrnehmung der Natur und von mir selbst würde ich erstmal in Frage stellen. „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“, – wissen oder glauben wir? Wo entstehen die Bilder, die wir uns machen – Außen oder Innen? Wir befinden uns in einem Raum, aus dem wir unser Leben lang nicht entfliehen können. Dieser Raum ist unser Bewusstsein (oder Gehirn?). In diesem Raum läuft ein Film.In diesem Raum sehen wir einen Film, den wir Realität nennen. Dieser Film ist einzig Ihr Film. Die Frage ist nur – wer schreibt das Drehbuch?
Kein Widerspruch, nur Ergänzung.
Die Frage „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ ist legitim, aber sie führt nicht zu der Schlussfolgerung, dass jeder in seinem eigenen Film lebt. Wir teilen genug Realität, um miteinander zu sprechen, uns zu widersprechen und uns zu verstehen. Natürlich entsteht unsere Wahrnehmung im Gehirn, aber daraus folgt nicht, dass wir in einem Filmraum gefangen sind oder dass die Realität nur ein persönliches Drehbuch ist. Das wäre eine Überinterpretation des konstruktivistischen Gedankens.
Rechtschreibfehler:
„Grabraub verstärkte also das wirtschaftliche Chaos,..
positive Auswirkungen, behaupten einige Ägyptologen…
Erfahrungen, Erziehung und der Umgang mit dem Menschen formen einen Charakter.
Der Mensch an sich will leben
aber aufgrund einer alten Information (?) ist jemand (weltweiter Clan ?) darauf auf
Veränderungen herbeizuführen.
Die Ägypter (Pharaonen) glaubten an Wiedergeburt und hinterließen Grabbeilagen.
Später überlebten Grabräuber „harte Zeiten“ gegenüber „netten Menschen“.
„Der punktuelle Reichtum verdarb die Preise auch für Grundnahrungsmittel, sie wurden für viele der unbeteiligten Personen unbezahlbar“.
(—> Corona-Maßnahmen?).
„Grabraub verstärkte als das wirtschaftliche Chaos, er hatte aber wirtschaftlich höchst positive Auswirkungen, behaupten einige Ägyptilogeb.
Denn, so argumentierten sie, durch den ausgeprägten Jenseitskult der Ägypter kam ein gewichtiger Teil des Volksvermögens unter die Erde und blieb dort ungenutzt – die Diebe holten ihn in den wirtschaftlichen Kreislauf zurück und machten sich so auf kriminelle Weise volkswirtschaftlich verdient.“
(Buch: Ägypten, Menschen – Götter – Pharaonen;
Rose-Marie & Rainer Hagen, S.211)
Siehe auch Spiele:
DOOM
The Callisto Protocol
Dead Space
Aber auch Filme mit gegensätzlichen Charakteren (ab 18 Jahre)
Elling VS John Wick (z.B)
Jungfrau (40), männlich sucht VS
Boogie Nights (z.B)
Nicht alle sind so. Es gibt unterschiedliche Arten. Nur der Weiße will immer den Fortschritt um des Fortschritts willen. Never change a running system. Der Fortschritt verschlechtert oft alles. Die Menschen können auf Erfindungen der Vergangenheit zurückgreifen und darauf aufbauen. Niemand muss das Rad neu erfinden. Sie können das aufgrund der Überlieferung durch die Schrift, durch die Sprache und durch das Zeichnen, später Fotographie und Film. Das kann kein Tier. So hat er eine hoch entwickelte Technik. Sie ist wie ein ein Bauwerk, an dem ständig gearbeitet wird. Der Mensch selbst aber durchläuft weiterhin seine Entwicklung von der Kindheit über die Pubertät. Emotional kann er nicht gescheiter werden. Da fängt er immer bei Null an.
Und was die Überlieferung/Bildung betrifft, kann er auch blöder werden, denn sie ist vom Schulsystem abhängig. Heute wird ja geradezu Volksverblödung betrieben…
Andere Völker aber haben die Technik nicht in diesem Ausmaß, bzw. ändern sie offenbar nicht dauernd was, zB Indianer, Aborigines aber auch Afrikaner können viele 1000e Jahre dahinleben, ohne technischen Fortschritt. Sie leben im Einklang mit der Natur.
Wie gibt es das?
Wie ist das Verhältnis der Naturvölker zu Besitz? Sie besaßen zB kein Land, denn es gab ja sehr viel davon, bevor der Weiße es eroberte. Der Weiße vermehrt sich aufgrund seiner Technik und Medizin wie eine Plage. Er frisst alles kahl. Und wenn er zuviel geworden ist, dezimiert ihn die Natur durch Krieg und Krankheiten. Und dieses Programm trägt der Mensch in sich, das Programm der Selbstvernichtung. Man könnte auch sagen, Ares ist wieder unterwegs. Alle sind verrückt geworden, total verrückt. Wir leben in der Dekadenz, die immer dann auftritt, wenn eine Gesellschaft, die als Ganzes auch ein Organismus zu sein schein, im Überfluss lebt. Man hat schon alles, man ist gelangweilt…
Aber diesmal könnte der Mensch es schaffen, sich auszurxtten. Man muss dringend die KI abschalten. Der Transhumanismus ist sehr gefährlich. Sie treiben auch die Genmanipulation voran und erzeugen bald neue Arten im Labor.
Es ist da bei uns wohl auch der Homo ludens im Spiel..
Wohl bleiben aber sicher irgendwo echte Menschen übrig, hoffentlich. Andererseits, schad ist es nicht sehr um diese Affenart.
zu „Affenart“.
Ein Mensch, der den Beweis versteht, dass die Wurzel aus 2 irrational ist, überschreitet eine Grenze, die kein Tier überschreitet: Er erkennt eine Notwendigkeit, die nicht aus der sichtbaren Welt stammt. Ein Affe kann handeln, lernen und täuschen, aber er kann nicht begreifen, dass eine Zahl logisch unmöglich rational sein kann. Der Mensch lebt in zwei Sphären – der sinnlichen und der begrifflichen –, und genau dieser doppelte Horizont macht ihn zu einem Wesen, das nicht nur sieht, sondern versteht.
Dieser Bruch zwischen Mensch und Tier ist nicht einfach graduell, sondern kategorial. Tiere fragen nicht nach mathematischen Wahrheiten, weil solche Fragen in ihrer Welt keinen Platz haben. Menschen tun es, weil ihre Welt größer ist als das Sichtbare. Ob dieser Unterschied aus Evolution, Schöpfung oder einem eigenen Ursprung des Geistes stammt, bleibt offen; Modelle erklären vieles, aber nicht den Ursprung des Bewusstseins selbst.
Sicher ist nur: Der Mensch ist nicht durch Knochen definiert, sondern durch die Fähigkeit, Fragen zu stellen, die über die Welt hinausweisen. Vielleicht liegt seine Würde genau darin, dass er nicht nur existiert, sondern verstehen will, was Existenz bedeutet.
Ich sehe mich nicht aus einer Affenart hervorgegangen.
„Man muss dringend die KI abschalten.“ Nicht abschalten, aber verstehen wo ihre Grenzen liegen und dann behutsam einsetzen.
Das mag Ihre Sicht sein, weil Sie sich nicht vorstellen können, was sich Affen so alles denken. Sie können Werkzeug gebrauchen, auch sie überliefern ihre erlernten Fähigkeiten (es gibt Gruppen, die mit Stäbchen Termiten sammeln, andere nicht) sie können auch zählen und sie können auch Krieg führen. Ja!
Es gibt unter den Tieren auch wahre Baumeister und Viehzuchter und Ackerbauer…
Die Frage, hat uns Gott oder die Außerirdischen erschaffen, beantworte ich damit, dass wir in allem allen anderen Tierarten ähneln, ja, auch im Knochbau – ich bin Zeichnerin und habe das System sehr früh erkannt. Ich erkannte, wo beim Pferd das Knie ist usw. Ja, Zeichner verstehen die Welt besser als andere. Auch Darwin war Zeichner. Doch meine ich, deswegen bauen wir alles nach, um es zu verstehen, und merken nicht, dass wir damit Gott spielen bzw. den Beweis dafür liefern, dass wir ihn erschaffen haben. Wir sind von dieser Welt.
Die KI muss man nicht erst verstehen lernen. Nix, das ist ein falscher Ansatz. Wenn wir sie nicht verstehen, ist sie abzuschalten. Das gälte auch übrigens für die Scheiß-Smartphones. Die Breite Masse versteht sie nicht.
Die KI ist schon wie ein Programm, sie hat Zugriff auf alle abgespeicherten Lexika, aufs Internet…sie hat enormes Wissen, was nichts mit Intelligenz zu tun hat. Als Nachschlagwerk ist sie zu gebrauchen.
Aber sie wird nicht nur in der Logistik und zu Fertigungsprozessen, im Kundenservice (s. Amazon) eingesetzt, wo sie viel Unsinn anrichten kann, wenn man sich auf sie verlässt (der Österreicher kenn „Dienst nach Vorschrift), sondern vor allem zur totalen Überwachung. Sie speichert viel. Sie hat eben nicht nur alles Wissen, sondern sie weiß über jeden Einzelnen immer mehr. Sie ist auch programmiert, zu lernen bzw. sich anzupassen. Sie erinnert mich an HAL aus Odyssee 2001.
Sie ist sofort abzuschalten, bevor wir nicht mehr über sie wissen. Verstehen Sie?
Und die Totale Überwachungip ist auch sofort abzuschalten.
Deswegen, mein Lieber, wieder mal mein Ceterum censeo, uns rettet nur noch ein gewaltiger Blackout.
Und, Hr. Moser, immer wenn hier wer das Wort KI verwendet, reagieren Sie darauf. Dies ist ein Schlüsselwort, auf das Sie anspringen. Mir scheint, Sie sind auch eine KI? ;-)
@Daisy. Die Fähigkeiten von Tieren sind beeindruckend, aber sie reichen nicht in den Bereich abstrakter Begriffe wie irrationale Zahlen oder logische Notwendigkeit. Das ist kein Werturteil, sondern ein Unterschied im kognitiven Niveau. Menschen können Mathematik verstehen, weil ihr Gehirn symbolische Repräsentationen bildet; Tiere tun das nicht. Bisher nicht.
Was KI betrifft: Sie ist kein Bewusstsein, sondern ein statistisches Sprachsystem. Sie ist ein Werkzeug, das man verstehen muss, bevor man es einsetzt — wie jedes andere technische System.
Ein „Blackout“ löst keine philosophischen oder technischen Probleme. Verstehen löst sie. Deshalb befasse ich mich mit der Funktionsweise von KI, statt sie mystisch zu überhöhen oder zu verteufeln.
Ich bin natürlich keine KI, sondern nutze sie kritisch. Ich befasse mich mit Ihrer Funktionsweise und ihren Grenzen, sonst könnte ich mir kein Urteil erlauben. Wenn Sie das Verstehen wie KI funktioniert umgehen wollen, wird Ihre Argumentation immer eher rein emotional basiert sein.
Ich hoffe mit meinen Beiträgen über die statistische Natur von KI soweit aufgeklärt zu haben, das die Grenze von KI sichtbar ist: das Verstehen von Situationen und Zusammenhängen. Und ja deswegen sollte man sie abschalten bei gewissen Dingen wie etwa Chatkontrolle oder weitgehend autonomen Entscheidungen. Insofern sind wir nicht so weit auseinander.
@daisy,
was oder wer ist der weisse und wo lebt er?
1150…
Sie haben recht, das war zu verallgemeinernd. Ich bin eine alte Indianerin. Es gibt auch beim Europäischen Menschen, der primär in Amerika und in Australien vorkommt, normale Leute. Das will ich nicht ausschließen. Auch sind ja die Chinesen nicht viel anders, denn sie bauen Gehirn-Chips und 6G, also die Gelben, gell? :-)
gehet hin, vermehret euch und macht euch die erde untertan
lautet die anweisung seit ein paar jahren.
da haben die anderen wohl ein schlechtes mindset gehabt.
nun scheint es, als ob die karten neu gemischt werden …..
und diesmal werden sie bestimmt nicht umkehren und ihre expeditionsflotte verbrennen …….
Ah, diese ganzen Eingottreligionen sind auch a Schaß. Von denen geht überhaupt sehr viel Übles aus…
wie und was man so hört, waren die präkolumbiansche atzeken und inkastaaten auch nicht gerade
eine wohlfühloase für die zwangseingemeindeten nachbarn ……
Ja, die nordamerikanischen Indianer waren anders. Sie waren Nomaden.
Die Inkas, wobei Inkas die Führer waren, hatten Ähnlichkeit mit den Ägyptern..
Schauen Sie in sich hinein, Herr Mitschka, dann finden Sie die Antwort. Da auch Sie ein Mensch sind, muss der Grund auch in Ihnen zu finden sein…..
Wer will, der kann das ganze Universum auch als Schwingung betrachten und alles hat unterschiedliche Frequenzen. Jede Schwingung hat zwingend Täler und Gipfel….
Und was sagen Ihnen ihre eigenen Schwingungen, Herr Mitschka? Können auch die sich gegenseitig begünstigen aber auch auslöschen? Und warum braucht es beides?
Die 10 Gebote waren absichtlich negiert formuliert, so dass das Unterbewußtsein gegen das Bewußtsein ausgespielt wurde. Das Unterbewußtsein versteht die Negierung nicht, sondern streicht sie einfach. Es bleibt auf einem frühkindlichen Stand, der Nein nicht versteht.
Die Leute, die die 10 Gebote entworfen hatten, die wußten das genau! Dass die von Gott direkt sein sollen, halte ich für ein großes Märchen…
Woher wissen Sie was die Leute vor über 3000 Jahren wussten, wenn es sich nicht aus Quellen belegen lässt?
Die Idee, die Autoren der Gebote hätten eine Theorie des Unterbewusstseins gekannt und quasi nur „vergessen aufzuschreiben“, ist historisch eher nicht haltbar. Ein solches Konzept existierte damals schlicht nicht. Nichts in Texten, Ritualen oder Traditionen der Antike deutet auf eine verlorene Psychologie hin, die Freud später „wiederentdeckte“. Die negativen Formulierungen der Gebote stammen aus einer anderen Rechtskultur, nicht aus einer geheimen Manipulationstechnik. Moderne Begriffe werden hier von Ihnen rückwärts in eine Epoche projiziert, die sie nicht kannte.
Aber sicher bin ich mir nicht, ich halte Ihre Behauptung nur für zu gewagt.
„Die negativen Formulierungen der Gebote stammen aus einer anderen Rechtskultur…“
Der Meinung bin ich auch. Da hat wer (ob Gott oder ein anderes Wesen lasse ich dahingestellt) gesehen, was schief läuft, zeigt es auf und sagt gleich dazu, was NICHT getan werden darf, damit das gute Zusammenleben nicht aus dem Ruder läuft. Das alles ist aber im jeweiligen Kontext der Gesellschaftskultur eingebettet, wobei das 6. Gebot im chritlichen Sinn anders ausgelegt wird als im Judentum (zumindest damals, ob heute auch noch, weiß ich nicht). Denn zur Zeit Moses bricht eine Frau die Ehe immer, wenn sie mit einem verheirateten Mann schläft, ein Mann allerdings nur, wenn er mit einer verheirateten Frau schläft – denn da bricht er die Ehe des Mannes dieser Frau. (nicht seine eigene Ehe, denn die Frau ist nur Besitz des Mannes ohne jeglichen Anspruchs)
10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten FRAU, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.
Definition von Ehebruch in Dtn 22,22: „Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er bei einer VERHEIRATETEN Frau liegt, dann sollen beide sterben, der …“
Nun, wenn hier Bewusstsein vs. Unterbewusstsein gilt, ist es eben Aufgabe des Menschen hier eine Lösung zu finden. Ich bspw. lasse mich nicht vom Unbewussten treiben, wenn ganz klare, dem Bewusstsein zugängliche Sachverhalte dagegen stehen … Dafür überhaupt hat man als Mensch ja ein Bewusstsein! Wenn es also ganz klar – im Rahmen eines Befehls! – formuliert wird:“Du sollst nicht … !“, dann ist mir bewusst klar, was das bedeuten soll und etwaige Einwände des „Fühliapparates “ lassen sich auflösen, indem man bewusst exploriert: Was wäre wenn und was folgt wenn alle … Oder wir lassen uns einfach von den Fühlis treiben und kommen dann … ja wo eigentlich hin? Da, wo wir (wieder einmal) angekommen sind!
„Und die Menschen sind so angelegt, dass sie sich selbst vernichten, und damit Platz machen für etwas Neues“
Menschen „sind so angelegt“, dass sie sterben „und damit Platz machen für etwas Neues“. Sie müssen sich nicht selbst vernichten für dieses Resultat.
„Selbstvernichtung“ ist in Wirklichkeit „Fremdvernichtung“, nämlich Krieg. Und Kriege haben vor allen anderen – psychologischen etc. – wirtschaftliche Ursachen, mit denen man sich beschäftigen sollte, bevor man die verschiedensten anderen Erklärungsmuster strapaziert …
Ergänzend: … wirtschaftliche und zwangsläufig daraus daraus folgende gesellschaftliche Ursachen mit bestimmten, auch mit der Historie zusammenhängenden politischen Folgen. Zum Schluß ist der Krieg dann – frei nach Clausewitz – die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Da ist etwas sehr Zutreffendes daran, wie gerade die Gegenwart eindrücklich wieder vor Augen führt …
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