Unsere Ärzte: Spezialisierte Fachmediziner, „aber Grundlagen fehlen“ – Interview

13. März 2022von 10,4 Minuten Lesezeit

Immer mehr Spezialisten und Experten, aber immer weniger, die einfache Zusammenhänge erkennen und behandeln können: In diesem Teil eins von zwei eines anonymen Interviews gibt ein österreichischer Arzt eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Ärzte-Ausbildung und gängiger Narrative in der Medizin.

Von Larissa Breitenegger

Larissa Breitenegger: Sie sind Arzt und haben auch ganz gut Einblick in die Ausbildung der österreichischen Mediziner: Ihre Bestandsaufnahme?

Anonym (IL): Die Ausbildung der jungen Ärzte hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Der Fokus der Ausbildung und die Gewichtung sind andere als früher.

Wir bilden heutzutage vor allem hochspezialisierte Fachleute aus, die das Basiswissen zwar in den ersten Semestern streifen, aber leider oft nur binge learning betreiben um dann in die Gefilde der „wirklich spannenden Fächern“ wie Chirurgie oder Notfallmedizin zu kommen.

Ein guter Arzt braucht allerdings ein Verständnis der vorklinischen Fächer wie Physiologie oder Biochemie sowie ihrer Zusammenhänge, damit er den Körper, wie er in Gesundheit und Krankheit funktioniert, versteht. Unser Ausbildungssystem fokussiert sich mehr und mehr auf die Spezialisierungen der Fächer, ohne fachübergreifendes Denken und ohne wirkliches, tiefes Verständnis der physiologischen Vorgänge, das spiegelt sich auch in der Ausbildung wieder. Leider.

LB: Gerade bei so einem komplexen Organismus wie dem menschlichen Körper, dessen Funktionieren oder nicht-Funktionieren auf so vielen Wechselwirkungen besteht, ist Fachwissen nicht besonders hilfreich…

IL: Das würde ich so nicht sagen. Fachwissen ist unheimlich wichtig! Aber es ist Beides von Nöten. Sowohl das Verständnis des großen Ganzen, als auch das Fach- und Spezialwissen um die Probleme dann im Detail zu lösen. Unser Ausbildungswesen produziert spezialisierte Mediziner, die die Basis von Anatomie, Physiologie und Embryologie oft nur streifen. Dadurch geht die Heilkunst verloren: Wenn ich am neuesten Stand in Sachen Behandlung von Bandscheibenvorfall bin, aber ich kann ihn nicht klinisch diagnostizieren, weil mir die Basis dafür fehlt (Bandscheibenvorfall ist meiner Meinung nach maßlos überdiagnostiziert in unserer Gesellschaft) – dann verlaufen wir uns.

Wir haben die hochwertigsten, teuersten Apparate und machen Spitzenmedizin was das Verwenden von MRTs und PET Scans anbelangt, aber wir haben verlernt die richtigen Diagnosen in der Zusammenschau mit den Beschwerden der Patienten zu stellen, da wir oft nur mehr auf die Apparate vertrauen und die Patienten nicht mehr angreifen. Und das, wo die meisten Dinge eigentlich ganz einfach zu reparieren oder beheben wären, mit relativ einfachen Mitteln und wenig Aufwand, und wenig Geld. Aber leider geht’s in genau die falsche Richtung und unsre Medizin wird immer teurer. Die Frage ist wer profitiert davon?

Die Forensik hat hier auch ein Wörtchen mitzureden. Was der Arzt ertastet, riecht, hört hält vor Gericht nicht, allerdings kann ein Röntgenbild als Beweismittel vorgebracht werden, und somit wird in der Klinik ein Lungenröntgen einer Auskultation (Abhören, Anm. Red.) der Lunge vorgezogen.

Dadurch entgehen uns viele Informationen – so schießen wir uns auf lange Sicht selbst ins Knie.

LB: Ärzte fungieren durch ihren Symptom-Ansatz als Erhalter und Stützen einer zunehmend erkrankten Gesellschaft. Sie sind aber eben selbst Ausgeburten dieser erkrankten Gesellschaft.

IL: Jeder, der studiert, wird sozialisiert – je länger man im System ist, desto mehr bildet sich auch ein ganz spezielles Bild von der Welt. Es ist ja grundsätzlich so: Je nach dem, wie unser Bild von der Wirklichkeit ist, so erleben wir sie dann auch und so spiegelt sie sich uns wieder.

Logischerweise unterliegen wir auch als Ärzte, die wir sehr lange im Sozialisierungsprozess sind, da wir eine lange Ausbildungszeit haben und erst mit frühestens Mitte 20 aus der Ausbildungszeit scheiden, den Glaubenssätzen unsrer Zeit und unsrer Subkultur. Also Ansichten, die für einen westlichen Arzt des 21. Jahrhunderts typisch sind – im Sinne des Zeitgeists der ganzen Gesellschaft.

LB: Dazu gehört, dass man bei uns erst zum Arzt geht, wenn man krank ist.

IL: Genau, wenn die Hüfte schon schmerzt oder man schon an Diabetes mellitus erkrankt ist. Und wir Ärzte reagieren dann darauf mit dem Implantieren einer Hüfttotalendoprothese oder dem Verschreiben von Blutzuckermedikamenten. In anderen Kulturen und zu anderen Zeiten hat(te) man einen anderen Zugang zum Körper. Die Idee ist in vielen Kulturen nicht krank zu werden, sondern präventiv zu arbeiten.

Wir alle haben unsere Filter wie wir glauben dass die Welt funktioniert und leben im Zeitgeist unsrer Gesellschaft, und je länger wir in einem gewissen System sind, desto mehr bewegen wir uns in eine gewisse Glaubensrichtung.

Wir sollten uns dieser Glaubenssätze bewusst sein, und auch wissen, dass das Ändern der Glaubenssätze Türen öffnen würde für eine andere Lebensweise.

LB: Das Problem beginnt in den Schulen und setzt sich an den Unis fort, weil die Art und Weise des an den meisten Schulen und Unis praktizierten „Lernens“ so an dem vorbeigeht, wie wir mittlerweile eigentlich wissen, dass es besser ginge und sein sollte: Zusammenhänge herstellen, intrinsische Motivation, Erfahrungslernen, usw. – Am Ende kommen Maturanten oder studierte Mediziner heraus, die vieles wiederkäuen, aber Zusammenhänge nicht erkennen können.

IL: Ich denke dass es hier nicht ein entweder oder, sondern wie so oft ein sowohl als auch sein sollte. Die Studenten müssen Wissen auswendig lernen. Das bleibt Ihnen nicht erspart. In einem weiteren Schritt müssen sie dann dieses Wissen verknüpfen lernen. Aber stattdessen gehen sie immer tiefer in die Spezialisierung. Wir werden immer abstrakter. Die Jungen können keine klinischen Untersuchungen mehr durchführen: Hingreifen, Bauch abtasten, das ist so einfach und kostengünstig, es wird aber nicht gefördert. Auch weil man die Ergebnisse dieser Untersuchungen vor Gericht nicht reproduzieren kann. Das sind Dinge, die ein Arzt  aber braucht. Und wenn diese Praxis zwei bis drei Generationen nicht unterrichtet wird, ist das Wissen weg.

LB: Dass uns dieses Wissen, dieser Zusammenhänge herstellende, ganzheitlichen Blick auf den menschlichen Körper / den Menschen fehlt, wurde spätestens seit Corona schmerzlich bewusst. Wie beurteilen Sie in diesem Zusammenhang die Vorgänge der letzten Zwei Jahre?

IL: Medizin hat immer etwas mit politischen und Gesellschaftssystemen zu tun. Medizinhistorisch gibt es zwei Herangehensweisen an die Medizin.

Eine Herangehensweise ist der keimzentrierte Zugang, eine andere der milieuzentrierte. Beim milieuzentrierten Ansatz geht man davon aus, dass diese potentiellen Eindringlinge immer da sind, uns immer wieder befallen oder aber auch mit uns symbiotisch leben. Hier ist die Idee die, dass unser inneres Milieu optimal funktionieren muss, und wenn das der Fall ist, dann kann der Eindringling auch keinen Schaden anrichten, da der Körper gut mit ihm umgehen kann. Bei fast allen komplementärmedizinischen Ansätzen, wie der traditionell chinesischen Medizin oder der Ayurveda – sowie bis vor 200 Jahren in der europäischen Medizin – wird der milieuzentrierte Ansatz praktiziert.

Beim keimzentrierten Ansatz hingegen geht man von einem Eindringling aus, der unsere Körper befällt und sie krank macht. Dies kann ein Virus, ein Bakterium, ein Parasit oder dergleichen sein. Dieser Ansatz geht auf Persönlichkeiten wie Louis Pasteur, Rudolf Virchow oder Robert Koch zurück. Im Englischen wird diese Herangehensweise auch gerne „heroische Medizin“ genannt, da man tapfer gegen einen Feind kämpft. Wieso sich diese Art der Herangehensweise zu dieser Zeit so durchsetzen konnte muss auch wieder im Kontext der Zeit gesehen werden. Diese patriarchale, heroische Medizin hat einen Schuldigen gefunden – den Keim: und den gilt es zu töten, auszumerzen, bekämpfen.

LB: Die Sprache ist hier auch sehr interessant.

IL: In der Immunologie verwenden wir ebenfalls eine kriegerische Sprache – seit Pasteur, Virchov, Koch, sprechen wir in Kriegstermini: Wir haben Eindringlinge, Feinde. Und diese müssen getötet und eliminiert werden.

Diese keimzentrierte Herangehensweise und Sprache formt natürlich auch unser Denken und unsre Glaubenssätze, formt wie wir denken, dass die immunologische Welt funktioniert.

Wir befinden uns jetzt im keimzentrierten Narrativ, und gleichzeitig machen wir die letzten zwei Jahre alles, damit wir uns selbst unser Milieu zerstören, was uns allerdings nicht bewusst ist, da wir den milieuzentrierten Ansatz aus den Augen verloren haben. Es geht nicht mehr um den Zustand unsres Körpers, sondern nur mehr um die Virulenz (potentielle Schädlichkeit) des Eindringlings.

LB: Die Psychoneuroimmunologie, wagt den Blick wieder über den Keim hinaus…

IL: Die Disziplin der PsychoNeuroImmunologie (PNI) geht wieder zurück zum milieuzentrierten Ansatz und erklärt mit neuen Untersuchungstechniken und Informationen über die Biochemie der Hormone und Neurorezeptoren wie die verschiedenen Systeme in unsrem Körper zusammenarbeiten und unser Milieu stärken oder auch schwächen.

Stress und Angst sind für unsren Körper biochemisch sehr ähnlich. Wenn wir Angst haben schütten wir Signalstoffe wie Adrenalin, Noradrenalin oder Kortison aus, die wiederum auf die Zellen des Immunsystems wirken. D. h. die Zellen des Immunsystems reagieren natürlich darauf, wenn wir zwei Jahre lang in permanenter Angst leben. Und sollten wir dann wirklich krank werden, wird unser Körper mit einer Infektion anders umgehen, als wenn wir nicht in permanenter Angst (vor einer Infektion) leben und er wird sich schwerer tun mit Viren oder anderen Eindringlingen fertig zu werden.

LB: Es ginge mit Blick auf biopsychosoziale Gesundheit auch darum, unser Immunsystem bestmöglich zu unterstützen, das geriet bereits lange vor Corona aus dem Fokus. Vieles wüssten wir ja – wie wichtig Vitamin D fürs Immunsystem ist, Bewegung und gesunde Ernährung, genauso soziale Kontakte. Der Lebensstil eines großen Teils der Gesellschaft geht da in eine ganz andere Richtung, mit Medienkampagnen von Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie bestärkt. Ich habe es bereits eingangs gesagt – wir leben in einer auf mehreren Ebenen erkrankten Gesellschaft. Darf ich Sie abschließend – gern mit Bestandsaufnahme – noch um Ihre Vision einer gesunden Gesellschaft bitten?

IL: Ich denke eine gesunde Gesellschaft, sowie ein gesundes Individuum, lebt alles in Maßen. Bewegung ist wichtig, täglich 40km laufen ist allerdings für die wenigsten Menschen gut. Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse ist für jeden Menschen gut und sinnvoll. Hin und wieder sollten wir allerdings auch die Seele füttern mit einem guten Glas Wein oder einem guten Stück Schokolade. Das tut der Seele gut und damit auch uns. Und wenn ich sage ein Stück Schokolade, dann meine ich ein Stück, keine Tafel. Und bei einem Glaserl Wein ist auch nicht die ganze Flasche gemeint.

Wir sollten darauf achten was wir zu uns nehmen, weniger, dafür bessere Qualität, und das gilt nicht nur für´s Essen, sondern auch für die Gespräche die wir führen, die Beziehungen die wir leben und die Nachrichten, die wir konsumieren. Wir müllen uns leider viel zu oft mit wertloser Quantität voll. Ein Schnitzerl wird nicht besser, nur weil ich 200g mehr davon esse.

Ich finde hier die 80/20 Regel gut. Wenn ich 80% der Zeit vernünftig und gut esse, dann kann ich ohne Probleme 20%  unvernünftig essen und es wird mir nicht schaden.
Umgekehrt ist zu gesundes Essen ebenfalls nicht förderlich. Wenn gesundes Essen zum Stressfaktor wird, und wir uns für jedes Stück Schokolade selbst peinigen und Selbstvorwürfe machen, weil wir jetzt gesündigt haben, dann schaden wir uns mehr damit, als dass es hilft.

Das Gleiche gilt für Beziehungen, Psychohygiene oder Sport und Bewegung.

Wir sind eine sehr ungeduldige Gesellschaft, die eine sehr niedrige Frustrationstoleranz hat. Wenn die Menschen was wollen, dann muss es sofort und auf der Stelle da sein. So sind wir’s mittlerweile gewohnt. Man will was, man bestellt es auf Amazon und 2 Tage später ist es da. So funktionieren aber viele Prozesse im Leben aber nicht. „You can’t hurry love“ sagen die Engländer. Dinge brauchen Zeit. Psychologische Verarbeitungsprozesse brauchen Zeit, so auch Veränderungen in unsrem Körper. Wenn man mit 50 einen gut funktionierenden Körper haben möchtet muss man mit 30 damit anfangen ihn zu pflegen, nicht mit 49.

Mit dem rechten Maß an Sport/Bewegung, Meditation, Psychohygiene, intellektueller Nahrung, Nachrichtenkonsum wäre uns viel weitergeholfen.

So wie uns jeden Tag schlechtes Essen nicht bekommt, bekommen uns die täglichen (mittlerweile nur mehr) mit negativen Emotionen aufgeladenen Nachrichten meiner Meinung nach nicht. Wir wissen alle, dass wir mit dem was wir konsumieren unsren Körper nähren und definieren. Aber wir sollten uns bewusst sein, dass das nicht nur für Essen und Trinken, sondern auch für alles andere gilt, das wir in uns hinein lassen.


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15 Kommentare

  1. Gerhard 15. März 2022 at 16:56Antworten

    „Medizinhistorisch gibt es zwei Herangehensweisen an die Medizin. Eine Herangehensweise ist der keimzentrierte Zugang, eine andere der milieuzentrierte.“

    Schön wäre es (gewesen), wenn „der keimzentrierte Zugang“ wirklich versucht worden wäre, insofern darunter ein Zugang verstanden wird, der vorhandenes Fach- und Detailwissen über Keime und das Immunsystem berücksichtigt hätte.

    Aber das war bei den Mächtigen in Wissenschaft, Politik und Medien gerade nicht der Fall. Der keimzentrierte Zugang der Coronapolitiker in Wissenschaft, Politik und Medien war (und ist) primitiv und vorwissenschaftlich.

    Darum ist die oben genannte Dichotomie eines keim- oder milieuzentrierten Zugangs selbst leicht als ideologisch motiviert zu erkennen, weil sie völlig am eigentlichen Problem vorbeiführt. Es handelt sich somit vielmehr um ein Analogon zur bekannten Pandemiebekämpfung. Mit solchen Analysen werden wir keinen Schritt weiterkommen. Eher sind Rückschritte zu erwarten, wenn man daran denkt, wie vor 200 Jahren Infektionskrankheiten behandelt wurden. Aber das geschah aus mangelndem Wissen heraus, und ist daher verständlich.

  2. Andreas I. 14. März 2022 at 9:08Antworten

    P.S.:
    „Bewegung ist wichtig, täglich 40km laufen ist allerdings für die wenigsten Menschen gut.“

    Deswegen wurde ja das Fahrrad erfunden.
    Täglich ein Flow-Erlebnis wäre ideal, die Einzelheiten habe ich mir nicht gemerkt, aber körpereigene Hormone und Botenstoffe und so ..
    Nur wenn ein Mensch schon krank oder behindert ist und darum Bewegung und regelmäßige Flow-Erlebnisse um so dringender bräuchte, um seine Restgesundheit zu erhalten, aber wegen Krankheit oder Behinderung nicht mit einem üblichen Fahrrad fahren kann, sondern eine Spezialanfertigung braucht, dann verweigern die KrankenKassen (Deutschland) die nötige Zahlung. Zehntausende für Phama-Pillen jederzeit, ein paar tausend für Gesundheit niemals, das „Gesund“heitssystem ist in allem Bereichen falsch.

  3. Andreas I. 14. März 2022 at 8:40Antworten

    Nach meinen persönlichen Erfahrungen liegt es _nicht_ am Zeitraum der Ausbildung, ich habe „frische“ mit dem richtigen Interesse erlebt und „alte“ die besser schon vor 30 Jahren hätten den Beruf wechseln sollten.
    Bei den schlechten Erfahrungen fehlte (mir) die nötige Mischung aus natürlicher Neugier und Verantwortungsbewusstsein.
    Neugier ist normalerweise natürlich vorhanden und Neugier + Fachmethodik = wissenschaftliches Interesse.
    Verantwortungsbewusstsein ist ein Merkmal einer erwachsenen Persönlichkeit im Gegensatz zu Kindern.
    Wenn beides fehlt, ist man auf einem ganz anderen Gebiet als ein paar Stellschräubchen in der Ausbildung, sondern es fehlt von vornherein die persönliche Eignung, es sind die falschen, die Medizin studieren.
    Nur woher in einer kranken Gesellschaft die richtigen – die mit natürlicher Neugier und Verantwortungsbewusstsein – bekommen???

  4. rudi & Maria fluegl 13. März 2022 at 19:03Antworten

    Die heilige Kuh „Ausbildung“.
    Die Schule von Beginn an formt zuerst den Umgang miteinander.
    Wenn dann auch noch Lehrer vorhanden sind, die das mal verstehen und auch für den Stoff motivieren, um so besser.
    Aber keiner lernt besser als die, die Dinge auch dem nächsten erklären!
    (Das Binnen I ist dazugedacht und leider denken auch wir nur noch an Kabarett wen wir die Rundfunkstimmen hören, die wie gedrillt ein I in den Text hineindrücken obwohl ein Wandel nach so lange Zeit des Genderrassismus wichtig wäre).
    Besonders fiel uns „Ausbildung“ bei dem Thema „Kindesmissbrauch“ auf. Die breite Diskussion zielte auf zu wenig Ausbildung ab. Jedoch war schnell festzustellen das die Korrelation anders herum war. Die Ausbildung des Herzens geht im momentanen System ohnehin verloren. Die Beherrschung ausgefeilter Theorien findet am besten zwischen Buchdeckeln Platz. Da kann man Inhalten wegen Wiederholmöglichkeiten oft folgen
    Entsprechende Experimente haben wir mit Lauterbach und Richard Kreil gemacht.
    Wären beide Gesundheitsminister geworden hätten wir die ultimative Motivation ein Buch zu schreiben.
    Und spezielle Motivation ohne die Möglichkeiten der Selbstreflektion birgt auch Gefahren.
    Ausbildung noch dazu als Indoktrination geht gar nicht. Das Ideal wären Interessierte, motivierte denen die Antworten auf Fragen auf vielfältige Art und Weise zur Verfügung gestellt werden.
    Und Lehrer, die nicht dem Vorurteil der Fachidiotie entsprechen oder enger Strukturen wegen, entsprechen müssen. Und die den Mut haben diese Strukturen auch des öfteren, zu verlassen!
    Also sind wir wiedereinmal bei der geschlachteten und ausgeweideten Kuh „Selbstverantwortung“!

  5. Veron 13. März 2022 at 13:38Antworten

    Mit einer Zusatzausbildung zum Orthomolekulalrmediziner kann der Arzt / die Ärztin dann das Wissen nachholen, das man von einem Arzt erwarten sollte. Wenn er / sie dann noch die kinesiologische Testmethode beherrscht, kann er / sie auch gleich überprüfen, ob das, was aufgrund von Wissen in die engere Auswahl kam, auch positiv auf den Körper wirkt. Kein „jetzt nehmen Sie das mal 4 Wochen und erzählen mir dann, wie es Ihnen damit geht“ mehr. Ist leider schwierig so jemanden zu finden, und kostet auch was, so eine halbstündige Konsultation (beim ersten Mal eine Stunde).

    • Andreas I. 14. März 2022 at 9:15Antworten

      Hallo,
      „und kostet auch was“

      Ist also für erwerbs- und besitzlose Menschen unerreichbar = Zweiklassenmedizin

  6. Markus 13. März 2022 at 11:08Antworten

    Ich kann mich noch gut an einen Professor erinnerjn der bei Prüfungen sehr gefürchtet war und zwar aus dem Grund dass er Dinge zusammenhängend wissen wollte. Also wer z.Bsp in die Ambulanz kam uns man diagnostizierte Probleme mit der Niere- dann wollte er auch wissen weshalb die Niere nun Probleme macht und nicht nur was man geben kann damit die Nierenwerte wieder stimmen. Leider scheint es bei vielen Ärzten so zu sein dass man zwar die aktuellen Probleme oder Schmerzen bekämpft nicht aber die Ursache. So ist es auch bei den Medizinern in der Forschung- keiner sieht über den tellerrand hinaus.
    Es wäre auch wieder sehr wichtig Allgemeinmediziner wirklich auf gesamtheit hin auszubilden.

    Die Mediziner in der Forschung und Grundlagenforschung sind mit gesamtbilder oft weit überfordert bzw. denken auch nie an die Folgen für Gesellschaft etc.
    Es ist also leicht einen Lockdown zu fordern- nur die gesamtschäden und folgen solcher (sowieso sinnlosen) Dinge sehen diese Herrschaften nicht-und schon gar nicht wenn sie selber sich auch noch dann aus diesem bereich entziehen können weil sie gar nicht da wohnen oder für diese zeit ihr Umfald nicht benötigen. den Schaden haben andere

  7. Carlo 13. März 2022 at 10:10Antworten

    Spezialisierte Fachmediziner sind ausgestorben und heute weiß kaum einer wirklich wie er zu behandeln hat. Es werden am Fließband nur Symptome und nicht die Ursache behandelt.

    Erschreckend ist, wie oft eine Gebärmutterentfernung überdiagnostiziert. Dies wurde von bereits festgestellt.
    Wenn es nach dem Ärzten ginge wäre mein Opa längst Tot (Fehldiagnose) und meine Tante hätte eine Lebensqualität von Null, wenn sie sich für die Operation entschieden hätte. Operationen am Rücken sollten nie einfach hingenommen werden. Geht man gesund zum Arzt kommt man Krank heraus.
    Ich bin da sehr Vorsicht mit den sebsternannten Spezialisten und Experten, die wir in den Medien mehr als uns lieb war gesehen haben und in der Praxis sieht es noch düsterer aus.

    Es gibt vielleicht eine Handvoll Ärzte die Zusammenhänge erkennen und behandeln können. Es ist wie eine Lotterie so ein Arzt zu finden.

    Zitiere den Absatz im Beitrag: Ein guter Arzt braucht allerdings ein Verständnis der vorklinischen Fächer wie Physiologie oder Biochemie sowie ihrer Zusammenhänge, damit er den Körper wie er in Gesundheit und Krankheit funktioniert versteht.

    So ist es und eine Arzt darf Körper und Seele nicht trennen, denn beide sind Untrennbar.
    Desinteressierten Aussagen von Ärzte lauten: Wir beobachten das….. Oder zirhen schnell den Rezeptblock für eine Chemiekeule-Behandlung. Hören Anliegen vom Patient oder Patientin und verschreiben Stumm ein Medikament. Unendlich viele solche Handlungen werden tagtäglich durchgeführt. Und das nicht erst seit ein paar Jahren, sondern immer schon. Leider.

  8. quantumonly 13. März 2022 at 8:30Antworten

    Ein sehr aufschlußreiches Interview.

    Analog zur medizinischen Ausbildung kann auch die gewerbliche hergenommen werden um genau die gleiche Richtung zu erkennen. Für alles und jedes Problem gibt es einen Spezialisten in komplexeren Maschinen ist ein Prozessor eingebaut der die Fehler archiviert und dem Bediener mitteilt ob ein Werkstättenbesuch noctwendig ist. In der Werkstätte kommt das nächste KI Instrument zum tragen welches einem Spezialisten vorgibt was zu tauschen wäre. Wenn das nicht den gewünschten Erfolg bringt wird das NHA (Next higher Assembly) getauscht, Wenn damit auch kein Erfolg erzielt wird kommt der KI-Support im Herstellerwerk zu tragen der dann das O.K. gibt weitere Teile zu tauschen.

    KI ist auch im medizinischen Bereich schon lang eingeführt und verwendet. Als ich seinerzeit in Ungarn für eine US-Firma (EDV) eine Geschäftstelle eröffnete kam es mir seltsam vor dass die Ungarn für alles und jedes einen Spezilisten haben. Inzwischen ist es bei uns ebenfalls durchgängig dieses Spezialistentum. Vor Kurzem sprach ich mit einem befreundeten Jungemdiziner, Turnusarzt, darüber und erklärte ihm was wir damals an „Analytischer Fehlersuche“ gelernt haben. Er meinte ich soll ihm das System beibringen den es könnte ihm helfen eine holistische Sicht auf den Menschen zu bekommen. Habe ich getan und er ist damit sehr erfolgreich!

    Bevor es wieder nach oben gehen kann muß der unterste Punkt erreicht sein. Das heisst allerdings wie im Interview erwähnt dass Wissen vollkommen neu aufgebaut werden muß da es verloren ging.

    Es ging anscheindend verloren dass der Mensch KEINE MASCHINE ist und NOCH nicht geworden ist. Wenn dieser biologische Zellhaufen ein transhumanes Wesen wird ist es mit dem Menschen als Subjekt vorbei und er ist kein Mensch mehr.

    • Andreas I. 14. März 2022 at 9:30Antworten

      Hallo,
      „an „Analytischer Fehlersuche“ gelernt haben. Er meinte ich soll ihm das System beibringen den es könnte ihm helfen“

      Es ist doch im Grunde Logik, Symptom für Symptom und Umstände usw. Schritt für Schritt durchzugehen. Ohne Logik entstehen falsche Schlüsse = Fehldiagnosen. Vielleicht einfach weniger auswendiglernen und mehr Logik üben?

  9. Elisabeth 13. März 2022 at 7:30Antworten

    Was die Panikmache betrifft, so habe ich da bald abgeschaltet, weil mir klar wurde, dass das krank machen soll. Das war volle Absicht! Zunächst habe ich Krone und OE24 ignoriert, schließlich nur noch den Teletext gelesen, um zu wissen, welche Einschränkungen vorgeschrieben sind. Auch die wöchentlichen PKs mit Dumbo und Haifischzahn habe ich nie geschaut – stattdessen die mit Gernot Kulis. Ich habe mich alternativ informiert und damit bin ich nun nicht desinformiert und weiterhin gesund.

    Schon von Anfang an war mir klar, dass man sein Immunsystem stärken muss, und so habe ich mir alles besorgt und getan. In den letzten Tagen hatte ich eine rinnende Nase und ab und an Muskelschmerzen, mäßig Halsweh, das nach einem Löfferl Manuka sofort verschwand. Ich habe einen antiviralen Nasenspray eingesetzt und Jodgurgelwasser und heiße Zitrone. Da ich jahrelang nicht einmal einen Schnupfen hatte, nehme ich an, das war evtl. Omikron. Testen lasse ich mich nicht. Ich blieb zu Hause. Wenn es das war, so ist es lächerlich. Ich denke mir nur, dass ich mir nun absolut keine Sorgen mehr machen muss, was das Virus betrifft. Die große Gefahr ist unsere satanistische Marionettenregierung. Sie sind menschenverachtend.

    Man soll die Politiker testen, ob sie sich wirklich impfen ließen!

    Ich achte immer auf meine Gesundheit, weil ich ein souveräner Mensch sein möchte, der niemandem auf der Tasche liegt. Ich brauche keine Hilfe und so soll es bleiben. Aus diesem Grund lasse ich mich nicht impfen und meide bis auf weiteres die Ärzte. Denn die wollen in der Regel nur Gift verschreiben. Am liebsten haben sie chronisch Kranke und hoffnungslos Kranke, an denen sie neue Medikamente ausprobieren wollen. Sie sind fast alle sehr geldgierig und gehässig wie der Rumpelstilz von der ÄK, s. auch die Chats mit seinen Kollegen.

    • Pfeiffer C. 13. März 2022 at 16:18Antworten

      Was die Panikmache betrifft, die habe ich von Beginn an abgeschmetterte – warum?

      Ich hatte/habe aufgrund meiner langjährigen staatsbürgerlichen Erfahrung keinerlei Vertrauen mehr, weder in die Politik und schon gar nicht in die Wissenschaft, und am aller-schon-garnichtsen in die Leitmedien. Nicht zu vergessen die neuerlich bestätigte Aversion gegen die handlungsbestimmenden, handlungstreibenden Pharmakonzerne.

      Meine Vorurteile bestätigten/bestätigen sich. Also: Ich wußte, daß die unintelligente, hintergedankengesteuerte, bürgerinteressenferne Politik in ihrer Rolle als willige Vollstrecker alles vergeigten/vergeigen.

      Schande über sie!

  10. Markus Schwarz-Greindl 13. März 2022 at 6:51Antworten

    Es gibt 4 Zustände:

    Verstanden haben und mitmachen.
    Verstanden haben und nicht mitmachen.
    Nicht verstanden haben und mitmachen.
    Nicht verstanden haben und nicht mitmachen.

    Wir mögen sie mit Prozent-Anteilen versehen, um eine Gefahr abschätzen zu können.

    Meine Abschätzung: „Sehr gefährlich.“

    • Gütinand 13. März 2022 at 7:35Antworten

      Uschi?

    • 1150 13. März 2022 at 8:36Antworten

      @Gütinand,
      multiple persönlichkeit oder auch dissoziative identitätsstörung

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