Don’t Pay UK: Kampagne zum Zahlungsboykott von Energierechnungen gewinnt an Fahrt

9. August 2022von 3,1 Minuten Lesezeit

Die Politik der Oligarchen, die uns zuerst die Corona Pandemie und dann den Konflikt in der Ukraine und daraus folgend die Santkionen beschert haben, führt nun zu steigenden Energie- und Nahrungsmittelkosten. Bei den Familien und Menschen, bei denen diese beiden Positionen bereits vor der anspringen Inflationen einen größeren Teil ausgemacht haben, wird die Situation immer schwieriger.

Daraus ist die neue Kampagne Don’t Pay UK entstanden, die die Briten dazu aufruft, ihre Energierechnungen ab Oktober nicht mehr zu bezahlen.

Bislang haben sich 75.000 Menschen zum Streik verpflichtet, und die Bewegung gewinnt nach eigenen Angaben täglich neue Mitglieder hinzu.

„Es ist ganz einfach“, heißt es im Manifest der Kampagne. „Wir fordern eine Senkung der Energierechnungen auf ein erschwingliches Niveau. Unser Druckmittel ist, dass wir eine Million Menschen versammeln werden, die sich verpflichten, nicht zu zahlen, wenn die Regierung am 1. Oktober eine weitere massive Erhöhung vornimmt.“

Im April stieg die durchschnittliche jährliche Gas- und Stromrechnung im Vereinigten Königreich von 1.400 Pfund (1.670 Euro) im Oktober 2021 auf 2.000 Pfund (2.390 Euro), nachdem die Regierung die Preisobergrenze aufgehoben hatte, die den Preis, den die Versorger von ihren Kunden verlangen konnten, begrenzte.

Die Gewinne der Energieriesen sind seither in die Höhe geschnellt: BP hat zwischen April und Juni 6,9 Milliarden Pfund (8,2 Milliarden Euro) eingenommen – mehr als das Dreifache des Betrags, den das Unternehmen im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres verdient hat.

Don’t Pay UK schätzt, dass bis zum Winter etwa 6,3 Millionen Haushalte im Vereinigten Königreich nicht in der Lage sein werden, ihre Energierechnungen zu bezahlen, und dass 10 Millionen Haushalte unter „Energiestress“ leiden werden.

Es gibt mittlerweile 15.000 lokalen Aktivisten in ganz Großbritannien – von St. Ives in Cornwall bis zu den Shetland-Inseln vor der Nordküste Schottlands -, die sich an der Organisation der Kampagne beteiligen.

 

Neben dem Verteilen von Flugblättern veranstalten sie Zoom-Anrufe, persönliche Treffen und Gespräche mit Freunden und Nachbarn, um mehr Menschen für die Initiative zu gewinnen.

1,6 Millionen Flugblätter wurden von Menschen in England, Schottland und Wales bestellt, und fast 900 Menschen haben Geld gespendet, um die Kampagne zu unterstützen.

Don’t Pay UK wurde nach einer Demonstration des Gewerkschaftskongresses im Juni ins Leben gerufen und fordert eine Million Menschen auf, sich zu verpflichten, ihre Lastschriftzahlungen an die Energieversorger einzustellen, falls die geplanten Preiserhöhungen durchgesetzt werden.

Die Kampagne schätzt, dass eine Million Nichtzahler die Energieunternehmen durchschnittlich 233 Millionen Pfund pro Monat an entgangenen Einnahmen kosten würden.

Die Kampagne, die von mehreren anonymen Aktivisten geführt wird, lehnt sich an frühere Massenkampagnen gegen Zahlungsausfälle im Vereinigten Königreich an, mit denen die Regierung erfolgreich beeinflusst werden konnte.

In den späten 1980er und 90er Jahren weigerten sich Millionen von Menschen in England, Wales und Schottland, die neu geschaffene „Poll Tax“ zu zahlen – eine pauschale Haushaltssteuer zur Finanzierung der Kommunalverwaltung -, was dazu führte, dass die härtesten Maßnahmen rückgängig gemacht wurden und schließlich die damalige Premierministerin Margret Thatcher gestürzt wurde.

Experten zufolge werden die Energierechnungen im Vereinigten Königreich in diesem Winter voraussichtlich 3.600 Pfund (4.300 Euro) pro Jahr erreichen, und die Großhandelspreise werden die Kosten bis 2024 weiter in die Höhe treiben.

Dass sich Menschen dagegen wehren ist wenig überraschend. Ähnliches wird auch bei uns erwartet. Vorbeugend wurden daher bereits koordinierte Medienkampagnen gleichzeitig in Deutschland und Österreich gestartet.


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11 Kommentare

  1. Emil Csencsits 10. August 2022 at 7:48Antworten

    Sehr empfehlenswert: „Gemeinsame Erklärung der USA und Deutschlands zur Unterstützung der Ukraine, der europäischen Energiesicherheit und unserer Klimaziele“ vom 21.7.2021, also fast ein Jahr vor Beginn des Ukrainekrieges.

  2. OMS 9. August 2022 at 12:55Antworten

    Es findet eine Enteignung statt. “Dir wird nichts gehören und Du wirst glücklich sein” – Die neue Weltordnung besteht aus Kapitalismus in seiner reinsten Form für die Geldelite und für Kommunismus in seiner schmutzigsten Form für die Masse an Arbeitssklaven denen das Leben und Arbeiten noch erlaubt wird.

  3. Andreas I. 9. August 2022 at 12:10Antworten

    Hallo,
    eine durchschnittliche jährliche Gasrechnung von 2390 €, hm …
    Geht man davon aus, dass die „harten“ Heiz-Monate November bis März sind, dann könnte man rechnen 2400 € / 5 Monate = 480 € pro Monat.
    Die Suchmaschine sagt, Flüge z.B. nach Malaysia kosten 300 bis 600 €.
    Da könnte man glatt überlegen … man bräuchte halt nur einen Job für die restlichen 7 Monate, aber bei dem Personalmangel durch die Krankenstände nach den Spritzungen …

  4. audiatur et altera pars 9. August 2022 at 11:48Antworten

    Ö Mit Verarsch
    -wortungsrekord
    Mineralöl und Umsatz
    Putin
    An Bord

    Monarchie
    Modern Fiskus
    Staat und Privat
    It’s monopoly, stupid!
    In voller Fahrt

    Rinks und Lechts
    Flasche leer?
    Unter Napolis Hütchen
    TV mit dabei
    Strunz singt sein Liedchen

    Tasche leer

  5. Hans Im Glück 9. August 2022 at 11:29Antworten

    @Reinhard

    „Ich mache mir mehr Sorgen um den Rest der Wirtschaft. Dem Wirtschaftskreislauf werden doch viele Millarden Euro entzogen und fehlen logischerweise für die anderen Güter und Leistungen. Es werden Hundertausende, wenn nicht Millionen arbeitslos.“

    Das ist alles richtig! ABER: Wenn man den grauslichen Putin niederringen will, dann muss man diesen Opfergang eben gehen, Seit an Seit mit den ukrainischen Waffenbrüdern.
    Die Millionen Arbeitslosen hocken dann zwar in ihrer frostigen Bude und können sich schon mal Gedanken machen, wie sie die kältebedingten Schäden in ihrer Butze beheben wollen. Aber das beste Deutschland aller Zeiten hat auch Gutes zu bieten.
    Sie können jedes Jahr das Geschlecht wechseln. Und mit dem 9 Euro Ticket geht’s durchs ganze Land, fall dann noch Züge fahren.

  6. Jens Tiefschneider 9. August 2022 at 10:46Antworten

    Ob die buckeligen Deutschen das mitmachen? Sie leiden doch so gerne.

    • Elisabeth 9. August 2022 at 11:22Antworten

      Die Dt. wollen in erster Linie brav sein und von der Mammi (Gott, Staat etc., der Obrigkeit) gelobt werden. Kriegst ein Dsuggki, brav, tätschl, täschl …

  7. Peter Pan 9. August 2022 at 10:22Antworten

    Der Kollaps ist genau das, was die US-amerikanischen geisteskranken Kriminellen (Bill Gates et al.) brauchen, um uns ihr digitales Spielgeld mit totalitärer Kontrolle aufzuzwingen. Es gibt genug Hinweise darauf, dass das so geplant ist. Erst kam der Zwang zur Verwendung der Zertifikate über den Hebel „Gesundheit“ und dann kommt die an die Zertifikate gekoppelte Währung als Lösung der vorsätzlich herbeigeführten Finanzkrise. Die Kriminellen, die uns über Jahrzehnte beraubt haben, gehen nun zum nächsten Raubzug über. Den Armen begeistert man vielleicht mit dem „Sozialkredit“. Sozialkredit (über Zertifikate) ist nichts anderes als totalitäre Überwachung und Enteignung. Auch das ist ein Teil des Staatsstreichs von oben, denn wenn die Länder die Kontrolle über ihre Währung verloren haben, dann können die Regierungen (und damit wir Bürger in den „Demokratien“) nichts mehr eigenständig entscheiden. Das trifft alle Bürger und die gesamte Wirtschaft.

    Für mich ist diese Kampagne nichts anderes als ein Aufruf dazu, das Vorgehen der US-amerikanischen geisteskranken Kriminellen zu unterstützen.

  8. Tiffany Aching 9. August 2022 at 9:49Antworten

    Sehr schön.
    Leider für Deutschland nur sehr bedingt anwendbar: wer mietet, zahlt die Energie in aller Regel über die Nebenkosten an seinen Vermieter. Und der kann einem bei Ausbleiben dieses Geldes die Wohnung kündigen. Der Energieversorger kann im schlimmsten Falle »nur« das Gas (oder was es eben ist) abstellen.
    Das könnten bei uns also maximal die Hauseigentümer machen, und damit fehlt schon mal ein gut Teil (fast 60%) der potentiellen Zahlungsverweigerer.

    • Andreas I. 9. August 2022 at 12:17Antworten

      Hallo,
      der Vermieter kann kündigen, aber ob er die Wohnung in der aktuellen Situation (wo eher Wohnungen mit Ofen angesagt sind ;) so schnell wieder vermietet kriegt …

  9. Reinhard 9. August 2022 at 9:48Antworten

    Im Prinzip eine gute Idee. Aber dies durchzusetzen, ist unmöglich. Zahlungsaufforderungen werden kommen. Dann wird ein Urteil ergehen und der Gerichtsvollzieher kommt. Was will man gegen die AUTOMATISMUS machen? Und 75.000 Menschen haben sich verpflichtet? Entschuldigung, aber es werden Millionen sein, die den Zahlungsaufforderungen nicht nachkommen werden können. Da müssen sich die Initiatoren gar keine Sorgen machen.

    Ich mache mir mehr Sorgen um den Rest der Wirtschaft. Dem Wirtschaftskreislauf werden doch viele Millarden Euro entzogen und fehlen logischerweise für die anderen Güter und Leistungen. Es werden Hundertausende, wenn nicht Millionen arbeitslos. Dies führt zu massiven Demonstrationen – die schon jetzt durch unsere VERKOMMENDEN Medien als rechts abgestempelt werden. Ein Pulverfass wird hier gerade angezündet. Und das nur, weil unsere KORRUPTEN und VERRÄTERISCHEN „Volksvertreter“ unterwürfige, arschkriecherische US Lakkeien sind. Statt dem Wohl unserer Europäischen Völker zu dienen und für deren legitimen Selbsterhaltung zu sorgen, kappen sie sämtliche (zuverlässige) Lebensadern zu Russland und bauen diese als Feinde auf. Jelzin und auch Putin wollten Russland damals in die NATO bringen!!! Die USA hat wohlwissentlich abgeleht, weil ihnen sonst der Feind ausgeht. Einen Feind den dieses korrupte Oligarchensystem mit vorgeschalteter Scheindemokratie (ja das ist der Westen) benötigt, um die eigenen Völker auszubeuten.

    Nordstream 2 muss sofort geöffnet werden. Die Wartung der NS1 Turbinen muss korrekt, wie vertraglich vereinbart, von Kanadas an Russland geliefert werden. Die aktuelle (Kanzler)aktion würde Sanktionen brechen. Eine Falle, in die Russland nicht tappen wird.

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