Video-Interview mit Gerd Reuther: „In der Medizin ging es immer schon um’s Geschäft“

20. März 2022von 2,8 Minuten Lesezeit

„Noch können wir einen Aufstand machen, noch können wir auf die Straße gehen“: Der Medizinhistoriker Dr. med. Gerd Reuther über Narrative in der Medizin und die Macht der Pharmaindustrie im tkp-Interview.

Dr. med. Gerd Reuther ist eine jener Stimmen in der Corona-Krise, die von Beginn an aufklärend hinsichtlich der Prozesse hinter Corona und ihrer Auswirkungen mahnten. Als Medizinhistoriker weiß er: In der Medizin ging es immer schon um’s Geschäft. Wenn ein Konstrukt „nur oft und lange genug wiederholt“ wird, „dann kommen auch Lügen mit kurzen Beinen weit“, das gilt für die gesamte Medizingeschichte, aber auch und insbesondere für die „Corona-Inszenierung“, wie er sie nennt.

„Nur vier Prozent der medizinischen Behandlungen haben tatsächlichen Nutzen“

Im Interview mit Larissa Breitenegger spricht er zunächst über gängige Narrative in der Medizin, die sich hartnäckig halten und liefert Beispiele wie Einblicke aus der frühen wie späten Medizingeschichte. Mit Corona sei der Untergang der sogenannten evidenzbasierten Medizin besiegelt. Denn viele der Maßnahmen die wir heute haben, sind nicht evidenzbasiert: „da gibt es entweder gar keine Studien, oder sie sind manipuliert worden.“

„In Deutschland haben wir erst seit 1976 überhaupt ein Zulassungsverfahren für Medikamente. Bis dahin konnte jeder ein Medikament auf den Markt bringen, ohne dass er irgendeinen Nutzen belegen oder einen Schaden ausschließen musste. EU-weit gilt das erst seit den 1990er-Jahren durch die European Medicine Agency. Was wir jetzt mit Corona erleben, ist ein massiver Rückschritt, denn es sind mit dem Impfstoff Substanzen auf den Markt gekommen, die ohne eine ausreichende Testung, wie ja jetzt auch die praktische Anwendung zeigt, für erheblichen Schaden sorgen und wo der Nutzen der Präparate vor Anwendung nie gesichert worden ist.“

Reuther zeigt anhand von Corona die Macht der Medizin-Lobby in Deutschland und Österreich auf, erklärt, warum der Begriff „Pandemie“ ein Kunstbegriff ist und wie mit Corona ein Anschlag der Schulmedizin auf die Alternativmedizin passiert. Weitere Themen im Gespräch sind die Rolle der Ärzteschaft in der Gesellschaft, die Interessen einer reichen Elite und die Gefahren der Gentherapie.

Er schließt mit einem Shakespeare-Zitat:

„Nun fasst neuen Mut, so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen wacht. Allerdings kommt eben dieser helle Morgen nicht nach einer durchschlafenen Nacht, sondern nur, wenn wir tatsächlich auf die Straße gehen, wenn wir Position beziehen – und wenn das ausreichend viele Leute machen.“


Dr. med. Gerd Reuther, Univ.-Dozent und Facharzt für Radiologe. 2005 erhielt für seine Leistungen den Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis der Deutschen Röntgengesellschaft. Er veröffentlichte rund 100 Beiträge in nationalen und internationalen Fachzeitschriften und -büchern und ist Autor der drei Medizin-kritischen Sachbücher „Der betrogene Patient“, „Die Kunst, möglichst lange zu leben“ und zuletzt „Heilung Nebensache – eine kritische Geschichte der europäischen Medizin von Hippokrates bis Corona“.

Kommende Woche tourt Reuther mit Vorträgen durch Österreich: Am Montag, 21. März in Altlengbach bei Wien (mit Sozialpsychologin Katy Pracher-Hilander als Zusatzreferentin), am Dienstag, 22. März in Graz, Mittwoch 23. März in Ansfelden bei Linz und am Donnerstag, 24. März in Salzburg.


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12 Kommentare

  1. Alter Pauker 22. März 2022 at 11:15Antworten

    Für Filipendula:
    https://archive.org/details/stiftung_corona_ausschuss_sitzung_95?start=21588
    Im 3. Clip am Ende der 95. Sitzung wird erklärt, worum es geht und wie das „läuft“. Leider ist die Erkenntnis von D. Bonhöffer noch immer nicht überholt.

    • Filipendula 24. März 2022 at 19:26Antworten

      Danke Alter Pauker,
      ich bin erst heute dazugekommen, Ihrem Hinweis nach zu gehen. Die Dummheit, ja, wie wahr, und immer weniger wird den jungen Leuten Gelegenheit gegeben, das Denken zu lernen. Ganz im Gegenteil, sie werden mit Stoff zugemüllt…. Aber was mich richtig sorgt, ist, dass die Leute so satt sind und einfach alles vorbei sein soll. Dass sie wie 1945 und danach nur mehr unterhalten werden wollen… Sind wir, die sich hier und anderswo, jedenfalls nicht beim Mainstream informieren, sind wir also schon genug, um Veränderung zu bewirken? Vermutlich nicht, und dies sorgt mich sehr.

  2. Filipendula 21. März 2022 at 17:06Antworten

    So wahre Worte, danke für dieses Interview!!!

    Aber wie erreichen wir die Menschen. Die Leute wollen gar nix mehr hören, sie sind so satt, und sie merken nicht, wie im Hintergrund der Umbau weiter voran geht. Besonders die Geimpften und Geboosterten sind so gar nicht ansprechbar, denn was die sich eingestehen müssen, ist, dass sie einen Fehler begangen haben, dass sie sich täuschen haben lassen. Dazu ist unbewusst, latent also immer die Sorge, dass es durch diese Substanzen Langzeitfolgen geben könnte, d.h. jeder, der sich das Zeug spritzen hat lassen, lebt mit dem Damoklesschwert, dass irgendwann einmal irgendetwas kommen kann, das ist schon heftig.

    Und wir alle müssen uns eingestehen, dass Vater Staat, also jene Institution, die sich um uns kümmern sollte und es mit uns gut meinen sollte, dass Vater Staat also uns belogen und betrogen hat, und es weiter tut, und dass er uns eben nicht schützt! Ganz im Gegenteil, er will uns schädigen. Das ist eigentlich schwer auszuhalten, und dass den Leuten das klar wird, und zwar rasch, kann man nur hoffen.

  3. Anna 20. März 2022 at 14:57Antworten

    Das zwanghafte Weiterführen der Corona-Maßnahmen in Österreich und Deutschland, lässt an die Elefantenvertreibung von Paul Watzlawick denken:

    In einer Fußgängerzone steht ein Mann und klatscht alle 10 Sekunden in die Hände. Als ein Passant ihn fragt, was er denn tue, antwortet er: „Ich vertreibe die wilden Elefanten“. Erstaunt entgegnet der Passant: „Aber hier sind doch gar keine Elefanten.“ Worauf der klatschende Mann zufrieden lächelt und feststellt: „Sehen Sie, das Klatschen wirkt“.

  4. anamcara 20. März 2022 at 14:37Antworten

    -Nie waren die Heilungsversprechen grösser als heute und doch ist die ärztliche Behandlung zu unserer häuftigsten Todesursache geworden.

    Wer den Therapieempfehlungen der Medeziner rückhaltlos vertraut schadet sich häufiger, als er sich nützt.

    Erschreckend viele Behandlungen sind ohne nachgwiesene Wirksamkeit und oft wäre das Abwarten des Spontanverlaufs sogar wirksamer und nachhaltiger.

    -“Wer früher stirbt, ist bekanntlich länger tot.
    Aber wer später stirbt, meist länger Patient.”
    Aus seinem Buch “ der betrogene Patient”

    -Seine Bücher sind sehr informativ.

  5. H.Mild 20. März 2022 at 11:49Antworten

    Sehr gutes Interview, eines „systemabtrünnigen“ Arztes.
    Fazit: Drei Dinge braucht ein Totalitarist -egal ob inter.nationaler Sozialist, oder Predator-Kapitalist, Religionsführer, oä.- im Prinzip zu einer schleichenden „friedlichen“ Etablierung einer Diktatur, ohne direkt Ströme von Blut zu vergießen, wie bei der Französichen Revolution, Oktoberrevolution, Iranische-Revolution ua. :

    1.) Juristen, die Recht & Gesetz in deren Sinne „gestalten“ und danach „gesetzeskonform richten“, Ergebnisse: -> „Wohlfahrtskomitee“, Blut-Hilde, Freisler, Filbinger, uva..

    2.) Lehrer/Priester/Kultur“schaffende“, und inbes. Medien, die die Kinder/Bürger lehren, informieren, zum Staats-Glauben“ bekehren, Ergebnisse: -> Säuberung „undeutscher/ unsozialistischer“ Lehrer, Reichssschriftumskammer, Reichs-/Konkordat der Kirchen mit NSDAP, iF. SED, Goebbels Volksempfänger, Streichers Stürmer, Leni Riefenstahls ua. Propagandafilme, etc. -> „Psychologie der Massen“

    und

    3.) im aktuell „speziellen C19-Fall“, Mediziner/Psychiater/Psychologen, die Menschen dahingehend „behandeln“, und sei es mittels Zwang, „Fehlinformationen“ & Psycho-Folter, weil ja Gesetze ua. Vorgaben „pflichtgemäß“ erfüllt werden müssen…..

    Insgesamt dauert das natürlich uU ein paar Jahre > „Marsch durch die Institutionen“…aber kommt Zeit kommt Rat, kommt Attentat…

    Das Amts-/Verbands-/Klinik-/Praxis-Mediziner auch im besten D€utschland das es bisher gab, in Österreich, und in Italien, aber auch in Israel(!) ua., wieder sich einer iüS quasi einer „Achsenmacht“ von Big-Tox-Pharma, Big-Data, Big-Money ua. unterwerfen und aktiv beteiligen, trotz der Erfahrungen grausamster verbrecherichster „medizinischer“ Versuche und Maßnahmen von Mengele & Kollegen, -> ua. Aktion T4, „Versuche“ mit Impfstoffen/Medikamente/Gifte/Bakterien ua.in KZs/Gulags, etc. von ´33/´45,49/89, bis in´s Heute hinein, und den daraus resultierenden Nürnberger Kodex ´47, nun ja……..

  6. audiatur et altera pars 20. März 2022 at 11:44Antworten

    Interessante Thesen. 1 1/2 davon muss ich bezweifeln:

    1/2: „Und für den Einzelnen heißt es auch, dass ich eben bei Krankheit nicht sofort nach der Notarztnummer schreie und die wählen will, sondern, dass ich erst mal sage: Abwarten ist die erste Krankenpflicht.“

    Etwas unglücklich formuliert angesichts der klassischen Notarztnummer. Die schreit nämlich meistens die Krankheit „Komm, süßer Tod“. Sie äußert sich mit akuten Symptomen wie Herzstillstand, Kammerflimmern, Schlaganfall, schweres Schädel-Hirn-Trauma, (offener) Bruch, akutes Abdomen, Bewusstlosigkeit etc.

    „Ein Kranker, der ist nicht mehr gefährlich.“

    Eine sehr steile These. Könnte sich als riesengroßer Trugschluss der zur Impfung nötigenden politischen Kaste erweisen. Eine Garantenstellung für die Gefahrlosigkeit betrogener Kranker kann nur das allgemeine Vertrauen in den Rechtsstaat übernehmen. Ein Vertrauen, das die Damen- und Herrschaften (allen voran 137 Parteisoldaten samt UHBP) gerade mit großem Impf-Hurra erfolgreich abgetragen haben.

  7. OMS 90 20. März 2022 at 10:40Antworten

    An Gesunden ist kein Geld zu verdienen! Darum müssen alle zur Krankheit (Impfung) gezwungen werden. An Perversität und Abartigkeit kaum noch zu überbieten! Man hat dem gesunden Menschen öffentlich den Behandlungskrieg erklärt! Bin ungeimpft und angeblich genesen. Hätte es den Test nie gegeben, ich wüsste von einer C-Erkrankung nichts.

  8. Tatjana 20. März 2022 at 10:37Antworten

    Leider ist der Mensch nicht mehr wichtig. War es auch nie. Jetzt verstehe ich diesen Satz: Wenn ein Konstrukt „nur oft und lange genug wiederholt“ wird,“ dann kommen auch Lügen mit kurzen Beinen weit.
    Deswegen haben Experten, Politiker und andere kurzen Beinen. Tatsächlich kann man das denen ansehen. :-)

  9. Veron 20. März 2022 at 10:06Antworten

    Wenn ich auf das Video klicke, wird es bloß schwarz .. .. wurde das vielleicht schon gelöscht oder ist es sonst wie blockiert? Vielleicht liegt es am Einbetten .. .. gibt es wo eine Adresse, wo es abgespielt werden kann? Konnte nichts finden, auch auf rumble wird es bloß schwarz.

  10. jhkua43wt8oklgj 20. März 2022 at 8:30Antworten

    Nein nicht immer! Es gab mal ein System wo dies nicht im Vordergrund stand. Doch das war eine Diktatur?! Nur für wen?! Denn das System in dem ich heute lebe ist auch eine Diktatur, nur für wen? Wer diese Frage ohne Scheuklappen beantworten kann, weiß was ich meine. In der Diktatur des Kapitalismus, war es tatsächlich schon immer so und in allen anderen Systemen vorher, wie Sklaverei und Feudalismus auch. Aber das eine System musste weg rationalisiert werden, egal wie. Und heute haben wir nur noch das eine und dies erweist sich heute genau als das was es schon immer war. Menschenverachtend. Und in diesem Sinne stimmt dann ihre Aussage wieder.

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