Gründe für stärkere 2. Welle in manchen Ländern – staatliche Maßnahmen und Hoffnungslosigkeit

In einigen Ländern fällt die zweite Welle deutlich stärker aus, in anderen ist es genau umgekehrt. Eine Veränderung des Virus kann als Ursache dafür ausgeschlossen werden. Die Gründe liegen vielmehr an den staatlichen Maßnahmen und deren zeitlicher Abfolge. Eine schweizerisch-deutsch-österreichische Expertengruppe hat in einer 64-seitigen Studie, an welchem Ärzte, Juristen sowie Mathematiker und Statistik-Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich analysiert, was die Probleme sind. Sie empfehlen dort anzusetzen, wo die Angst der Öffentlichkeit seit Monaten am stärksten geschürt wird.

Die Krone diagnostizierte kürzlich für Österreich „steigende Zahlen, die Wirtschaft an der Kippe – gepaart mit politischem Chaos.“ Und weiter: „Es gibt kaum einen Bereich, der nicht unter der fehlenden Strategie leidet. Schüler und Eltern, denen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, werden vertröstet. Die Wirte rüsten sich zum Aufsperren – um dann doch zuzubleiben. Von Entspannung keine Spur, im Gegenteil.

Je strikter die Maßnahmen umso stärker die 2. Welle

Es fällt unmittelbar ins Auge, dass die Länder, die am striktesten mit Kontaktbeschränkungen und langen Lockdown Maßnahmen reagiert haben, trotz dieses Vorgehens nun insbesondere in der 2. Welle sogar stärker betroffen sind, als in der 1. Welle. Die aktuell teils dramatisch bis zu bisher nie erreichten wöchentlichen Spitzenwerten ansteigenden Sterbezahlen fallen ab Kalenderwoche 40 nahezu zeitgleich neben Schweiz, Deutschland und Österreich ebenso in Polen, Ungarn, Bulgarien und vielen anderen auf.

Dagegen zeigen vor allem die nordeuropäischen Länder, die mit vergleichsweise milden Maßnahmen reagiert und andere Kommunikationskonzepte mit der Bevölkerung gepflegt haben, nicht nur in der Gesamtbilanz, sondern auch in der 2. Welle größtenteils Normalniveau bzw. wie Schweden und Norwegen sogar Untersterblichkeit.

Auffallend ist die hohe Sterblichkeit in der zweiten Welle sogar nach Abzug der Covid-19-Toten. Die wöchentlichen Todesfälle 2020 ragen ab Kalenderwoche 40 insbesondere in Mittel-, Ost- und Südeuropa in der 2. Welle deutlich über das Maximum der zehn Vorjahre hinaus. Eine auffällige Übersterblichkeit besteht auch dann, wenn man ausschließlich die ohne positiven PCR Test Verstorbenen berücksichtigt (siehe obenstehende Tabelle).

Es fragt sich, welche Ereignisse in all diesen Ländern gleichzeitig dazu geführt haben, dass so viele Menschen auch ohne einen Covid-19 Zusammenhang gestorben sind. Hierbei fällt auf, dass diejenigen Länder, die die Bewegungsfreiheit am stärksten und am längsten eingeschränkt haben, eine besonders hohe Übersterblichkeit zeigen.

In den skandinavischen Ländern wurden dagegen wenig Bewegungseinschränkungen angeordnet, stattdessen wurde an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert und eine beruhigende Kommunikationsstrategie gewählt.

Erfahrungsberichte aus den Altersheimen

Die schwergewichtig aus Ärzten und Anwälten bestehende Analysegruppe erhält laufend bedrückende Erfahrungsberichte von Heimleitern und Pflegepersonal in Altersheimen, wonach gerade die ältesten Menschen im Verlaufe der letzten Monate und Wochen ihre Lebenskraft empfindlich eingebüßt haben.

Diese Menschen haben sich in den vergangenen Monaten ganz besonders genau an die vorgegebenen Distanzregeln und Besuchsverbote gehalten. Die dadurch reduzierte Bewegung, reduzierten Sozialkontakte, damit einhergehende reduzierte Ernährung haben ihren Tribut gefordert. Der körperliche und psychische Allgemeinzustand ist bei sehr vielen alten Menschen heute deutlich schlechter als noch im Frühjahr.

Ohne jede Aussicht auf eine baldige Besserung haben nun viel mehr alte Menschen als sonst in dieser Jahreszeit den Rest ihrer Lebensfreude und ihres Lebenswillens aufgegeben. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die einschränkenden Maßnahmen auch sehr negative Wirkungen haben auf jene Bevölkerungsgruppe, die geschützt werden soll.

Ist das Virus aggressiver geworden?

Eine erhöhte Aggressivität des Virus müsste sich auch in anderen Altersgruppen auswirken. Dies ist gemäß den Statistiken der Behörden aber nicht der Fall. Aus den Wochenberichten des Schweizer BAG geht hervor, dass der durchschnittliche Altersmedian aktuell für die zweite Welle bei 86 Jahren liegt – gegenüber 84 Jahren in der ersten Welle.

Erkenntnisse und Konsequenzen

In Anbetracht der von den Autoren gemachten Beobachtungen und Analysen ist anzunehmen, dass Einschränkungen der physischen Bewegungsfreiheit, der zwischenmenschlichen Kontakte und der täglichen Routine mit zunehmender Dauer auf die Gesundheit vieler Menschen einen ganz erheblichen negativen Einfluss haben; insbesondere bei der älteren Generation.

Aufgrund der aktuell erneut einsetzenden Verschärfungen in sämtlichen Bereichen des Lebens und der damit einhergehenden offiziellen Kommunikation der Regierungen, ihrer virologischen und sonstigen wohlbestallten Berater sowie der Medien nach denen diese Einschränkungen auf absehbare Zeit nicht gelockert werden dürften, muss damit gerechnet werden, dass der Negativeffekt dieser Maßnahmen sich noch weiter verstärkt. Und damit auch die nur den Maßnahmen zurechenbaren Todesfälle.

Damit ist zu befürchten, dass ausgerechnet die zu schützenden Risikogruppen am stärksten negativ betroffen sein werden.

Man kann schon von einer durch die Maßnahmen hervorgerufenen Negativ-Spirale sprechen, die gewachsene soziale Netze zerreißt und körperliche Schutzmechanismen außer Kraft setzt. Die negativen Konsequenzen für Arbeitskräfte und Unternehmen, die langandauernden Sperren ausgesetzt sind, werden noch mit voller Wucht über uns hereinbrechen.


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7 Kommentare zu „Gründe für stärkere 2. Welle in manchen Ländern – staatliche Maßnahmen und Hoffnungslosigkeit

  1. Dass die Maßnahmen den Gesundheitszustand umso mehr beeinträchtigen, umso mehr man von ihnen betroffen ist, sagt einem der gesunde Menschenverstand.
    Aber heute braucht’s Studien um das selbstverständlichste darzustellen.

    Aber bitte immer im Auge behalten: die Zahlen für die angeblichen „Covid-19-Tote“ sind immer frisiert. Also frage ich mich, welche Schlussfolgerungen man denn aus der gegeben Tabelle wirklich ziehen kann.

    Eines ist sicher: fast alle von Euromomo beobachteten Länder gehen gerade, trotz Winter, in die Untersterblichkeit (Z-Scores)

    https://euromomo.eu/graphs-and-maps/

  2. wie bereits aus Quellen zu entnehmen, scheint die Bundesregierung bereits am verlängerten Lockdown bzw. auch in Anlehnung an Deutschland event. die 15km Regel einzuführen.
    Das versteht langsam niemand mehr.
    Wissend dass diese ganze wahllose Testerei nie endet und von namhaften Professoren bereits mehrmals gesagt dass man diese sinnlose testerei von gesunden einstellen muss,
    Was will man denn nun ? will man noch mehr Kollateralschäden, will man noch mehr menschen in den Tod treiben, sei es durch wirtschaftl. Bankrott oder auch durch verlust des Lebenswillens?
    Jetzt weiß man doch schon dass diese Lockdowns nichts bringen und man macht immer noch mehr gegen die Menschen.
    Sind die ganzen Politiker bereits so weit von der realität weg dass man sie erst wieder durch rechtliche Schritte zur vernunft bringen muss?
    gerade wenn Politiker sogar vom Fach sind und dieses immer weiter nach Lockdown schreien sollte man denen mal so wie vielen anderen menschen das gehalt kürzen weil vorher werden sie es nicht verstehen dass es so nicht mehr ghet.
    ausserdem haben wir eine sehr gerinmge mortalität durch Corona was auch die WHO sagt.
    man macht die menschen kaputt- aber vielleicht will man das ja .
    Alles geplant- wer recherchiert weiß auch schon wie lange vermutl. das dauern wird (voraussichtl) . Bis dahin ist alles kaputt.
    alles in Anlehnung an Deutschland etc.wie es aussieht.

    1. Diese absurde Testerei könnte durchaus aufhören oder zumindest ausgebremst werden, wenn man endlich mal Sand in diese (ja durchaus fragile, auf Kante genähte) Maschinerie streuen würde. Natürlich unter der Prämisse, dass auch die Testzahlen nicht teilweise völlig frei erfunden sind.

      Aber auf die Idee, verschiedene Arten von sogar ganz legaler Sabotage (wie z. B. den Markt an den dafür nötigen Mittelchen leerzukaufen) anzuwenden oder einen Belohnungs-Fonds für Whisteblower einzurichten, ist in den vergangenen Monaten in den prominenteren und finanziell besser ausgestatteten Kreisen des Widerstands scheinbar immer noch keiner gekommen?

  3. Möglicherweise bin ich nicht auf dem neuesten Stand: Bisher wurde nach „Grippesaison“ gezählt wie beispielsweise 2018/19, 2019/20 und nun eigentlich 2020/21. Warum folgen Sie nicht dieser klassischen Zählweise, die auch den bekannten Statistiken zugrunde liegen?
    Für Sie dürfte es ja nicht den Grund geben, dass dann nicht von einer „2. Welle“ geschrieben werden kann (es sei denn, es wird ungewöhnlicherweise das gesamte Jahr 2020 zugrunde gelegt, aber dann doch nicht mehr 2021), da es ab dem 01.10. eine nächste Saison gibt; dennoch schreiben auch Sie, möglicherweise „gewohnheitsmäßig“ von einer „2. Welle“ . Ich denke, das ist keine „Korinthenkackerei“.

  4. Und bitte immer daran denken: die „Corona-Fälle“, ob als angeblich Kranke, angeblich Infizierte, angeblich Infektiöse, angeblich Genesene oder angeblich Gestorbene sind durchweg alles Fake-Zahlen.

    Für die Schweiz:

    „In der BAG-Statistik werden «alle Todesfälle» von Personen mit einem laborbestätigten positiven COVID-19-Test erfasst, unabhängig von der tatsächlichen Todesursache. Beim BAG heisst es: «Die Todesfälle von SARS CoV-2-positiven Personen werden uns von den Ärztinnen und Ärzten obligatorisch gemeldet. Damit kommt der Todesfall unverzüglich in die COVID-19 Sterbestatistik des BAG.»“

    https://corona-transition.org/bag-meldet-junge-covid-19-tote-uber-die-festtage-am-coronavirus-gestorben-sind

    Wir werden nur noch verarscht.

  5. Gibt es schon Auskünfte über die Anzahl der Suizide und Suizidversuche 2020. Unter dem Jahr war es ja nicht möglich, solche Informationen zu erhalten.

  6. Pingback: Neue Nachrichten

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