Mosad und CIA sind bekannt für Mordanschläge im Ausland in einer Zahl, die in die tausende geht. Wobei nur die bekannt gewordenen berücksicht wurden. Aber es scheint fast, als ob die Ukraine auch in diesem Bereich langsam zur Konkurrenz wird. Hier was wir jetzt über einen Mordanschlag in Monaco wissen.
Am 29. Juni explodierte in einem Wohnhaus in Monaco ein Rucksack mit einer Sprengladung. Mehrere Personen wurden verletzt – nach Angaben der Berichterstattung unter anderem der ukrainischstämmige Geschäftsmann Vadym Iermolaiev, seine Partnerin und ein 13‑jähriges Kind. Die Ermittler gehen von einem gezielten Anschlag aus.
Der Anschlag und die Fahndung
Monacos Justiz gab kurz darauf bekannt, dass eine 39‑jährige Ukrainerin, Anastasiia (Anastasia) Berezovska, als Hauptverdächtige identifiziert wurde. Interpol veröffentlichte eine Red‑Notice gegen sie; danach habe sie sich offenbar zu Fuß nach Frankreich abgesetzt und sei dann mit einem Mietwagen über mehrere Länder Richtung Deutschland unterwegs gewesen. Diese Informationen wurden in internationalen Pressekonferenzen Monacos genannt. (Siehe auch Titelbild)
In der Folge wurde ein europaweiter Fahndungs‑ und Ermittlungsprozess eingeleitet. Monaco, Frankreich und mehrere weitere Staaten prüften Spuren und Bildmaterial – unter anderem Aufnahmen aus Überwachungskameras, die die Beschuldigte nach Angaben der Ermittler zeigten. Schweizer Medien haben dabei die offiziellen Angaben und Pressemitteilungen zusammengefasst.
Dann die dramatische Wende
Berichte aus Kiew meldeten wenige Tage später, die gesuchte Frau sei tot in einem flachen Grab in einem Waldgebiet nahe der ukrainischen Hauptstadt aufgefunden worden. Ukrainische Ermittler sprachen von Schussverletzungen am Kopf; zwei Männer seien festgenommen worden.
Nach Angaben der ukrainischen Justiz und lokalen Medien werden zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Tod der Frau beschuldigt: Einer soll ein aktiver Offizier des ukrainischen Militärnachrichtendienstes (HUR) sein, der andere ein ehemaliger Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Vor Gericht in Kiew wurde ein erster der beiden Männer vorgeführt; es laufen Ermittlungen und weitere Anhörungen. Die Kyiv Independent berichtete über die jüngsten Haftanordnungen und den Fortgang des Prozesses.
Motivlage und Hintergrund: Als mögliches Motiv wird in mehreren Berichten ein Konflikt um Sanktionen und Geschäftsbeziehungen genannt. Der verletzte Geschäftsmann Vadym Iermolaiev steht seit Dezember 2023 auf Listen ukrainischer Sanktionen – er soll weiterhin Geschäfte in der von Russland kontrollierten Krim betrieben haben. Einige Berichte verweisen darauf, dass diese Sanktionen und politische Vorwürfe den Hintergrund für die Tat bilden könnten; andere Quellen warnen, es sei zu früh, staatliche Verantwortlichkeit anzunehmen und es könne sich auch um kriminelle Verstrickungen handeln.
Offene Fragen
Wer hat die Explosion tatsächlich befohlen oder organisiert? In welchem Verhältnis stehen die Festgenommenen zur Beschuldigten, und welche Rolle spielten etwa Zahlungen oder Kontakte, die in Medienberichten erwähnt werden? Welche Beweislage liegt vor – etwa Überwachungsmaterial, Handydaten, Finanzflüsse? Die hierzu vorhandenen Informationen stammen derzeit aus Behördenmitteilungen und investigativen Presseberichten; die Gerichtsverhandlung soll weitere Klarheit bringen. Viel zu klären … oder eben nicht.
Reaktionen
Die monégassischen Ermittlungsbehörden leiten das Verfahren in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern; die Ukraine betont nach bisherigen offiziellen Aussagen, dass es sich um strafrechtliche Handlungen Einzelner handeln könne. Beobachter und Kommentatoren verweisen jedoch auf das Problempotenzial, sobald Angehörige staatlicher Dienste in schwere Straftaten verwickelt werden – „das kann politische Spannungen und internationale Folgen nach sich ziehen„.
Rückblick und Ausblick
Seltsame Todesfälle in der und „um“ die Ukraine sind seit 2014 eher die Regel als die Ausnahme. Seit 2015 gibt es immer wieder Berichte über Anschläge und unerklärliche Todesfälle die eher seltener mit dem kriminellen Milieu zu tun hatten. Oft damit verbunden wird eine „Todesliste“ im Internet, eine Seite, die Myrotworez (auch Mirotworez, ukrainisch Миротворець, deutsch „Friedensstifter“) heißt. Die von einer gleichnamigen Nichtregierungsorganisation betriebene Website versteht sich als eine Art Forschungszentrum. Sie veröffentlicht öffentlich zugängliche Daten und personenbezogene Informationen von Personen, die von den Betreibern als „Feinde der Ukraine“ oder als Sicherheitsrisiko für das Land eingestuft werden.
Mit der Tatsache, dass nicht wenige der dort gelisteten Personen im Anschluss gewaltsam zu Tode kamen, will die Organisation nichts zu tun haben. Die Betreiber selbst die Bezeichnung „Todesliste“ zurück und geben an, die Informationen für „wissenschaftliche und journalistische Zwecke“ zu sammeln und den ukrainischen Behörden zur Verfügung zu stellen.
Die Ermittlungen und die Gerichtsverhandlung in Kiew werden fortgesetzt. Wichtige Entwicklungen, auf die zu achten ist, sind: offizielle Anklagen gegen die Festgenommenen, forensische Ergebnisse zum Todesfall der Beschuldigten, internationale Rechtshilfeersuchen von Monaco und mögliche weitere Veröffentlichungen zu finanziellen Verbindungen zwischen den beteiligten Personen.
Bild: Screenshot der Pressekonferenz mit Bekanntgabe der vermutlichen Attentäterin
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12 Kommentare
Röper ist da schon ausführlicher: Der ukrainsiche Militärgeheimdienst soll die Tat befohlen haben, der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU die Tatverdächtigen verhaftet haben.
Dass der ukrainische Oligarch Jemolajew potenzieller Unterstützer von Saluschny bei einer Präsidentschaftswahl ist, ist ebenfalls bemerkenswert.
Röper hat bei seiner Berichterstattung den Vorteil, dass er ganz unbedarft spekulieren kann. Dadurch wird aber nicht unbedingt eigene Meinungsbildung erleichtert. Manchmal beneidige ich ihn dafür. Andererseits ist das eben der Unterschied zwischen Meinungs- bzw. Haltungs-Journalismus und dem Versuch eines aufklärerischen Journalismus, der natürlich auch nicht immer gelingt, weil man sich durch die eigene Meinung überwältigen lässt. Es gibt halt keine „Objektivität“.
Woran machen Sie fest, dass das, was Röper schreibt, reine Spekulation ist?
Mal von anderer Seite betrachtet, finde ich die Berichterstattung der Qualitätsmedien dazu äußerst homophob und rassistisch.
„Eine als Mann verkleidete Frau“…..ist klassisches Missgendern! Politisch korrekt kann es sich also nur um einen Transmann handeln, ihr LGTBQ+XY-Leugner, ihr!
Jetzt weiß ich endlich, was mir dabei ein ungutes Gefühl einbrachte. Wie schaut eigentlich eine als Mann verkleidete Frau aus? Betont unauffäilig dunkle Brille? Glatzkopf oder Rossschwanz? Anzug und Krawatte? Frauen, die Hosenanzüge tragen, gibt es zuhauf. Krawatte eher weniger. Aber welcher Mann trägt heutzutage besonders bei der Hitze aller Hitzen Krawatte? (Ich kenne mich bei Geheimdienstlern nicht aus) Bart? Also, wie sah der „Transmann“ aus?
Also ich traue der Sache noch nicht. Zu einfach. Angebliche 4 oder 5 Schüsse in den Hinterkopf der Frau (nach Röper) und da soll vom Gesicht noch soviel vorhanden sein, dass man die sofort und einwandfrei identifizieren konnte? Also ich weiß nicht…
Bei diesem Fall kann ich genau eine(!) Information glauben:
In Monaco hat es einen Anschlag gegeben bei dem Personen verletzt wurden.
Alles andere kann sein, kann aber auch mit derselben Wahrscheinlichkeit nicht sein.
• Der Anschlag wurde von einer als Mann verkleideten Frau verübt. Trotzdem konnte innerhalb eines Tages diese Person identifiziert werden – Respekt, starke Leistung.
• Diese Person konnte innerhalb eines Tages in die Ukra flüchten – auch nicht schlecht.
• Innerhalb einiger Tage wird sie ermordet. Datum anscheinend bekannt, obwohl erst Tage später gefunden – tolle gerichtsmedizinische Leistung.
• Das Auffinden in dieser kurzen Zeit ist auch nicht übel.
• Genau so toll das schnelle Ergreifen der beiden(!) Täter.
Alles in allem eine derart starke Leistung und eine Geschichte die beinahe an die AndromedaStory der Pipelinesprengung heranreicht.
• Gibt (gab) es überhaupt eine Frau Berezovska?
• Wurde die Identität geklaut?
• Hat diese Frau die Anschläge verübt oder ist sie das präsentierte Bauernopfer?
• Wurde in der Ukra tatsächlich eine Frau (mit diesem Zusammenhang) ermordet? Oder ist allein dieser Teil voll erfunden?
• Wurde eine andere Frau ermordet um den/die Attentäter(in) zu schützen?
Wie gesagt, an der Geschichte glaube ich genau den Anschlag, sonst nichts.
„Datum anscheinend bekannt, obwohl erst Tage später gefunden – tolle gerichtsmedizinische Leistung.“
Also diese gerichtsmedizinische Leistung kann ich mir schon vorstellen. Merkwürdig ist allerdings, dass die Täter sofort feststanden und auffindbar waren. Vielleicht haben Sie ja ihre Ausweise bei der Leiche verloren.
Vielleicht haben die „Täter“ auch gleich gestanden, weil sie wussten, dass Ihnen nichts passieren wird. Sie hätten ja im Auftrag des Staates gehandelt und die Frau lediglich liquidiert, wie das heutzutage gang und gäbe ist.
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass man diese Frau nun posthum auch als Anführerin der „Andromeda-Bande“ identifiziert, die Nordstream sprengte….
Die hat wohl einen schlechten Job gemacht, wenn alles nach ihr fahndet – und wurde vom Auftraggeber entsorgt, um Spuren abzukappen und zu verwischen.
So zumindest mein Bauchgefühl.
Die Ukraine muss halt noch üben, wenn sie das so „schlank“ hinbekommen will, wie die „Meister des Todes“ aus dem Wertewesten.
„Aber es scheint fast, als ob die Ukraine auch in diesem Bereich langsam zur Konkurrenz wird.“
Ukraine = ISrahell v2
Wo ist nur die Gemeinsamkeit?
Hm, ach ja, klar, aber das zu sagen wäre antis…, Sie wissen schon.
Am 3. Juli wurde sie ermordet, am 6. Juli wurde sie tot aufgefunden – und die Täter umgehend verhaftet. (Röper) So schnell kann das gehen.
Vielleicht entgehen sie einer Verurteilung, denn laut Anwalt handelt es sich nicht um Mord, sondern Liquidierung, da die Täter nur auf Befehl handelten und somit nur ihre Pflicht getan haben. (ebenfalls Röper)
Frage:
Haben der Mos_ad oder die SiAjEj den Sänger und Schauspieler (der ursprünglich aus den USA stammte, jedoch in der DDR lebte und als Schauspieler und Sänger arbeitete) Dean Reed ermordet und in den Zeuthener See gelegt, mit dem Gesicht ins Wasser des Zeuthener Sees?
https://de.wikipedia.org/wiki/Dean_Reed
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