Anti-NATO Demonstrationen in Italien

10. Mai 2022von 2 Minuten Lesezeit

„NATO assassina“ – In Italien gehen Demonstranten gegen Krieg, USA, Joe Biden und Nordatlantik-Pakt auf die Straße. Die USA haben seit dem Ende des WK II ausgedehnte Stützpunkte in Italien für praktisch alle Waffengattungen. Premier Mario Draghi hatte durchgesetzt, dass bis Mitte des Jahres ein neuer Ausnahmezustand eingeführt. Er diene Katastrophenschutzeinsätzen im Ausland.

Am Wochenende fand in Verona eine große Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine statt. Die Schuld wurde jedoch nicht Russland, sondern der NATO und den USA zugeschoben. Überraschenderweise kommen die Organisatoren nicht von der Rechten, sondern von der Linken, was darauf hindeutet, dass die Globalisten allmählich die Unterstützung ihrer Kernanhängerschaft verlieren.

Viele Menschen im NATO-Mitgliedstaat Italien haben keine Lust auf Krieg. Der Ruf des Militärbündnisses hat dort schon länger erheblich gelitten. Am vergangenen Samstag marschierte eine große Menschenmenge durch die Straßen von Verona, um ihren Unmut über die angebliche Kriegstreiberei der NATO zum Ausdruck zu bringen. Dabei skandierten die Menschen „NATO NATO assassina“ (Die NATO ist ein Killer).

Weitere Informationen über die Kundgebung, die am 7. Mai unter dem Motto „La guerra e la follia distruggono l’economia“ (Krieg und Wahnsinn zerstören die Wirtschaft) stattfand, sind auf der italienischen Website „L’Arena“ zu finden.

Dieser Slogan bezieht sich keineswegs nur auf den Krieg in der Ukraine. Auch in Italien spüren die Menschen bereits die ersten Auswirkungen der drohenden schweren Wirtschaftskrise. Organisator ist das Komitee „Verona für die Freiheit / Verona per la Liberà“. In einer Erklärung heißt es: „Die NATO schickt das ukrainische Volk in ein Massaker“. Es handelt sich im Wesentlichen um dieselbe Gruppe von Personen, die die Corona-Erzählung und die Zwangsimpfungen kritisieren.

Darüber hinaus zeigten die Demonstranten Sympathien für die „Let’s go Brandon“-Bewegung in den USA, und es waren Transparente mit der Aufschrift „Fuck Joe Biden“ zu sehen.

Bereits Anfang April fanden in mehreren Städten Italiens Demonstrationen statt. Tausende skandierten in Verona: „Italien raus aus der NATO und dem Krieg“. In Genua lautete der Slogan „Marsch für den Frieden, gegen die Waffen“. Auch die Waffenlieferungen an die Ukraine wurden kritisiert.


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4 Kommentare

  1. Clara Verdross 10. Mai 2022 at 14:43Antworten

    Bravo kann ich da nur sagen.

    Und was ist mit uns? Wann gehen wir auf die Straße?

    • Anna 10. Mai 2022 at 14:56Antworten

      @Clara Verdross

      Meinen sie wirklich dass die Paar hundert Leute die man da sehen konnte irgendetwas bewegen werden.
      Ich bezweifle das stark.

  2. Michael R 10. Mai 2022 at 11:24Antworten

    Italien ist wie Deutschland seit 1945 eine Art Protektorat der USA. Hier wie da sind erhebliche US-Truppen stationiert, gibt es US Air Force Flugplätze und werden Atomwaffen für den Tag X gelagert. Italien ist zudem das Land, wo die US Mittelmeerflotte stationiert ist. – In Deutschland käme wohl niemand auf die Idee, gegen die NATO, will heissen die USA zu demonstrieren.

    • Taktgefühl 10. Mai 2022 at 20:34Antworten

      Auf allen Antikriegsdemos in Deutschland waren immer Solgans wie „Ami go home“ und „Raus aus der Nato“ präsent.
      Das bekannteste Buch zur Zeit war das von Rolf Winter: Ami go home. Rolf Winter war der Chefredakteur des Stern und von GEO.

      Wir sind kein Protektorat. Die Regierungen haben es unterlassen, die Amerikaner rauszuwerfen. Der 2+4-Vertrag garantiert Deutschland die „volle Souveränität“. Amerikaner, Franzosen, Engländer und Russen haben den Vertrag ratifiziert. Die tuns einfach nicht!

      Als der Irakkrieg war, ist Deutschland unter Schröder nicht mitgezogen und alle Medien haben der Bush-Administration Lügen vorgeworfen und die USA verurteilt. Nur Merkel hat sich abgenabelt; ihr ist vorgeworfen worden, der Regierung in den Rücken zu fallen.
      Schröder hat den USA für Waffentransprote die Überflugsrechte genehmigt, was heißt, wir wären souverän und könnten amerikanische Aktivitäten verbieten. Die Amerikaner müssen anfragen!
      Souveränität heißt „selbstbestimmt“. Nur das sind unsere Genossen nicht, die lassen sich fremdbestimmen.

      Mit dem Atomwaffensperrvertrag ist die „Feindstaatenklausel“ obsolet geworden. Darüber gibt es Dokumente.

      Nach dem WK II. sollten „nie wieder“ Waffen in Deutschland produziert werden. Das war auch verlangt worden von den Alliierten. Trotzdem haben es die Regierungen geschafft, ein Waffen-Eldorado aus Deutschland zu machen, wir liefern an alle, failed states, Depoten, kriminelle Regime, in Krisen und Kriegsländer, wir liefern alles, Panzer, Haubitzen, Kleinwaffen, wir liefern ganze Fabriken für Panzer, Haubitzen, Kleinwaffen und verdienen gut mit den Lizenzen. Unsere Waffen findet man in jedem Kriegs- und Krisenland. Wir sind wieder wer und gehören zum illustren Kreis der größten Waffenlieferanten der Welt.

      Was früher verdeckt war, weil es verboten ist, machen wir heute öffentlich: deutsche Waffen für die Ukraine, für ein Krisen- und Kriegsgebiet. Die Ukraine ist per Vertrag kein EU-Mitglied und kein Nato-Mitglied. Wir dürften schon aus der Rechtslage keine Waffen liefern. Wir sind souverän, nur anders, als erwartet.

      Wir klagen die Souveränität nicht ein. Das ist unser Problem. Raus aus der Nato – gegen Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung!

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