Coronavirus trat wesentlich früher auf – in Barcelona bereits im März 2019

Lange Zeit wurde angenommen, dass SARS-CoV-2 erstmals im Dezember in Wuhan und im Jänner in Frankreich aufgefunden worden sei. Nun zeigen sich immer frühere Funde, im Kongo im September 2019, in Wuhan im Oktober und in der Kanalisation von Mailand und Turin im Dezember 2019. Der neue Fund datiert aber die Geschichte noch erheblich zurück, nämlich auf März 2019, dank einer Studie der Universität Barcelona in Zusammenarbeit mit Aigües de Barcelona.

Die Forscher entdeckten das Vorhandensein des Virus in Abwasserproben in Barcelona, ​​die am 12. März 2019 gesammelt wurden. Diese Ergebnisse, die nach Begutachtung in einem renommierten Journal veröffentlicht werden, sind derzeit am Preprint Server medRxiv zugänglich. Sie legen nahe, dass die Infektion vorhanden war, bevor irgendjemand von einem Fall von COVID-19 auf der Welt erfuhr.

Diese Studie, an der Forscher rund um die erfahrenen Virologen Rosa Maria Pintó und Albert Bosch teilnahmen, ist Teil des Projekts zur Früherkennung von SARS-CoV-2. Diese Initiative wird von dieser Forschungsgruppe in Zusammenarbeit mit Aigües de Barcelona koordiniert und vom REVEAL-Projekt der Firma SUEZ finanziert, um das Virus in Abwässern zu erkennen und sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um zukünftige COVID-19-Ausbrüche frühzeitig bekämpfen zu können.

Eine Methode zur Früherkennung

Obwohl COVID-19 eine Atemwegserkrankung ist, haben Forscher nachgewiesen, dass die Exkremente im Abwasser, große Mengen des Coronavirus-Genoms enthalten. Das macht die abwasserbasierte Epidemiologie zu einem potenziellen Instrument zur Früherkennung der Viruszirkulation in der Bevölkerung, insbesondere angesichts der massiven Anwesenheit von Personen ohne Symptomen.

Im Rahmen des Früherkennungs- und Überwachungsprojekts analysierten die Forscher wöchentlich die erhaltenen Proben von zwei großen Wasseraufbereitungsanlagen in Barcelona. „Die Spiegel des SARS-CoV-2-Genoms fielen mit der Entwicklung der COVID-19-Fälle in der Bevölkerung zusammen“, bemerkt Albert Bosch, Professor an der Fakultät für Biologie der Universität Barcelona und Koordinator der Studie.

Von der Grippe verdeckte COVID-19-Fälle

Später analysierten die Forscher gefrorene Proben aus den Vormonaten, die eine starke Zunahme des SARS-CoV-2-Genoms zwischen Anfang Januar und Anfang März 2020 offenbarten und die Ankunft des Coronavirus in Spanien deutlich nach vorne verlegte: das Vorhandensein des Virus wird nun auf den 15. Januar datiert, 41 Tage vor der Entdeckung des ersten Falles von COVID-19 am 25. Februar.

Den Forschern zufolge zeigen diese Ergebnisse die Gültigkeit der Überwachung von Abwässern, um Fälle früh zu erkennen, insbesondere unter Berücksichtigung des signifikanten Beitrags der asymptomatischen und präsymptomatischen Infizierten. „Bei denjenigen, die mit COVID-19 infiziert sind, könnte versehentlich eine Grippe in der Grundversorgung diagnostiziert worden sein, was zur Übertragung in der Gemeinde beitrug, bevor die öffentliche Gesundheit Maßnahmen ergriffen hat“, bemerkt Albert Bosch, der auch Präsident der spanischen Gesellschaft für Virologie ist.

„Im speziellen Fall von Barcelona“, so der Virologe, „hätte die Erkennung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 einen Monat früher die Reaktion auf die Pandemie verbessern können.“

Analyse gefrorener Proben aus den Jahren 2018 und 2019

Diese Ergebnisse ermutigten die Forscher, einige gefrorene Proben zwischen Januar 2018 und Dezember 2019 zu analysieren, mit den schockierenden Ergebnissen des Vorhandenseins des SARS-CoV-2-Genoms im März 2019, bevor das Vorhandensein eines neuen Coronavirus überhaupt bekannt wurde. „Alle Proben waren negativ in Bezug auf das Vorhandensein des SARS-CoV-2-Genoms, mit Ausnahme des 12. März 2019, in dem die SARS-CoV-2-Spiegel niedrig waren, aber positiv waren, wobei zwei verschiedene Methoden verwendet wurden“, sagt der Forscher.

Barcelona empfängt viele Besucher sowohl aus touristischen als auch aus beruflichen Gründen“, so Bosch weiter, „und es ist möglich, dass eine ähnliche Situation in anderen Teilen der Welt eingetreten ist, und da die meisten COVID-19-Fälle eine ähnliche Symptomatik aufweisen wie Influenza könnten sie als nicht diagnostizierte Grippe getarnt gewesen sein.“

Jedenfalls wird auf Grund der neuen Erkenntnisse der letzten Wochen die Sinnhaftigkeit der Lockdown Maßnahmen immer mehr in Frage gestellt. Wenn das Virus schon seit mehr als einem Jahr unerkannt unterwegs ist und die Infektionen laut US_Gesundheitsbehörde 10-mal so hoch wie angenommen sind, wird immer klarer das die Schäden des Lockdown den Nutzen um Zehnerpotenzen überwiegen.

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