Gefährliche ‚Rote Linien‘ zwischen Russland und den USA

6. Juni 2022von 5,4 Minuten Lesezeit

Ursprünglich begann es als eine Auseinandersetzung zwischen den Gebieten mit russischer Bevölkerung und der nach dem Maidan Putsch im Jahr 2014 installierten pro-NATO und antirussischen Regierung. Nun droht der Ukraine Konflikt eine globale Dimension anzunehmen.

Interessante Analysen dazu stammen von Paul Craig Roberts, der von Präsident Ronald Reagan zum Assistant Secretary of the Treasury for Economic Policy berufen und in dieser Funktion durch den U.S. Senat bestätigt wurde. Danach war er als Buchautor, Universitätsprofessor und als Journalist tätig, unter anderem als Associate Editor und Kolumnist für das The Wall Street Journal.

Er fragt sich, wie viele rote Linien überschritten werden müssen, bevor Armageddon passiert, es also zu einem nuklearen Krieg kommt. Er verweist zunächst auf einen Bericht der OSCE vom 15. April 2016 über Folterung von Donbass-Russen durch ukrainische Militär- und Polizeikräfte. „Der Bericht dokumentiert entsetzliche Folterungen, die aus Rassenhass gegen Russen begangen wurden,“ so Roberts.

Was in den westlichen Mainstream Medien permanent ausgeblendet wird, sind die Ereignisse in der Zeit vor dem 24. Februar 2022. Roberts dazu:

Nur wenige Westler wissen, weil sie schlecht ausgebildet sind, dass die Westukraine im Zweiten Weltkrieg für Nazi-Deutschland gekämpft hat. Als Washington 2014 die ukrainische Regierung stürzte, setzte Washington eine Nazi-Regierung ein. Die Nazi-Regierung in der Ukraine beschoss die russischen Bewohner der beiden abtrünnigen Donbass-Republiken acht Jahre lang, während Washington und die NATO eine ukrainische Armee ausbildeten und ausrüsteten, um die abtrünnigen Republiken zurückzuerobern.

Die Region Donbass, die schon immer zu Russland gehörte, wurde von der sowjetischen Regierung aus administrativen oder anderen Gründen der ukrainischen Provinz der Sowjetunion zugeschlagen, ebenso wie die Krim in den 1950er Jahren von Chruschtschow. Als die USA die ukrainische Regierung stürzten und eine antirussische Regierung einsetzten, spalteten sich die Bewohner der Krim und des Donbass, die Russen sind, ab und stimmten mit überwältigender Mehrheit für die Wiedervereinigung mit Russland.“

Wie diese Einsetzung der Regierung 2014 gelaufen ist, erhellt der Mitschnitt eines Telefonats der damaligen und jetzigen stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland mit dem damaligen US-Botschafter in der Ukraine, wie hier nachzuhören.

Es kam danach zu Abstimmungen über Unabhängigkeit von der Ukraine und Anschluss an Russland auf der Krim und im Donbass. Russland akzeptierte die Krim, machte aber den strategischen Fehler, den Donbass nicht zu unterstützen oder in die russische Föderation aufzunehmen.

In der Zwischenzeit scheint Russland seine Ziele im Donbass und in einigen östlichen Gebieten der Ukraine, die ebenfalls von ethnischen Russen bewohnt sind, erreicht zu haben.

Aber bekanntlich ist immer wieder die Rede davon, dass die Regierung der Ukraine sogar die Krim wieder erobern möchte. Die USA und die EU schicken dafür jede Menge Waffen in die Ukraine und wie Roberts schreibt, inklusive der „außergewöhnliche Entscheidung des Idioten im Weißen Haus, der Ukraine Raketen in die Hand zu geben, die Ziele auf der Krim, dem traditionellen Standort des russischen Marinestützpunkts im Schwarzen Meer, treffen können.“

Washington hat erklärt, dass es die Raketen nicht selbst abfeuern wird und sich auf die Zusicherung der Ukraine verlässt, dass sie nicht für Angriffe auf russisches Territorium eingesetzt werden. Doch die Ukraine betrachtet die Krim nicht als russisches Territorium. Ebenso wenig wie Washingtons „Weltgemeinschaft“. Die „Weltgemeinschaft“ erkennt das Votum der Krim für eine Wiedervereinigung mit Russland nicht an. Für den Westen ist die Krim offiziell ein Teil der Ukraine. Die Ukraine kann also Bidens Raketen einsetzen, um den russischen Marinestützpunkt auf der Krim anzugreifen.“

Am 1. Juni Juni schrieb Reuters: „Biden kündigte den Plan an, der Ukraine Präzisionsraketensysteme des Typs HIMARS zu liefern, nachdem er von Kiew die Zusicherung erhalten hatte, dass diese Systeme nicht zum Beschuss von Zielen auf russischem Territorium eingesetzt würden.“ Am 3. Juni zog die ukrainische Regierung diese Zusicherung aber wieder zurück.

Und so schätzt Roberts die Professionalität der russischen Regierung ein:

„Ich habe von Anfang an gesagt, dass der Kreml reaktiv ist, nicht proaktiv, und nur langsam reaktiv. Die Folge ist, dass die roten Linien des Kremls für den Westen nichts bedeuten. Selbst unter extremem Druck erlaubte sich der Kreml nur eine begrenzte militärische Intervention in der Ostukraine, wo die Bewohner ethnisch russisch sind. Den Neokonservativen, die die westliche Außenpolitik kontrollieren, erscheint dies als Unentschlossenheit, also macht der Westen weiter. Eine rote Linie nach der anderen wird überschritten, und der Kreml unternimmt nichts. Es hat ACHT JAHRE gedauert, bis der Kreml auf das Abschlachten der Russen im Donbass reagiert hat, und zwar erst, nachdem der Westen die Sicherheitsbedenken des Kremls verlacht und einfach abgetan hat. Russlands außenpolitisches Verhalten zeugt von Unentschlossenheit, und das lädt zu weiteren Provokationen ein.“

Und über die US-Regeirung:

„Diese Erklärungen der russischen Führung zeigen, dass der idiotische Westen die tödliche rote Linie überschritten hat:

Der Westen versteht die extreme Gefahr nicht, die von seiner Aufrüstung der Ukraine ausgeht

Das idiotische Biden-Regime und die wahnsinnigen Neokonservativen führen die Welt auf den Weg zum Armageddon“

In einem Fernsehinterview mit Al Jazeera sagte Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Staatsrates: „Dies ist keine Vorhersage, sondern das, was bereits im Spiel ist. Die Reiter der Apokalypse galoppieren voraus, und wir können nur auf Gott schauen“.

 

Auch im russischen TV und Radio gibt es immer wieder Diskussionen und Statements dazu, wie sich der Krieg entwickeln könnte.

Erst neulich hat ein prominenter russischer Politiker laut Roberts offen darüber gesprochen, beide Küsten der Vereinigten Staaten mit Sarmat-Interkontinentalraketen zu zerstören:

„Der Politiker, Alexie Schurawlew, wurde in der Talkshow von seinem Parlamentskollegen und Sprachrohr des russischen Staates, Jewgeni Popow, dem Moderator des Senders Rossija 1, unterstützt.

Der Gesetzgeber behauptete, dass zwei russische Sarmat-Raketen die gesamte amerikanische Ostküste zerstören könnten, bevor er hinzufügte, dass auch für die Westküste nur „zwei Raketen“ nötig wären.

„Vier Raketen und es wird nichts mehr übrig sein.“

Es ist unglaublich mit welchem Elan die Neokonservativen auf beiden Seiten rote Linien überschreiten und mit welchem Freude sie sich als Kriegstreiber betätigen, die Grünen Neocons mittlerweile allen voran.

Bild von Markus Spiske auf Pixabay

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15 Kommentare

  1. Eva-Maria 10. Juni 2022 at 10:25Antworten

    Viele ganz wichtige erklärende Artikel in:
    https://www.voltairenet.org/article217176.html
    vor allem der Artikel: Steigende Spannungen (21)
    Ukraine: Missverständnisse, Irrtümer und Unverständlichkeiten

    Die Russen haben am 2.Mai 2022 ihre Atom Militärdoktrin veröffentlich und ganz genau erklärt, wann in ihrem Staat ein A-Waffeneinsatz erlaubt ist.
    Sie haben eine generelle historische Sicherheits-Doktrin, auf der sie gedanklich aufbauen und nach der sie ihre Sicherheitsberechnungen machen.
    Die geht -laienhaft- in etwa so:

    Russland ist viel zu groß, es kann seine Grenzen nicht schützen, jederzeit kann der Feind eindringen. Man hat sich in der Geschichte, Napoleon, immer zurückgezogen und dabei die ABSTANDSREGEL angewendet.
    Das heisst: So weit wie der Feind schießen kann, so weit darf er maximal von der Russensiedlung entfernt stehen. Kommt er näher, also verringert er den Sicherheitsabstand, dann muß ich ihn angreifen und das Gleichgewicht wiederherstellen.

    In der heutigen Zeit ist das natürlich komplizierter, weil Luftwaffe, Fluggeschwindigkeiten, Reaktionszeiten, Vorwarnzeiten, und die Lage und Eignung der fremden Militärbasen als Nachschubbasen des Feindes mitgerechnet werden müssen.

    Für die MLRS Mehrfachraketenwerfer, die die USA jetzt der Ukraine liefert bzw.liefern will, bedeutet das:
    Schießen die 70 km weit, dürfen diese Waffen maximal 70km entfernt von der Russengrenze stehen, also so weit weg, daß sie im Schußfall keine russische Siedlung erreichen können. Die Russen müssen also, wenn die Ukraine solche Waffen bekommt, am Boden mindestens 70 km in die Ukraine vordringen um die Pufferzone zu sichern.
    Schießt die MLRS 300km weit, müssen sie DIE ROTE LINIE vorverlagern und 300 km weit in die Ukraine eindringen. Die REICHWEITE ist entscheidend.
    Lawrow formulierte ausdrücklich: Wir müssen die LINIE dann vorverlagern!!

    Man hat das Schwarzmeerflotten-Flaggschiff Moskwa, was russ. Hoheitsgebiet ist, versenkt und man hat russische Städte von der Ukraine aus beschossen, also bewiesen Russensiedlungen erreicht, und sofort kamen die wütenden Atomdrohungen im TV und die Aufforderungen von Analysten, man muß sofort Europa angreifen und die Waffenlieferungen in die Ukraine stoppen.

    Bei den Raketenaufstellungen der letzten Jahrzehnte im Osten und Vorverlagerungen der NATO Basen haben die Russen oftmals gewarnt, die NATO verletze die russischen Roten Linien.
    Man hat nicht reagiert.

    Die Russen mußten daher die Sicherheit ausgleichen, Das hat den Ausbau der russischen Atomwaffen beschleunigt, denn heute können sie mit der Sarmat Reichweite 10.000 km interkontinental die USA erreichen und zerstören.
    Aber noch schlimmer ist die Zirkon, die ist Hyperschall, Reichweite 1000km, und durchdringt mit Sicherheit den NORAD Abwehrschirm der USA, die Ostküste ist heute also vollkommen ungeschützt, die US Luftverteidigung ist zu langsam und kann die Zirkon, sprich: die Atombombe auf US Städte nicht abfangen. Ich glaube die hat sogar Mehrfachsprengköpfe. Die Zirkon ist neu, wurde Ende Mai beim kurzfristig anberaumten Manöver der russischen Luftraumverteidigungskräfte den NATO Fachleuten erfolgreich vorgeführt.

    Die NATO muß heute erkennen, daß sie den Russen militärisch UNTERLEGEN ist, die USA als Hauptsicherheitsgarant der NATO ist selbst gefährdet, sie wird keine europäischen Natostaaten vor irgendwas schützen können, sie kann nicht mal sich selbst schützen.

    Es sollten daher die unmittelbaren ANRAINERSTAATEN wie die baltischen, ganz einfach keine Waffen aufstellen, die auf Russenboden schießen können, dann geben die Russen Ruhe. Aber ständig und laut zu plärren, daß es „DAS GUTE EIGENE RECHT ist“ und daß man „alles selbst entscheiden darf und kaufen und aufstellen darf was man will“, das provoziert die Russen, denn die denken sofort, daß derjenige plant sie anzugreifen und daß man die Sicherheit ausgleichen, sprich Maßnahmen setzen, muß.

    Die RUSSOPHOBIE der Anrainerstaaten ist mE sowas wie pure Unvernunft, denn wenn man die Russen versteht, ist deren Denkweise nicht unbillig und nicht gegen einen Nachbarn gerichtet. Man darf aus Russen-Sicht auch EU oder sogar NATO Mitglied werden, und in den Genuß der §5 Verteidigung kommen, ABER die NATO/USA darf keine Basen und keine Angriffswaffen in der Pufferzone aufstellen. DAS ist die Vorgabe zB für Finnland, weil die Grenznähe von St Petersburg ein Hochrisikogebiet für die Russen ist. Die Russen haben gesagt, sie werden genau hinschauen, was man tun wird und die Finnen haben gesagt, sie stellen nichts auf und der NATO wurde von ihnen sowas auch nicht zugesagt. Also ist die Lage dort entspannt.

    Jetzt versteht man auch, warum den Russen die anfänglichen Waffenlieferungen in die Ukraine egal waren, aber als die MLRS Mehrfachraketenwerfer ins Gespräch kamen, waren sie URPLÖTZLICH SUPERWÜTEND und drohten LAUT mit Atomschlag auf Entscheidungszentren außerhalb der Ukraine.

    Das ist weil mit dem MLRS rote Linien überschritten werden. Das gilt wohl auch für die modernen deutschen Panzer, die Berlin zurückhält, weil die Deutschen können nicht riskieren, daß die Ukrainer nicht damit nach Russland reinschießen, und dann wäre Berlin – als Entscheidungszentrum- unmittelbares und PRIMÄRES Ziel der russischen Rache- Rakete. Bis Berlin dauerts nur gut 100 Sekunden, haben die Russen vorsichtshalber „angedeutet“.

  2. Lebensfreude 8. Juni 2022 at 12:32Antworten

    Der europäische Westen hört schon zu!!
    Die Befehle der USA sind ja eindeutig und die Marionetten aus Politik und Medien setzen die Befehle zugunsten der USA um. Der von den USA gesteuerte Ukraine Krieg ist ein weiterer Schritt in Richtung Great Reset der Psychopathen. Wir sollten gegen diese Irren geschlossen vorgehen und uns nicht mit den Marionetten vezetteln! Aber genau das ist eines der Instrumente -, falsche Fährten legen, spalten, manipulieren, ablenken von den wahrhaftigen Feinden. Wir brauchen eine Enteignung der menschenfeindlchen Milliardäre wie Soros, Gates etc., eine Zerschlagung und Verbannung aus den Parlarmenten von NGO`s, einen Neustrukturierung von WHO, WEF, etc. Nur wenn diese, von Psychopathen geführten Instituionen zerschlagen werden, könnte ein Neubeginn erfolgen. Aber nein, wir arbeiten uns lieber an Hänschen ab statt Hans zur Verantwortung zu ziehen. Es wird leider ein sehr böses Erwachen geben, wenn die Menschheit endlich erkennt, dass die tollen Hansens alles andere als Menschefreunde sind!

  3. Andreas I. 7. Juni 2022 at 13:14Antworten

    Hallo,
    derweil besteht auch die Gefahr, dass es von Syrien über Irak bis Jemen und Somalia zu einem größeren Krach kommt, USA-Proxy Israel und Iran (gute Beziehungen zu Russland und China) mit dabei.
    In Syrien und Jemen ist sowieso schon Krieg, in Irak und in Somalia gärt es, die Israelis sind in Dauerkonflkt mit den Ureinwohnern Palästinas und allen, die sich mit den Palästinensern solidarisieren, Iran gehört zu letzteren und hat so seine Probleme mit USA, was die Positionierung gegen USA-Proxy Israel weiter verfestigt … da sind alle Zutaten für einen größeren Krach gegeben.

    • Vortex 7. Juni 2022 at 17:48Antworten

      Sicherheitshalber sollten alle Länder solche Laser-Abwehrsysteme tinyurl.com/bd3v59ye installieren, damit keine Rakete versehentlich einschlägt, nur die Reichweite sollte auf min. 100 km erweitert werden, um effizienter als passives Abwehrsystem zu wirken.

      Kriegsspiele sind ähnlich ansteckend wie ein Virus und sie werden erst beendet, wenn die Ressourcen erschöpft sind.

  4. zaungast 7. Juni 2022 at 10:00Antworten

    Die Washingtoner Zentrale hat zumindestens ein Etappenziel erreicht: mit den Grünen ist eine Partei in die „Verantwortung“ gelangt, die die Ziele der Zentrale effektiv betreibt und zugleich die ideologische Verblödung der Bevölkerung geschickt perfektioniert. Im Balkankrieg war das noch etwas schwieriger – ich vermute bis heute, dass die US-Seite genug Material besessen hat, um den Salonpazifisten Joschka Fischer auf den Schoß der Frau Albright zu treiben. (Das bitte nur als Spekulation am Rande.)
    Der manchmal gemachte Vergleich mit den „Schlafwandlern“ 1914 ist irrig: heute wissen die Damen und Herren, was sie tun und sie nehmen Zerstörung und Gewalt bewusst in Kauf. Offen gesagt: der brutal geäußerte Imperialismus alldeutscher Politiker im 1.Weltkrieg war ehrlicher, als das pharisäerhafte Menschenrechtsgesäusel der grünen Kryptofaschisten. Schon seit Jahren ist von Neocon-Seite die Differenz zwischen taktischen und strategischen Kernwaffen negiert worden – es passt auch ins Bild, dass eine internationale Protestbewegung zur Kontrolle von legalen wie illegalen Biolabore nicht in Fahrt kommt. Ein Unterfangen, dass vor Jahren noch den programmatischen Vorstellungen der Grünen und Linken zugerechnet wurde. Die politische und moralische Korruption, die sich in Deutschland in Figuren wie Strack-Zimmermann, Baerbock, Habeck und anderen ScharfmacherInnen verkörpert ist ebenso evident wie erschreckend. Ich befürchte, dass man den taktierenden Herrn Scholz und seine desorientierte SPD irgendwann gegen einen zackigeren Gesellen austauschen will – nein, nicht durch den Blackrock-Manager, aber im Fundus der deutschen Politelite findet sich stets ein US- Vasall.. – Herrn Dr.Meyer an dieser Stelle Dank für die Arbeit – vor allem für die häufigen Hinweise auf dissidente Stimmen aus den USA. Denn eines sollte klar sein: „Antiamerikaner“ wollen und sollen wir nicht sein –im Gegenteil: Respekt für den dort noch funktionierenden Journalismus aufklärender Art, von dem auch wir jenseits des großen Teiches nicht nur in der Frage Ukraine profitieren.
    Die Washingtoner Zentrale hat zumindestens ein Etappenziel erreicht: mit den Grünen ist eine Partei in die „Verantwortung“ gelangt, die die Ziele der Zentrale effektiv betreibt und zugleich die ideologische Verblödung der Bevölkerung geschickt perfektioniert. Im Balkankrieg war das noch etwas schwieriger – ich vermute bis heute, dass die US-Seite genug Material besessen hat, um den Salonpazifisten Joschka Fischer auf den Schoß der Frau Albright zu treiben. (Das bitte nur als Spekulation am Rande.)
    Der manchmal gemachte Vergleich mit den „Schlafwandlern“ 1914 ist irrig: heute wissen die Damen und Herren, was sie tun und sie nehmen Zerstörung und Gewalt bewusst in Kauf. Offen gesagt: der brutal geäußerte Imperialismus alldeutscher Politiker im 1.Weltkrieg war ehrlicher, als das pharisäerhafte Menschenrechtsgesäusel der grünen Kryptofaschisten. Schon seit Jahren ist von Neocon-Seite die Differenz zwischen taktischen und strategischen Kernwaffen negiert worden – es passt auch ins Bild, dass eine internationale Protestbewegung zur Kontrolle von legalen wie illegalen Biolabore nicht in Fahrt kommt. Ein Unterfangen, dass vor Jahren noch den programmatischen Vorstellungen der Grünen und Linken zugerechnet wurde. Die politische und moralische Korruption, die sich in Deutschland in Figuren wie Strack-Zimmermann, Baerbock, Habeck und anderen ScharfmacherInnen verkörpert ist ebenso evident wie erschreckend. Ich befürchte, dass man den taktierenden Herrn Scholz und seine desorientierte SPD irgendwann gegen einen zackigeren Gesellen austauschen will – nein, nicht durch den Blackrock-Manager, aber im Fundus der deutschen Politelite findet sich stets ein US- Vasall.. – Herrn Dr.Meyer an dieser Stelle Dank für die Arbeit – vor allem für die häufigen Hinweise auf dissidente Stimmen aus den USA. Denn eines sollte klar sein: „Antiamerikaner“ wollen und sollen wir nicht sein –im Gegenteil: Respekt für den dort noch funktionierenden Journalismus aufklärender Art, von dem auch wir jenseits des großen Teiches nicht nur in der Frage Ukraine profitieren.
    Die Washingtoner Zentrale hat zumindestens ein Etappenziel erreicht: mit den Grünen ist eine Partei in die „Verantwortung“ gelangt, die die Ziele der Zentrale effektiv betreibt und zugleich die ideologische Verblödung der Bevölkerung geschickt perfektioniert. Im Balkankrieg war das noch etwas schwieriger – ich vermute bis heute, dass die US-Seite genug Material besessen hat, um den Salonpazifisten Joschka Fischer auf den Schoß der Frau Albright zu treiben. (Das bitte nur als Spekulation am Rande.)
    Der manchmal gemachte Vergleich mit den „Schlafwandlern“ 1914 ist irrig: heute wissen die Damen und Herren, was sie tun und sie nehmen Zerstörung und Gewalt bewusst in Kauf. Offen gesagt: der brutal geäußerte Imperialismus alldeutscher Politiker im 1.Weltkrieg war ehrlicher, als das pharisäerhafte Menschenrechtsgesäusel der grünen Kryptofaschisten. Schon seit Jahren ist von Neocon-Seite die Differenz zwischen taktischen und strategischen Kernwaffen negiert worden – es passt auch ins Bild, dass eine internationale Protestbewegung zur Kontrolle von legalen wie illegalen Biolabore nicht in Fahrt kommt. Ein Unterfangen, dass vor Jahren noch den programmatischen Vorstellungen der Grünen und Linken zugerechnet wurde. Die politische und moralische Korruption, die sich in Deutschland in Figuren wie Strack-Zimmermann, Baerbock, Habeck und anderen ScharfmacherInnen verkörpert ist ebenso evident wie erschreckend. Ich befürchte, dass man den taktierenden Herrn Scholz und seine desorientierte SPD irgendwann gegen einen zackigeren Gesellen austauschen will – nein, nicht durch den Blackrock-Manager, aber im Fundus der deutschen Politelite findet sich stets ein US- Vasall.. – Herrn Dr.Meyer an dieser Stelle Dank für die Arbeit – vor allem für die häufigen Hinweise auf dissidente Stimmen aus den USA. Denn eines sollte klar sein: „Antiamerikaner“ wollen und sollen wir nicht sein –im Gegenteil: Respekt für den dort noch funktionierenden Journalismus aufklärender Art, von dem auch wir jenseits des großen Teiches nicht nur in der Frage Ukraine profitieren.

    • Michael R 7. Juni 2022 at 10:35Antworten

      Die Grünen vertreten die Interessen der USA in Deutschland, nicht die der Deutschen. Wenn man das mal verstanden hat, versteht man die Politik einer Baerbock und eines Habeck von ganz alleine. Dann ist auch berechenbar, wie diese beiden auf kommende Situation reagieren werden.

    • Andreas I. 7. Juni 2022 at 13:36Antworten

      Hallo,
      „Denn eines sollte klar sein: „Antiamerikaner“ wollen und sollen wir nicht sein –im Gegenteil:“

      Was sollte ich auch gegen Argentinier, Bolivianer, Mexikaner, Brasilianer usw. haben?! Die haben mir nichts getan.
      Die USAner haben mir einiges getan.
      Die Kanadier folgen den Usanern außenpolitisch so blind wie die Deutschen.
      Also insofern müsste ich dem Wortsinn nach eher „antideutsch“, „antiusanisch“ und „antikanadisch“ sein, wobei ersteres schwierig wird, wenn man selber Deutscher ist und dann kommt man schnell dahin, dass es ja auch in USA die Mehrheit ist, aber eben nicht alle und es auch eine kritische Minderheit gibt.

      USA + Kanada sind etwa 340 Mio. Einwohner gegenüber etwa 560 Mio. anderen Amerikanern, die übrigens auch nicht allzu erfreut über die USA-Politik ihnen gegenüber sind.
      So gesehen bin ich ja dann eher pro-amerikanisch. :-)

  5. Aufschlußreich.
    Aber es wird keinen Atomkrieg geben – auch wenn es sich die Hardliner auf allen Seiten vorstellen und teilweise als Wunsch aussprechen.

  6. G. Kanten 6. Juni 2022 at 19:47Antworten

    Die Vergangenheit im Rückspiegel führt ins verderben. Ein Krieg ist keine Therapie für die gespaltene Persönlichkeit.

  7. Petersen 6. Juni 2022 at 19:28Antworten

    Die Bezeichnung „Naziregierung“ für den im Mai 2014 eingesetzte Regierung Poroschenko ist undifferenziert plump. Der „Schokoladen-Milliardär“ wurde am 25. Mai mit 54% gewählt, er ist sicherlich kein Nazi.

    Dder Wahrheit wegen muss man deutlich sagen: Die Ukraine ist seit der Unabhängigkeit politisch und gesellschaftlich gespalten: Die pro-rusiche Partei der Regionen hatte in der Präsidentenwahl 2010 und der Parlamentswahl die relative Mehrheiten, aber maximal um 35%. Das reichte für den sehr knappen Sieg von Janukowytsch gegen Tymoschenko 2010 und dann für die Regierungbildung, aber nicht als Basis für grundlegende nationale Entscheidungen.

    Man kann sagen, dass weder die pro-russischen Verträge von Janukowytsch noch die nach dem Putsch 2014 angestrebte EU- und NATO-Anbindung demokratisch regitimiert waren. Fakt ist allerdings, dass Selenskij und seine (- bzw die nach seiner TV-Komikserie benannte) Partei „Diener des Volkes“ 2019 eindeutige Siege eingefahren haben, in der Zeit gab es allerdings auch Restriktionen und Verbote für die pro-russischen Parteien bzw Politiker.

    Dass Selenskij keine eigenen politischen Vorstellungen hat(te) und die Vermischung einer Polit-Komikfigur mit der Wirklichkeit nicht nur ein groteskes Marienettenspiel ist, sondern in bittere Realität bis zum Krieg wurde, haben Selenskijs Wähler sicher nicht geahnt.

    Seine Regisseure vielleicht schon.

  8. Hans im Glück 6. Juni 2022 at 18:36Antworten

    @Pfeiffer C.

    *Sprich 100 Milliarden Euro für sinnlose Schulden für noch sinnloseres Rüstungsklumpat!“

    Das alleine ist ja schon schlimm genug! Was könnte man sinnvolles und wichtiges mit so viel Geld machen!
    Endlich Impfdosen für die nächsten 50 Jahre. 9 Euro Tickets ganzjährig. Abwrackprämien für alle Verbrenner. Sofort!
    Wärmepumpen für jeden Haushalt aus Steuergelder und Stilllegung des Erdgasnetz. Etc. etc. .

    Aber viel schlimmer als den Verschwendungsirrsinn empfinde ich die Kriegslüsternheit die durch die Medien schwappt. Man fühlt sich an Wilhelminische Zeiten erinnert, wo man den Chinesen mit Kanonenboot zeigt, wo der Hammer hängt. Oder wahlweise wird jetzt „seit 5:45 zurückgeschossen“ Die Journaille übertrumpft sich wechselseitig mit Forderungen nach Sanktionen, Da kann nichts hart genug sein.

    Mir macht das Angst. Gerne auch „German Angst“. Als weißer alter Mann tendiere ich dazu. Vielleicht auch als weiser alter Mann.

    Daher sei mir folgende Anmerkung gestattet: Das ganze ist keine Einbahnstraße. Wir schießen uns ganz gewaltig ins Knie mit den Maßnahmen und mit den Waffenlieferungen verhalten wir uns wie der Mann, der mit einer Pechfackel durch eine Halle überflutet von Superbenzin läuft.

    Ich hatte es schon mal geschrieben und wiederhole es gerne: USA hatten im Vietnam Krieg keinerlei Skrupel Länder wie Laos und Kambodscha zu bombardieren, um Nachschublieferungen zu unterbinden. Ich sehe in dem UA/RU Konflikt keinerlei Aspekt, der Russland in einem schlechteren Licht dastehen ließe, wenn sie das gleiche tun. Auch wenn ich beides für falsch halte.

    Und liebe Presse: Mit Druckerpresse schreibt ihr die Ukraine nicht zum Sieg. Fakten bleiben Fakten. Das ist wie bei C19 und den Injektionen. Am Schluss wird zusammengerechnet. Beim Kartenspielen und in Echt.

    • Pfeiffer C. 6. Juni 2022 at 19:48Antworten

      …die Kriegslüsternheit die durch die Medien schwappt…

      Meine Rede! Erschreckend dazu die Forenleitung-nichtsanktionierten dahingehenden übelsten Meinungsäußerungen (postings) im einstigen „Die Stimme der Vernunft ist leise-Medium“ und aktuellen Revolverblatt Standard und die radikale Entfernung mit „Purz & Stingel“ was „Mit der Stimme der Vernunft“ gegen das verordnete Narrativ gerichtet ist – analog dem Plandemiegeschehen.

      Beim Durchlesen der Kriegshetzer-postings denke ich mir, man könnte damit eine Marathonlesung im Burgtheater unter dem Titel „Die letzten Tage der Menschheit“ nach Karl K. veranstalten und niemand würde was bemerken.

      Und noch etwas: Ende der 60er bezeichnete mich wer bei einer Anti-Vietnam-Demo zum vorletztenmal schneidig & zackig als Lumpenpazifist, das letztemal – wieder mit dem selben schneidig & zackigen Kasernenton – vergangene Woche: Also über 50 Jahre später…

  9. Pfeiffer C. 6. Juni 2022 at 17:40Antworten

    „Als Washington 2014 die ukrainische Regierung stürzte, setzte Washington eine Nazi-Regierung ein“. –

    Blenden wir die Ukrainechronologie, die 2014 zum Maidanputsch führte aus, blenden wir aus daß seit 2014 der Ukraineosten jahrelang von Kiew drangsaliert wurde, die Minsk-Abkommen ignoriert: Endergebnis über 14.000 tote Zivilisten (über 6.000 dahingehend von Menschenrechtsorganisationen eingereichte Beschwerden an den Internationalen Gerichtshof und an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wurden einfach ignoriert).

    Im Frühjahr zog bei der Münchner Sicherheitskonferenz (welch ein Euphemismus!) Selenskie die ukrainisch-nukleare Karte, Russlands Sicherheitsbedenken wurden schon Monate vorher in den US-Rundordner entsorgt.

    Kurz vor der russischen Ukraineoperation am 24.2. situationsverschärfte die Ukraineregierung die militärische Lage in der Ostukraine:

    Tatsächlich begann die Ukraine den Krieg am Mittwoch, dem 16. Februar 2022, als ihre Streitkräfte in der Nähe der Donbass-Republiken mit vorbereitenden Artillerieschlägen für einen umfassenden Bodenangriff auf die Donbass-Republiken begannen. Der Bericht der Sonderbeobachtermission der OSZE in der Ukraine vom 15. Februar verzeichnete etwa 41 Explosionen in den Waffenstillstandsgebieten. Dies erhöhte sich auf 76 Explosionen am 16. Februar, 316 am 17. Februar, 654 am 18. Februar, 1413 am 19. Februar, insgesamt 2026 am 20. und 21. Februar und 1484 am 22. Februar

    Nochmals: Russland warnte schon Ende des Jahres 2021 ausführlich vor all diesen roten Linien!
    Der inakzeptable Ukrainekrieg: Sowas kommt von sowas her…

    Mittlerweile überschlagen sich die Ereignisse in Mitteleuropa, die führenden politischen Kohorten leiden unter einer gemeinsamen Geschichtsamnesie (Auf einer Kundgebung in der Frankfurter Paulskirche** im Januar 1955 sagte der aus dahingehenden Protest zurückgetretene Bundesinnenminister und spätere Bundespräsident Gustav Heinemann):

    „Die westdeutsche Aufrüstung ist kein Weg zur Wiedervereinigung und zur Gestaltung Europas. Wer die Deutschlandfrage lösen und damit auch Europa helfen will, muss der Tatsache Rechnung tragen, dass kein Nachbar, also auch der östliche nicht, erneut eine militärische Gefahr von Deutschland her erleben will.“

    Am 1.6.2022 kündigte Bundeskanzler Scholz im Bundestag an, dass die deutsche Armee wieder die größte und stärkste in Europa sein wird. Zumindest ist das der Plan: „Wir müssen verstehen, in welchem Moment der Geschichte wir uns gerade befinden. Dieser Moment unterscheidet sich von den Zeiten, in denen in Paris, Warschau, London, Washington oder Prag Angst und Sorge herrschten, dass die deutsche Armee zu stark sei. Jetzt herrscht ein Gefühl der Erleichterung vor, alle sind von diesem Schritt sehr beeindruckt.

    Deutschland übernimmt – wieder? – „die Verantwortung mit 100 Milliarden Euro Sondervermögen*“.

    *Sprich 100 Milliarden Euro für sinnlose Schulden für noch sinnloseres Rüstungsklumpat!

    Derweil galoppieren schon „Die Reiter der Apokalypse“ voraus – und das ist kein überkompensierter Pathos!

    Wir sind mittlerweile 100erten Dr. Seltsams ausgeliefert, die alle die Bombe lieben!

    Es erfordert eine laute, deutliche, gemeinsame Stimme der Vernunft, um die alle in eine Irrenanstalt einzuliefern!

    **Mittlerweile hetzte beim letzten katholischen deutschen Kirchentag 2022 ebendiese katholische Kirche zur Aufrüstung der Ukraine mit schweren Waffen mithilfe verantworungsbewußter & solidarischer westlicher Brüdern und Schwestern!!!

    • Andreas I. 7. Juni 2022 at 13:47Antworten

      Hallo,
      Scholz: „Wir müssen verstehen, in welchem Moment der Geschichte wir uns gerade befinden.“

      Immer wieder witzig, wenn Leute nicht bemerken, was sie gerade sagen.

  10. Frank Dom 6. Juni 2022 at 17:09Antworten

    Der Westen hört nicht zu.

    Sowohl im politischen als auch betriebswirtschaftlichen Betrieb neigen die sogenannten Eliten (aka Minderleister in Entscheidungspositionen) dazu, nicht zuzuhören.

    Immer mit katastrophalen Folgen für die Beteiligten.

    Die Ukraine als QED.

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