Wer hat uns von den Nazis befreit? Man lernt nie aus …

9. Mai 2022von 4.4 Minuten Lesezeit

Ich bin – vermutlich – ungebildet. Bis zum 8. Mai 2022 dachte ich immer, dass die Rote Armee der Sowjetunion Europa befreit hat. Jetzt höre ich in einer Nachrichten-Sendung des ORF, dass dem nicht so ist. Danke ORF, dass ich auch hier dazulernen darf.

An diesem Sonntag höre ich in der Ö1-Nachrichtensendung um 17:00 aus dem Munde des Herrn Nehammers folgende Worte:

Ukrainische Soldaten waren die ersten, die Wien befreit haben vom Nazi-Terror.

Ich war überrascht, das war mir doch völlig neu. Aber ich lerne gerne dazu und beschloss zu recherchieren.

Vor sieben Jahren berichtete der ORF doch noch geringfügig anders. Unter der Überschrift „Vor 70 Jahren wurde Wien befreit“ fand ich Aussagen wie:

Mit einem Generalangriff von Süden her hat am 5. April 1945 die Schlacht um Wien begonnen

Die 3. Ukrainische Front der Roten Armee legte ihre Strategie für den Angriff fest …

Die Rote Armee erreichte schließlich in voller Breite den Gürtel …

Die sowjetischen Stoßtruppen bewegten sich vorsichtig in die inneren Bezirke hinein …

… die vorrückenden Sowjetverbände unter Beschuss zu nehmen.

Am 13. April um 14.00 Uhr erklärten die Sowjets den Kampf für beendet. Wien war befreit, und am Abend verstummte der Gefechtslärm endgültig.

Quelle

Eigentlich alles Aussagen, die sich mit meinem bisherigen Kenntnisstand deckten. Rote Armee, sowjetische Truppen, Sowjetverbände – in der Bildunterschrift wird sogar von russischen Veteranen gesprochen. Natürlich bestand die Rote Armee dieses Vielvölkerstaates aus sehr vielen Ethnien, darunter auch ukrainische.

Wer oder was ist diese 3. Ukrainische Front, die Herrn Nehammer dazu veranlasst haben könnte, von einer Befreiung von Wien durch Ukrainer zu reden? Denn einen anderen Hinweis auf die Befreiung Wiens durch Ukrainer habe ich keinen gefunden.

Wikipedia, eine Plattform, der man nicht unterstellen kann besonders russlandfreundlich zu sein, bietet umfassende Erläuterungen , die auf der Plattform de-academic.com zusammengefasst sind:

Die Südwestfront (russisch Юго-Западный фронт) war ein Großverband der Roten Armee während des Zweiten Weltkriegs. Die Front wurde nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 aus dem Kiewer Besonderen Militärbezirk gebildet und bestand zunächst bis zum 12. Juli 1942. Am 22. Oktober 1942 erfolgte die Neuformierung, und am 20. Oktober 1943 erhielt die Front die Bezeichnung 3. Ukrainische Front unter der sie bis Kriegsende weiter bestand.

Zusammengefasst: Die 3. Ukrainische Front ging durch Umbenennung hervor aus der Südwestfront, die in mehreren Formationen als Teil der sowjetischen Armee aufgestellt wurde. Im Zuge der Wiener Operation am 13. April 1945 eroberte die 3. Ukrainische Front Wien. Einen Hinweis, dass sich diese „3. Ukrainische Front“ ausschließlich aus Ukrainern zusammengesetzt hat, habe ich nicht gefunden. Im Gegenteil. Hintergrund-Informationen zu den Befehlshabern der 3. Ukrainische Front, ebenfalls entnommen der Wikipedia, deuten eher auf eine Dominanz durch ethnische Russen hin.

Das Frontkommando der 3. Ukrainischen Front bestand aus:

  1. Armeegeneral Rodion Malinowski (Oktober 1943 bis Mai 1944)

Rodion Jakowlewitsch Malinowski * 11. Novemberjul. / 23. November 1898greg. in Odessa; Malinowski war von 1957 bis 1967 Verteidigungsminister der Sowjetunion.

  1. Armeegeneral Fjodor Tolbuchin (Mai 1944 bis Kriegsende) (seit September 1944 Marschall der Sowjetunion)

Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin * 4. Junijul. / 16. Juni 1894greg. in Androniki, Gouvernement Jaroslawl, Russisches Kaiserreich, heute Oblast und Rajon Jaroslawl, Russland

  1. Generalleutnant Alexei Scheltow (Mitglied des Militärrats, Oktober 1943 bis Kriegsende) (seit September 1944 Generaloberst)

Keine Informationen in Wikipedia verfügbar

  1. Generalleutnant Feodosi Korschenewitsch (Chef des Stabes, Oktober 1943 bis Mai 1944)

Keine Informationen in Wikipedia verfügbar

5. Generaloberst Sergei Birjusow (Chef des Stabes, Mai–Oktober 1944)

Sergei Semjonowitsch Birjusow 8. Augustjul. / 21. August 1904greg. in Skopin, Gouvernement Rjasan, Russisches Kaiserreich, heute Oblast Rjasan, Russland;

  1. Generalleutnant Semjon Iwanow (Chef des Stabes, Oktober 1944 bis Kriegsende) (seit April 1945 Generaloberst)

Semjon Pawlowitsch Iwanow * 31. August 1907greg. in Poretscheno, Gouvernement Smolensk, Russisches Kaiserreich

Wie man o.g. Geburtsorten entnehmen kann, sind vier der sechs Befehlshaber der 3. Ukrainischen Front russischer Herkunft, von zwei Offizieren steht keine Information in der Wikipedia zur Verfügung.

Es steht völlig außer Frage, dass Ukrainer an der Befreiung durch die Nazis beteiligt waren. Auch wenn nicht alle Ukrainer zu den Befreiern gehört haben, viele – mehrheitlich aus dem Westen – waren als Kollaborateure beispielsweise bei der Waffen-SS-Division Galizien aktiv. Auch hierzu sei die Wikipedia zitiert: Die 14. Waffen-Grenadier-Division bei der SS (galizische SS-Division Nr. 1) war eine Division bei der Waffen-SS, die 1943 mit ukrainischen Freiwilligen und sogenannten Volksdeutschen aufgestellt wurde. Der Beiname „galizische Nr. 1“ bezieht sich auf die Region Galizien. Die Einheit wird auch als Waffen-SS-Division Galizien bezeichnet.

In der roten Armee waren Russen, Weißrussen, Tschetschenen, Krim-Tataren, Armenier, Georgier, Letten, Litauer … es waren Soldaten aller Unionsrepubliken vertreten. Sehr viele Ukrainer haben ihr Leben im Kampf gegen die Nazis gelassen. Es haben ganz sicher auch damals ukrainische Soldaten Wien mit befreit. Dass sie aber die ersten Befreier Wiens gewesen sind, hat sich durch meine Recherche nicht bestätigt. Und auch der ORF hat das vor sieben Jahren so nicht gesehen. Eigenartig.

Aber es deckt sich mit den Aussagen des ukrainischen Botschafters in Deutschland. Auch Herr Melnyk ist überzeugt, dass die Befreiung vom Faschismus den Ukrainern zu verdanken ist.

Die Sicht auf den 2. Weltkrieg bzw. die Befreier hat sich nicht nur in Österreich verändert. Die Befragungen in Frankreich – dokumentiert im Beitragsbild – sprechen eine deutliche Sprache. Die Anpassung der Geschichte hat nicht erst 2022 begonnen. Warum überrascht mich das nicht?

Bildquelle Netzfund


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Corona- und Ukraine-Politik auf Kosten der Arbeitenden und des globalen Südens

17 Kommentare

  1. Eva-Maria 10. Mai 2022 at 8:05Antworten

    Faschismus ist laut Definition Mussolini, wenn sich Oligarchen/ Konzerne und Politik in ein Bett legen.
    Die Ansage des Botschafters Melnyk über die ukrainische Befreiung vom Faschismus ist besonders originell, da bekannt ist, daß die Ukraine noch vor wenigen Wochen im wesentlichen unter 5-6 privaten Oligarchen aufgeteilt war.

  2. federkiel 10. Mai 2022 at 7:40Antworten

    Es ist halt ein feiner Unterschied, ob man sagt, Ukrainer oder die 3. Ukrainische Front. Diese Front der Roten Armee hat halt in der Ukraine gekämpft, daher der Name, vermute ich mal. Man kann sich im Folgenden auch schlau machen.
    https://de.knowledgr.com/02287354/3UkrainischeFront
    https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Kriegsjahre_1944-1945

  3. Fritz Madersbacher 9. Mai 2022 at 17:03Antworten

    Es gehört zwar nicht direkt hierher, ist aber der NATO-Kriegshetze des Stürmer-„Standard“ entnommen, der alle geschichtlichen Tatsachen des letzten Jahrhunderts über den Haufen wirft und sich dabei nicht entblödet, als „antifaschistisch“ ernstgenommen werden zu wollen.
    „Lawrows Selbstentlarvung und die Scheinheiligkeit der Antisemiten“ („Der Standard“, 09/05/2022) gerät unter der Hand zu „Lendvais Selbstentlarvung und die Scheinheiligkeit der Anti-Antisemiten“. Der treue NATO-Vasall Lendvai sieht „weltweit Empörung und Proteste“ gegen eine eher ungeschickte Äußerung des russischen Außenministers, die aber nicht einmal in Israel große Aufregung ausgelöst hat, jedenfalls nicht groß genug für den enttäuschten Lendvai: „Bennett [= der israelische Ministerpräsident] habe die Entschuldigung angenommen und „für die Klarstellung der Einstellung des russischen Präsidenten zum jüdischen Volk und zum Holocaust-Gedenken gedankt“ … Die israelische Regierung laviert wegen der russischen Kontrolle über das benachbarte Syrien, aber auch aus Rücksicht auf die USA, den engsten Verbündeten im Dreieck zwischen Moskau, Kiew und Washington. Wie lange geht das?“
    Ja, wie lange geht das? Und wie lange wird es gehen, dass eine Meute in Regierungs- und anderen Funktionen befindlicher österreichischer Politiker/-innen ihre in der „Pandemie“ nur allzu ruchbar gewordene autoritäre Gesinnung hinter einem beflissen zur Schau getragenen „Anti-Antisemitismus“ verstecken wollen, der die Luftschwingungen nicht wert ist, die damit in Bewegung versetzt werden? Und denen dabei von einer entfesselten „Standard“-Journaille devot applaudiert wird?

    • Pfeiffer C. 15. Mai 2022 at 20:11Antworten

      Schließe mich hier – auch indirekt – an: …ist aber der NATO-Kriegshetze des Stürmer-„Standard“ entnommen…

      „Nach dem Crash des Corona Narrativs – immerhin hielten die Leitmedien 2 Jahre einen Herzschlag wie ein Kolibri durch – sagt man: April, April, nächste Stelle Null herab und schmiert mit einem nichtabwaschbaren Marker daneben: Die irre Bestie in Moskau…“ – ist im „Stürmard“ natürlich auch nicht satisfaktionsfähig. (Rot & weg, Problem gelöst).

      Zur Sache: Alfred Dregger, von 1982 bis 1991 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurden Uneinsichtigkeit und historische Ignoranz vorgeworfen, vor allem in Bezug auf die Rolle der Wehrmacht im Nationalsozialismus. Er bedauerte, dass Hitlers Angriff auf die Sowjetunion nicht grundsätzlich falsch gewesen, allerdings bedauerlicherweise als Eroberungs- anstatt Befreiungskrieg konzipiert worden sei. Dregger war einer der Unterzeichner des von den Journalisten Klaus Rainer Röhl, Heimo Schwilk und Ulrich Schacht sowie dem Historiker Rainer Zitelmann initiierten Aufrufs „Gegen das Vergessen“ am 8. Mai 1995, in dem der Begriff der „Befreiung“ für das Kriegsende durch die Alliierten als „einseitig“ in Frage gestellt wurde.

      Jetzt kommt`s:

      Der gleiche Alfred Dregger, von 1982 bis 1991 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hatte erklärt: «Deutschland kann atomar nicht verteidigt, aber zerstört werden.» Sein Slogan war «Frieden schaffen mit immer weniger Waffen». Für diesen verkappten Früh-Putinismus fehlt aus dem CDU-Adenauerhaus noch eine Entschuldigung.

      Derweil sich die aktuellen deutschen Oliv-Grünen Young Leader-Minister (Außen & Wirtschaft) einen Wettbewerb im „Schwere-Waffen-in Krisengebiete-liefern“ überschlagen!

      Schneyder/Hildebrandt hätten diese Geschichte wegen „allerabwegigster Politblödigkeit“ in ihren Politkabarettprogrammen nicht aufgenommen.

      Desahalb frage ich hier nicht: „Schlafen sie gut, Herr Tucholsky?“, sondern: „Schlaft ihr gut, ihr Herren Schneyder/Hildebrandt?“…

    • Andreas I. 17. Mai 2022 at 13:02Antworten

      @ Fritz Madersbacher Hallo,
      aktuell haben Israel und Russland nur ein Problem miteinander und das tragen sie auf syrischem Territorium aus. Israel fliegt alle zwei Wochen Luftangriffe auf Ziele in Syrien, Russland versorgt Syrien mit Luftabwehrsystemen und Munitionsnachschub.

  4. Fritz Madersbacher 9. Mai 2022 at 14:19Antworten

    Die Nachkriegsgenerationen in Österreich, zu denen auch ich gehöre, sind mit Schauermärchen über die Schandtaten der „sowjetischen Besatzungsmacht“ (die in meiner Kindheit schon weg war) aufgewachsen. Die geschichtlichen Tatsachen lernte ich erst später kennen, auch bezüglich der österreichischen Vorgeschichte.
    Wer einen Internetzugriff besaß und Englisch sprach, konnte (und kann) die Berichterstattung der hochgelobten US-amerikanischen und sonstigen westlichen „Qualitäts“-Medien über die US-Aggressionskriege der letzten Jahrzehnte mitverfolgen. Sie bestand (und besteht) zu einem hohen Anteil aus „Augenzeugenberichten“, die die Notwendigkeit dieser Kiriege im Interesse der missachteten Menschenrechte beweisen und somit die jeweiligen Kriege rechtfertigen sollen. Später kamen dann einschlägige Videos dazu. In der „Pandemie“ wurden alle diese Mittel inflationär eingesetzt und viele Menschen sind aufgewacht.
    Kurz gesagt: „Augenzeugenberichte“ nehme ich nicht ernst ohne genauere Recherchen darüber, von wem sie stammen, und in wessen Interesse sie öffentlich gemacht werden. Sie können nicht im mindesten eine politische und historische Analyse ersetzen (wohl aber stützen). Damit leugne ich keineswegs begangenes Unrecht. Aber hinter der geheuchelten „Empathie“ steckt in der Regel eine Doppelmoral, die die Dinge in ihr Gegenteil verkehrt. Über „Vorkommnisse“ in den westlichen Besatzungszonen in Österreich 1945 – 1955, die nachweislich wesentlich häufiger waren, wird ein Mantel des Schweigens gebreitet …

  5. I.B. 9. Mai 2022 at 12:11Antworten

    Wenn uns also die Ukrainer befreit haben, dann waren es wohl auch die Ukrainer, vor denen die jungen Wienerinnen Angst hatten. Und an der Demarkationslinie bei Enns hatten die Bahnfahrer ebenfalls vor den Ukrainern Angst, aus dem Zug geholt (und eventuell verhaftet) zu werden. Wie so oft wissen PolitikerInnen nicht, was sie sagen.

  6. Lothar 9. Mai 2022 at 11:24Antworten

    Befreit? Ja befreit in erster Linie von Wertgegenständen und viele Frauen von ihrer Unschuld und natürlich vom Leben. Nach dem Nazi-Terror kam im Osten Österreichs der Terror Stalins und im Westen die Reeducation.

    Die Freiheit kam erst 1955 und sie hielt bis zum EU-Beitritt.

    • 1150 14. Mai 2022 at 7:03Antworten

      @ lothar.
      also haben die wilden horden aus dem osten das reich am 22. juni 1941 überfallen und vorher das eigene land mit verbrannter erde verwüstet und 27 millionen einwohner umgebracht?
      bitte um aufklärung, bin sehr an informationen interessiert

  7. audiatur et altera pars 9. Mai 2022 at 10:07Antworten

    Als mir meine Großmutter über Massenvergewaltigungen am Land nach der Befreiung berichtete, denen sie mit Hilfe eines Offiziers angeblich entronnen sei, sprach sie (politisch unkorrekt, wie sie war) immer vom Russen-Virus. Und nicht vom Sowjet-Virus. Vielleicht war der Retter unter den Tätern ja mit einer ukrainischen Variante und waren die Täter unter den Rettern mit russischen Varianten infiziert. Oder umgekehrt. Dieser mehr oder weniger feine Unterschied kam in Omas Geschichte, Entschuldigung: Narrativ, nicht vor. Vermutlich waren damals zuvor auch viele Kroaten, Franzosen, Tschechen, Polen, Italiener etc. und vor allem alle Österreicher mit dem „deutschen“-Virus infiziert.

    Großmutter floh (vor Befreiern in Tieffliegern) im Frühjahr ’45 gen Osten. Vom Regen in die Traufe. Die geschilderten Bilder des Cousins, der sein Leben im Kugelhagel quasi für eine Kuh opferte oder der Menschen, die auf Brücken hangen, gingen bei mir neurologisch viral. Der Krieg, meinte sie, sei das schrecklichste, was es gibt. Corona kannte sie noch nicht. Die Befreiung war aber offenbar auch nicht ganz ohne. Wie wird die Befreiung diesmal sein? Man und nicht erst neuerdings frau lernen schließlich nie aus.

    • Andreas I. 17. Mai 2022 at 12:50Antworten

      Hallo,
      Krieg kann ja nicht nur für Zivilisten traumatisierend sein, sondern für Soldaten ebenso. In der Folge hat man etliche gestörte Leute, auch und gerade unter den Soldaten.
      Gerade die Ostfront war ja nun alles andere als ein Spaziergang, also dass die sowjetischen Soldaten danach wahrscheinlich verroht waren, ist kaum verwunderlich.

  8. Fritz Madersbacher 9. Mai 2022 at 9:19Antworten

    „Ukrainische Soldaten waren die ersten, die Wien befreit haben vom Nazi-Terror“
    Aussagen und „Feierstunden“ dieser Art richten sich von selbst, sind lächerliche Provokationsversuche und zeigen den mittlerweile erbärmlichen Geisteszustand der Leute, die sich daran beteiligen. Mit solchen Halbwahrheiten und Lügen im Kopf gehen wir keinen guten Zeiten entgegen …

  9. alexandrabader 9. Mai 2022 at 8:55Antworten

    Warum hat die GRU unser Verteidigungsministerium unterwandert?

  10. kollaritsch 9. Mai 2022 at 7:19Antworten

    Kreisky hat immer gesagt : lernen sie Geschichte

    • Slobodan Covjek 9. Mai 2022 at 9:33Antworten

      Die Sowjetunion hatte im zweiten Weltkrieg mehr als 25 Millionen Todesopfer zu beklagen. Die USA ca. 400.000. Das sagt viel aus über die „Kriegskunst“ der Amerikaner.

      • I.B. 9. Mai 2022 at 10:33

        Aus „Chruschtschow erinnert sich (Kapitel: Der große vaterländische Krieg)“: Die Alliierten halfen uns, weil sie die Lage nüchtern abschätzten. Es war für sie selbst eine Frage von Leben und Tod. Sie halfen uns, um zu verhindern, dass unsere sowjetische Armee unter den Schlägen Hitlerdeutschlands zusammenbrach; sie gaben uns moderne Ausrüstung, damit wir die Hauptmacht des Feindes vernichten sollten, und sie hofften, dass wir in diesem Kampf gleichzeitig selbst geschwächt würden. Aktiv in den Krieg eingreifen wollten sie erst, wenn die Sowjetunion schon ihre Kraft eingebüßt hatte und nicht mehr in der Lage war, bei der Lösung der Weltprobleme eine entscheidende Rolle zu spielen.

      • Fritz Madersbacher 9. Mai 2022 at 14:28

        @I.B.
        9. Mai 2022 at 10:33
        Jetzt wissen Sie, warum Chruschtschow im Westen beliebter ist als Stalin, mit dem nicht so gut Kirschen essen war. Wir sollen das natürlich gleich sehen, besonders jetzt wieder …

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