
Die Propaganda-Matrix der Nobelpreise
Das Medienspektakel um die diesjährigen Nobelpreise ist wieder überstanden. Das Komitee ist seinem 125-jährigen Programm treu geblieben: nicht gesicherte Fakten aus der Vergangenheit werden prämiert, sondern eine Präjudizierung der Zukunft. Ein Blick zurück entlarvt das Geschäftsmodell.
Während sich die Fachbereiche der Universitäten gar nicht so schnell umbenennen können wie sich die politischen Vorgaben ändern, ist Stockholm vermeintlich ein Hort der Tradition. Es gibt seit 125 Jahren dieselben fünf Kategorien: Physik, Chemie, Medizin/Physiologie, Literatur sowie Frieden. 1968 kamen noch die Wirtschaftswissenschaften hinzu. Mehr braucht der Fortschritt der Menschheit offenbar nicht.
Bedenklich ist, dass es sich nur bei Physik und Chemie im Kern um faktenbasierte Wissenschaften handelt. Medizin war noch nie eine Wissenschaft und ist auf dem besten Weg ein Geschäft mit der Gesundheit zu bleiben. Bei „Literatur“ ginge es bestenfalls um eine Frage des Geschmacks, wenn nicht von Beginn an die „politische Korrektheit“ gezählt hätte. „Frieden“ war immer eine Chiffre für die Sicht der Mächtigeren. Wirtschaftswissenschaften werden mit dem Zusatz „Wissenschaft“ noch nicht zu einer meinungsfreien Forschung.
Systematische Schieflage
Nehmen wir die Medizin ins Visier, weil es mein ursprüngliches Fachgebiet ist. Wer sich über das Missverhältnis zwischen Kostenaufwand der Medizin und verwertbaren Behandlungen wundert, braucht sich nur die Liste der Nobelpreise durchsehen: ganze 11 aller bisherigen Nobelpreise honorierten eine irgendwie wirksame Therapie! Diagnostische Verfahren spielten ebenso kaum eine Rolle. Lediglich 7 Preisträger wurden dafür geehrt. Chirurgische Verfahren tauchen überhaupt nur drei Mal auf!
Alle übrigen Preisvergaben prämieren oft nebulöse biochemische und physiologische Erkenntnisse, die Voraussetzungen für neue Behandlungen schaffen könnten. Diese sucht man dann in der Folgezeit meistvergebens. Medizin sollte aber eine angewandte Wissenschaft sein. Schließlich geht es um Verhütung, Linderung oder Beseitigung von Krankheiten. Dies war und ist offenbar nicht der Fokus des Nobelpreiskomitees.
Gefährlicher Unfug macht nicht preisunwürdig
Mehrere der wenigen Auszeichnungen für Behandlungen waren zumindest voreilig. Wenige Jahre später entlarvten die Anwendung und Studien die Nutzlosigkeit der vermeintlich bahnbrechenden Therapien. So bereits der erste Nobelpreis für das „Heilserum“ des Emil von Behring. Das vorteilhafteste, was man darüber sagen konnte, war, dass es keinen Deut wirksamer war als spottbilliges Serum von jedem x-beliebigen Pferd.i Die zwangsläufigen Gefahren durch die Transfusion von Fremdeiweiß wurden ignoriert. Wohlweislich hatte Behring vor der Anwendung an Menschen auf eine wissenschaftliche Studie verzichtet.
4 Jahre später prämierte man Robert Koch für seine Arbeiten zur Tuberkulose, obwohl sein vermeintliches Heilmittel ein Hoax war. 2008 wurde Harald zur Hausen für die „Entdeckung“ dekoriert, dass Gebärmuttelhalskrebs durch „HPV-Viren“ verursacht wäre und mit einer Impfung verhütet werden könnte. Die höchste Ehre beruht auf einer Arbeit mit 18(!) Proben.ii Wie die Ereignisse seither zeigen, diente der Preis lediglich dem Marketing eines Impfstoffes, der definitiv schadet, aber keinerlei Nutzen bringt.iii Eine der wenigen Ausnahmen im Vergabekarrussel bildete 2015 die Chinesin Tu Youyou, die das Heilpotential des Artemisinin aus dem Beifuß gegen die Malaria erforscht hatte.
Immerhin 9 Nobelpreise muss man der Kategorie „Betrug oder grober Unfug“ zuordnen. Darunter 1907 der Irrsinn bei Schilddrüsenknoten die gesamte Schilddrüse zu entfernen, um dann eine Unterfunktion feststellen zu müssen; Organtransplantationen im Jahr 1912, die alle zum Tod führten oder eine Gehirnverstümmelung mit einem pickelartigen Instrument zur Behandlung der Epilepsie 1949.
Der medizinisch-industrielle Komplex führt das Zepter
Bei der Preislawine für Grundlagenforschungen sieht es mit der Preiswürdigkeit nicht besser aus. Zwei Nobelpreise zur Befeuerung der Geldmaschine „Cholesterin“. Ein Nobelpreis für eine Krankheitserklärung, die seit 40 Jahren spekulativ ist: „Prionen“. Ein Nobelpreis für Forschungen zu den „wirksamen Covid-19-Impfstoffen“. Im Gegensatz zu anderen Organisationen wurde in Stockholm nie eine Preisvergabe annulliert.
Ganz offenkundig spiegeln die Nobelpreise für Medizin weder tatsächliche Fortschritte in Diagnostik und Therapie wider, noch tragen sie den Notwendigkeiten wirklicher Krankheitsursachen Rechnung. Was nützt die Beschreibung von Stoffwechselwegen der Biologie als Reaktion auf Umweltgifte, wenn die Krankheitsauslöser nicht erkannt und nicht benannt werden? Die Erkenntnisse über unsichtbare Körpervorgänge sind nicht mehr als die Dokumentation von Symptomen, wenn daraus keine Erkenntnisse für Diagnostik oder Therapie resultieren.
Es ist bezeichnend, wenn die Erkenntnisse der Preisträger immer mikroskopischer werden, als könnte man Krankheiten auf eine einzige Ursache oder einen einzigen Mechanismus zurückführen. Krankheit betrifft immer den ganzen Menschen und nicht nur deren Physiologie und Biochemie. Wenn eine ganzheitliche Betrachtung von Krankheit und Gesundheit im Spektrum der Nobelpreisträger gar nicht vorkommen, ist klar, dass Medizin für das Preiskomitee eine andere Bedeutung hat, als gemeinhin darunter verstanden wird.
Fazit
Beim jährlichen Preisregen aus Stockholm handelt es sich nicht um Ehrungen außergewöhnlicher Wissenschaftskoryphäen, die gemäß Stiftungszweck „der Menschheit den größten Nutzen“ gebracht hätten. Die Preisträger sind eher die Galionsfiguren für kommende Anschläge auf die Menschheit. Medizin-Nobelpreise dienen nur selten der Behandlung von Krankheiten, sondern scheinen die Umwandlung von Mensch und Tier in Rohstofflieferanten und Absatzmärkte befeuern zu sollen.
Referenzen:
i Bingel A: Über Behandlung der Diphtherie mit gewöhnlichem Pferdeserum. Deutsches Archiv für klinische Medizin 1918; 125:284–332
ii https://tkp.at/2025/06/28/hpv-impfung-wie-gesundheit-und-unser-geld-fuer-den-profit-von-pharmafirmen-geopfert-werden/#sdendnote5sym
iii Moore A et al.: Human papillomavirus incidence and transmission by vaccination status among heterosexual couples. J Clin Virol 2025; 177; https://doi.org/10.1016/j.jcv.2025.105779
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Hauptsache Panik. Eine neuer Blick auf Pandemien in Europa“, „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „Tatort Vergangenheit“
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Danke!
Auf die schnelle fällt mir dazu ein, dass der Hypochonder Pasteur zu früh starb, aber einige seines Institutes, Nobelpreise absahnten, der „KZ“ (Afrika) Verbrec… Robert Koch, der mit seinem Tuberkulin nur Schaden verursachte, beide aber mit ihrer Konzentration auf Erreger mehr Schaden als Nutzen brachten und so vernünftigen, die Gesamtheit sehenden Ärzten
wie Virchow oder Pettenkofer, die Arbeit erschwert wurde!
Nobelpreise für potentielle und praktische Schädiger also!
So wie bei Karikoe Weissmann, die vor allem die Verweildauer etc., der schädlichen Spike Proteine mit ihrem Pseudouridin verlängerten.
Bezüglich des Nobelpreises (2015) für die zwei die Avermectin_Derivat Ivermectin etc. _ entdeckten, kann festgestellt werden, dass diese Medikamente, die zu den wichtigsten für die Humanmedizin gehören, zu entwickeln halfen!
Und für die zwei sollte ein Nobelpreis geschaffen werden. Der Nobelpreis, der die ehrt, die die dümmsten, hinterhältigsten, widerlichsten Figuren im Journalismus, auf zu decken helfen!
„Die Propaganda-Matrix der Nobelpreise: Medizin-Nobelpreise dienen nur selten der Behandlung von Krankheiten, sondern scheinen die Umwandlung von Mensch und Tier in Rohstofflieferanten und Absatzmärkte befeuern zu sollen … Die Preisträger sind eher die Galionsfiguren für kommende Anschläge auf die Menschheit“
Hierin ähneln sie den „Friedens“- Nobelpreisen …
Die beiden Entdecker des Helicobacter Pilori verdienten den Nobelpreis definitiv! Sie entdeckten 1983 als junge Ärzte durch Zufall, dass, es entgegen der Meinung der Wissenschaft und der Pharmaindustrie, doch Bakterien im Magen gibt. Zehn Jahre lang wurden sie bekämpft. Die Pharma verlor!
Ich wurde 1994 nach 40 Jahre Leiden von meinen Zwölffingerdarmgeschwüren geheilt!
Danke diesen beiden Ärzten!!!