„Solidarität heißt heute Unterwerfung“ – Philosophin über die Orwell’sche Logik des Covid-Regimes

23. August 2022von 1,6 Minuten Lesezeit

Die „vulnerablen Gruppen“ müssen geschützt werden. Damit legitimiert das Covid-Regime vom ersten Lockdown bis zur Impfpflicht alles. Doch die Logik dahinter ist zutiefst widersprüchlich, unsinnig und arbeitet mit ungültigen Argumenten, sagt Philosophin Elena Louisa Lange. Im Videogespräch legt sie Entwicklungen, wodurch die aktuelle gesellschaftliche Transformation erst möglich wurde, dar. 

„Schützt die Risikogruppe“ – mit diesem Imperativ wird alles legitimiert: Lockdowns, Maskenpflicht und sogar die Impfpflicht. Aber was hat es mit diesen „Risikogruppen“ tatsächlich auf sich? Und sind nicht auch die „Vulnerablen“ gefährdet, wenn der Staat Grundrechte abbaut?

Ungültige Argumente und echter Neusprech

Die Argumente des Staates, so schildert die Philosophin, die seit 2020 in mehreren englisch- und deutschsprachigen Zeitschriften zum Covid-Regime publiziert hat, würden sich in Wahrheit selbst aufheben und seien logisch ungültig.

Die Philosophin Elena Louisa Lange erklärt im Videointerview, welcher Irrationalismus hinter den Argumenten des Covid-Regimes steckt. Es vollziehe sich nichts weniger als ein fundamentaler Anschlag auf die Vernunft selbst. Dieser zeigt sich auch darin, wie etwa das Wort „Solidarität“ verwendet wird. Zieht man Orwells Neusprech ab, der die neue Sprache der Politik durchzieht, bedeute Solidarität „heute Unterwerfung“, so Lange.

Und wie konnte die Linke plötzlich zu jener Kraft werden, die das System stabilisiert? Dieser Umstand erstaunt viele, Lange hat Erklärungen:

Das Interview in voller Länge:

Den im Interview erwähnten Text von Lange im US-amerikanischen „Compact Mag“ finden Sie hier.

Auf ihrem Substack-Blog “Lawyer’s Fees, Beetroot and Music” schreibt Lange auf Englisch zu aktuellen politischen Entwicklungen.

Bild Jordan L’Hôte1984JLH2CC BY 3.0

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15 Kommentare

  1. Andreas I. 23. August 2022 at 19:48Antworten

    Hallo,
    zwar weiß ich nicht, von welcher „Linken“ sie redet (was man in USA als „Linke“ bezeichnet?) und ich sehe in der ganzen Corona_Nummer astreinen Liberalismus, nichts „Neo-„, nichts „Post-„, nichts „Links-„, sondern pur klassischen alten Liberalismus in seinem Kern des freien Marktes; die Großaktionäre der Pharmakonzerne können den Markt völlig frei gestalten, freieren Markt gibt es nicht, also liberaler geht es nicht.
    Aber die Ausführungen zur Widersprüchlichkeit des Narrativs der „vulnerablen Gruppen“ usw., die sehe ich seit etwa März 2020 genau so. Nur nicht als Orwell, sondern als Monty Python; es ist von Anfang an eine dermaßene Realsatire und dann die Darsteller Merkel, Spahn, Lauterbach, Droktor Osten … Richard David Precht wartet nachts um vier an der roten Ampel … sorry, „1984“ konnte man beim Lesen ernst nehmen, aber DAS ?! Monty Python vom Feinsten.

  2. audiatur et altera pars 23. August 2022 at 12:19Antworten

    Im Beispiel-Haft geblieben:

    Um in der Realität die „Jungfräulichkeit mit Beischlaf“ zu fördern, reicht es heute völlig aus, medial das im Bild tönende Begriffspaar in regelmäßiger Dauerschleife zu verbinden und dem Handy-TV-Konsumenten so mehr oder weniger dezent in die Rübe zu hämmern. Und siehe da: Recht rasch werden sich zahlreiche jungfräuliche Beischläfer einstellen. Erschreckend naive Logiker, die den rühmlichen, aber völlig aussichtslosen Versuch unternehmen, die verbrannten Begriffe mittels dauernder Wiederholung derselben ihrer ursprünglichen Bedeutung nach zu ordnen, erinnern an Sandkastenspieler in einem Meer voller Asche. Denn auch den dem Treiben anfänglich tief erschüttert beiwohnenden tatsächlichen Beischläfer und Jungfrauen wird die heiß ersehnte kognitive Erlösung geboten: Ab in den wortwörtlichen Swingerclub, von dort mit Öffis und vollmaskiert nach Hause, um im Bett mit folgendem Stoßgebet den entspannten Tag zu beschließen: „Mei, woar ma heit wieda solidarisch!“

  3. Jörn 23. August 2022 at 12:03Antworten

    Wer die Bücher „1984“ und „Schöne Neue Welt“ gelesen hat, ist gewarnt und aufmerksam bezüglich dystopischer Entwicklungen und erkennt sofort, dass wir uns auf eine Kombination davon rasent schnell zu bewegen. Aber die junge Generation liest nicht mehr und will sich damit auch nicht auseinandersetzen. Sie weicht Allem aus, was ihre Wohlfühlblase stören könnte.

  4. Eugen Karl 23. August 2022 at 11:49Antworten

    Der Grundgegensatz ist der des Einzelnen und des Kollektivs. Das wird leider nicht gesehen, deswegen kann die Philosophin in die „Neoliberalismus“-Falle gehen uns höchstselbst einen Widerspruch begehen. Denn wieso soll äußerer Zwang nun „liberal“ sein. Das ist blanker Unfug. Es geht indes um Kollektivismus: die „vulnerablen Gruppen“ sind das Kollektiv oder Repräsentanten desselben, dem gegenüber die Unverletzlichkeit des Körpers des Einzelnen zurückzuweichen habe, obwohl es doch alle Einzelne betrifft. Solidarität bedeutet die Unterwerfung unter das Kollektiv. Alles richtig, aber dann wird’s schief: die Dominanz des Kollektivs ist niemals liberal, auch nicht neoliberal, sondern stets sozialistisch.

    • Taktgefühl 23. August 2022 at 12:15Antworten

      Ich glaube, wir fallen selber auf die Gleichungen des Neusprechs herein. Solidarität ist Latein und bedeutet Zusammenhalt, aber dieser Zusammenhalt ist freiwillig und begründet. Niemand wird gezwungen.
      Der neue Kollektivismus ist A. angekündigt worden, spätestens im Wahlkampf der SPD „das Wir entscheidet“, und B. unlogisch, denn die SPD selber gehört zum „Wir“. Irgendwer muß das Ruder in der Hand halten, damit es eine Richtung gibt, und das sind die selbsternannten Führer. Der Kollektivismus ist Dummverkäuferein, weil es immer „Entscheider“ gibt, die bestimmen wollen, wer zum Kollektiv gehört und wer nicht. Das Kollektiv wird von außen eingehegt, von innen kann es seine Grenzen nicht ziehen.
      Sozialistisch ist ebenfalls Latein und bedeutet Verstaatlichung.
      Ich würde vorschlagen, bevor wir auf „dies ist das“ hereinfallen, nennen wir Unterdrückung einfach Unterdrückung.

    • Andreas I. 23. August 2022 at 20:30Antworten

      @ Eugen Karl Hallo,
      „Solidarität bedeutet die Unterwerfung unter das Kollektiv. Alles richtig, aber dann wird’s schief: die Dominanz des Kollektivs ist niemals liberal,“

      Die liberale Ideologie ordnet alles dem freien Markt unter.
      Nun besteht der freie Markt in dieser Theorie aus allen sogenannten Marktteilnehmern.
      Diese Marktteilnehmer sind einzeln Individuen, gleichzeitig alle zusammen aber auch Kollektiv.
      Betrachtet man letzteres, dann ist der freie Markt ein dominierendes Kollektiv.

      Zwar sehe ich persönlich ein überschaubares Kollektiv weniger dreistelliger Milliardäre, die durch ihre finanzielle Macht wie Feudalherren regieren – aber dass finanzieller Reichtum politische Macht bedeutet, das ist in der liberalen Ideologie so angelegt.
      Und im übrigen ist Demokratie „Unterwerfung unter das Kollektiv“, nämlich Unterwerfung unter den Willen der Mehrheit, während ein überschaubares Kollektiv weniger dreistelliger Milliardäre …
      Womit dann auch schon gesagt ist, dass Kommunismus (Kollektiv) oder Liberalismus (Individuum) gar nicht der Punkt ist (sondern es entsprechend der evolutionsbiologischen Daseinsform des Menschen nur und sein kann, Kollektiv (Gruppe/Horde) als Existenzgrundlage und innerhalb des Kollektivs (der Gruppe/Horde) Individualismus, der wiederum in gewissem Maß für das Funktionieren der Gruppe notwendig ist, allerdings überzogener Individualismus der Gruppe schadet … und zwar in der Reihenfolge: Kollektiv als Existenzgrundlage und innerhalb dessen der dafür nötige Individualismus), sondern dass es ein und ist.
      Und ob Kommunismus oder Liberalismus; es ist Dogmatismus, der Gesellschaften in den Untergang führt, aktuell eben liberaler Dogmatismus, wegen dem Gesundheitsversorgung einschließlich Medikamentenherstellung um des Dogmas Willen unbedingt privatwirtschaftlicher freier Markt zu sein hat – und als solcher funktioniert es ja auch hervorragend, die Gewinne von Pfizer&/Co. bzw. von deren (Groß)Aktionären sind hoch.
      Nur was es für viele Menschen bedeutet, wenn man dogmatisch liberale Ideologie – das Prinzip des freien Marktes – über ALLES stellt …
      Deswegen sage ich, Dogmatismus ist das Problem (und das Problem hinter Dogmatismus ist ein tiefenpsychologisches).

      • ibido 26. August 2022 at 9:37

        Sehr interessanter Kommentar! Ja, es geht (ginge) um das „und“.
        Hat mich zu weiterführenden Gedanken angeregt. Auf der Ebene des einzelnen Individuums geht es um Autonomie (Freiheit / Selbstbestimmung) UND Verbundenheit mit anderen (tiefenpsychologisches Konzept). Sowohl Autonomie -als auch- Verbundenheit!
        Hypothese: Vor allem bei denen, die sich im realen Leben unverbunden fühlen ist die Propaganda der Solidarität auf fruchtbaren Boden gefallen (=Scheinverbundenheit). Gerade weil es ein so tiefsitzendes Bedürfnis des Menschen ist. Und andererseits, weil das Bedürfnis nach Autonomie so stark ist und im individuellen Leben unbefriedigt bleibt, ist das Dogma des freien, liberalen Marktes so unumstößlich.
        Lösen wir in tiefenpsychologischem Sinn den Konflikt Autonomie versus Verbundenheit als Individuum hin zu sowohl-als auch, wird auf der gesellschaftlichen Ebene Gruppe (Kollektiv) UND Individualismus (Liberalismus) möglich??

  5. Peter Ruzsicska 23. August 2022 at 10:22Antworten

    Danke für diese wahrhaftig fundierten Ausführungen mit dem alten Handwerkszeug klaren logischen Denkens gepaart mit gesunder Empathie!

  6. Kriegsgegner 23. August 2022 at 10:17Antworten

    Die Aufgabe einer jeden Politik wäre es, für reale Probleme Lösungen zu finden und umzusetzen.
    Da genau das Gegenteil stattfindet, findet im Grunde genommen ein Missbrauch der Bezeichnung „Politik“ in Bezug auf die dort angesiedelten Gewaltherrscher und Tyrannen statt.
    Die heutige Politik verdient ihren Namen nicht.
    Merkmale einer jeden Tyrannei ist die Anwendung von unbegründeter und anlassloser Gewalt.
    Und Gewalt ist nicht nur physisch zu verstehen. Genauso schädlich, vielleicht in ihren Langzeitfolgen sogar noch schlimmer, ist seelische und geistige Gewalt. Auch der angesprochene Angriff auf die Vernunft schlechthin. Oder eben Kinder im Rahmen der ihnen erstmalig in der Menschheitsgeschichte zugesprochene Verantwortung für ältere Generation zu quälen und bezahlen lassen!

    Warum dringt es nicht in unser Bewusstsein, was die jetzt immer noch übliche und offensichtlich durch die heutigen Tyrannen immer noch positiv dargestellten Verdrehungen in vielen Menschen für Leiden erzeugt haben? Was also die ad infinitum fortgesetzte Verbreitung von Angst und Schrecken durch die ach so fürsorgliche Politik (nicht nur auf Corona beschränkt) eigentlich anrichtet ?
    Wer kann denn da noch ernsthaft glauben, dass das es Tyrannei im heutigen „demokratischen Wertewesten“ oder ähnlicher begrifflicher Abwandlungen zur Umschreibung (Verschleierung) der heutigen Gewaltherrschaftssysteme, nicht mehr gibt?

    Es ist unsägliche pure seelische und geistige Gewaltanwendung! Lasst uns dessen bewusst werden!

    • Frühling 23. August 2022 at 12:28Antworten

      Wie solidarisch miteinander umgegangen wurde, habe ich als ungeimpfter in den letzten 2,5 Jahren mehr als eindrücklich erfahren.

  7. Jan 23. August 2022 at 9:15Antworten

    Die Geschichte der Moderne lässt sich darauf reduzieren, dass man mit Kreativität fossile Brennstoffe in Arbeit umgesetzt hat und durch den entstandenen Massenreichtum den Arbeiter von der Scholle gelöst und für Bildung und komplexe Tätigkeiten frei gemacht hat, wodurch Technik entwickelt wurde, die die komplexe Förderung und Lieferung von noch mehr Energie möglich gemacht hat, was in eine Bevölkerungsexplosion mündete.

    Diesem Kreislauf kann man weder größere Mittel für die Etablierung einer göttlichen Kaste noch für pandemischen Depopulation entziehen, ohne dass der Mechanismus als solcher zusammen bricht.

    Die zentrale Steuerung eines Negativzinses kann zwar die Dauerrezession moderieren und „das Leeren der Altenheime“ die Last am Ende der Pipeline reduzieren, sie kann aber die Auflösung einzelner Glieder der Kette nicht verhindern, die am Ende die Grundlage des Ganzen garantiert.

    Wenn der Krieg zwischen China und Taiwan die Chipversorgung ausfallen lässt, trifft das nicht nur Luxusgeschäfte und TikToker, sondern auch Geräte und Ersatzteilversorgung zur Energieversorgung, siehe eine gewisse kanadische Turbine. Auch Solar und Wind benötigen Laderegler aus Halbleitern.

    Systemtheoretiker sagen, dass komplexe Systeme sich sprungartig auf Zustände niedrigerer Komplexität hin bewegen. Dabei kann dann schon einmal das Heizen im Winter, die Glasversorgung in Europa oder die Halbleitertechnik als solche betroffen sein.

    Ohne Halbleiter kein Zentralbankkonto.

    Durch das Wälzen moralischer Kategorien lässt sich das Problem des Ressourcenmangels nicht lösen. Nicht missverstehen: Ressourcen sind genug da, aber wir bekommen sie nicht mehr aus der Erde. Eine Pumpe am südlichen Donaubecken ist etwas ganz anderes als eine Bohrinsel im ewigen Eis.

    Wir befinden uns derzeit in der Gewalt eines mächtigen Scharlatans, der uns weismachen will, dass seine Kräfte die Sonnenfinsternis steuern.

    Was uns als Plan verkauft wird, ist in Wahrheit eine Auflösungserscheinung. Das Strampeln des Ertrinkenden.

    Die Überlegenden des Kampfes um den letzten Liter Öl werden nicht als transhumane Slaven Videospiele daddeln, sondern Reis und Weizen und Kartoffeln pflanzen.

    Irgendwann ist es Zeit, nach Hause zu kommen!

    • MOhrenkopf 23. August 2022 at 9:33Antworten

      Und zu allem Überfluss stecken wir quasi „unsere letzten Energien“ nicht in die Anpassung, Neuorientierung oder für die Suche nach Alternativen, sondern verschleudern sie für die angebliche Verhinderung von unaufhaltsamen, natürlichen Prozessen, siehe „Klimaschutz“.

      Und dazu tun wir wieder das genaue Gegenteil des Gebotenen. Wir reduzieren Freiheiten und rauben den Menschen existenzielle Beweglichkeit durch Verarmung – und reduzieren so das schöpferische Talent der Menschheit, seine Kreativität und Erfindungsgeist, duplizieren auf diese Weise die Depression.

      Darüber hinaus „erziehen“ wir die Menschen wieder dazu, auf die Lösung von „oben“ zu warten, anstatt sich selbst Gedanken zu machen, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

      So bringt man Prosperität nachhaltig zum Erliegen. Von uns allen. Indem man das Denken faktisch verbietet.

    • Taktgefühl 23. August 2022 at 20:56Antworten

      Der Fortschritt besteht darin, daß wir nur immer schnellere Maschinen bauen. Praktisch geht das, was wir als Fortschritt verstehen, nicht in die Höhe, sondern bloß noch in die Breite. Das geht seit 200 Jahren so. Der Fortschritt selber scheint mir die Sackgasse zu sein.
      Wir leben über unsere Verhältnisse. Der Gedanken hat mich schon in der Jugend angesteckt und ich finde ihn nach wie vor richtig. Ich bin auch kein Technik-Fan, wie man so sagt. Mit Technik vollgestellte Wohnungen finde ich kalt.
      Die Technik und ihre Anbetung hat was Götzendienerisches, mich beeindrucken 800 Watt Stereoanlagen so wenig wie „das sehr gute Internet“ von T-Online. Ich denke, oje, wenn mir jemand von seinem Computer erzählt.
      Bei meiner Oma wurde frisch gekocht, oft die Ente, der gerade der Hals umgedreht worden war. Das Essen war eine Zeremonie und alle freuten sich darauf. Heute mache ich der Bequemlichkeit halber Dosen auf oder hole mir was aus dem Froster. Irgendwie schmeckt das alles gleich. Weil frische Sachen auch so schmecken, als hätte die jemand vor mir verdaut.
      Ich war dafür, anzuhalten, alles einzufrieren, besonders das rasant in die Breite wachsende Internet, und mal zu überlegen.

      Die Ägypter hatten eine so lange Kultur, weil sie Geheimnisse bewahren konnten. Die fanden das Geheimnis attraktiver als das Lüften.
      Die sind mit ihrer Kultur ganz plötzlich stehen geblieben, eingefroren. Und genau da hatten Generationen etwas von, die alle in eine tolle Kultur geboren worden waren mit besonders hohem Wiedererkennungswert. Die Straßen und Häuser haben sich nicht verändert, wenn man nach langen Jahren zurück kehrte zum Ort der Geburt. Alles stand an seinem Platz.
      Bei uns verändert sich das Straßenbild fast stündlich und da, wo ich vor 10 Jahren gewohnt habe, sieht das heute ganz fremd aus.
      Wir sind heimatlos geworden.

  8. Heiko 23. August 2022 at 8:21Antworten

    Es ist die Ironie der Geschichte, dass gerade Orwells „1984“, das als Buch gegen den Kommunismus geschrieben wurde, gerade die Entwicklung des Kapitalismus in erschreckend genauer Weise vorhergesagt hat.

    • David K. 23. August 2022 at 10:33Antworten

      So weit ich es verstanden habe, ist „1984“ nicht allein gegen den Kommunismus geschrieben, sondern generell gegen totalitäre Systeme bzw. Regime. „Animal Farm“ richtet sich gegen den sogenannten Kommunismus von Stalin. Ich verstehe nicht, warum Kommunismus gleich gesetzt wird mit Faschismus. Stalin und Mao waren genau so Faschisten wie Hitler und Mussolini. In der Theorie wäre der Kommunismus, auch der Sozialismus, wahrscheinlich etwas Gutes, aber die Umsetzung beider ist nie gelungen bzw. komplett falsch gelaufen.

      Bleibt ungeimpft,
      David

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