Millionen abgelaufene Impfdosen in Österreich – Rund 25 Millionen weitere bestellt

25. August 2022von 2,8 Minuten Lesezeit

Bis Mitte 2023 erhält Österreich weitere 19 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech. Mehrere Millionen kommen von anderen Herstellern hinzu. Währenddessen liegen Millionen abgelaufene Impfdosen herum. 

Österreich wartet noch auf über 19 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech. Die ersten 7 Millionen sollen von September 2022 bis Dezember 2022 ausgeliefert werden. Bis Mitte 2023 sollen dann noch einmal 11,6 Millionen Pfizer-Dosen hinzukommen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch Gesundheitsminister Rauch hervor.

Impf-Handel

Die Anfrage hatte FPÖ-Abgeordneter Gerald Hauser gestellt. Rauch antwortete am Montag, einen Tag vor Ablauf der Frist. Nicht nur auf Millionen Pfizer-Dosen wartet Österreich noch. Mehr als 2,5 Millionen Dosen von Moderna sind noch offen. Über eine Million soll im Jahr 2022 noch von „Novavax“ hinzukommen.

Zusätzlich zu dieser Menge sind vom Hersteller Sanofi knapp 3 Millionen Dosen bestellt, die von September bis Februar geliefert werden sollen.

Österreich soll somit bis Mitte 2023 mit mehr als 20 Millionen Impfdosen beliefert werden. Und dass, obwohl schon mit Stand August 2022 3,3 Millionen Dosen abgelaufen herumliegen. Sogar fast 300.000 abgelaufene AstraZeneca-Dosen gibt es noch. Dazu kommt abgelaufener Stoff von Moderna und Pfizer, jeweils über eine Million Dosen.

Von Johnson & Johnson sind im Juli 70 Dosen abgelaufen.

Solidarisches Löschen

Was passiert mit dem abgelaufenen Material? Es wird „solidarisch gelöscht“, schreibt Rauch. Je nach Größe des Bundeslandes werden die abgelaufenen Dosen vom Kontingent der Bundesländer abgezogen. „Solidarisch“, wie Johannes Rauch erwähnt. (Unter anderem zum seit 2020 inflationär verwendeten Begriff, habe ich diese Woche ein Gespräch mit Philosophin Elena Louisa Lange geführt. Sie sagt in einem anderen Kontext als hier: „Solidarität heißt heute Unterwerfung.“)

Zudem sind fast drei Millionen Impfdosen aktuell in Österreich lagernd, die eigentlich bereits abgelaufen gewesen wären. Da die Haltbarkeitsdauer aber verlängert wurde, gelten diese nun doch nicht als abgelaufen.

Rauch gibt in der Anfrage weiter an, dass jegliche Bestellung auf Basis europäischer Qualitätskriterien unternommen werde. Über den genauen Inhalt der Verträge gibt er keine Auskunft.

Abschließend sagt der Gesundheitsminister:

„Die derzeit verfügbaren COVID-19-Impfstoffe minimieren das Risiko, insbesondere für schwere Verläufe und Todesfälle an COVID-19, in Hinblick auf alle Varianten, die bis dato in relevantem Ausmaß in Österreich beobachtet wurden. Da die Impfstoffe auch eine zellvermittelte Immunität induzieren, besteht die begründete Hoffnung, dass die Impfstoffe auch gegen zukünftige Varianten einen gewissen Schutz bewirken. Zudem arbeiten die Impfstoffhersteller bereits an adaptierten Impfstoffen, die wir auch für Österreich in ausreichenden Mengen bestellt haben, um auch zukünftig und laufend den bestmöglichen Schutz für die Bevölkerung sicherstellen zu können.“

Über FPÖ-Mandatar Gerald Hauser hat TKP bereits am Mittwoch berichtet. Seine Anfragenserie an die Ministerien führte dazu, dass der Innenminister die Pandemiesimulationen im Vorfeld von 2020 bestätigen musste.

Die gesamte Anfragebeantwortung finden Sie hier. Alles Screenshots sind aus der Anfrage entnommen.

Bild Agência Brasília, COVID-19 vaccines (2021) DCC BY 2.0

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17 Kommentare

  1. Dr. No 26. August 2022 at 11:38Antworten

    Wer bis jetzt gedacht hat dass es hier um Bekämpfung einer Krankheit geht, muss es ihm spätestens jetzt klar sein dass es nicht der Fall ist. Die Sache ist diese: ihr kriegt was wir euch geben ohne wenn und aber, wer nicht will dann soll da abhauen, denn wir haben hier bis 2030 wichtigere Dinge als eure Gesundheit oder gar eure Leben zu erledigen. Die suche nach Studien oder eine Logik wonach das hier vor sich geht, ist meiner Meinung nach, völlig nutzlos und eine reine Zeitvergeudung geworden. Also wer noch mit der regierenden Schichte argumentieren will, offene Briefe schreibt oder Studien publiziert dann wünsche ich dabei viel Glück, denn die Herrschaften sind entschlossen, haben nichts mehr zu verlieren und spielen auf Zeit. Spätestens wenn es im Winter Kalt und dunkel wird dann werden die Menschen verstehen warum, und werden es bereuen so lange gehorsam geblieben zu haben.

  2. C. 25. August 2022 at 18:46Antworten

    Rauch sagt:“Es besteht die begründete Hoffnung, dass die Impfungen helfen…“
    Ich sage: Es besteht die begründete Hoffnung, dass es mit einer neuen Regierung und ohne diesen GM Rauch besser wird! 😤😤😤
    Also weg mit ihnen!

    • Marc 25. August 2022 at 22:00Antworten

      wozu 25millionen neue impfstoffe? sind die völlig daneben? wollen die unser steuergeld wirklich nur mehr zum fenster rausschmeissen- oder will man die pharma das geld sinnlos reinstopfen?

  3. Jan 25. August 2022 at 14:01Antworten

    Der Nationalrat brockt uns das ein! Es wird Zeit, dies zu beenden und die Vorgänge wegen Veruntreuung zu untersuchen.
    Es gibt keinen Nachweis, dass die Spritzen Erkrankung oder Weitergabe verhindern, man kann nur einen Anstieg von Antikörpern messen. Danach wird dann auch nicht mehr getestet, so dass sich die Statistiken verzerren.

  4. federkiel 25. August 2022 at 13:16Antworten

    Gestern las ich in der Gratis-Zeitung: Woche, daß Graz 1,5 Millionen Euro für Impfaufklärung investiert.
    Das Geld stammt aus dem Bundesbudget im Ausmaß von 75 Millionen für Impfpropaganda.
    Das ist alles Steuergeld, wei auch für die Spritzstoffbeschaffung.
    Der Wahnsinn greift um sich.

    • A-w-n 25. August 2022 at 13:50Antworten

      @Federkiel: das muss man anders lesen…’investiert‘ wird gar nichts, es wird ‚ausgegeben‘. Welchen ‚Nutzen‘ wird die ‚Impfwerbung‘ noch bringen, wo sowieso alle Medien darüber berichten und maximale Panik gestiftet wurde und Sanktionen? Das ist nur das Budget, welches für die Werbeagenturen und Zeitungen/Medien aus dem öffentlichen Haushalt herausgeschnitten wird…und ‚Augen auf’…das passiert schon immer, wo es ein scheinbar plausibles Anliegen gibt, ob HIV oder Hilhswerke oder…auch bei vielen Stiftungen fliesst ein geringer Teil in die Zwecke und ein grosser zu den Werbeagenturen und Medien…

  5. OMS 25. August 2022 at 12:35Antworten

    Um das Steuergeld seiner Bürger ist der Regierung nichts zu teuer! Millionenfache Untreue würde ich dieses nennen mit einen Schaden, der in die Milliarden von € geht!

  6. MOrchel 25. August 2022 at 11:45Antworten

    Es freut mich keineswegs, aber da muss ich den Rauch (partiell) verteidigen:

    Dass wir so einen sinnlosen Überschuss von dem Zeug haben liegt schon auch sehr viel an der Flinten-Uschi und der Begebenheit (soweit meine Infos stimmen), dass man überschüssige Dosen nur mit Erlaubnis des Herstellers an andere Nationen verschenken darf.

    Ich denke, dass derzeitige Nachbestellungen bereits von den anderen Pfosten ausverhandelt und fixiert wurden.

    Man könnte allerdings an Rauch’s Stelle auch endlich einmal sagen „Schluss damit, wir brauchen nicht noch mehr, wenn’s eh kaum noch wer will“. Denn ich denke nicht, dass man einem Verbrechersyndikat (wie sich die Big Pharmas derzeit verhalten) pakttreu sein muss, ganz im Gegenteil. Neben der Stornierung würde ich eine Anzeige nachlegen. Pfizer hat bereits in einem US-Prozess zugegeben, sich nicht an die üblichen Vorschriften gehalten zu haben.

  7. Durchleuchter 25. August 2022 at 11:34Antworten

    Zitat Helmut Schmidt: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“

  8. Pfeiffer C 25. August 2022 at 11:19Antworten

    Meines Wissens nach wurden in D die mittlerweile 2 X abgelaufenen gentechnisch basierten, bedingt zugelassenen Substanzen, die im Übrigen keine sterile Immunität bewirken, heißt, vor einer Infektion nicht schützen und die Ansteckung anderer nicht verhindern, aber dafür allerzahlreichste und wissenschaftlich / medizinisch / politisch / medial tabuisierte leichte – mittelschwere – schwere – allerschwerste – tödliche Verabreichungsfolgen zeitigten,

    2 X verlängert und damit für verwendbar erklärt. – „Das gab es bislang noch nicht“ –

    In den deutschen Medien findet sich kaum etwas zur Verlängerung der Haltbarkeit der Impfstoffe. Das Thema wird ausgeblendet. Umso bemerkenswerter ist die Antwort des Paul-Ehrlich-Instituts:

    Hier in dieser Quelle:

    https://reitschuster.de/post/haltbarkeit-von-covid-19-impfstoffen-verlaengert/

    • Pfeiffer C 26. August 2022 at 7:16Antworten

      Ergänzung:
      Ich verlinke sehr selten Erläuterungen, zumal sie vom Plattform-Betreiber aufwändiger zu checken ist. Danke für die Mühe. Hier hielt ich es für sinnvoll, weil der Inhalt thematisch tiefenverstärkend ist.

      Gleichwohl: Reitschuster liegt – meiner bescheidenen Meinung nach – schon viel zu lange bei seinen leitmedial braven Ukrainekriegsreflexionen falsch, weil die Wahrheit ebendort eine transatlantische, hintergedankengesteuerte Millarden-$-schwere Vorgeschichte hat, die er völlig ausblendet. Und damit als ‚Flying Monkey‘ der „Guten“ funktioniert.

      Der Begriff „Flying Monkeys“ stammt aus dem Kinderbuch „The Wonderful Wizard of Oz“, in Übersee eine beliebte Metapher:

      Um eigene, unlautere, unredliche Interessen unbemerkt kontrollieren und in die gewünschte Richtung steuern zu können, setzt der Hegemon sie als Helfer, Handlanger, Übermittler, Bewunderer und zugewandte Bedienstete ein. Diese Menschen werden dann – oft, ohne sich dessen bewusst zu sein – „Flying Monkeys“, die sie bei der Errichtung und Aufrechterhaltung der hegemonialen Macht unterstützen.

      Warum ich das hier – themenverfehlend – lang & breit auswalze? Nun: Es gehört zur von Herzen kommenden Lobverstärkung für tkp.at und Ihre Betreiber:

      Euer Antrieb ist redlich:“Sapere aude“ – das spiegelt sich in jedem einzelnen, aufwändig recherchierten und verständlich formulierten Artikel! – Danke für die Horizonterweiterungen!

  9. Veron 25. August 2022 at 11:13Antworten

    Am besten reduzieren die Impfstoffe das Risiko wofür auch immer, indem sie im Tiefkühlfach liegen bleiben.
    Interessant wären die Stromkosten für die Kühlung auf – 80 °C. Und eine Erklärung, warum diese übermäßige Menge an Dosen, die völlig sinnlos ist, selbst wenn das Zeug hilfreich wäre.

  10. Alfons Zitterbacke 25. August 2022 at 11:00Antworten

    Fällt das unter „Amtsmissbrauch“?

  11. Hans Im Glück 25. August 2022 at 10:58Antworten

    “ besteht die begründete Hoffnung, dass die Impfstoffe auch gegen zukünftige Varianten einen gewissen Schutz bewirken“

    So,so, begründete Hoffnung regiert jetzt in der Medizin. Wir sind weit gekommen. Laufe ich demnächst an einem Schild „Dr.Eisenbarth“ vorbei, dann weiß ich: Die Medizin ist angekommen(bei ihren Wurzeln)

    „Doktor, der im Dunkeln wacht,
    Lauterbach, Lauterbach, hab acht!
    Steh mir bei in dieser Nacht,
    Bis der Zauber ist vollbracht!
    Salbe mir so Kraut als Blei,
    Segn´es sieben, neun und drei,
    Dass die Spritze tüchtig sei!
    Lauterbach, Lauterbach, herbei!“

    • A-w-n 25. August 2022 at 12:25Antworten

      @HansImGlück: a propos Hoffnung – denke ich da richtig, dass das dann trotzdem keinen Sinn macht?
      Weil zelluläre Immunität (T-Zellen) wird ja durch ‚Infektion‘ vermittelt auch und wo man Zahlen hat (Schweiz: https://www.corona-immunitas.ch/aktuell/seropravalenz-in-der-schweizer-bevolkerung-nach-der-5-testphase/) stellt man fest, es hat praktisch schon jeder Antikörper, entweder durch Impfung oder Infektion und viele durch Omikron. Damit würde bei fast jedem eine T-Zellen Immunität bestehen. Diese ist die langfristige Immunität. Dann braucht man nicht Nach-‚Impfen‘ und ‚Impf-AIDS‘ und Nebenwirkungen in Kauf nehmen, es besteht ja schon die zelluläre Immunität. Es ist wohl nur immer so, es gibt Leute mit stärkerem und schwächerem Immunsystem, man muss sein Immunsystem stärken (Vitamin D durch Fisch und Sonne etc), das hilft immer am besten, egal ob Covid XY oder sonst etwas. Dann braucht man keine ‚Hoffnung‘, die wenn begründet aber sagt, dann braucht man ja keine ‚Impfung‘ gerde, wenn man schon zelluläre Immunität hat.

    • Frühling 25. August 2022 at 12:43Antworten

      Da kann ich gedichtemäßig auch noch etwas von dem Kommentator namens „Sirius Bellt“ beisteuern, der auf Achgut kurzerhand „den Panther“ von Rilke umdichtete in:

      Der Paniker
      „Sein Blick ist vom Vorüberziehn der Viren so starr geworden, dass ihn nichts mehr hält, ihm ist als ob es tausend Mutationen gäbe und hinter tausend Mutationen keine Welt.

      Der leichte Gang vertrackter Schritte, der sich im RKI im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Virentanz um eine Mitte, in der berauscht ein düstrer Wille steht.

      Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich freudlos auf. – Dann geht die Inzidenz hinein, geht durch der Glieder angespannte Stille und hört im Hasenherzen auf zu sein.“

      • Hans im Glück 25. August 2022 at 19:34

        @Frühling,

        auch sehr schön! Danke für diesen Neo-Rilke :)
        Gibt mir die Gelegenheit noch eine fehlende „Freischütz-Strophe“ anzuhängen

        „Hier erst das Blei.
        Etwas gestoßenes Glas von zerbrochenen Kirchenfenstern,
        das findet sich!
        Etwas Quecksilber!
        Drei Spritzen, die schon einmal getroffen!
        Das rechte Auge eines Wiedehopfs!
        Das linke eines Luchses!
        Und nun den Spritzensegen!

        Probatum est!“

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