
Die Wirtschaftskrise durch Ölmangel wird immer größer
Nachdem Israel keine Anzeichen macht, den besetzten Libanon wieder zu verlassen, sondern seine Vernichtungsstrategie fortsetzt und erklärt, dass Libanesen nie mehr in ihre Häuser, auf ihre Felder zurückkehren dürfen, schließt der Iran wieder die Straße von Hormus, und die Auflösung des Mangels an Rohstoffen, nicht nur Öl, die aus der Region in die Welt exportiert werden, bleibt bestehen. Das bedeutet steigende Preise, sinkendes Wachstum, Firmenschließungen, auch in DACH.
Die Behauptung, Israel müsse sich vor Angriffen der Hisbollah schützen, ist insofern haltlos, wenn man gleichzeitig erklärt, dass die Hisbollah der verlängerte Arm des Irans sei. Denn der Iran kann auch ohne die Hisbollah durch seine ballistischen Raketen und Drohnen bis nach Tel Aviv zuschlagen. Das Ausschalten der Hisbollah dient Historikern wie z.B. Avi Shlaim, Ilan Pappé und Tom Segev folgend in Wirklichkeit dem Ziel, den Widerstand gegen die Erweiterung von Israels Kontrollzone und zukünftig zu annektierendes Gebiet auf dem Weg nach Groß Israel zu ebnen. Dies wird von Aussagen führender israelischer Regierungspolitiker gestützt:
Auf dem Weg zu Groß-Israel
Bezalel Smotrich (Finanzminister & Chef der religiös-zionistischen Partei)
Smotrich ist der prominenteste Vertreter, der das Konzept eines erweiterten Israels wiederholt öffentlich thematisiert hat. In internationalen Auftritten (unter anderem 2023 in Paris vor einer Karte, die Jordanien und Teile des Libanons als Teil Israels zeigte) sowie in Podcasts äußerte er wiederholt, dass Israel sich historisch und religiös über seine derzeitigen Grenzen hinaus erstrecke. Er forderte im Zuge der Libanon-Offensiven eine „Sicherheitszone“ im Südlibanon, die dauerhaft von Israel kontrolliert werden müsse.
Itamar Ben-Gvir (Minister für nationale Sicherheit)
Der rechtsextreme Politiker fordert regelmäßig die Vertreibung feindlicher Populationen und die Errichtung jüdischer Siedlungen, primär in Gaza und dem Westjordanland, blickt strategisch jedoch ähnlich wie Smotrich auf den Südlibanon. Abgeordnete und Aktivisten aus seinem politischen Umfeld (wie die Siedlerbewegung Nachala) organisierten Konferenzen, bei denen offen über eine zukünftige „Besiedlung des Südlibanons“ nach der Vertreibung der Hisbollah spekuliert wurde.
Benjamin Netanjahu (Ministerpräsident)
Der Ministerpräsident weist koloniale Absichten im Libanon offiziell zurück und betont, dass der Krieg ausschließlich der Entwaffnung der Hisbollah und der Rückkehr israelischer Flüchtlinge in den Norden dient. Dennoch stand er international in der Kritik, da er in Interviews oder bei Präsentationen (z. B. vor der UN-Vollversammlung) Karten des „Neuen Nahen Ostens“ zeigte, auf denen die palästinensischen Gebiete vollständig in Israel integriert waren, was von Kritikern als schrittweise Umsetzung der Großisrael-Vision gewertet wird.
Drohende wirtschaftliche Folgen der israelischen Aggression
Donald Trump hatte erklärt, dass die strategischen US-Ölreserven in ca.4 Wochen aufgebraucht sein werden. Schiffe aus der Golfregion benötigen aber 4-6 Wochen, um Öl anzuliefern. Also werden auch die USA von der Ölkrise in eine Wirtschaftskrise getrieben werden, wenn die Blockade nicht sofort aufgehoben wird. Aber Israel stört das nicht.
Der Stand am 21. Juni 2026
Die libanesische Widerstandsbewegung teilt mit, dass Israel seit Freitagmorgen mehr als 300 Angriffe im gesamten Libanon durchgeführt hat, wobei mindestens 111 Menschen getötet und 176 verletzt wurden, trotz des Waffenstillstands. Am Samstag wurden bis zum Vormittag folgende Vorfälle gemeldet:
- In Qanaarit, nördlich des Flusses Zahrani, tötete ein israelischer Angriff 9 Menschen und verletzte 22, die meisten davon Frauen und Kinder. Die Gegend hatte Menschen beherbergt, die aus Städten weiter im Süden vertrieben wurden. Vier Häuser wurden vollständig zerstört, und weitere Bewohner blieben unter den Trümmern eingeschlossen.
- In Sohmor im westlichen Bekaa wurden 4 Mitglieder derselben Familie getötet: eine libanesische Mutter, ihr syrischer Ehemann, ihre Tochter und ihr Enkel.
- In Arabsalim wurden 4 Mitglieder derselben Familie getötet: Ali Nader, seine Frau Leila, ihr Sohn Mahmoud und Jana Hashem, die schwanger war.
- In Barish tötete ein israelischer Angriff eine gesamte Familie, einschließlich zweier Kinder.
- Ein libanesischer Soldat wurde bei einem israelischen Angriff auf der Straße Kfar Rumman-Nabatieh getötet. Ein zweiter libanesischer Soldat wurde später am Tag getötet.
Angriffe konzentrierten sich stark im Bezirk Nabatieh, einschließlich Nabatieh, Nabatieh al-Fawqa, Kfar Tibnit, Habboush, Harouf, Choukine, Jibchit, Arabsalim, Doueir und Deir al-Zahrani. Israelische Angriffe trafen auch Sohmor im westlichen Bekaa sowie Städte in den Bezirken Saida, Tyre und Jezzine. (Quelle)
Folge
Da die USA schnellstmöglich die Straße von Hormus geöffnet sehen werden, und dadurch deutlich wird, wie reduziert ihre Durchsetzungsmacht in den letzten Jahren wurde, erodiert das Verhalten Israels die hegemonialen Ansprüche der USA noch stärker. Auf Kosten der Weltwirtschaft.
Bild: Screenshot eines Videos zu dem Thema
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Wirtschaftskrise reloaded – Weitere Angriffe im Libanon durch Israel am 20. Juni – UPDATE 20:00 Uhr
Krieg gegen den Iran am 19. Juni 2026 – Israel greift Südlibanon an UPDATE 20:00 Uhr
Guter Artikel, aber da gibt’s noch eine andere Möglichkeit.
Israel kann nämlich absolut keine Militäroperationen ohne die massive US-Unterstützung durchführen.
Die USA könnten jede israelische Operation sofort beenden, wenn sie es wollten.
Was, wenn der herrschenden Klasse der USA eine drohende „Wirtschaftskrise“ gar nichts ausmacht, ganz im Gegenteil?
Es gibt eine Realwirtschaft und dann gibt es noch die Spekulationswirtschaft.
Letzterer geht es blendend – auf Kosten der Realwirtschaft.
Ist also der Plan, die reale Weltwirtschaft zu zerstören? Die US-Eliten planen so ihre
weltweite Vorherrschaft zu erhalten, indem sie als einzige gestärkt aus der selbst hervorgerufenen Krise hervorgehen.
Israel scheint der Mangel an Öl und Gas wenig auszumachen. Es bekommt sein Gas aus Feldern vor seiner Haustür im Mittelmeer, hat also kein Mangel wie andere westliche Länder! Das Öl importiert es aus Aserbaidschan, Kasachstan, Brasilien, Gabun und natürlich USA. Da rollt nichts durch die Straße von Hormus! Kein Wunder, dass es Israel nicht stört, wenn Hormus geschlossen bleibt. Eigentlich müsste man Israel vollkommen austrocknen, denn dann wäre bald Schluss mit deren Krieg!
Vance: “You’re a country of 9 million people. You can’t just kill your way out of solving every single national security problem that you have.”
Die beste Garantie für Frieden ist, man bleibt innerhalb seiner Grenzen und raubt nicht Land und Wasser von den Nachbarn. Doch ist ja jetzt alles sehr verfahren. Die „Wertegemeinschaft“ hat viel zu lange zugeschaut, Ist. bei seinem Treiben unterstützt, sodass es immer mehr Narrenfreiheit erlangte.
Möglicherweise ist aber jetzt, da auch Trump erkannt hat, dass die Weltwirtschaft bald kollabiert – den WEF-Marionetten in der EU kommt dies sehr gelegen (Great Reset Voraussetzung) – die Chance auf einen gründlicheren Frieden so groß wie noch nie.
Amerika muss jetzt Isr. zurückpfeifen und heimschicken. Tja, vielleicht? Wenn Isr. überleben möchte, sollte es sich baldigst zurückziehen.
Isr. hat im Libanon nichts zu suchen. Ob nun die Hisbollah zur Zeit eher „Freiheitskämpfer“ sind oder doch eine Terrororganisation, wie allgemein eingestuft? Nun, sie bedrohen Isr. und werden vom Iran unterstützt, gleich wie die Hamas und Huthis. Sie schießen immer wieder mal Raketen rüber nach Isr. Mich würde das eigentlich auch stören, wenn der Nachbar sowas tut.
Es geht nicht darum, wer angefangen hat, sondern, dass man damit aufhört.
Selbst wenn Amerika die Unterstützung einstellte, ist anzunehmen, dass sich Schland aufopfert, denn das steht dort sowieso am Programm.
Der andere Weg: Der Samson-Befehl und Amerika schmeißt ein paar A-Bomben in die Straße von Hormus, damit dieser störende Zipfel dort weggesprengt wird, was ich zB so machen würde :-) Dort am Meeresboden liegen ja die Datenkabeln, die die Golfregion mit dem Internet verbinden. Aber das sind Details…Und die anderen Meerengen sollte man dann auch erweitern…Suez-Kanal und Bab-el-Mandeb…
Eine Möglichkeit ist auch noch, all diese Meerengen sind internationales Gewässer und sollten daher von der UNO kontrolliert werden. Das wäre natürlich das Vernüftigste. Vernüftig ist die Menschheit aber nicht.
Vernünftig, kruzi
„Israel plant, seine „Sicherheitszonen“-Strategie nicht nur in Gaza, sondern auch im Libanon und Teilen Syriens zu einem dauerhaften Bestandteil zu machen.
Nach dieser Doktrin bedeutet ein Waffenstillstand nicht einen vollständigen Rückzug. Stattdessen behält Israel die militärische Kontrolle über Gebiete, die nicht ihm gehören.
Die Politik, die erstmals in Gaza zu sehen war – einschließlich der Zerstörung von Dörfern, der Enteignung von Land und der Schaffung entvölkerter Pufferzonen – wird nun im Süden des Libanon repliziert.
Israelische Politiker befürchten, dass ein Verzicht auf Gebiete im Libanon Druck erzeugen könnte, dasselbe in Syrien zu tun, eine Aussicht, der viele sich entschieden widersetzen.
Die Welt hat Putins Annexion ukrainischen Territoriums schnell verurteilt, aber für Israel bleibt der Westen bemerkenswert still, solange sie sie „Pufferzonen“ nennen.
Quelle: Al Jazeera / Autor: Ian“ https://x.com/MarioNawfal/status/2068609868559417527
Was definiert eine Terrororganisation?
Wenn Israel bombardiert, werden überwiegend Zivilisten getroffen. Wenn die Hisbollah angreift, werden ausschließlich Soldaten einer illegalen Invastionstruppe getroffen.
…
„Seit dem Beginn des jüngsten Krieges hat Hisbollah jeden Tag etwa 13 israelische Offiziere und Soldaten außer Gefecht gesetzt. Für eine Widerstandsbewegung ohne Luftwaffe, ohne Panzer, ohne Kriegsschiffe und ohne die Ressourcen einer staatlichen Armee ist das ein außergewöhnlicher Erfolg gegen die am stärksten bewaffnete und technologisch fortschrittlichste Armee im Nahen Osten.
Israel ist in den Krieg gezogen in der Erwartung einer überwältigenden Überlegenheit, die den Ausgang diktieren würde. Stattdessen zahlt es täglich einen Preis in Blut und Manpower, um einer Kraft gegenüberzutreten, die ohne Kampfflugzeuge, ohne gepanzerte Divisionen und ohne die umfangreiche militärische Infrastruktur eines Staates kämpft.“ https://x.com/ejmalrai/status/2068397497740124422