Virus oder Mensch – was ist wichtiger?

Die öffentliche Diskussion wird dominiert von Virologen, wie sich das Virus verändert, mutiert und verbreitet. Menschen kommen in diesen Erzählungen – wenn überhaupt – dann meist als Schuldige vor, weil sie Viren weitergegeben haben. Oder sie sind Opfer, weil älter oder Risikopatienten. Eine Diskussion darüber, wie das Risiko zu reduzieren ist, wie man sich vor Erkrankung bei Infektionen schützt oder gegen Infektion überhaupt, kommt nicht vor.

Eine typische Geschichte kursiert gerade über 50 Lehrlinge in einer Schulung und eine angesteckte Risikoperson, der es sehr schlecht geht.

Die Geschichten, die nicht kursieren, sind zum Beispiel die von den Alten– und Pflegeheim in der Schweiz, in denen jeweils mehr als 60 Risikopersonen leben, weil eben sehr alt und zum Teil Pflegefälle. Die Geschichte, die eigentlich Schlagzeilen machen hätte sollen war, dass dort jeweils über 50 Menschen Infiziert wurden – was in solchen Heimen öfter passiert, weswegen die Covid Todesfälle bis zu 75% aus solchen Einrichtungen kommen – aber nicht ein einziger Fall so schwer wurde, dass eine Verlegung ins Spital notwendig geworden wäre. Die Kantonsärzte standen vor einem Rätsel. Die Lösung war, dass die Heimleitungen auf eigene Initiative, die BewohnerInnen mit Vitamin D versorgten.

Der Mindset offenbar war, das Immunsystem zu stärken, damit es mit Infektionen fertig wird, die ja jeden Winter grassieren und schon immer zu Todesfällen geführt haben. Das ermöglicht es übrigens auch, ein normales Leben weiterzuführen, für das es sich lohnt am Leben zu bleiben. Alte Leute einzusperren und ihnen jeden Kontakt zu Familie und Kindern zu verbieten halte ich für unmenschlich.

Drei mögliche Wege

Wir stehen vor drei möglichen Wegen. Der Erste, den Virologen und Politiker derzeit einschlagen, ist vielen Menschen Kontakte, freies Atmen und normales Leben zu verbieten, um ganz wenige Risikopersonen zu schützen. Dass aber eben genau diese Risikopersonen weiterhin sterben, zeigt ja, dass das nicht funktioniert.

Der zweite Weg wäre die Risikopersonen gezielt zu schützen und denen die kein oder nur sehr geringes Risiko haben, ein normales Leben zu lassen. Dieser Weg findet übrigens immer mehr Unterstützer sogar bei Virologen, nämlich beim in Deutschland erfahrensten dieses Gebietes, nämlich Professor Detlev Krüger, der 27 Jahre lang das Institut für Virologie an der Berliner Charité geleitet hat und dessen Nachfolger Christian Drosten ist. Als Virologe optiert Krüger dafür die Menschen vor Kontakt mit dem Virus zu schützen (hier ist das Interview mit Prof. Krüger). Ähnliches wird auch von den Autoren der Great Barrington Declaration gefordert. Bisher hat auch dieser Weg nicht besonders gut funktioniert, denn er beseitigt oder schwächt die Ursachen nicht ab, warum Risikopatienten im Risiko sind. Sie können auch mit solchen Maßnahmen nur sehr eingeschränkt ein normales Leben führen und die Impfung hilft nur wenig oder ist sogar regelrecht lebensgefährlich.

Der dritte Weg zielt auf Beseitigung oder zumindest Reduzierung des Risikos ab. Das bedeutet auch für sich selbst und die eigene Gesundheit Verantwortung zu übernehmen und diese nicht auf alle anderen abzuschieben. Jeder kann mit Prophylaxe das eigene Risiko reduzieren oder sogar eliminieren. Und in Altenheimen kann das eine verantwortungsvolle Heimleitung übernehmen, wie in den beiden Schweizer Beispielen.

Die Reduktion des Risikos von Infektion und Erkrankung

Wie das geht ist wohlbekannt. Das wissen die ärztlichen Betreuer von Spitzensportlern nur zu gut. Ein 200 Millionen Euro teurer Fußballer, darf nicht wegen jeder kleinen Infektion ausfallen, der spielt seine Kosten nur im Match wieder ein. Einer von diesen medizinischen Fachleuten ist Prof. Kurt Mosetter, der die US Fußballmannschaft betreute als Jürgen Klinsmann deren Trainer war. Danach baute er die medizinische Abteilung von RB Leipzig auf. Über seine durch Wissen über die Biochemie des Körpers begründeten Rezepte und Empfehlungen habe ich schon am 28. März 2020 berichtet. In einem Interview mit der Rhein-Nektar-Zeitung forderte er das „Immunsystem scharf zu stellen“.

Eine Gruppe von erfahrenen US-Medizinern, die Front Line COVID-19 Critical Care Alliance (FLCCC) hat wirksame Protokolle für Prophylaxe und alle Stufen der Behandlung veröffentlicht, die auf den Vitaminen D und C, Zink und Quercetin basieren, sowie für Hochrisikopatienten und in der Behandlung von Erkrankten mit Ivermectin ergänzt wird.

Für wirksame Behandlung wird mittlerweile in immer mehr Ländern Ivermectin eingesetzt. In Indien und Bangladesh gibt es ein Behandlungskit, das pro Patient nur 3 Dollar kostet. Auch in der Slowakei, Griechenland, Mazedonien und Bulgarien wurde Ivermectin zugelassen und ist in der Apotheke erhältlich.

Haben Sie solche Vorschläge schon von VirologInnen gehört? Statt dessen fordert die in Innsbruck tätige deutsche Virologin Dorothee von Laer die Abriegelung von ganz Tirol für 4 Wochen weil 5 Mutationen entdeckt wurden. Absurd! Der Virologe Norbert Nowotny sagt im Interview mit Puls24 unhinterfragt, dass die jetzigen Lockerungen nicht lange aufrecht erhalten werden können: „Viel mehr als drei Wochen wird’s wahrscheinlich nicht sein“, bis der nächste Lockdown vor der Tür stehe. Die Fixierung auf das Virus macht offenbar blind für alle anderen Möglichkeiten.

Die Impfung wird es richten – nicht

Viele hoffen auf die Impfung. Diese Hoffnung gründet auf der Illusion, dass die Impfung alte und gebrechliche Menschen sowie Risikopersonen wirklich schützt. Wir haben aber nun genug Beispiele, dass gerade diese Gruppe schlecht auf die Impfung reagiert und es gibt auch eine steigende Zahl von Todesfällen durch Impfung gerade in dieser Gruppe.

Damit die Impfung funktionieren kann, braucht es ein zumindest halbwegs funktionierendes Immunsystem. Und damit sind wir wieder beim Thema Prophylaxe und Vorbeugung. Der Molekularmediziner und Buchautor mit millionenfacher Leserschaft schrieb dazu vorgestern in seinem Blog:

Impfung funktioniert nur dann, wenn ein Immunsystem vorhanden ist. Welches Antikörper bilden kann. Daher sollte man tunlichst ein Kind mit bestehendem Infekt gerade nicht impfen. Sondern abwarten.

Daher sollte man tunlichst ältere Patienten über 80 mit Vorerkrankungen, mit geschwächtem Immunsystem gar nicht oder sehr, sehr vorsichtig impfen.

Noch einmal: Für einen glücklichen Impfausgang – ja immer eine Art von Vergiftung – braucht es ein genügend starkes Immunsystem. Ohne Immunsystem gäbe es keinen Impfeffekt.

Ideal wäre natürlich ein ideales Immunsystem. Resultat wäre dann der ideale Impfeffekt, die ideale Impfantwort. Bringt uns auf folgende Idee:

Die Idee, dass man sich auf sein eigenes Immunsystem konzentriert, es so kompetent, so ideal wie möglich macht und man dann … gar keine Impfung bräuchte, wird anscheinend selbst unter Ärzten kaum gedacht … ist kaum bekannt. Wird jedenfalls nicht propagiert.

Dann nämlich, mit wirklich kompetentem Immunsystem, braucht man keine Impfung. Kann man getrost abwarten. Ob man oder ob man nicht mit dem Erreger infiziert wird. Und wenn, entspricht das dann genau einer Impfung, nämlich

  • Der normale, starke Erreger, das nicht abgeschwächte Virus trifft auf ein optimiertes Immunsystem. Dafür ist es da. Bildet Antikörper.
  • In der Realität sieht das so aus: Ein abgeschwächtes Virus, bewusst abgeschwächt trifft auf ein üblich minderwertiges Immunsystem. Klappt natürlich auch.

Klappt auch? Werden dann genügend Antikörper gebildet? Sind wir uns so sicher? Mir scheint die Naturmethode sehr viel größere Sicherheit, nämlich sehr viel mehr Antikörper zu garantieren.

Impfung bedeutet für mich: Wieder einmal auf halbem Wege stehengeblieben. Nicht zu Ende gedacht. Milliarden Aufwand für Impfstoffe. Statt mit einem Bruchteil der Kosten sich um das Immunsystem der Menschheit zu kümmern.“

Ja, genau. Könnte man mach. Dass Risiko bei der einen Risikopatientin reduzieren oder idealerweise beseitigen und den 50 anderen ein normales Leben ermöglichen. Aber nein, es wird verboten zu leben, frei zu atmen, soziale Kontakte zu haben und die Grundrechte auszuüben inklusive der Gewerbefreiheit. Die Schäden gehen in die Millionen bei den tödlichen Kollateralschäden, in die Milliarden bei der Arbeitslosigkeit und in die Billionen bei den finanziellen Schäden.


Alle aktuellen News im TKP Telegram Channel

Unterstütze unabhängigen Journalismus mit einer Spende via PayPal


Studien zur schützenden Wirkung von Vitamin D gegen Krankheit und Infektion

Der Breitgrad beeinflusst über UV Strahlung den Vitamin D Spiegel und damit Infektionszahlen

Negative Folgen von Vitamin D Mangel für das Immunsystem

T-Zellen und das Immunsystem brauchen Vitamin D

120 Professoren und Ärzte verlangen sofortige Supplementierung mit Vitamin D

10 Kommentare zu „Virus oder Mensch – was ist wichtiger?

  1. Solange wir Menschen nicht damit umgehen können, dass wir im Virom des Lebens leben, egal, wie sehr wir uns auch versuchen, mittels Technologien, davon zu isolieren, solange werden wir versuchen, der natürlichen Lebenserwartung zu entkommen, um mittels technologischer/industrieller Todesvermeidung unsere eigene Vorstellung von Leben auszuleben. Kann man machen, keine Frage. Dann muss man aber auch die Konsequenzen für Leib und Seele aushalten und nicht Symptome, die die Konsequenzen begleiten, ebenfalls aus der Welt schaffen. Im Grunde wollen wir Menschen das Unmögliche: Unser eigenes Ding machen UND zugleich die Folgen nicht zu spüren bekommen. Und so werden wir immerfort uns weiter im Teufelskreis technologischer Abhängigkeit verstricken.
    Die alten Menschen zu impfen, bedingt, dass der Impfstoff etwas leisten muss, das er gar nicht leisten kann. Er muss den Alterungsprozess umkehren und etliche Jahre zurückdrehen. Statt von den Menschen Solidarität mit den alten Menschen zu erwarten, die mittels Impfung möglichst vieler (gesunder) Menschen gezeigt werden soll, können die Solidaritätsforderer doch von Frühjahr bis zum Spätsommer in die Pflegeeinrichtungen strömen und die alten, mit Vitamin D auf natürlichem Wege unterversorgten Menschen ins Freie begleiten und sich gemeinsam mit ihnen in der Sonne aufhalten. Klar, Impfung geht schneller und ist einfacher … macht jedoch, insbesondere in der aktuellen Lage, keinen Sinn:
    https://www.spektrum.de/news/impfstoffe-warum-auch-geimpfte-das-virus-verbreiten-koennten/1824145
    “»Durch die intramuskuläre Impfung wird eine systemische Immunantwort stimuliert, die vor allem im Blutkreislauf stattfindet«, erklärt Riese. Doch das Virus vermehrt sich nicht im Körperinneren, sondern vor allem in den Schleimhäuten. Die Körperabwehr an den Grenzen zur Außenwelt, die mukosale Immunreaktion, ist eine andere als im Blut und in den Organen. Es sind besondere Bedingungen durch Infektion oder Impfung erforderlich, damit das Immunsystem spezifisch diese Barriere verstärkt. Eine wichtige Rolle spielt der Ort, an dem der erste Kontakt stattfindet.“
    Keine Impfung kann ersetzten, was den alten Menschen wirklich fehlt und es kann auch kein Akt von Solidarität sein, die noch verbleibende Lebenszeit dieser (Hoch)Betagten mit den sozialen Einschränkungen und Traumen von Kindern und den Existenznöten der arbeitenden Bevölkerung gleichzusetzen. Wo war und ist denn die Solidarität mit all den Menschen, insbesondere den Kindern, die seit Jahrzehnten in fernen Ländern und engen Minen die Produkte herstellen, die wir möglichst billig einkaufen, und die Rohstoffe abbauen, die unsere Hightech-Spielzeuge erst ermöglichen? In diesem Zusammenhang wirkt das aktuelle Gepoche auf Solidarität irgendwie fehl am Platz und bezeugt einmal mehr einzig gesellschaftliche Selbstbelügung bzw. das gegenseitige Ausstellen eines Alibis im Namen unseres Wohlstandes.
    Jede Immunantwort kann zudem nur so gut sein, wie der Umfang des Kontextes, dem das Immunsystem begegnet. Wenn bereits verzerrter Kontext auf das Immunsystem trifft, dann kommt es auch zu einer entsprechenden nicht angemessenen Antwort: https://guidovobig.com/2021/02/05/donald-und-immunitaet/ – garbage IN, garbage OUT. Gilt ja auch für etliche mathematische Modelle, wie die letzten Monate gezeigt haben.
    Wie drückt es Donna Haraway in ”The biopolitics of postmodern bodies” doch so trefflich aus? “Leben ist ein Fenster von Anfälligkeiten, welches zu schließen sich als Fehler herausstellen dürfte.“ Und das von einer Professorin, die sich mit der Erforschung von Cyborgs auseinandersetzt …
    Irgendwie verlernt der Mensch mehr und mehr das Leben zu leben.

  2. Ob dieses Interview auch Drosten, Wieler vom RKI, Merkel oder Söder gesehen haben?
    Prof. Krüger hält die mutierten Viren weit weniger gefährlich als die „Experten“ im TV oder anderen Medien!
    Der ganze Spuk ging ja eigentlich von Trump-Klon Boris Johnson aus. Johnson ist nicht nur auf dem Kopf wirr, sondern auch wirr im Kopf. Mit solchen Horrormeldungen von sooo gefährlichen Mutanten kann man natürlich schön von seinem Brexit-Chaos ablenken. Die Medien nehmen es liebend gerne auf.
    Schon unglaublich, unsere Super „Experten“ und ̷D̷u̷m̷p̷f̷b̷a̷c̷k̷e̷n̷ Politiker in Berlin übernehmen es ungeprüft, was Johnson von sich gibt.
    Ein Hinterfragen, weshalb, wieso und warum gibt es nicht. Wie schon vor fast einem Jahr mit den vielen Toten in Norditalien. Ein genauer Grund interessiert niemand.
    Wäre Corona vorbei, verliert Drosten und andere wohl ihren (gut bezahlten?) Berater-Job bei Merkel.

    1. Drosten, Wieler u. Merkel wissen genau was abgeht.
      Die wissen auch genau dass esewig dauert bis sich
      ein Richter ihrer annimmt.
      Es dauert alles viel zu lange.
      Jeder Tag den diese Herrschaften etwas zu sagen haben kostet Menschenleben die es ohne deren Wirken nicht gäbe.
      Es ist dringend Zeit dass die deutsche u. österr. Regierung weg muss

  3. Ein falsches Dilemma. Wichtiger ist immer nur eins: die Freiheit.

    In einer idealen Welt würde ich dem Text 100% zustimmen. In unserer, dystopischen Welt, wo Wissenschaft und Wissenschaftler gekauft werden können, in der es keinen demokratischen Grundkonsens, ja der demokratische Gedanke als solcher bereits als gefährlich und sein Denker als potentieller Staatsfeind gesehen wird, in einer solchen Welt besteht noch eine weitere Möglichkeit: es ist alles eine Inszenierung. Nur stehen die Toten bei dieser Inszenierung nachdem der Vorhang gefallen ist nicht wieder auf und verneigen sich vor dem Applaus, hier sind sie wirklich tot.
    Das macht es für Viele so schwer, an eine Inszenierung glauben.
    Das Tabu zu denken:
    Dass die Regierungen UNS als Opfer bringt.

  4. Es gäbe wohl noch einen 4. Weg, der einfach darin besteht sich nicht von der Angst überkommen zu lassen an Covid-19 zu sterben.

    Auf Lockdownsceptics.org erschien der folgende Artikel eines in Indien lebenden Briten.

    Postcard From Goa – Lockdown Sceptics
    https://lockdownsceptics.org/postcard-from-goa/

    Kurz zusammengefaßt besteht der indische Weg aus einer Regierung, die erkannt hat das der Lockdown ein Irrweg ist und einer „bauernschlauen“ Gesellschaft, die dem staatlichen Testwahn möglichst aus dem Weg geht.

    Der Hintergrund dazu ist relativ einfach: Indien verfügt weder über den Wohlstand noch ein Sozialsystem wie die westlichen Länder.

    Das Sozialsystem ist die Familie und die Familienmitglieder müsse für den Unterhalt sorgen. Ein Umstand vor dem auch die Modi Regierung nicht ihre Augen verschließt. Entsprechend sind die „Coronamaßnahmen“ eher wohlgemeinte Ratschläge als bußgeldbehaftete Zwangsmaßnahmen.

    Die Bevölkerung tut ihr übriges, sie läßt sich nicht verängstigen. Es herrscht überwiegend Bewußtsein, das man eher nicht an Covid-19 schwer erkranken oder sterben wird.
    Angesichts von Krankenhauszuständen, die jeglicher westlichen Vorstellung spotten, ziehen es viele mit Husten oder Schnupfen vor einfach den Mund zu halten und sich auf dem Schwarzmarkt einem PCR Test zu unterziehen. Fällt der Befund, den nur derjenige erfährt und niemand sonst, positiv aus isoliert man sich zuhause so gut es geht und der Rest des Haushalts lebt eben normal weiter.

    Sich einem staatlichen PCR Test zu unterziehen bedeutet für den Gesamten Haushalt Quarantäne, die schlichtweg nicht finanziell tragbar ist.

    Die indische Bevölkerung kann es sich einfach nicht leisten Angst vor Covid-19 zu haben, entsprechend haben sie auch keine.

    Das ist jetzt so grob der Inhalt der Postkarte aus Goa, für alle die der englischen Sprache mächtig sind ein lesenswerter Beitrag.

  5. Und dank einer Nacht in der der Schlaf nicht so recht wollte wie er sollte hier die deutsche Übersetzung

    Postkarte aus Goa

    Während ich hier in Goa lebe – ich bin ein englischer Expat mit indischen Wurzeln – lese ich die Berichte meiner Heimat während der Zeit von Covid mit zunehmendem Gefühl der Trennung.

    Ich bin Brite, Großbritannien ist meine Heimat und wo immer ich bin, verlässt mich das nie. Ich verfolge die britischen Nachrichten, die Politik und habe Meinungen darüber, was auf eine Weise getan werden sollte, die ich nur entfernt mit meiner tatsächlichen Heimat Indien mache. Mit einer Hohlheit und einem Gefühl der Verwirrung beobachte ich die Covid-Krise in meiner Heimat aus der Ferne.

    In Wahrheit ist es, als wäre ich in den 90ern und würde den Krieg auf dem Balkan beobachten oder so. Es ist in den Nine O’Clock News und ein Kriegsreporter mit Tropenhelm steht vor einer verschneiten Landschaft und erzählt feierlich von den neuesten Gräueltaten. Der Krieg auf dem Balkan ist eindeutig eine Scheiße – und doch ist er fern und unverbunden mit mir.

    Ich denke, das liegt daran, dass Covid und die damit verbundene Angst hier in Indien nie eine Chance hatten, Wurzeln zu schlagen.

    Aber bevor ich weitermache, lass mich klar sein. Ich bin eine liberale Karte (schon allein deshalb, weil sie nützlich ist, um die nächste Zeile zu erreichen! He he …). Ich glaube an eine aktive Umverteilung des Reichtums von reicheren zu ärmeren Menschen. Ich bin kein Laissez Faire. Ich sage das, weil das, was ich als nächstes sagen werde, möglicherweise falsch interpretiert wird.

    Sie sehen, Indien hat fast keinen bedeutenden Wohlfahrtsstaat. Es ist wahr zu sagen, Ihre Familie ist Ihr Wohlergehen. In Indien hat die Regierung Modi nach einer kurzen Sperrung im März und April letzten Jahres meines Erachtens erkannt, dass eine solche Strategie unhaltbar ist. Die Menschen mussten Geld verdienen, um sich selbst zu ernähren. Um es ganz klar auszudrücken: Die Menschen mussten arbeiten, um nicht zu verhungern. Und darin lag die Realität für Indien. So sehr Sie auch den Menschen signalisieren möchten, dass Sie Maßnahmen ergriffen und versucht haben, sie zu schützen, die Wahrheit ist, dass Sie eine Nation wie diese einfach nicht lange ohne verheerende Konsequenzen sperren können. Mit anderen Worten, Indien war auf eine Weise zwischen Mist und Misthaufen gefangen, wie es reichere Nationen nicht waren. Was bleibt in einer solchen Situation übrig, als nicht zu sperren? Und wenn dies Ihre einzige Option ist, müssen Sie anders mit der Angst vor Covid umgehen. Wenn Sie die Leute nicht überzeugen können, können Sie sie beschützen, besser, damit sie sich nicht zu viele Sorgen machen, dass sie nicht sicher sind, oder?

    Das Ergebnis waren viele Regeln die nur Lippenbekenntnisse sind. Wir alle tragen unsere zerlumpten alten Stoffmasken in einer Gesäßtasche. Setzen Sie sie auf, wenn wir in ein Geschäft gehen, in dem der Besitzer eine trägt. Nicht zu ernst, oder? Aber was ist mit folgendem? 

    Wenn Sie Husten oder Fieber bekommen und glauben, etwas zu haben, ist es in der Realität am besten, nichts zu sagen. Die Standardeinstellung ist, weiterzumachen und zu hoffen, dass es Ihnen besser geht. Wenn Sie den offiziellen Regierungstest ablegen und positiv sind, werden Sie in ein Quarantänekrankenhaus gebracht. 100 Betten in einem Raum, keine Medikamente, kein Sauerstoff oder medizinische Geräte, ein paar Standventilatoren, wenn Sie Glück haben und Daumen drücken. In der Zwischenzeit ist Ihre Familie isoliert. 

    In Indien ist es natürlich nicht ungewöhnlich, dass drei oder sogar vier Generationen im selben Haushalt leben. Denk darüber nach. Für viele Angehörige, die sich auf sie verlassen, sind viele Ernährer außer Gefecht. Nehmen Sie daher anstelle des offiziellen Tests den inoffiziellen Schwarzmarkttest vor. Wenn es positiv ist, werden sie niemanden außer Ihnen informieren und dann können Sie wählen. Nach meiner Erfahrung werden die meisten zu Hause etwas verantwortlich und isoliert sein. Aber alle anderen in diesem Haushalt werden normal weitermachen. Und wer bist du, um ihnen die Schuld zu geben? Was würdest du tun?

    Ich lachte im Herbst, als es eine Reihe von Berichten gab, in denen ich mich fragte, ob es eine besondere Immunität bei Indern gab, und Spekulationen darüber, was die Ursache sein könnte. Ich weiß nicht, vielleicht gibt es eine natürliche Immunität? Aber für mich scheint es genauso wahrscheinlich, dass Fälle in Indien aus all den Gründen, die ich gerade angegeben habe, massiv untermeldet sind.

    Aber was denkst du? Habe ich ein rücksichtsloses, verantwortungsloses, unsicheres Leben hier in Goa beschrieben?

    Wahrscheinlich! Und doch … was passiert, wenn Sie nicht jeden Tag mit den (schlechten) Nachrichten bombardiert werden? Was passiert, wenn ITN oder BBC nicht regelmäßig den eindeutig in Schwierigkeiten befindlichen 30-jährigen Covid-Patienten interviewen? Was passiert, wenn Sie außer Ihrer direkten Erfahrung keine Leistungsbeschreibung für die Krankheit haben?

    Ich werde Ihnen sagen, was passiert. Die Krankheit nimmt einfach normalere Dimensionen an. Die überwiegende Mehrheit hat Covid nicht bekommen, aber sie hätten es sowieso nicht bekommen, mit ohne Lockdown und wenn sie es bekommen würden, würde fast niemand daran sterben oder schwer erkranken. Diese Tatsachen gelten so ziemlich für alle Hygienemaßnahmen, die Sie treffen. Aber aufgrund unserer Handlungen haben wir jetzt eine Situation geschaffen, in der viele, die gesund sind, glauben, dass sie gesund sind, weil sie übertriebene Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben, um nicht krank zu werden.

    Wie auch immer, in Indien oder zumindest hier in Goa leben wir alle fast ohne Vorsichtsmaßnahmen. Wir lieben, lachen, treffen uns, teilen Küsse, Umarmungen und, ja, Gelenke (einige Stereotype sind wahr) und wir sind, vor allem, gut… gut. Ja, wir fahren gelegentlich auch Roller ohne Helm, wir tauchen von Felsen, wir sitzen in den offenen Türen schnell fahrender Züge, wir rauchen, wir trinken, wir essen nicht immer das richtige Essen. Kurz gesagt, wir gehen Risiken ein. 

    Und Sie haben Recht, diese Risiken werden zu einigen Todesfällen führen, wahrscheinlich zu einigen. Aber wir persönlich sind noch nicht gestorben, oder? Und deshalb akzeptieren wir vielleicht törichterweise den optimistischen Kompromiss. Wind im Haar, ein Zug des Gelenks, wenn es an Sie weitergegeben wird, ein gutes Essen, ein Kuss … gegen den Sie die Alternative einstellen können, die keines dieser Dinge ist, aber vielleicht fühlen Sie sich ein bisschen sicherer? Was auch immer Sie von den Gefahren von Covid halten, welche würden Sie bevorzugen? Bloße Zuversicht, nicht viel Angst, ein gewisses Risiko für Tod und Verletzung, ein bisschen sicherer zu sein oder sich in Wirklichkeit einfach ein bisschen sicherer zu fühlen? Goa? Oder England?

    Will Smith (5.2.2021)

    Ergänzend hierzu noch der Link der Tagesschau vom 29.1.2021
    Corona in Indien: Regierung hält Pandemie für eingedämmt | tagesschau.de
    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/indien-daemmt-pandemie-ein-101.html

  6. Ich habe mich bezüglich der Todesfälle auf 100000 Einwohner anfangs ein wenig gestoßen. Herr Walach befindet die 4 mit der Impfung zusammenhängden bedenklich im Vergleich zu den 66 Corona bedingten.

    Mit Blick auf die Dauer der Pandemie von nun mehr bald 11 Monaten anhält und der recht kurzen Zeitspanne der laufenden Impfkampagne von noch nicht ganz 2 Monaten relativiert sich jedoch alles.

    Es stünde somit nicht mehr 66 gegen 4, sondern 6 gegen 2 Todesfälle. Herrn Walachs Bedenken sind somit durchaus gerechtfertigt.

    Es stellt sich die (etwas sarkastische) Frage, ob die Politik für den Altermedian von 87 eine, zudem mit Steuergeldern herbeigeführte Todesursache plötzlich als gesellschaftlich akzeptabel erachtet?

Kommentar verfassen