Toxische Stäbchen bei Antigen-Tests

10. November 2022von 3,8 Minuten Lesezeit

Nicht nur in der Flüssigkeit der Antigen-Tests finden sich hochgiftige Rückstände. Auch die Teststäbchen können kontaminiert sein, wie unabhängige Labortests belegen.

4 Milliarden Euro hat Österreich bisher für Corona-Tests ausgegeben. Das Land hat den zweifelhaften Titel Testweltmeister zu sein. Dass die Flüssigkeit in den Antigen-Tests, die millionenfach in Schulen verwendet wurden, hochgiftig sind, machte keinen Abbruch. Die vorige Pressekonferenz der Recherchegruppe rund um die oberösterreichische Unternehmergruppe „Wir EMUs“ hatte sich damit beschäftigt.

Teststäbchen geprüft

Bei der heutigen Pressekonferenz rekonstruierte der Sprecher der Organisation „Wir EMUs“, Bernhard Costa,  emotional die Reaktionen von Politik und Medien nach ihrer Veröffentlichung. Dort sei die Giftigkeit der Flüssigkeiten lächerlich gemacht oder verharmlost worden. Auch die Gesundheitslandesrätin aus Oberösterreich, Christine Haberlander, habe im Landtag die Unwahrheit gesagt. Sie versicherte dort die Sicherheit der Tests.

Aktuell arbeite man an einem juristischen Vorgehen gegen die „Faktenchecker“ und versuche eine Gegendarstellung zu erwirken. Am heutigen Donnerstag präsentierte man Testergebnisse zu den Stäbchen, nachdem man vor einigen Wochen auf die giftigen Inhaltsstoffe in der Flüssigkeit der Antigen-Tests eingegangen war. 

In den Laboruntersuchungen konnte man hohe Werte an Ethylenoxid feststellen. Bei Tierfutter und Lebensmittel führt der Fund von Rückständen zu umgehenden Rückrufen. Medizinprodukte werden aber schon länger mit dem Gas desinfiziert. So auch die Teststäbchen.

Die AGES ist eindeutig: „Ethylenoxid ist erbgutverändernd und krebserzeugend.“ Dort schreibt man aber auch: „Wir haben bereits im Jahr 2021 stichprobenartig Abstrichtupfer von im Handel befindlichen SARS-CoV-2 Antigen-Testsystemen hinsichtlich Ethylenoxid-Rückständen untersucht. Dazu haben wir 15 Abstrichtupfer-Analysen von 12 verschiedenen Produkten/Herstellern durchgeführt. Bei 13 Abstrichtupfern war kein Ethylenoxid nachweisbar. Bei zwei Abstrichtupfern war Ethylenoxid zwar nachweisbar, die Gehalte lagen jedoch in beiden Fällen wesentlich unter der Bestimmungsgrenze der Methode von 1 µg/Tupfer. Diese beiden Ergebnisse entsprechen weniger als einem Zehntel des für Medizinprodukte erlaubten Grenzwertes.“

Auch die „Faktenchecker“ von „Correctiv“ gaben bereits im Jahr 2021 an, dass die Teststäbchen nicht gesundheitsgefährdend wären. „Correctiv“ versuchte zu versichern, dass Ethylenoxid seit Jahren zur Desinfektion von Medizinprodukten genutzt werde und das genau von staatlichen Instituten geprüft werde.

Um zu sehen, dass es sich hier keinesfalls um eine ungefährliche Chemikalie handelt: Der Lungenkrebs von Rauchern dürfte ursächlich an Ethylenoxid liegen. Doch im Gegensatz zu den exzessiven Schultests ist das Rauchen freiwillig. Die Norm an Ethylenoxid ist umstritten. Mehrere Institutionen rechnen mit unterschiedlichen Grenzwerten.

Rückstände gefunden

Die Recherchegruppe rund um „Wir EMUs“ war also skeptisch und ließ Laborbefunde erstellen: „Wir haben der AGES und dem BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Anm.) vor einigen Wochen Laborbefunde aus der Schweiz vorgelegt. Diese weisen auf eine mindestens tausendfache Grenzwertüberschreitung hin.“

Die BASG hat der Gruppe entsprechend der AGES geantwortet, „dass im Jahr 2021 insgesamt 15 Proben geprüft worden wären, dabei habe man bei zwei Proben Rückstände von Ethylenoxid festgestellt“ habe. Damit sei der Fall erledigt. Doch die selbstständig durchgeführten Laboruntersuchungen haben Etyhlenoxid-Reste von bis zu 171 mg/kg bescheinigt.

Zwei Laborergebnisse.

Johann Missliwetz, Gerichtsmedizinier und außerordentlicher Professor an der Universität Wien, trug während der Pressekonferenz länger zu Ethylenoxid vor. Sein Fazit sei letztlich klar: Man müsse die Teststäbchen neu und genauer untersuchen. Denn die Chargen sind sehr unterschiedlich und auch die Tests. Doch ohnehin sollte man das Testen von gesunden Kindern unterlassen.

Der Wiener Rechtsanwalt Georg Prchlik führte ebenfalls über Seltsamkeiten der „Faktenchecker“ aus, die vorgeben würden, mehr zu wissen als in Gebrauchsanweisungen der Hersteller zu lesen ist. Argumente, wie sie in manchen Tageszeitungen ausgeführt wurden, seien schlicht und einfach falsch.

Prchlik führte später in der Pressekonferenz auch mehr zu rechtlichen Grundlegungen rund um die „CE-Kennzeichnung“aus. Denn viele Antigen-Tests sind mit CE zertifiziert, wodurch man die Sicherheit der Tests belegen wolle. Doch das verkenne die Realität. Auch die Testkits der Firma Newgene Bioengineering des ersten Laborbefunds sind etwa CE zertifiziert. Diese Testkits seien auch in Österreich zu finden.

Report24-Journalist Florian Machl erläuterte abschließend seine Recherchen: Der Test sei medizinisch sinnlos und aus gesundheitlicher Sicht gefährlich. Das Regionalfernsehen RTV hat die Pressekonferenz übertragen, diese wird man online nachsehen können.

Bild Marc AuledasNHS COVID-19 Rapid Antigen Test Kit 3CC BY-SA 4.0

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20 Kommentare

  1. sepp1000 13. November 2022 at 11:28Antworten

    die europäische Initiative heisst
    https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/1-million-genomes

  2. JoeO 11. November 2022 at 9:18Antworten

    Grenzwert 1000fach überschritten kann nicht stimmen.

    ——————
    Hat Peter F Mayer die Zahlen in diesem Beitrag gesehen?

    #
    Um 1 µg/Tupfer mit 171 mg/kg besser vergleichen zu können, muss man das auf gleiche Einheiten bringen:
    171 mg/kg entspricht 171 µg/g

    Jetzt muss man noch g(ramm) mit Tupfer vergleichen, also wie schwer ist ein Tupfer? wahrscheinlich 0,2-0,5 g. Eine Unbekannte zum Gewicht ist, ob AGES und EMUs ganze Tupfer oder nur Köpfe verwendet hatten.

    Wir kommen aber höchstens auf einen Wert von 85 µg/Tupfer, Ziehen wir in Betracht, dass der Grenzwert laut AGES bei mindestens 10 µg/Tupfer liegt, dann ist der Grenzwert in den EMUs-Ergebnissen allerhöchstens um das 8,5 fache überschritten, eher weniger.

    Das ist auch nicht gut, aber von tausendfach zu sprechen, wirft ein schlechtes Licht auf die EMUs, die ich bisher eigentlich ganz gut fand.

    Vorausgesetzt natürlich die Zahlen in diesem Artikel wurden korrekt wiedergegeben, was ich nicht überprüft habe.

    • Gerald 11. November 2022 at 10:22Antworten

      JoeO
      11. November 2022 at 9:18Antworten

      Kann bei denen keiner rechnen oder ist der angegeben Wert bewußt so angegeben um zu manipulieren.
      Der Wattebausch am Tupferstäbchen hat durchschnittlich 0,05 g.
      Folglich kann der Grenzwert gar nicht überschritten worden sein.
      Wenn der ganze Tupfer für den test vewendet wurde,ist das Humbug, weil das Stäbchen selbst so gut wie gar nicht in Kontakt mit der Schleimhaut kommt.
      Eine kommplette Blamage für die Wir EMU´s, insbesondere für Herrn Johann Missliwetz.
      Diese krampfhaften Versuche etwas herbeizukonstruieren fallen leider in den Bereich der Lächerlichkeit und sind wissenschaftlich nicht haltbar.

  3. JoeO 11. November 2022 at 9:17Antworten

    Grenzwert 1000fach überschritten kann nicht stimmen.

    ——————
    Hat Peter F Mayer die Zahlen in diesem Beitrag gesehen?


    Um 1 µg/Tupfer mit 171 mg/kg besser vergleichen zu können, muss man das auf gleiche Einheiten bringen:
    171 mg/kg entspricht 171 µg/g
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gramm#Vielfache

    Jetzt muss man noch g(ramm) mit Tupfer vergleichen, also wie schwer ist ein Tupfer? wahrscheinlich 0,2-0,5 g. Eine Unbekannte zum Gewicht ist, ob AGES und EMUs ganze Tupfer oder nur Köpfe verwendet hatten.

    Wir kommen aber höchstens auf einen Wert von 85 µg/Tupfer, Ziehen wir in Betracht, dass der Grenzwert laut AGES bei mindestens 10 µg/Tupfer liegt, dann ist der Grenzwert in den EMUs-Ergebnissen allerhöchstens um das 8,5 fache überschritten, eher weniger.

    Das ist auch nicht gut, aber von tausendfach zu sprechen, wirft ein schlechtes Licht auf die EMUs, die ich bisher eigentlich ganz gut fand.

    Vorausgesetzt natürlich die Zahlen in diesem Artikel wurden korrekt wiedergegeben, was ich nicht überprüft habe.

  4. JoeO 11. November 2022 at 9:16Antworten

    Mein Kommentar wurde gelöscht. Warum?

    • JoeO 11. November 2022 at 9:20Antworten

      Weil ein Link zu Wikipedia drin war 😂 eh nicht schlecht. Wäre eh nur zu dezimale Vielfache von Gramm gewesen.

  5. JoeO 11. November 2022 at 9:05Antworten

    Mein Kommentar muss noch freigeschaltet werden.

  6. Peter Pan 11. November 2022 at 8:40Antworten

    „CE zertifiziert“
    Was heißt das?

    Eigentlich ist CE-Kennzeichnung ohne weitere Angabe nur eine Selbsterklärung des Herstellers, dass er die Anforderungen an sein Produkt nach EU-Recht erfüllt und dafür die Haftung übernimmt.

  7. Mine 11. November 2022 at 3:26Antworten

    Beim Billa in Pressbaum, wo ich schon lange nicht mehr war, steht jetzt neuerdings eine PCR-Teststation. Es herrscht ein guter Betrieb. Es ist also weitgehend unbekannt, dass a) die Plandemie vom Drostentesten kommt, b) dabei primär das Genom entnommen und an Konzerne verscherbelt wird (weil man dem zustimmen muss) und b) ist es schädlich, was aber nichts macht, weil die Pharmaindustrie schon an Krebsimpfungen arbeitet, die wieder auf Gentherapie setzen (und u.a. Krebs verursachen können).

    Die Menschen sind nun schon so stark genverändert, dass sie a) keine Menschen mehr sind und b) da sie GVOs sind, gehören sie dem Konzern, der sie manipuliert hat.

    Abschließend möchte ich sagen, dass ich bald der letzte echte Mensch sein werde, denn ich bin weder geimpft nocht getestet. Hoffentlich macht man nicht bald Jagd auf mich. Als die Plandemie begann, habe ich öfter im Scherz gemeint, ich sei gegen alles gefeit und würde bestimmt als einzige überleben wie der Omega-Mann. Wohl ist das mein Schicksal ;-)

    Irgendwann rennens mir alle nach und wollen mein Blut …….

    • Peter Pan 11. November 2022 at 8:46Antworten

      Zu b)
      Welches Genom wird gesammelt, das der Viren oder der Menschen?
      Wenn es das der Menschen ist, dann würde mich interessieren, ob es für die Aussage Belege gibt.

      • Mine 11. November 2022 at 9:41

        Pan
        Es gab dafür mehrfach Hinweise. Die beim Test erhobenen Daten dürfen auch verwertet werden. Ein Opt Out ist nicht möglich. Der Mainstream hat es freilich nicht berichtet. Nur dass man zustimmen und nicht widerrufen darf, wurde berichtet.

        Sie erinnern sich aber sicher, dass Macron und Nehammer beide bei einem Besuch in Moskau den russischen Test abgelehnt haben. Da kann man nur Vermutungen anstellen. Tatsache ist, dass Körperzellen entnommen werden.

        Wenns wollen, können Sie das bestimmt selbst recherchieren.

        Ich jedenfalls habe das sofort mitgekriegt, als Kurz die Tests bei Roche einkaufte. Die Roche-Tochter Genentech ist jedenfalls sehr interessiert.

        Ich machs wie Macron. Mein Genom gehört mir.

      • quantumonly 11. November 2022 at 9:43

        Es gibt ein EU weites Genomprojet dem Österreich beigetreten ist. Finden sie heraus was sie unterschreiben wenn sie sich:

        a, PCR oder Antigen testen lassen
        b, wenn sie sich impfen lassen

        Da wissen sie dann Bescheid.

      • Peter Pan 11. November 2022 at 10:57

        Ich mache weder beim „Testen“ noch beim Spritzmitteleinsatz mit.

        Dass das menschliche Erbgut unter anderem als ultimatives biometrisches Merkmal von allen Menschen gesammelt wird, halte ich für durchaus denkbar und sogar wahrscheinlich. Nur fehlen bis jetzt die Belege, dass dies mit den „PCR Tests“ tatsächlich bereits geschieht.

        An anderer Stelle hatte ich schon mal darauf hingewiesen, dass in England reihenweise DNS-Proben von Kindern gesammelt wurde. Als Begründung wurde von der Regierung behauptet, dass diese Kinder aufgrund ihres angeblich auffälligen Verhaltens später mal zu Verbrechern werden. Theregister.co.uk hatte darüber mehrfach berichtet.

        Ebenso habe ich auch auf die Erfassung der DNS als angebliche Notwendigkeit zur Ermittlung von jeweils einem (1) Täter (angeblich männlich) in Deutschland in vielen Kreisen und Städten durchgeführt wurden, bis in die jüngste Vergangenheit. Die DNS-Entnahme wurde als „freiwillig“ dargestellt und letztendlich per Gerichtsbeschluss im Einzelfall durchgeknüppelt.

        Noch einmal: Ich möchte wirklich brauchbare Belege dafür sehen, dass die „PCR-Tests“ zur systematischen Erfassung der DNS aller Menschen eingesetzt werden. Dafür spricht unter anderem, dass zu Beginn der „Pandemie“ immer wieder betont wurde, dass ausreichend viel Material unterhalb der Schleimhaut der zu „testenden“ Personen entnommen werden muss, was keinen Sinn macht. All das reicht jedoch nicht als Beleg.

    • Hollie 11. November 2022 at 9:16Antworten

      Mich würden auch Belege oder zumindest Hinweise interessieren. Aber für unwahrscheinlich halte ich Gendatensammeln nicht. Datensammeln ist generell im Trend und lukrativ und sauber zugeordnete Gendaten fast der gesamten Bevölkerung, sogar mit bei vielen lebenslang gültigen Handynummer verknüpft, sind zweifelslos attraktiv.
      Man musste beim PCR-Test zustimmen, dass die Daten bis zu 7 Jahre, bei pos. Ergebnis sogar auf quasi unbestimmte Zeit gespeichert werden! Das halte ich für illegal, aber hat mal jemand was dagegen unternommen? Und wenn Daten erst mal generiert sind…

    • Hannes 11. November 2022 at 12:57Antworten

      Stimmt es wirklich, dass man sich zur Genom-Entnahme gleichzeitig mit dem PCR-Test einverstanden erklärt? Ich habe mir eine Reihe von online verfügbaren Einverständniserklärungen zum PCR-Test angeschaut und keinen Hinweis darauf gefunden.

  8. Josef Hackl 10. November 2022 at 20:51Antworten

    Für mich persönlich wäre interessant, wie es sich mit den PCR Tests verhält!

    • rudi & Maria fluegl 11. November 2022 at 1:17Antworten

      Ganz genauso.
      die Stäbchen lässt man mit Gas statt mit Strahlung sterilisieren weil es billiger ist.
      Und die Zeit zum abdampfen auch im Vakuum wird auch aus Liefergründen bei der Massenfertigung unterschritten.
      Mit dem Stäbchen für den Pcr werden eventuell besonders Bereiche im papierdünnen Schädelbereich (Rhinobasis)abgestrichen. Und das auch durch angelernte.
      Die Kontrolle der Stäbchen obliegt den Erzeugerfirmen.
      Teils werden auch Hohlfasern eingesetzt. Die speichern Reste besonders gut.
      Rudi Fluegl

  9. Karsten Mitka 10. November 2022 at 19:51Antworten

    Das sind keine Faktenchecker, das sind Faktenerfinder!

    • Inukai Genpachi 11. November 2022 at 13:50Antworten

      Auch keine Faktenfinder sondern eher Fakefinder.

  10. Hanna 10. November 2022 at 19:43Antworten

    »Auch die „Faktenchecker“ von „Correctiv“ gaben bereits im Jahr 2021 an, dass die Teststäbchen nicht gesundheitsgefährdend wären.« –

    Was sonst sollte „CORRECTIV“ von sich geben – man wird seitens „OPEN SOCIETY FOUNDATION“ finanziert.

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