Israelische Vitamin D Studie ruft deutsche Faktenchecker auf den Plan

6. Februar 2022von 10,1 Minuten Lesezeit

Die Times of Israel hatte am 3. Februar diese Schlagzeile: „Israelische Studie liefert den bislang stärksten Beweis für die Wirkung von Vitamin D bei der Bekämpfung von COVID“. Das könnte den Umsatz und Gewinn von BioNTech gefährden und ruft daher sofort die „Faktenchecker“ Quark(s) des WDR auf den Plan. Da ihnen offenbar Grundkenntnisse über Biochemie und Naturwissenschaft fehlen, wiederholen sie bekannte Halb- und Unwahrheiten über Vitamin D. Aber zunächst zu der israelischen Studie.

Von Dr. Peter F. Mayer

Die Times of Israel schreibt, dass Wissenschaftler bemerkenswerte Daten veröffentlichten, die einen engen Zusammenhang zwischen dem in Israel weit verbreiteten Vitaminmangel und dem Tod oder einer schweren Erkrankung von Patienten belegen und damit frühere Forschungsergebnisse untermauern. Sie haben nach eigenen Angaben den bisher überzeugendsten Beweis dafür erbracht, dass eine Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels bei COVID-19-Patienten das Risiko einer schweren Erkrankung oder des Todes verringern kann.

Forscher der Bar-Ilan-Universität und des Galiläa Medical Center bestätigen viele andere Forschungsergebnisse, dass ein Mangel an Vitamin D die Gefahr erheblich erhöht, so die Schlussfolgerung der Forscher, die in der Fachzeitschrift PLOS One unter dem Titel „Pre-infection 25-hydroxyvitamin D3 levels and association with severity of COVID-19 illness“ veröffentlicht wurde.

Die Studie basiert auf Untersuchungen, die während der ersten beiden Wellen des Virus in Israel durchgeführt wurden. Vitamin-D-Mangel ist im gesamten Nahen Osten endemisch, auch in Israel, wo laut einer Studie aus dem Jahr 2011 fast vier von fünf Menschen einen Mangel an diesem Vitamin aufweisen. Die Forscher der neuen israelischen Studie fanden jedoch heraus, dass die Patienten durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vor der Infektion die schlimmsten Auswirkungen der Krankheit vermeiden konnten.

„Wir fanden es bemerkenswert und auffallend, den Unterschied in der Wahrscheinlichkeit zu sehen, ein schwerkranker Patient zu werden, wenn man einen Mangel an Vitamin D hat, im Vergleich dazu, wenn man keinen Mangel hat“, sagte Dr. Amiel Dror, ein Arzt des Galilee Medical Center und Forscher an der Bar Ilan, der Teil des Teams hinter der Studie war.

„Was wir sehen, wenn Vitamin D Menschen mit COVID-Infektionen hilft, ist ein Ergebnis seiner Wirksamkeit bei der Stärkung des Immunsystems, um mit viralen Erregern fertig zu werden, die das Atmungssystem angreifen“, sagte er der Times of Israel. „Das ist für Omicron genauso relevant wie für die früheren Varianten.“

Gesundheitsbehörden in Israel und mehreren anderen Ländern haben als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten empfohlen, obwohl es bisher nur wenige Daten über deren Wirksamkeit gab.

Im Juni veröffentlichten Forscher vorläufige Ergebnisse, aus denen hervorging, dass 26 Prozent der Coronavirus-Patienten starben, wenn sie kurz vor dem Krankenhausaufenthalt einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen, verglichen mit 3 Prozent, die normale Vitamin-D-Werte aufwiesen.

Die Wirkmechanismen

Damit T-Zellen auf bestimmte Viren spezialisierte Mitglieder des körpereigenen Immunsystems werden können, müssen sie sich von so genannten „naiven“ T-Zellen entweder in Killerzellen oder in Helferzellen verwandeln, deren Job es ist, sich an bestimmte Eindringlinge (Pathogene) zu „erinnern“. Und wenn nicht reichlich Vitamin D vorhanden ist, schaffen die T-Zellen diesen entscheidenden Übergang nicht, beschreibt eine Forschergruppe unter der Leitung von Carsten Geisler, Leiter der Abteilung für Internationale Gesundheit, Immunologie und Mikrobiologie an der Universität Kopenhagen, in dieser im Jahr 2010 erschienen Studie.

Sie zogen diese Schlussfolgerung auf der Grundlage ihrer Experimente mit isolierten naiven menschlichen T-Zellen.

Wenn eine T-Zelle einem fremden Erreger ausgesetzt wird, streckt sie einen als Vitamin-D-Rezeptor bekannten Signalgeber der ‚Antenne‘ aus, mit dem sie nach Vitamin D sucht“, sagte Geisler. Wenn ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel vorliegt, „werden sie nicht einmal anfangen, sich zu mobilisieren“.

Vermeidung der Autoimmunreaktion

Obwohl dieser Vitaminbedarf wie ein Handicap für das Immunsystem erscheinen mag, meinen die Forscher, dass der zusätzliche Schritt, an dem der Vitamin-D-Rezeptor beteiligt ist, tatsächlich eine wichtige evolutionäre Funktion erfüllt: T-Zellen daran zu hindern, gesundes Gewebe zu verwüsten. „Da T-Zellen zu einer explosionsartigen Vermehrung fähig sind, kann die durch den Vitamin D [Rezeptorschritt] auferlegte Verzögerungsphase das Risiko einer unerwünschten Immunpathologie verringern“, stellten sie in der Studie fest.

Die Forscher haben damit den wichtigsten Wirkmechanismus aufgeklärt, wie Vitamin D die Bekämpfung von Erkrankungen durch Viren und somit auch Covid-19 ermöglicht. Und gleichzeitig verhindert Vitamin D überschießende Reaktionen, die als Zytokinsturm bekannt sind. Ist der Wirkmechanismus bekannt, so ist die Kausalität bewiesen.

Die Falschbehauptungen der Faktenchecker

Die Ursache-Wirkung-Beziehung ist also längst bekannt, Quarks halt nicht, den ahnungslosen Journos von WDR, der „Faktencheck“ daher falsch.

Eine deutsche Studie mit dem Titel:

„COVID-19 Mortality Risk Correlates Inversely with Vitamin D3 Status, and a Mortality Rate Close to Zero Could Theoretically Be Achieved at 50 ng/mL 25(OH)D3: Results of a Systematic Review and Meta-Analysis“ (COVID-19 Sterberisiko korreliert umgekehrt mit dem Vitamin-D3-Status, und eine Sterblichkeitsrate nahe Null könnte theoretisch bei 50 ng/ml 25(OH)D3 erreicht werden: Ergebnisse einer systematischen Überprüfung und Meta-Analyse)

hatte gezeigt, dass eben mit einem Spiegel von 50 ng/ml 25(OH)D3 schwere Verläufe und Todesfälle so gut wie sicher verhindert werden können.

Im Vorspann der Studie wird auch einiges über Aufbau und Wirkungsweise von Vitamin D erklärt. Leider gibt es da selbst in der Ärzteschaft massive Wissensdefizite, vielfach sogar bei Professoren und Primaren. (Faustregel: Wer 1G fordert, oder dass nur Geimpfte z. B. als Ärzte arbeiten dürfen, oder wer ein starkes Immunsystem eher als gefährlich und hinderlich findet, hat offenbar keine Ahnung von Vitamin D und seinen Funktionen.)

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Wissen über die Mechanismen, durch die Vitamin D3 die menschliche Gesundheit beeinflusst, dramatisch verbessert. Es wurde entdeckt, dass der Vitamin-D3-Rezeptor (VDR) und das Vitamin-D3-aktivierende Enzym 1-α-Hydroxylase (CYP27B1) in vielen Zelltypen exprimiert werden, die nicht am Knochen- und Mineralstoffwechsel beteiligt sind, z. B. im Darm, in der Bauchspeicheldrüse und der Prostata sowie und vor allem in Zellen des Immunsystems. Vitamin D erweist sich als mächtiger epigenetischer Regulator, der mehr als 2500 Gene beeinflusst und sich auf Dutzende unserer schwerwiegendsten Gesundheitsprobleme auswirkt, darunter Krebs, Diabetes mellitus, akute Atemwegsinfektionen, chronische Entzündungskrankheiten und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose.

Auf dem Gebiet der Humanimmunologie hat sich gezeigt, dass die aktive Form Calcitriol-1,25(OH)2D3 durch Immunzellen und Lungenepithelzellen immunmodulatorische Eigenschaften hat. Heute gibt es überzeugende experimentelle Belege dafür, dass aktiviertes Vitamin D3 eine grundlegende Rolle bei der Regulierung sowohl des angeborenen als auch des adaptiven Immunsystems spielt. Regulierung bedeutet vor allem auch Herunterfahren von heftigen Immunreaktionen, bevor es zu Schädigungen kommt. Intrazelluläre Vitamin-D3-Rezeptoren (VDR) sind in fast allen Zelltypen vorhanden, die an der menschlichen Immunreaktion beteiligt sind, wie z. B. Monozyten/Makrophagen, T-Zellen, B-Zellen, natürliche Killerzellen (NK) und dendritische Zellen (DCs). Die Bindung des Rezeptors führt zur Bildung des „Vitamin-D3-Antwort-Elements“ (VDRE), das eine große Anzahl von Zielgenen reguliert, die an der Immunantwort beteiligt sind. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist sich die Wissenschaft heute einig, dass Calcitriol weit mehr als ein Vitamin ist, sondern vielmehr ein hochwirksames Hormon, das für den menschlichen Stoffwechsel die gleiche Bedeutung hat wie andere Steroidhormone.

Und hier ist übrigens noch eine Ursache-Wirkungs-Kette von Vitamin D bei Covid, die Quarks offenbar auch nicht kennt:

Das Angiotensin-konvertierende Enzym 2 (ACE2), ein Teil des Renin-Angiotensin-Systems (RAS), dient als Haupteintrittspunkt für SARS-CoV-2 in die Zellen. Wenn SARS-CoV-2 an ACE2 gebunden ist, wird seine Expression reduziert, was zu Lungenschäden und Lungenentzündung führt. Vitamin D3 ist ein negativer RAS-Modulator durch Hemmung der Renin-Expression und Stimulation der ACE2-Expression. Daher spielt es eine schützende Rolle gegen das durch SARS-CoV-2 verursachte ARDS. Ausreichende Vitamin-D3-Spiegel verhindern die Entwicklung eines ARDS, indem sie die Angiotensin-II-Spiegel senken und die Angiotensin-(1,7)-Spiegel erhöhen.

Es gibt mehrere weitere wichtige Funktionen von Vitamin D3, die die Immunabwehr unterstützen:

  • Vitamin D vermindert die Produktion von Th1-Zellen. So kann es das Fortschreiten der Entzündung unterdrücken, indem es die Bildung von Entzündungszytokinen reduziert.
  • Vitamin D3 verringert den Schweregrad des Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS). Dieser „Zytokinsturm“ verursacht multiple Organschäden und ist daher die Haupttodesursache im Spätstadium der SARS-CoV-2-Infektion. Die systemische Entzündungsreaktion infolge einer Virusinfektion wird durch die Förderung der Differenzierung regulatorischer T-Zellen abgeschwächt.
  • Vitamin D3 induziert die Produktion des endogenen antimikrobiellen Peptids Cathelicidin (LL-37) in Makrophagen und Lungenepithelzellen, das gegen eindringende Atemwegsviren wirkt, indem es die viralen Hüllen zerstört und die Lebensfähigkeit der Wirtszielzellen verändert.
  • Experimentelle Studien haben gezeigt, dass Vitamin D und seine Metaboliten die Endothelfunktion und die Gefäßpermeabilität über mehrere genomische und extragenomische Wege modulieren.
  • Vitamin D reduziert Gerinnungsanomalien bei schwerkranken COVID-19-Patienten.

Quarks verlinkt dann zu dem Thread auch noch einen eigenen Artikel, der einen Kenntnisstand von ungefähr Anfang 20. Jahrhundert, also noch vor dem 1. Weltkrieg, widerspiegelt.

So wird behauptet, dass Vitamin D nur für den Knochenaufbau wichtig ist und es keinen weitverbreiteten Mangel in Deutschland gebe.

Am 11.2.2021 hat die größte deutsche medizinische Forschungsinstitution, das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ, in einer Presseaussendung festgehalten:

„Ein Vitamin D Mangel ist in der älteren Bevölkerung und insbesondere bei Krebspatienten weit verbreitet.“ Quarks liest solche faden Presseaussendungen halt nicht.

Aber weiter beim DKFZ:

„Seit einigen Jahren bereits untersuchen Wissenschaftler den Einfluss einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D auf die Prognose zahlreicher Erkrankungen. Im Fokus stehen dabei insbesondere entzündliche Krankheiten, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Krebs.

Zur Frage, wie sich die Vitamin D-Versorgung auf die Sterberaten an Krebs auswirkt, sind in den vergangenen Jahren gleich drei Metaanalysen großer klinischer Studien erschienen. Die Untersuchungen* kamen zu einem übereinstimmenden Ergebnis: Um rund 13 Prozent sinkt bei einer Vitamin D-Supplementierung die Krebssterblichkeit – über alle Krebserkrankungen hinweg.“

Wir sehen, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Krebs haben mit den Knochen wenig zu tun.

Aber weiter, was Quarks noch zu bieten hat: „Das im Sommer gebildete Vitamin D speichert der Körper im Fettgewebe und der Skelettmuskulatur, was zur Aufrechterhaltung der Vitamin-D-Serumkonzentration im Winter beiträgt.“

Das zeigt wieder eine atemberaubende Unwissenheit. Vitamin D wird nicht gespeichert, denn es hat nur eine Halbwertszeit von 12 bis 24 Stunden. Es wird langsam in der Leber zur Speicher- und Zirkulationsform 25(OH)VitaminD3 oder Calcidiol umgewandelt, das eine Halbwertszeit von 3 Wochen hat. Der Winter dauert auch in Deutschland länger als 3 Wochen. Calcidiol wird in der Niere in das bioaktive Calcitriol umgewandelt, das jetzt die T-Zellen aktivieren kann, die Krebs oder Viren bekämpfen. Calcitriol hat eine Halbwertszeit von 2-3 Stunden.

Den Schutz vor Krankheiten durch Vitamin D relativiert Quarks unter Bezugnahme auf die Lobbying-Organisation DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). So seien die für „MS und Diabetes mellitus Typ 1 die vorliegenden Daten aus Beobachtungsstudien nicht eindeutig gewesen.

Da kennt Quarks wieder einmal die Studien nicht, muss man auch nicht, aber dann soll man sich nicht als „Faktenchecker“ betätigen. Zum Beispiel die aus Finnland, die über 30 Jahre dauerte. Eine Autoimmunerkrankung entsteht, wenn sich die Rezeptoren, die für Signalwege zur Abregelung der Immunabwehr benötigt werden, in sehr frühen Lebensphasen wegen Vitamin D Mangel nicht ordentlich entwickeln konnten. Dann schädigt das Immunsystem die Haut (Psoriasis, Vitiligo), die Langerhansschen Inseln (Diabetes Typ I), Nervenbahnen (Multiple Sklerose) und andere. Eine Erklärung findet man in Lancet 2001, 358 (9292): Man hat 1966 fast alle in dem Jahr in Finnland geborenen Kinder erfasst. (10366 von 12058). Und hat 31 Jahre später nachgesehen. Hatten die Kinder im ersten Lebensjahr Vitamin D zusätzlich bekommen, hatten sie über 80% weniger Diabetes Typ I.

Deshalb müssen in Finnland fetthaltige Lebensmittel mit Vitamin D ergänzt werden. Darum sind übrigens auch Corona-Infektions- und -Todeszahlen in Finnland sehr niedrig.

In dem Artikel sind noch weitere Halb- und Unwahrheiten. Wem Quarks damit dient und wem nicht, liegt auf der Hand.


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Studie zeigt wieder: Vitamin D ist der wichtigste Schutz vor Covid

Neue Meta-Studie bestätigt wieder hohe Wirksamkeit von Vitamin D gegen Infektion und Erkrankung

Meta Studie: je höher Vitamin D Spiegel desto geringer das Covid Risiko

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Vitamin D – essenzieller Bestandteil der Biochemie des Menschen

25 Kommentare

  1. tanthess 8. Februar 2022 at 21:45Antworten

    „Vitamin D wird nicht gespeichert, denn es hat nur eine Halbwertszeit von 12 bis 24 Stunden.“

    Falls noch nicht zu spät…

    Quarks beziehen sich vermutlich auf eine aktuelle Studie, die das bestätigt:

    researchgate.net/publication/346419192_Skeletal_Muscle_and_the_Maintenance_of_Vitamin_D_Status#read

    Erklärt vielleicht auch den zunehmenden Mangel bei älteren Menschen. Zu geringe Skelett-Muskulatur.

    • Karsten Mitka 8. Februar 2022 at 21:54Antworten

      Soweit ich weiß, wird Vitamin D sehr wohl gespeichert, nämlich im Fettgewebe, deshalb dauert es so lange, bis eine Hypervitaminose behoben ist und die Werte wieder auf einem ungefährlichen Level sind.

    • Tian 8. Februar 2022 at 22:02Antworten

      Das gesamte Thema D3 ist komplexer als ich dachte. Es bei pubmed.gov 39.000 Studieneinträge. Hier ein Interview mit Bruce Hollis, der den aktuellen Stand der Forschung und der Probleme des Studiendesigns zur Sprache bringt. Übrigens gibt es einen dokumentierten Fall einer D3 Hypervitaminose mit 800ng/ml – ohne reversible Schäden(5jähriges Kind).

      https://www.vitamind.net/interviews/dr-hollis-vitamin-d-taeglich/

      https://www.vitamindservice.de/faq/intoxikation-mit-vitamin-d-bei-einem-kind-854-ngml

      Laut Hollis, der D3 seit Jahren erforscht, beträgt die Halbwertzeit von D3 im Blut(die nicht aktive Form) tatsächlich nur 12-24h.

      Viel Spaß beim lesen!

  2. Gernot Schmidt 7. Februar 2022 at 10:48Antworten

    Dr. John Campbell (GB) hat bereits vor einem Jahr den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und schweren Verläufen untersucht und entsprechende Korrelationen festgestellt. Übrigens auch für Zink-Mangel.

  3. Karsten Mitka 6. Februar 2022 at 17:29Antworten

    Ich nehme seit nunmehr 5 Jahren wegen Multipler Sklerose auf eigene Faust täglich Vitamin D3 + K2 + zeitversetzt Magnesium ein, diese Kombination ist enorm wichtig. An eine härtere Erkältung als mal einen kurzen Abendschnupfen kann ich mich seitdem nicht erinnern. Die Wirkung von Vit. D wird von der Pharma absichtlich abgestritten und die empfohlene tägliche Dosis ist absichtlich viel zu tief angesetzt. Man sagt auch, wäre der Menschheit die Wirkung von D3 bekannt, müssten weltweit 2/3 der Apotheken schließen.

    Bitte jetzt nicht unbedacht mit Vitamin D anfangen, man kann hier auch überdosieren und dann droht eine Vergiftung namens Hypervitaminose D. Es sei dringend empfohlen, vorab den Vitamin D Spiegel im Blut labortechnisch prüfen zu lassen. Ärzten braucht man mit dem Thema nicht kommen, da wird man nur spöttisch belächelt, Heilpraktiker wären hier die besseren Ansprechpartner. Vitamin D Präparate aus dem Drogeriemarkt sind zu gering dosiert und wegen der vielen Zusatzstoffe auch meist kontraproduktiv. Ich empfehle Vitamin D3 und K2 jeweils als Tropfen (MCT-Kokosöl/Olivenöl/Orangenöl), hier hat man keine weiteren Zusatzstoffe und kann genau dosieren, ist natürlich auch etwas teurer. Man sollte sich viel belesen zu dem Thema.

  4. Mujo 6. Februar 2022 at 14:35Antworten

    Vitamin D ist nicht nur ein Vitamin das die Zellen benötigt. Es hebt die Stimmung und kann manche Menschen durch den so Typischen Winter Blues bringen.
    Menschen die gut drauf sind erkranken nicht so leicht und überstehen eine Krankheit auch viel besser.

    Dies ist natürlich Kontraproduktiv den alleinige was helfen darf ist die Gen-Impfung.

    Vielleicht sollte mal jemand den Faktencheck mal einen Faktencheck machen wo die ihre Gelder bekommen und welche interessen dahinter stehen.

  5. anamcara 6. Februar 2022 at 14:27Antworten

    Solche “quarkschen” Aussagen von interessengesteuerten Pseudo-Wissenschafltern sind wenig überzeugend und mindern keineswegs die Schlussfolgerung vieler begutachteter Studien und Metaastudien welche die Wirksamkeit und Vorteile von Vitamin D für unser Immunsystem belegen.

    Würde mich interessieren was diese sogenannten Fakenchecker an dieser systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse ihrer deutschen Kollegen zu beanstanden hätten.

    „COVID-19 Mortality Risk Correlates Inversely with Vitamin D3 Status, and a Mortality Rate Close to Zero Could Theoretically Be Achieved at 50 ng/mL 25(OH)D3:

    Fazit.
    -Je niedriger der festgestellte Vitamin D Spiegel, je grösser das Risiko an einer Covid-Infektion zu versterben
    Die Möglichkeit an Covid zu versterben liegt theoretisch bei 0 bei einem Vitamin D Spiegel von 50 ng/ml 25(OH)D3 im Serum.

    -Ausserdem, die Folgen eines weitverbreiteten Vitamin D Mangels schränken die Leistung des Immunsystems ein was zu einer Zunahme vermeidbarer Zivilisationskrankheiten führt und sowohl den Schutz gegen Infektionen als auch die Wirksamkeit der „Impfung“ reduziert.

    https://www.mdpi.com/2072-6643/13/10/3596/htm

  6. Albrecht Sto 6. Februar 2022 at 12:09Antworten

    Gute Immunsysteme sind nicht im Interesse der Pharma-Branche und deren Pharma-Referenten an allen Ecken und Enden in Staat und Gesellschaft und in int. NGOs.

    Wenn man sich anschaut, dass ALLE Maßnahmen, von der sozialen Distanz über Unterlassen des Händeschütteln, über Angst- und Panik-Mache, Maske, Stress-Level, 1G, 2G, 3G, Unterdrückung von Freude, Tanz, Geselligkeit, Druck zum Rückzug in Räume, weg von Sonne. frischer Luft, Naturerfahrung, Lockdowns, Testirrsinn, … letztlich Immunsystem-schädigend sind, weiß man, worum es geht.

    • Fritz Madersbacher 6. Februar 2022 at 13:21Antworten

      @Albrecht Sto
      6. Februar 2022 um 12:09 Uhr
      Es ist genau so, wie Sie es beschreiben. Die „Pandemie“ beruht auf einer Sicht auf die Welt und die Mitmenschen, in der so etwas wie Freude am Leben gleichzusetzen ist mit einer verantwortungslosen Unterschätzung der allgegenwärtigen Risiken, die uns belauern … Eine solche ängstliche Einstellung wird allerdings zur ’self-fulfilling prophecy‘, ist gar nicht zuträglich für unsere Immunabwehr, die eben auch auf Selbstvertrauen beruht …

  7. Franz M 6. Februar 2022 at 12:03Antworten

    Ich gratuliere zum Erfolg der unermüdlichen Berichterstattung über Vitamin D. Schon seit Jahren ergänze ich regelmäßig mit Vitamin D – Tropfen meinen Vitaminspiegel und seit Anbeginn der Pandemie bin ich uneingeschränkt gesund, trotz mehrfachem Kontakt mit Infizierten und Erkrankten.
    Jetzt berichten sogar die Subkultur-Medien der Regierungspartei ganz offen über die positiven Wirkungen von Vitamin D. Noch vor 14 Tagen wäre das unvorstellbar gewesen.

  8. Monika Claverie 6. Februar 2022 at 11:08Antworten

    In Frankreich, wo ich lebe, wurde im Staatsradio, France Info, ungefähr im Mai 2020 von einer Studie aus dem Krankenhaus von Angers berichtet. Dort hatte man damals schon bei Covid-Patienten mit schlimmen Verläufen Vitamin D3 -Mangel festgestellt. 2 Tage später kam der „Widerruf“, es gäbe keine Beweise u.s.w. ..
    Jetzt will Macron, grosser Freund der krankmachenden Pharmaindustrie, Vitamin D par Dekret verbieten mit dem Vorwand, es sei ein „Perturbateur endocrinien“ d.h. es hätte hormonstörende Wirkung, wie man es z.B. bei Bisphenol A oder vielen anderen Chemikalien vermutet.

    • Gabriele Almer 6. Februar 2022 at 16:33Antworten

      Unglaublich, zuerst Schmutzkübelkampagne gegen Ivermectin, und jetzt sogar noch gegen ein Vitamin. Was kommt als Nächstes: Schlechtreden von Sauerstoff?

    • Bettina 7. Februar 2022 at 8:47Antworten

      Gabriele…..natürlich ist Sauerstoff pöse………wieso trage ich denn diesen unsäglichen Pappenfetzen? ;-)

    • thinkpositv 7. Februar 2022 at 12:55Antworten

      @Monika Claverie – auch Macron ist ein Jünger der 1. Stunde von Klaus Schwab und seinem Great Reset (Einfach nachlesen). Traurig aber wahr – sie wollen die Weltbevölkerung reduzieren, die Wirtschaft umbauen, etc. Auch ein Jens Spahn, Angela Merkel, Annalena Baerbock, Habek, Kurz, usw. sind Jünger des WEF von K. Schwab. Und die Pharmaindustrie gehört zu den Top Leadern, gefolgt von der EZB und den digitalen Großkonzernen. Oder warum z.B. sammeln die mittels Green Pass die Daten von Millionen Menschen?
      Es sind so viele Ungeheuerlichkeiten im Gang und die Menschheit schläft noch immer und bekommt nicht mit, was da auf uns zurollt. Corona bzw. Covid ist erst der Anfang. Leider. Es fehlen mehr mutige Menschen, statt dieser korrupten Politiker und Anderen.

  9. tanthess 6. Februar 2022 at 10:21Antworten

    Nur ganz kurz zwei Widersprüche…

    „Wenn ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel vorliegt, „werden sie nicht einmal anfangen, sich zu mobilisieren“. – im Zusammenhang mit:“Da T-Zellen zu einer explosionsartigen Vermehrung fähig sind, kann die durch den Vitamin D [Rezeptorschritt] auferlegte Verzögerungsphase das Risiko einer unerwünschten Immunpathologie verringern“.

    Die gemachte Beobachtung im letzten Zitat wäre nicht möglich, wenn T-Zellen sich so verhielten, wie im ersten Zitat beschrieben. Um also letzteres beobachten zu können(unerwünschte Immunpathologie), setzt ersteres voraus(Mobilisierung).

    Die Faktenchecker übersehen einen wesentlichen Punkt, was deren Behauptung ad absurdum führt. Vitamin D wird durch die Sonne gebildet, und das im hohen Maße und zur Zwischenspeicherung über die Wintermonate, z.B. im Muskelgewebe. Die Natur produziert aber kein Hormon(Prohormon), das den Menschen schädigen würde und schon gar nicht in einem solchem Ausmaße, wie von denen behauptet.

  10. Elefant 6. Februar 2022 at 9:31Antworten

    Es besteht keine UNEINIGKEIT beim WAS sondern beim WIE. WIR schreiten SO voran.

  11. mo no 6. Februar 2022 at 8:24Antworten

    Vielen Dank für Ihre unermüdliche „Aufklärungsarbeit“. Viele medizinische Aussagen kann ich als Normalbürger nicht nachprüfen, es klingt aber plausibel und schlüssig. Meine Frage: reicht in diesem Zusammenhang eine Supplementierung von (flüssigem) D3 einer bekannten Nahrunsmittelergänzungs-Company? Wäre/Ist das der Weg zu einem besseren Immunsystem für (quasi) „jeden“? Ärzte haben dazu ja auch sehr „divergierende“ Meinungen zu Supplementen…

    • Pedro 6. Februar 2022 at 14:13Antworten

      Nein Vitamin D3 alleine reicht nicht – suchen Sie sich einen Arzt/Heilpraktiker der den Mangel feststellen kann und dann die entsprechenden Vorgaben gibt. Ich, HP im Ruhestand nehme folgende „Funktionsmittel“ D3-K2-Zink-NAC-Magnesiumcitrat-Vitamin C. Ich bin ungeimpft gesund und auch bloße Erkältungen/Schnupfen sind für mich kein Thema!!!!!

  12. Elisabeth 6. Februar 2022 at 8:21Antworten

    Wegscheider meinte in der vorletzten Sendung, die Faktenchecker hätten ihm Fragen gestellt, die er möglichst rasch beantworten sollte – u.a. woher er denn das habe, dass rundum viele Länder die Maßnahmen beendeten. Süßlich lächelnd meinte er dazu: „In meinem nächsten Leben möchte ich auch Faktenchecker werden.“ Nicht dazu gesagt hat er, weil seine Zuseher selber denken können, dass diese simplen Staatsschranzen nicht recherchieren und nachdenken müssen. Sie haben ein leichtes Leben.

  13. Hans H. 6. Februar 2022 at 7:55Antworten

    Die Bezeichnung „Faktenchecker“ ist wohl gleichzusetzen mit „Haltungsjournalist“. Also wissenschaftlich Ahnungslose, die nur aufgrund ihrer Gesinnung/Ideologie (bzw. aus Anbiederung gegenüber den staatlichen Stellen, die sie füttern) Studien in „richtig“ und „falsch“ einteilen und sich dabei auch noch moralisch überlegen vorkommen. Dabei glauben diese Ahnungslosen auch noch, dass in der Wissenschaft die tatsächliche oder vermeintliche „Mehrheit“ eine Bedeutung hätte und verstehen nicht, dass neue Erkenntnisse zu Beginn immer in der Minderheit gegenüber der bisher bestehenden Lehre sind.
    Wohin solche staatlich verordnete „Wissenschaft“ führen kann, hat der Lyssenkoismus in der Sowjetunion eindrücklich gezeigt.

    • andi pi 6. Februar 2022 at 13:12Antworten

      @hans h.: ich finde ja diesen neuartigen „faktenchecker“-beruf recht interessant. da werden von diesen menschen von anderen menschen getätigte aussagen wohl primär auf ihre mainstream-konformität „gecheckt“. und zumindest eine bekanntere „faktenchecker“-website scheint direkt der polizei unterstellt zu sein, wie man in ihrem impressum nachlesen kann.

      habe mir übrigens soeben auf einer dieser „faktenchecker“-seiten ein video angeschaut, in dem von einem lustigen wissenschaftler der begriff „totimpfstoff“ auf eine recht skurrile weise neu definiert wird (zitat daraus: „die definition von einem lebendimpfstoff ist allerdings, dass er aus viren besteht, die vermehrungsfähig sind. und das trifft auf keinen der zugelassenen corona-impfstoffe zu. es sind deshalb alle corona-impfstoffe, die wir haben, per definition totimpfstoffe.“)
      tja, da freue ich mich bereits auf den nächsten „faktencheck“, in dem mir plausibel erklärt wird, wieso jedes tier, das keine katze ist, per definition eine maus wäre…

    • Hans H. 6. Februar 2022 at 15:29Antworten

      Herr Oechler, Ihr Kommentar ist leider das beste Beispiel, dass Sie weder Wissenschaft noch meinen Kommentar verstanden haben.
      Denn „weltweiter wissenschaftlicher Konsens“ ist in der Wissenschaft bedeutungslos. Wie ich schon schrieb sind neue Erkenntnisse zu Beginn immer eine Minderheit, oder eine Einzelperson die das vertritt. Als Galileo postulierte, dass die Erde nicht der fixe Mittelpunkt des Universums sei, war der „weltweite wissenschaftliche Konsens“ (zumindest der damals bekannten Welt) auch, dass das Blödsinn ist. Als Einstein postulierte, dass die Zeit relativ sei und nicht absolut, war der weltweite wissenschaftliche Konsens auch, dass das nicht stimmt. Die Äther-Theorie war auch einmal weltweiter wissenschaftlicher Konsens.
      Wissenschaftlichkeit definiert sich nur über Falsifizierbarkeit, solange eine These nicht falsifiziert werden kann, ist sie wissenschaftlich. Die Behauptung dieser „Faktenchecker“ zu Vitamin D ist durch mehrere Studien und die Erkenntnisse der modernen Biochemie falsifiziert, somit unwissenschaftlich.

      Und nein, ich wähne mich nicht im Besitz der „alleinigen Wahrheit“, denn auch so ein Terminus passt vielleicht zu einem religiösen Dogma oder politischer Ideologie, aber nicht zu ergebnisoffener Wissenschaft, die jederzeit neue Erkenntnisse gewinnen kann.

  14. Grimcat 6. Februar 2022 at 7:45Antworten

    Quarks „.. liefert aber auch diese Studie maximal Hinweise für einen möglichen Zusammenhang, jedoch keinen Nachweis für eine Ursache-Wirkung-Beziehung“

    Könnte Quarks vielleicht mal die Pfizer-Studien (oder Studien zur Wirksamkeit von Lockdowns und Masken) nach den gleichen „Kriterien“ analysieren?

  15. Paul 6. Februar 2022 at 6:35Antworten

    Es wundert mich in diesem Fall nicht dass die „Faktenchecker“ sich der Sache angenommen haben.
    Die Vorhersage eines Vitamin D Spiegels nach dem Cosinor-Modell ist eben nur eine Vorhersage und zeigt nicht tatsächlichen Vitamin D Spiegel der Patienten.
    Die Forscher selbst sagen in den Limitationen der Studie dass der Vitamin D Mangel nicht unbedingt mit dem Schwergrad der Covid Infektion zusammenhängt und das man eine Vitamin D Supplimentierung als Nutzen zur Verbesserung einer Covid Infektion nicht überschätzen sollte. (Quelle Studie)
    Schade. Schlecht gemachte Studie, ein gefundens Fressen für die Faktenchecker.

    Es kann doch nicht so schwer sein eine ordentliche Studie zu machen.
    Jedem der wegen Covid im Krankenhaus liegt wird Blut abgenommen. Die tatsächlichen Werte wären verfügbar und könnten mit einfachsten Mittel ausgewertet werden.
    Wie auch immer. Es ist auf jeden Fall richtig seinen Vitamin D Spiegel im Auge zu behalten, nicht nur wegen Covid 19.

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