Lockdown auf Seychellen trotz Impfquote von 70 Prozent

Die Impfung sollte die Maßnahmen beenden, die angeblich der Eindämmung von Corona Infektionen, Erkrankungen und Todesfällen dienen. Für Europa ist das Ziel laut dem COVID-19 Vaccine Tracker des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) 70% der Bevölkerng zu impfen. Das haben die Seychellen fast erreicht und trotzdem gibt es massive Probleme.

Trotz des aktuellen Rekords als Nation mit dem höchsten Prozentsatz an vollständig geimpften Einwohnern haben die Seychellen vorübergehend Beschränkungen für gesellschaftliche Zusammenkünfte eingeführt, nachdem die Zahl der Coronavirus-Fälle auf den Inseln in die Höhe geschnellt sind. Vollständig geimpft, also schon die zweite Dosis wurde bei 61,1% erreicht, auf eine Dosis kommen 69,7% wie in der Grafik zu sehen:

Mit Stand vom 3. Mai gab es 1.068 aktive Fälle unter den etwa 99.000 Einwohnern der Inseln, was das Gesundheitsministerium der Regierung dazu veranlasste, eine Liste von Beschränkungen zu veröffentlichen, die bis zum 24. Mai in Kraft sind.

Die Anordnungen schließen Schulen, verbieten Treffen von Haushalten, verbieten Partys, Hochzeiten und andere Zusammenkünfte von mehr als vier Personen (auch im Freien). Abgesagt sind auch Konferenzen oder Sportveranstaltungen und Geschäfte, Bars und Casinos müssen um 19 Uhr schließen.

Fakten zum Impfstoff auf den Seychellen

Geimpft wurde unter anderem mit Sinopharm, eine chinesische Impfstoffmarke. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation an die Wirksamkeit von Sinopharm glaubt, gibt es Bedenken bezüglich der Daten zu den Nebenwirkungen.

Eine andere Marke, die auf den Seychellen häufig verwendet wird, ist das in Indien hergestellte Covishield, eine Version des AstraZeneca-Impfstoffs, von dem angenommen wird, dass er weniger wirksam ist gegen neuere Stämme von SARS-CoV-2 als einige andere Impfstoffe. Von den Menschen mit aktiven Fällen sind mehr als ein Drittel vollständig geimpft, aber es ist derzeit unklar, welche Impfung die Mehrheit der Erkrankten auf den Inseln erhalten hat.

Die Seychellen haben auch Beschränkungen für Reisende verhängt. Jeder, der in das Land einreisen möchte, muss einen Nachweis über ein negatives PCR-Testergebnis erbringen, das nicht mehr als 72 Stunden vor der Ankunft erhalten wurde. Besucher müssen nicht geimpft werden, aber sie müssen ein Gesundheitsformular ausfüllen und einen Nachweis über eine Reiseversicherung erbringen, die mögliche Isolations- und Quarantänekosten abdeckt. Verlangt wird weiterhin das Tragen von Masken und Abstand halten.

Reisende können in jedem zertifizierten Hotel übernachten, und es gibt keine Mindestaufenthalts- oder Quarantäneanforderungen für Besucher, es sei denn, es werden Symptome gemeldet. Dies ist eine Änderung gegenüber früher in diesem Jahr, als ein obligatorischer Quarantäneprozess in Kraft war – einer, den vollständig geimpfte Reisende umgehen durften.

Die Situation erinnert etwas an Israel, wo auch einige Zeit nach den Impfungen vermehrt Todesfalle auftraten. Im UK gibt es bei Geimpften eine höhere Rate an Hospitalisierungen und in Dänemark wurden knapp nach den Imfpungen häufige Infektionen beobachtet.

Bild von Paolo Chieselli auf Pixabay

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9 Kommentare zu „Lockdown auf Seychellen trotz Impfquote von 70 Prozent

  1. Naja, der Satz „Obwohl die Weltgesundheitsorganisation an die Wirksamkeit von Sinopharm glaubt…“ stimmt ja nur eingeschränkt. Tatsächlich hat die WHO Arbeitsgruppe bei der Einschätzung der Wirksamkeit im Zuge der erst unlängst erfolgten Notfallzulassung eine „very low level of confidence“ bei Schutz von zwei Patientengruppen: Menschen über sechzig und Menschen mit Vorerkrankungen. Also genau die Gruppen, die ein höheres Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes haben.

    cdn.who.int/media/docs/default-source/immunization/sage/2021/april/2_sage29apr2021_critical-evidence_sinopharm.pdf

    1. die very low confidence gibts auch im rki bulletion 2/21 bezüglich biontec………Bulletin ca seite 32

  2. Ist der Impfstoff von Sinopharm nicht ein Impfstoff mit inaktiviertem Virus und somit ein „konventioneller“ Impfstoff bei dem man Risiken und Nebenwirkung zumindest realistisch abschätzen kann? (im Vergleich zu den Gentechnik-Impfstoffen zumindest)

    1. Ja, aber ich habe leider keine Informationen dazu gefunden, womit die Infizierten geimpft waren.

  3. Ist der Impfstoff von Sinopharm nicht ein Impfstoff mit inaktiviertem Virus und somit ein „konventioneller“ Impfstoff bei dem man Risiken und Nebenwirkung zumindest realistisch abschätzen kann? (im Vergleich zu den Gentechnik-Impfstoffen zumindest)

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