EU mit Öl-Embargo gegen Russland: Tankstellen bald leer?

1. Juni 2022von 3.5 Minuten Lesezeit

Mit mehreren Wochen Verspätung hat die EU ein Öl-Embargo light beschlossen. Es ist die nächste Eskalationsstufe im Wirtschaftskrieg mit Russland. Doch wem schadet das Sanktionspaket mehr? Sind Europa im Sommer die Tankstellen leer?

Ein Monat später, als sich die EU-Kommission vorgestellt hatte, kommt das sechste Sanktionspaket der EU gegen Russland. Die Sberbank, eine der wichtigsten russischen Banken, wird ebenso sanktioniert wie der oberste Kirchenpatriarch. Doch zentral: Mit Abstrichen stoppt die EU zukünftig den Öl-Import aus Russland.

Öl-Embargo nach einem Monat Verhandlung

Man einigte sich in Brüssel auf einen „Kompromiss“: 75 Prozent aller Importe von russischem Erdöl in die EU werden gekappt. Gegen ein vollständiges Embargo legte sich Viktor Orban quer. Etwa zwei Drittel des ungarischen Ölverbrauchs kommt aus Russland. Es käme damit für Ungarn einem wirtschaftlichen Selbstmord gleich.

Bis zum Jahresende soll man auf 90 Prozent der Importe verzichten, heißt es von von der Leyen. Darüber hinaus hat es Orban aber geschafft, nach mehr als einem Monat Verhandlung, weitere Klauseln hineinzuverhandeln, die das „Öl-Embargo“ relativieren. Ein wirkliches Embargo ist es also nicht, trotzdem sind es weitreichende Schritte.

Doch wen trifft das Öl-Embargo härter, die EU oder Russland?

In einigen westlichen Mainstream-Medien warnt man bereits vor Spritmangel im Sommer. Die Preise an der Tankstelle werden mit dem Sanktionspaket wohl ziemlich sicher steigen, anstatt zu sinken. Außer die Politik greift ein. Auch der Leiter der Energieagentur (IEA) der OECD warnt vor Treibstoffmangel in der Urlaubszeit. Auch Kerosin könnte knapp werden, meint er im „Spiegel“.

Die Kommission will mit diesem Schritt Russland wirtschaftlich unter Druck setzen und deren Finanzmittel begrenzen. Rund 20 Milliarden Euro soll die EU an Russland seit Beginn des Krieges für ihr Öl bezahlt haben. Doch wie erfolgreich dieser Plan ist, ist fraglich, denn Russland hat sich bereits darauf vorbereitet, sucht und findet neue Absatzmärkte für das Öl.

So veränderte sich der russische Öl-Export seit Beginn des Krieges. Quelle.

Seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine hat man den Export von Öl nach Asien vervielfacht. Den Großteil macht jedoch noch immer der Export nach Europa aus. Im „New Statesmen“ glaubt man, dass Russland dadurch „in der Lage sein könnte, die schlimmsten Auswirkungen eines EU-Ölverbots abzumildern, indem es sich auf chinesische und indische Kunden umstellt.“ Die Preise für die asiatischen Märkte soll Russland aber gesenkt haben. Ende 2021 lieferte Russland noch 95 Prozent ihres Öls nach Europa, im April waren es nur noch 59 Prozent.

Hohe Kosten

Zugleich muss Europa nun neue Anbieter finden. Dass die EU nun als neuer potenter Käufer am Weltmarkt auftaucht, dürfte die Preise ankurbeln, wovon auch wieder Russland profitieren würde.

Wie hart diese Sanktion Russland trifft, steht in den Sternen. Ebenso wird sich erst zeigen, wie die EU dieser Schritt treffen wird. Aber nicht nur prorussische Beobachter sind skeptisch, ob das Öl-Embargo nicht die EU härter träfe als Russland. Das sind Töne, die man bei den ersten fünf Sanktionspaketen im Mainstream noch nicht lesen konnte. Der britische „Guardian“ schreibt sogar, dass die EU „Sanktionen vergessen sollte“, diese würden „mehr schaden als nutzen“. Der ehemalige griechische Verteidigungsminister meinte auf Twitter, dass das Embargo die Spritpreise auf 5 Euro steigen lassen werde. „Seid ihr alle verrückt?“, fragte er.

Ein Gasembargo dürfte dafür erstmal vom Tisch sein. Diese Pläne der EU-Kommission wurden von mehreren Mitgliedstaaten blockiert, auch von Österreich. Ein Verzicht auf russisches Gas hätte für die Volkswirtschaften massive Auswirkungen. Doch es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die russische Seite das Gas abdrehen wird. Manche behaupten sogar, dass dies bereits beschlossen wäre. Für Europa wäre dies jedenfalls ein wirtschaftlicher Supergau. (Mehr dazu hier: „EU-Wirtschaft wird noch dieses Jahr kollabieren“).

Steigende Öl-Preise, die nun zu erwarten sind, dürfte die Inflation jedenfalls nicht abbremsen, sondern anheizen. Diese erreichte im Mai erneut 8% in Europa. In Russland lag sie im April bei 17 Prozent. Aus dem Mai sind aus Russland noch keine Zahlen verfügbar.

Bild wikimedia

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Ölverkäufe von Russland erreichen Rekordhöhen trotz Sanktionen

Der Gaspoker der EU mit dem niedrigsten Blatt

32 Kommentare

  1. Renate M. 2. Juni 2022 at 18:15Antworten

    Jeden Tag dürfen wir miterleben, wie in der Ukraine die massive Zerstörung voran getrieben wird. Der seit der industriellen Revolution vorangetriebene Wirtschaftsboom, auf kosten der Frauen, Arbeiter und Bauern, wieder bekommen vorwiegend einkommensschwache Gesellschaften, die Rechnungen und emotionalen Erschütterungen präsentiert. Ich bewundere, wie damals Mohandas Gandhi den wehrlosen Widerstand zusammengebracht hat. Meiner Meinung nach ist der Krieg ein Totalversagen aller Wohlfahrtsstaaten. Russland ist ein großes Land und hätte die Ukraine nicht bombardieren müssen, wenn beizeiten die Intellektuellen, grenzüberschreitende gute und ernstgemeinte Zusammenarbeit zustande gebracht und den Russen statt mit Sanktionen, besser mit Aufträge, Know how und Fairness geholfen hätte. Es ist verrückt, unliebsame Partner zu isolieren, statt sie mit ins Boot zu nehmen. Immerhin sind und werden wir immer alle aufeinander angewiesen sein. Gibt es heutzutage keine echte Solidarität mehr, mal mit dem einfachen Volk? Die Kosten dieser Zerstörung mitsamt all den Waffen und Menschenleben, es hätte in den dritte Welt Ländern wohl richtig viel, wegweisend viel voran gebracht.

  2. D. K. 2. Juni 2022 at 9:53Antworten

    Zitiere: Steigende Öl-Preise, die nun zu erwarten sind, dürfte die Inflation jedenfalls nicht abbremsen, sondern anheizen.
    Ja, dank der Bevölkerung die Rapsöl Hamstern (Verfallsdatum/Ranzig) werden diese höher im Preis. Seit März von 0.99 cent auf 4.79. Und schöööön in Plastikflaschen mit Weichmacher. Lecker!

  3. Mia Wu Ast 2. Juni 2022 at 6:48Antworten

    Darum frage ich mich warum man unsere (und andere EU-) Regierung nicht auf Meineid klagen kann. Daß sie sinnlose Gesetze beschließen ist kein strafrechtlicher tatbestand – gegen das Wohl Österrecihs zu arbeiten allerdings schon.
    Und das tun sie seit 2 Jahren – unmißverständlich. Die „Sanktionen“ gegen UNS sind der Gipfel – momentan; wer weiß was noch kommen wird…

    • Elisabeth 2. Juni 2022 at 6:53Antworten

      Sie haben ganz offensichtlich den Auftrag, unseren Wohlstand und unsere Welt zu zerstören, damit der Schwabsche Neustart zwingend notwendig wird. Sie rechnen dabei gewiss mit vielen Opfern. Aber Menschenleben sind ihnen egal.

      • Eva-Maria 2. Juni 2022 at 18:25

        Der Schwab wollte das kontrolliert machen, das geht aber jetzt nicht mehr nach seinem Tempo. Sie schaffen den Restart des Geldsystems nicht. Die Konkurrenzidee der Russen/ Chinesen ist stärker.

  4. cr 2. Juni 2022 at 5:55Antworten

    Ich frage mich, wem das sogenannte „Embargo“ nützt oder schadet, falls es langfristige Lieferverträge wie beim Gas gibt. Die EU-Bürger also bezahlen und dafür nix bekommen. Gibt es darüber Infos?
    Hat die grünangestrichene Partei noch andere Funktionen als WEF und Waffenindustrie zu mehr Macht und Reichtum zu helfen?

  5. Remo 2. Juni 2022 at 2:34Antworten

    Ertaunlich auch, daß die Schweiz nach 200 Jahren Neutralität diese nun einfach über Bord wirft und mit Füßen tritt: https://walliser-zeitung.ch/ist-mit-kriegs-parteien-kooperieren-noch-neutral/

  6. Andreas I. 2. Juni 2022 at 2:05Antworten

    Hallo,
    dass die Politiker der EU-Staaten USA-Interessen dienen, das ist ja nichts neues. Die EU-Staaten sind ja auch fast alles Nato-Staaten …
    Gemäß der Grafik im Artikel ist abzuschätzen, dass diese EU-Sanktion Russland höchstens kurzfristig schaden könnte.
    Und die Inflationsraten; die des Rubel ist dadurch nur indirekt betroffen, die des Euro direkt.

    • Elisabeth 2. Juni 2022 at 7:02Antworten

      Ich glaube, dass die Ausgewählten unter ihnen nie die Absicht hatten, Russland zu schaden, sondern immer nur uns..Darum geht es – wenn eine der Sanktionen auch Russland schadet, so ist das reiner Zufall.

  7. Glass Steagall Act 1. Juni 2022 at 21:37Antworten

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie sich die EU insbesondere Deutschland immer weiter selbst sanktioniert. Alles im Namen einer Propagandalüge, mit der man den Menschen im Land suggeriert, man wolle Russland damit schaden. Wie blöd können die Menschen eigentlich noch sein, diesen Quatsch zu glauben? Man muss schon jeglichen normalen Menschenverstand abgelegt haben, um das gutzuheißen! Kein Aufschrei, kein Protest nur Gleichgültigkeit weit und breit. Vielleicht werden einige spätestens aufwachen, wenn sie tatsächlich mal im Winter frieren müssen. Das hat hier noch nie jemand miterlebt. Aber Hauptsache „Russland schaden“. Die werden es im Winter schön warm haben, während der Deutsche für den vermeintlichen Frieden friert. Dämlicher kann Propaganda nicht mehr sein. Aber der Deutsche schluckt es, solange bis die Lichter ausgehen.

  8. Klaus C. 1. Juni 2022 at 20:31Antworten

    Propaganda kann alles erreichen, wie wir an den Deutschen sehen. Ein Volk, das sich in früheren Zeiten leidenschaftlich in Neiddebatten aufgepusht hat, will sich plötzlich tatsächlich für einen Milliardär wie Selenski und seinen milliardenschweren Protege einschränken, höhere Inflation in Kauf nehmen und den eigenen Wohlstand opfern, damit diese weitere Mrd scheffeln und sich persönlich bereichern können. Hätte mir das mal jemand vor 2 Jahren gesagt, dass ausgerechnet die Deutschen als Vorzeigeneider, die ansonsten niemandem etwas gönnen, wenn sich abzeichnet, dass er/sie mehr hat als sie selbst, eine derartige 180 Grad Wende hinlegen, ich hätte und für verrückt erklärt.

  9. Pierre 1. Juni 2022 at 17:32Antworten

    Die Unruhen in vielen arabischen Ländern und auch die Proteste der Gelbwesten in Frankreich entzündeten sich meist am Spritpreis…

    Das birgt also massives Konfliktpotenzial, insbesondere im Autoland Deutschland.

    Es ist also entweder bewusst so angelegt, dass es zu Unruhen kommt oder es wird einfach bewusst in Kauf genommen. In jedem Fall arbeitet man (die europäischen Regierungen) gegen die Interessen ihrer europäischen Bürger.

    Man könnte evtl. auch von Verrat sprechen.

  10. federkiel 1. Juni 2022 at 17:22Antworten

    Nun, heute war zu lesen, daß die OPEC überlegt, Russland auzuschließen, weil es sich gegen eine Steigerung der Ölfördermenge sperrt. Das gehört halt auch zur Wahrheit. Kommt es so, könnte es eine Entspannung am Markt ergeben.
    Wobei hinzufügen ist, daß nicht der Ölpreis allein an der Teuerung die Ursache ist, sondern die kreative Preisgestaltung der Mineralölfirmen. Da stehen ja Preisabsprachen im Raum.

    • Thomas Oysmüller 1. Juni 2022 at 18:23Antworten

      Danke, für die Ergänzung. Das ist ein sehr relevanter Zusatz.

    • Taktgefühl 1. Juni 2022 at 21:40Antworten

      Dahinter stecken die USA – als Kunde. Die Ausweitung soll Druck auf den Ölpreis machen. Die USA versprechen sich davon geringere Einnahmen Russlands. Die OPEC hatte den Mechanismus aber schon verworfen. Wenn mehr Öl gefördert wird, beginnt ein Kampf um Marktanteile die Ölförderländer verschleudern das Öl schließlich sogar mit Verlusten.

      Zudem glaube ich nicht, daß sich die Fördermenge so einfach erhöhnen läßt. Die Ironie ist ja, je mehr gefördert wird, desto eher ist das Öl alle. Deshalb haben die USA kein Öl mehr.

      • Taktgefühl 1. Juni 2022 at 22:01

        OPEC+ refuses to heed consumers’ call for more oil

        The relationship with Moscow has been significant both economically and politically for the group as a whole, but especially for key members Saudi Arabia and the United Arab Emirates.

        Vom 31. März 22

        Übersetzung

        OPEC+ weigert sich, der Nachfrage der Verbraucher nach mehr Öl nachzukommen

        Die Beziehung zu Moskau ist sowohl wirtschaftlich als auch politisch für die Gruppe als ganzes bedeutsam, besonders aber für Schlüsselmitglieder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

        al jazeera

        Ich kann mir schwer vorstellen, daß die OPEC einen Preiskampf der Mitglieder will.

        Den Amerikanern geht es bei diesem Konflikt auf den Zugriff auf das russische Öl. Fast alle Kriege, welche die USA geführt haben, waren Ölkriege.
        Es sind die einfachen Mechanismen, die versteckt werden sollen. Die Kolonisierung andere Staaten hat viel aggressivere Züge angenommen als in allen Zeiten zuvor. Labermedien wie der Spiegel streuen den Lesern bloß Sand in die Augen.
        Und Baerbock und Habeck tun heute genau das gegenteil der ursprünglichen grünen Agenda. Die Partei ist bloß noch ein Mythos.

        Daß die Amerikaner sich als Kunden bezeichnen, zeigt auch, daß das Fracking eine Sackgasse war. Wobei das an Umweltschädlichkeit ja kaum noch zu überbieten ist. Auch da heucheln die Jubeljournalisten unerträglich herum. Obama und Umweltschutz, das ist wie Salzsäure auf Seide.

  11. Eva-Maria 1. Juni 2022 at 17:03Antworten

    Es ist ein reines Selbstschädigungsprogramm der EU. Die Russen schichten um zu freundlichen Völkern und dort ist win win Situation.
    Es kann Russland neue Absatzmärkte generieren, dort billiger anbieten als der Marktpreis und trotzdem mehr als vorher verdienen.
    Das ist, weil der Hass und der Diskussionsstress die Spekulanten aufs Tapet gerufen hat. Höhere Marktpreise- trotz unveränderter realer Sachlage- sind die Folge.

    Die EU hat genau den Nerv getroffen, den man niemals treffen sollte, wenn mans mit dem Volk gut meint. Ölpreiserhöhung schlägt durch auf die Endverbraucherpreise und das erzeugt breitflächige Inflation, weil man die Sachen wirklich braucht, das heisst man mit Konsumverzicht und EInsparungen der Preiserhöhung nicht entgegenwirken kann. Man braucht zwingend Benzin und Heizöl und Ölprodukte wie Dünger etc…Die Erhöhung der Transportvolumina durch Digitalisierungsförderung und Internet-shop-bestellung kommt noch dazu.
    Ich geh davon aus, daß die Geldelite das ganz genau weiß, und daß diese Insider Oberen so arg sind, daß sie mit dieser Brachialmethode der Volksverarmung die Staatsüberschuldung abschmelzen wollen, und damit den Euro Währungscrash und eine echte Marktbereinigung verhindern wollen.

    • Taktgefühl 1. Juni 2022 at 22:11Antworten

      Dahinter steckt ja auch schon wieder so ein grüner Schwachsinn, denn einerseits kann die Kohlestoffemission nicht schnell genug gehen, andererseits will man die Welt mit billigem Öl überschwemmen.

      Die Grünen wollten doch, daß der Liter Sprit 5 Euro kostet? Was haben die eigentlich für ein Problem?

      • Taktgefühl 1. Juni 2022 at 22:13

        .. „Minderung“ der Kohlenstoffemission ..

        Wahrscheinlich ist das modernes Denken, und ich bin zu alt, um das zu verstehen?

      • Eva-Maria 2. Juni 2022 at 18:20

        Die Grünen(Linken) haben die Vorstellung einer komplett virtuellen Finanzwelt, wo man sich aus allen PROBLEMEN „hinausfinanzieren kann“, sprich ewig Geld drucken und alles kunstpumpen kann und es gibt keine Schuldenprobleme und keine Grundsicherungsprobleme, weil man kann sich Geld ja drucken. Eintippen in PC und hin und herbuchen, fertig.

        Es ist ihnen nicht bekannt, daß es sowas wie die REALITÄT gibt, wo man ganz reale Rohstoffe braucht um ganz reale Güter herzustellen und dafür reale Energie braucht für die Maschinen und die Transporte.
        Der simple Zusammenhang zwischen Fleiss und Lohn, daß man zuerst anbauen, dann ernten, dann kochen, und dann erst essen kann, ist bei ihnen verloren gegangen. man kann ja in den Supermarkt gehen.
        Und dort findet man heute das reale Ergebnis der (ua auch) grünen Zocker-Geldblähpolitik vor= INFLATION.

        Daß man Energie sparen und möglichst nichts verdrecken soll, ist nicht grün, sondern ist nur richtiges Wirtschaften und sollte diese Ansicht eigentlich selbstverständlich für jeden Menschen weltweit sein.

        ABER: das Energie SPAREN zu erzwingen(!), indem man den Energie Preis erhöht(!) ist der NACKTE Wahnsinn!!!

        Das ist der Genickschuss, sie bräuchten doch nur an die 70er Jahre zu denken. Ölschock durch Rohölpreisexplosion durch die Ölscheichs. Sonntagsfahrverbot.
        WAS war damals?
        Wirtschaftskrise, Inflation, Arbeitslosigkeitsschub.

        Und DAS war die Reaktion im „Kondratieff Frühling / Sommer“, also wo die Währungen und Staatshaushalte noch stabil und nicht überschuldet waren und die Banken stabile Geschäfte machten und die Menschen die Schulden noch zurückzahlen konnten.
        Aber heute im „Kondratieff Winter“, wo alle Staaten überschuldet sind, die Umsätze stagnieren, die Schulden oben anschlagen, viele Firmen am Konkurs stehen, die Währungen wanken, die Banken instabil sind, wo nicht mehr viel fehlt und wir haben Währungskollaps, da ist ein ABSICHTLICHER ÖLPREISSCHOCK nackter SELBSTMORD.

        Die Finanzfachleute WISSEN das: sie sind HILFLOS, sogar der britische Zentralbankchef warnte vor apokalyptischen Lebensmittelpreisen und kann nichts dagegen tun.
        Aber sie sagen es nicht laut, daß sie kollabieren werden.

        Die beten wahrscheinlich Tag und Nacht daß die Russen morgen alle tot umfallen und der Westen ihre Rohstoffe gratis rauben und die immer stärker werdende Rubel/Yen Währungskonkurrenz ( die gesundes Wirtschaften aufweist) vernichten kann.

        Die Russen sind heute sowas wie die Mauer, in die ein rasendes West- Auto, was mit dem letzten Liter Benzin fährt, reinknallen wird und wo der Fahrer betet die Mauer soll ausweichen, damit er nicht stirbt. Aber den Fuß vom Gas nehmen und stehenbleiben, das tut er nicht. Weil dann müßte er anschieben und das verwöhnte Wählervolk würde ihn verjagen.

      • Eva-Maria 3. Juni 2022 at 10:35

        Es ist wirklich tragisch, daß unsere Politiker so Angst vorm Volk haben, daß sie ihm nicht die Wahrheit sagen. ( ABER OKAY, das dumpfe faule dimokresiverwöhnte leicht aufhetzbare VOLK hängt sie wahrscheinlich auf, wenn sies tun)

        Die Wahrheit ist, daß das West-zentralbankenkartell-Geld ( de facto Einheitswährung Dollar, Pfund, Yen, Euro) kaputt ist und seine Aufgabe als Tauschmittel nicht mehr erfüllen kann. Es gibt volkswirtschaftlich Angebot in Hülle, es gibt Nachfrage in Fülle, es fehlt aber dem Volk das Tauschmittel namens Geld, um es zum Kaufen verwenden zu können. Es kann heute nicht mehr ausreichend erarbeitet werden. Wir brauchen also neues Geld und das alte Geld muß gestrichen werden. Das heisst alle Ersparnisse sind weg.

        Die einen Politiker wissens mangels Bildung nicht, die anderen wissens und schreiben sogar in ihrem Buch, daß man das Volk in Finanzfragen anlügen darf. Wie Armin Wolf in der ZIB2 den Bundespräsidentschaftskandidaten vor seiner ersten Wahl vorhielt.

        Unsere aktuellen Politiker können PERSÖNLICH im Grunde nix dafür, daß das Geld am Ende ist, auch die einfachen Banker können im Grunde nichts dafür, es ist halt so, daß man sich früher einmal als Westweltvolk auf so ein System eingelassen hat und jetzt erntet man eben die Folgen des Niedergangs des Systems.
        Niemand kann das aufhalten.

        Die 1%Superreichen und ihre vorwiegend Linksgrünen Vasallen glauben, sie können die Krise aussitzen wie sie jede Währungskrise aussitzen konnten, sie glauben an das Kleinschrumpfen der Wirtschaft, die reinigende Wirkung der Hungerkrise, das Einführen von Bargeldverbot, das Geld-Kunstbeatmen der Staaten und Großkonzerne, das langsame inflationäre Abschmelzen der Staatsschulden, und an den Geld RESTART mit virtuellem Geld, und keiner hats gemerkt.
        .
        Nur ists JETZT ganz anders.
        Jetzt gibts das erste Mal in der Geschichte ein FREMDES GELDSYSTEM; was stärker zu werden droht, und es gibt den jahrhundertelang üblichen bequemen Reset ihres Schweizer Clubs mit ein paar Millionen Hungertoten nicht mehr, sondern man erkennt: Wenns jetzt crasht, wäre man SELBST weg vom Fenster.

        Und DAHER treiben die 1% Superreichen, USAngelsachsen und EURO-päer, alle finanzabhängigen Staaten (die täglich Staatsschulden am Markt refinanzieren müssen, was ihre mysteriöse „Willigkeit“ und „Einigkeit“ erklärt!!) auf einen Haufen zusammen und gegen den russ/chin. Finanz-Systemfeind. Und sie sind ehrlich: Russland und China DÜRFEN nicht gewinnen.

        Aber das neue östliche Geldsystem ist stabil, weil wertgedeckte Währungen und die Russen haben heute bessere Waffen als die USA.
        Diese Mauer weicht nicht.

        Jedoch wird man die Währungsreform BALD machen MÜSSEN, denn das Geld inflationiert (Ölembargo als Turbo) und es wird mit jedem Tag funktionsunfähiger. REFORM heisst: Ab jetzt arbeiten alle wieder auf dem Acker und man stellt das, was man verkonsumiert wieder selber her. Die einen sagen ARMUT dazu, die andern sagen: „Überfälliges Abnehm- und Sportprogramm samt Umstellung auf frisches Bio essen“ dazu.

  12. Alfons Zitterbacke 1. Juni 2022 at 16:06Antworten

    Nu ja, russisch lernen und Snowden Gesellschaft leisten.

  13. Jack 1. Juni 2022 at 16:02Antworten

    Es gibt hier immer wieder Artikel die sich mit der Verbreitung von Angst durch mediale Beienflussung befassen.
    Unter anderem wird dem MSM, den Politikern und den sogenannten Eliten dies vorgeworfen.
    Darf ich sie – Herr Oysmüller – mal fragen wie sie ihren Artikel sehen?
    Ist das nicht die gleiche Art und Weise, Angst durch Hypothesen und Theorien hervorzurufen die sie Anderen vorwerfen?

    • Thomas Oysmüller 1. Juni 2022 at 17:00Antworten

      Durchaus berechtigte Frage und natürlich dürfen Sie fragen.
      Das Öl-Embargo ist eine einschneidende politische Entscheidung. Ich hatte mich entschieden, darüber zu berichten. Die Alternative wäre gewesen, nicht zu berichten. Im Artikel versuchte ich, auch auf Basis von Quellen, mich der Frage anzunähern, was das nun bedeutet. Und es schaut nun mal nicht so gut aus.
      Die Alternative wäre gewesen, nichts dazu zu machen. Wäre das ihrer Meinung nach klüger gewesen?

      • Pfeiffer C. 1. Juni 2022 at 20:16

        Ergänzung:
        Die konzentrierte österreichische Medienlandschaft spiegelte lange (man denke nur an die EU-Beitrittsepoche) fremdbestimmt, hintergedankengesteuert und penetrant ein verlogenes Inselbewußtsein unserer Operettenrepublik:

        „Es wird im Leben Dir mehr genommen als gegeben
        Ja, das ist so im Leben eben, das merke Dir!
        Du musst es lernen, es steht Dein Schicksal in den Sternen.
        Es wird entschieden in den Fernen und niemals hier!
        Doch folgt auf Regen, eh‘ Du’s gedacht, der Sonne Segen.
        Drum hab‘ Vertrauen, alles wird gut!
        Es wird im Leben Dir mehr genommen als gegeben.
        Ja, das ist so im Leben eben, hab‘ Mut, hab‘ Mut!“

        (Aus irgendeinem angestaubten, schwarzweißen Schmachtfetzenfilm mit dem Tenor Joseph Schmidt aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts) nichtsdestotrotz eine österreichische Beherrschtenparabel!

        Gleichwohl befinden wir uns inmitten einer Zeitenwende von Gesinnungskorridoren (Corona), Kriegshetzerei (Ukraine) und den perfiden Elitenplan, jetzt den digitalen Zwangs-Sack für uns westliche Mustermanns endgültig zuzumachen.

        Michael Hudson, US-Wirtschaftswissenschaftler, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of Missouri-Kansas City und Forscher am Levy Economics Institute am Bard College, ehemaliger Wall-Street-Analyst, politischer Berater, Kommentator und Journalist sagt im Interview „Der suizidale Kontinent“, gemeint ist Europa, wörtlich:

        „Anstatt ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen, priorisiert sie (die EU) in Wirklichkeit die Interessen der USA. Sie agiert eher wie ein US-Satellit, als dass sie versucht, ihr eigenes Schicksal zu meistern. Vor 20 Jahren plante die EU noch, durch Investitionen in Russland und China sowie durch gegenseitigen Handel reich zu werden. Und nun hat sie beschlossen, genau das aufzugeben.

        Europa wird einfach zurückbleiben. Es verliert seine Exportmärkte, gerät unter wirtschaftlichem Druck, weil es sein Budget für die Aufrüstung des amerikanischen Militärs ausgibt, anstatt, wie seit 1945 üblich, in die Industrie zu investieren“.

        Superlativer kann man den Kontrast der Krisensituationsdarstellung, hier die österreichische Medienunterliga (Eigenbezeichnung Qualitätsjournalismus), da – als Beispiel – ein hartgesottener Realisten (Hudson, einer der wenigen 2008-Bankenkrisenvorhersager, hat etliche einschlägige Standardwerke verfasst) nur schwer darstellen.

        Ich denke mir manchmal: Man hat selber schon schwer zu schlucken, wenn man sich im Schatten der leitmedialen Märchenstunden-Narrativsynchronverbreiter informiert – an dieser Stelle ein dreimal hoch dem jungen, kritischen Zuwachs tkp.at – also nicht ganz unvorbereitet ist, wenn sich nacheinander die desaströsen Realitäten die Bahn brechen!

        Wie muß es da erst dem braven 08/15 MSN-Empfänger gehen, wenn aufgrund der EU-Sanktionen (achja, ein politisches Zeichen setzen) der Strom ausgeht, die Tankstellen gesperrt sind, die Nahrungsmittel rationiert sind, am Bankomatschalter 14-tägig maximal Euro 200.- abgehoben werden können usw…?

        Wenn man weiß, daß laut Lissabonvertrag in unserer wertewestlichen EU bei Bevölkerungsunruhen der Schießbefehl gilt!

        Also, Herr Oysmüller, bleiben Sie bitte standhaft und denken Sie erst gar nicht daran, etwas, daß Sie für wichtig halten, nicht auszusprechen, darüber nicht zu berichten!

        Ich habe 1974 ein berufliches Jahr in der damaligen BRD/Hannover verbracht und war von den Socken: Dort waren DDR-Sender empfangbar, und ich staunte, wie die DDR in der täglichen „Aktuellen Kamera“ und im wöchentlichen „Schwarzen Kanal“ mit „Sudel-Ede“ ff, wie sich also die DDR ihre Variante „ihrer“ Realität zurechtschusterte!

        Und musste – zurück in Österreich – miterleben, wie sich unter Hochleistungs-Mitwirkung der konzertierten Leitmedien global, nach 1989, die große neoliberale Lawine, US-geostrategische Perversitäten und viele Fundamente unserer gegenwärtig schweren Dilemmas konfigurierten!

        Diese Propagandawalzen, diese medialen Posaunen von Jericho, dieser Serien-Medien-Tornado, da waren die geballten DDR-Propagandaschleudern nicht einmal Mailüfterl dagegen!

        @ Herr Oysmüller: „Don’t let the Bastards get you Down“ © Kris Kristofferson

        „Aber wer weiß schon, ob das den Standardforenregeln entspricht, Erich Fried, Karl Kraus, Robert Gernahardt, Amos Oz usw jedenfalls manchmal nicht…“

        Entsprach nicht & wurde gelöscht, aber das ist eine völlig andere Geschichte…

    • Michael R 1. Juni 2022 at 17:28Antworten

      @Jack: Hypothesen? Was denn für Hypothesen? Das sind Fakten! Fakten, die der so genannte Westen, die USA, die EU und UK getroffen haben. Auch das Gas wird knapp werden. Die deutsche Wirtschaft hat bereits zig Tausende Arbeitslosen angekündigt, viele werden zusperren müssen, weil ihre Prozesse wesentlich vom Gas abhängen.

      • Jack 1. Juni 2022 at 17:35

        Nein. Das sind keine Tatsachen weil es unter den Sogenannten Experten ganz verschiedene Meinungen dazu gibt. Meinung ist keine Tatsache sondern subjektives Empfinden.

    • Andreas I. 2. Juni 2022 at 1:45Antworten

      Hallo,
      wenn sich aus politischen und ökonomischen Fakten Risiken ergeben, dann ist es ja durchaus Aufgabe von Journalisten, darauf hinzuweisen und ggf. die politischen Entscheidungen zu kritisieren.
      Die Kunst besteht dann wahrscheinlich darin, die sich ergebenden Risiken in aller Ernsthaftigkeit darzustellen, ohne dabei zu übertreiben, zu emotionalisieren usw..

    • Al 2. Juni 2022 at 8:41Antworten

      ätJack. Dieser Artikel ist aber nur geeignet, Angst zu schüren, wenn man vor höheren Spritpreisen Angst hat. Tatsächlich sollten wir uns aber von dem allgemeinen „weiter so“ verabschieden – und zwar ohne Angst. Denn die Wende kommt – so oder so. Nur weil man uns lieber über die hintergründe belügt, ändert sich nichts an der Tatsache:

      Personenverkehr muss um den Faktor 100 schrumpfen, globaler Handel muss auf ein Minimum, das Allernotwendigste, reduziert werden. Aus dem ganz einfachen Grund: das Erdölzeitalter geht dem Ende entgegen. Ob man uns deswegen mit CO2 die Hucke volllügt, oder angebliche Sanktionen gegen „das Böse“, Russland, oder sonst welchen Schwachsinn – der ganz Witz ist: es ist vorbei. Die endlichen Reserven geen dem Ende entgegen.

      Natürlich kann das jemand als „Angst schüren“ bezeichnen. Ja, auch wenn man jemandem, der auf einen Abgrund zurast, über diesen Tatsache Bescheid gibt, kann das als „Angst schüren“ bezeichnet werden. Manche Sorge besteht aber durchaus zurecht.

  14. BuBu Neumann 1. Juni 2022 at 14:58Antworten

    „Was machen wir, wenn die USA nicht bis zum letzten Ukrainer sondern bis zum letzten Europäer gegen Russland kämpft?“

    Kämpft? Die, die es in Deutschland gelernt haben, sind zwischenzeitlich 50+. Ich glaube nicht, dass die Italiener, Franzosen, Spanier etc. die letzten Europäer sein möchten.

  15. Slobodan Covjek 1. Juni 2022 at 14:25Antworten

    Was machen wir, wenn die USA nicht bis zum letzten Ukrainer sondern bis zum letzten Europäer gegen Russland kämpft?

    • Klaus C. 1. Juni 2022 at 14:57Antworten

      Das, was wir vertreten durch die Grünen und die YGL in der Kommission jetzt schon tun: Wirtschaftlichen Selbstmord. Es ist vielen einfach immer noch nicht klar, dass Europa von den USA Eliten als Opferlamm zum „Heilen“ der maroden Weltwirtschaft bzw. zum Retten der eigenen Wirtschaft auserkoren wurde.

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