
Kartoffel-Preise an der Börse eskalieren
Bitcoin? Das war einmal. Die Preisspekulation an den Börsen hat die Preise auf Kartoffel-Futures, also Terminkontrakte, in nur einem Monat um 700 Prozent steigen lassen.
In Europa gibt es aktuell ein deutliches Überangebot an Kartoffeln. Und trotzdem die Finanzkontrakte, die an Kartoffeln gekoppelt sind, in nur wenigen Wochen um mehr als 700 Prozent zugelegt – trotz eines aktuellen Überangebots in Europa. Spekulanten an den Börsen treiben mit ihren Wetten auf höhere Preise den Markt an. Irgendwann wird sich das auch beim Kunden niederschlagen.
Die Preise für Kartoffel-CFDs (Contracts for Difference), die den Referenzmarkt für das Produkt abbilden, sind in wenigen Wochen massiv gestiegen. Seit dem 21. April ist der Preis pro 100 Kilogramm von etwa 2,11 Euro auf satte 18,50 Euro geklettert. Eine Preisexplosion, die auch möglich ist, weil der Preis zuvor deutlich gefallen ist. Doch wie immer gilt: fallende Preise merkt man in den Supermärkten selten, steigende Preise aber oft sehr schnell. Bei den Kartoffeln sollte das noch nicht der Fall sein, doch es zeichnet trotzdem eine klare Tendenz ab.
Euronews berichtet über die Lage am Kartoffelmarkt:
Nach Engpässen und hohen Preisen in den vergangenen Saisons hatten Landwirte in Ländern wie Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland die Anbauflächen deutlich ausgeweitet. Günstige Wetterbedingungen führten dann zu außergewöhnlich großen Ernten und einem erheblichen Überschuss auf dem europäischen Markt. Verarbeiter und Exporteure konnten die Menge kaum aufnehmen, sodass die Erzeugerpreise stark fielen.
Einige Kartoffeln von geringerer Qualität, die für Tierfutter oder industrielle Zwecke bestimmt waren, sollen sogar zu extrem niedrigen oder zeitweise negativen Preisen gehandelt worden sein. In solchen Fällen mussten die Landwirte teilweise sogar Transport- oder Entsorgungskosten übernehmen, um die überschüssige Ware loszuwerden.
Der genannte Referenzpreis von 18,50 Euro bezieht sich in der Regel auf „frei verkäufliche“ Kartoffeln auf dem offenen Markt und nicht auf Ware, die bereits durch Festpreisverträge zwischen Erzeugern und Verarbeitern abgesichert ist.
Auch wenn dieser Preis deutlich über den negativen Werten auf den Nebenmärkten liegt, halten viele Produzenten ihn weiterhin für wirtschaftlich nicht tragfähig. Denn die Produktionskosten – unter anderem für Treibstoff, Dünger, Lagerung und Strom – sind stark gestiegen.
Der Gegensatz zwischen den schwachen physischen Preisen und den heftigen Ausschlägen an den Finanzmärkten zeigt den Unterschied zwischen dem reinen Rohstoffhandel und der realen landwirtschaftlichen Lieferkette.
Finanzmärkte reagieren stark auf Volatilität, Erwartungen an zukünftige Ernten, Wetterrisiken, Exportnachfrage oder mögliche Angebotskorrekturen – auch wenn die aktuellen physischen Lagerbestände weiterhin üppig sind.
Mit anderen Worten: Der prozentual starke Anstieg bei den kartoffelbezogenen Finanzinstrumenten bedeutet nicht, dass Kartoffeln in Europa plötzlich teurer geworden sind. Er spiegelt vielmehr die Volatilität eines Marktes wider, der versucht, zukünftige Bedingungen im Kontext der aktuellen Instabilität einzupreisen.
Der Konflikt im Nahen Osten hat den Export wichtiger Chemikalien und Mineralien für die industrielle Landwirtschaft massiv behindert und weltweit Ängste um die Ernährungssicherheit ausgelöst.
Da Kartoffeln ein nährstoffintensives Gewächs sind, hat der plötzliche Mangel an bezahlbarem Dünger direkte Auswirkungen auf künftige Erträge und die derzeitigen Marktpreise.
Hinzu kommt, dass die regionale Instabilität die wichtigsten Schifffahrtsrouten unsicher gemacht hat und den Transport von Agrarprodukten erschwert.
Nach Angaben der Vereinten Nationen läuft etwa ein Drittel der weltweiten Düngemittel wie Harnstoff, Kali, Ammoniak und Phosphate normalerweise durch die derzeit blockierte Straße von Hormus.
Angesichts der steigenden Kosten und der Unsicherheit scheinen Händler nun die Futures-Kontrakte neu zu bewerten und die aktuelle Realität des Überangebots in den Hintergrund zu stellen.
Für europäische Verbraucher bedeutet das derzeit noch keinen massiven Preisanstieg bei einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Dennoch zeigt die Bewegung bei den Kartoffel-CFDs, wie nervös der Markt ist und wie sehr er versucht, die vielfältigen wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Iran einzupreisen.
Bild „Kartoffel“ by mhaller1979 is licensed under CC BY 2.0.
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Jetzt nach den Eisheiligen einfach von dem nächsten Kartoffelkauf im Supermarkt einige in möglichst sandige Erde einbuddeln? Man sollte die nehmen die einem auch schmecken ;-)
Ja, die Heidekartoffeln brauchen einen sandigen Boden. Man kann sie bei Amazon bestellen, sehr lecker… :-)
Wer über Amazon Lebensmittel bestellt, hat sie m.E. nicht mehr alle…
Ja, aber wo soll ich als Österreicherin die Heidekartoffeln sonst herkriegen? Wer meint, wer von Amazon bestellt, der hat sie nicht alle, dem fehlen aber auch ein paar Tässchen im Oberschrank… Händler benützen es als Plattform.
Ich habe den Einkauf dort übrigens forciert, als die österr. Händler bei uns nur noch Geimpfte reinließen. Da schwor ich mir, denen kaufevich nix mehr ab. Ich kaufe nur noch in GB oder USA, jedenfalls Ausland, auch China. Aber ich gebe zu, seit 2000 Amazonkundin zu sein. Davor habe ich noch bei CDNow eingekauft. Aber Amazon hat sie leider geschluckt…Sie sehen, ich habe nicht nur alle, sondern sogar einen Uberschuss… :-)
Mal ehrlich, warum sollte man jeden Einkauf über USA tätigen?
@Jurgen
@daisy ist herzallerliebst in ihren Überlegungen.
Vor ein paar Tagen hatte sie lang und breit erklärt was sie nicht alles macht um der digitalen Überwachung zu entkommen.
Aber fleißig bei Amazon bestellen …….
Jaja, geht nichts über eine durchdachte Strategie.
Jürgen, ich habe keine Angst, dass mir was passiert, wenn die wissen, dass ich Heidekartoffeln gekauft habe. Ich meine, man kann natürlich nie genug paranoid sein, aber deswegen sollte man sich das Leben nicht so verdrießen lassen.
Bei Amazon krieg ich viel, aber nicht alles…wenn ich was Spezielles will, wie zB einen Gummiring für meinen Instant Pot 3q Mini, dann muss ich ihn eh direkt in Amerika bestellen…denn bei uns kriegt man nur die chinesischen, die nicht wirklich passen… ;-) Und ich muss den haben, denn der Ring nimmt stark Gerüche an. Für Joghurt oder Reis brauche ich daher einen anderen als fürs Szegediner Gulasch…
Nur zu – nehmt den Leuten ihre letzten leistbaren Lebensmittel weg (Kartoffeln sind bereits teuer genug), dann kommen wir verlässlich an jene Grenze, wo echte (Bauern)aufstände beginnen und wo enden sie?
Das wird sich zeigen….vielleicht treiben wir es bis zur anstehenden Lynchjustiz… dann aber nicht jammern.
„Das Spekulieren auf Lebensmittel sollte verboten werden.“
Volle Zustimmung @daisy.
Das Problem ist nur, dass die Spekulanten immer Wege finden werden, zu spekulieren.
Keine Zustimmung zu den Iran – Gedanken.
Das Spekulieren auf Lebensmittel sollte verboten werden. Aber nicht nur Spekulanten setzen den Erdäpfeln zu….es sind auch Mäuseplagen verantwortlich für Missernten… da irre Tierschützer in der EU gerade die Hauskatze durch Zwangskastrationen ausrxtten (es ist ein Geschäft für Tierschutzvereine und Tierärzte) und nur noch verzüchtete degenerierte Rassekatzen erlauben, drohen uns nicht nur Plagen, die durch die Nager verursacht werden wie zB die Pest oder das Hantavirus, sondern auch Hungersnöte wegen des Ernteausfalls. Ratten und Mäuse fressen auch die Vorräte…
Die von vielen westenhassenden (sichselbsthassend = oikophob, lebensmüde etc.) Psycherln bejubelte Spxrre der Str.v.H. wird freilich auch zu Hungersnöten führen, da sie zu einem Ausfall von Düngemitteln führt. Besonders betroffen ist Afrika. Und auch der Diesel, den die Landwirtschaft so dringend braucht, wird zu teuer und knapp…
Deswegen sollten alle gemeinsam daran arbeiten, den Krieg zu beenden und die Straße unter internationale Kontrolle zu bringen. Iran möchte jetzt auch noch das Internetkabel, das dort durchführt und die Golfstaaten verbindet, kontrollieren. Iran braucht in Zukunft Schutz vor Übergriffen, aber die Str. v. H. dazu zu benützen, die ganze Welt zu erpressen, hat keine Zukunft.
@Daisy
10. Mai 2026 um 9:06 Uhr
„Die von vielen westenhassenden (sichselbsthassend = oikophob, lebensmüde etc.) Psycherln bejubelte Spxrre der Str.v.H. wird freilich auch zu Hungersnöten führen …“
Man muß nicht „oikophob“ sein, um zu sehen , wer für die Situation in der Straße von Hormuz verantwortlich ist, eher muß man τυφλός (typhlós) – blind – sein. Wie sie sich entschärfen läßt, ist auch sonnenklar. Wenn das manche nicht wahrhaben wollen oder können, haben sie vielleicht übersehen, wie glaubwürdig der Westen und seine „Garantien“ noch sind. Ausflüchte zu „internationalen Garantien“ durch China, Rußland oder wen immer sind kein Ersatz für ‚hard facts‘, echte Taten, Rückzug der US-Kriegsmaschine, Isolierung der Schlächter von Tel Aviv …
Westenhassende Westler sind oikophob, ganz klar. Ich habe schon oft gesagt, dass ich Amerika und Isr. nicht hasse. Ich habe Ihnen auch erklärt, warum ich eine Vernichtung des „Westens“ nicht wünsche, nämlich weil mich das ja betrifft. Ich gehöre zum Westen. Ich lebe da. Ich bin lebensfroh…Übrigens mag ich auch die Russen…pardon, aber ich hasse niemanden.
Ich schrieb: „Deswegen sollten alle gemeinsam daran arbeiten, den Krieg zu beenden und die Straße unter internationale Kontrolle zu bringen. Iran möchte jetzt auch noch das Internetkabel, das dort durchführt und die Golfstaaten verbindet, kontrollieren. Iran braucht in Zukunft Schutz vor Übergriffen, aber die Str. v. H. dazu zu benützen, die ganze Welt zu erpressen, hat keine Zukunft.“
Ich könnte mich nur wiederholen. Lesen Sie es halt ein paarmal…
Ja, USrsel haben den Iran angegriffen. Ich bin dafür, dass mögllichst bald wieder Frieden herrscht. In Zukunft wird die Str.v.H. durch die UNO kontrolliert werden.
@Daisy
10. Mai 2026 um 13:47 Uhr
„Westenhassende Westler sind oikophob, ganz klar. Ich habe schon oft gesagt, dass ich Amerika und Isr. nicht hasse. Ich habe Ihnen auch erklärt, warum ich eine Vernichtung des „Westens“ nicht wünsche, nämlich weil mich das ja betrifft. Ich gehöre zum Westen. Ich lebe da. Ich bin lebensfroh … Lesen Sie es halt ein paarmal“
Lesen Sie’s ein paarmal. Glauben Sie, andere Leute auf dieser Welt sind nicht lebensfroh und warten geradezu darauf, für westliche Interessen niedergebombt, umgebracht zu werden? Leute, die dem „Westen“, sprich: dem US-geführten westlichen Imperialismus hinterherlaufen, sind „oikophobe Psycherln“, denn sie helfen mit, den „Westen“ zu zerstören und zum gehassten Pariah der Welt zu machen, der nicht einmal auf seine eigenen Bevölkerungen Rücksicht nimmt, wenn es um seine Interessen geht. Ziemlich dumm von uns und für unsere Kinder und Enkel, das nicht zu begreifen …
Ahm, nein, ich glaube nicht, dass andere nicht lebensfroh sind. Was unterstellen Sie mir da dauernd? Nocheinmal…ich finde den Angriff auf den Iran Scheiße… auch wenn mir das Mullah-Regime dort natürlich nicht gefällt, aber das geht uns ja nix an .. Ich gehöre aber gewiss nicht zu den Bewunderern dieses Systems. Ich möcht das da niiicht… Der Iran hat Terrororganisationen unterstützt und immer wieder zuviel Uran angereichert…die Sanktionen waren zT nachvollziehbar, auch Isr.s Angst vor Hamas, Hisbollah, Huthis…die ja vom Iran unterstützt werden, auch. Aber deswegen überfällt man kein Land und bringt dort das geistliche Oberhaupt einfach um. Und deswegen betreibt man keinen Genozid. Das ist ein NoGo. Ich hatte immer auf eine Lösung am Verhandlungsweg gehofft. Ich hätte nie gedacht, dass die Amis so blöd sind und angreifen. Der Iran wird von Russland und China bestärkt, er kann Hormus spxrren…es würde einen Flächenbrand auslösen, ihn anzugreifen…jeder wusste das. Auch Trump wurde von seinen Militärexperten gewarnt, auch Vance war dagegen, die MAGA-Bewegung sowieso…er hat es trotzdem getan. Seither bete ich, sie sollen endlich aufhören damit. Dieser Krieg kann nicht gewonnen werden, für beide Seiten. Er zerstört nur unsere Welt.
Wer sich also wünscht, dass der Krieg weitergeht, um Amerika oder den „Westen“ zu besiegen, der IST eine Psycho, keine Debatte
Ja, ich möchte auch deswegen, dass der Krieg möglichst bald endet, weil er vielen Menschen das Leben kostet. Die Spxrre der Straße von Hormus ist auch eine Massenvernichtungswaffe, denn sie wird in der Folge vielen Menschen das Leben kosten. Besonders die Armen in Afrika kämpfen bereits gegen die Hungersnöte. Auch in Asien leidet man unter der Energieknappheit und den Verteuerungen. Ja, es wird auch EUropa treffen. Wie kann man sich das alles nur wünschen? Wie gesagt, ich werde nicht so von Emotionen gesteuert, sondern von der Vernunft und von der Güte….
Übrigens hat Iran Gesprächsbereitschaft signalisiert und wer spuckt schon wieder rein? Bibi. Übrigens hat Putin Schrôder vorgeschlagen und wem passt das schon wieder nicht? Der Linksregierung in D. Die Grünen meinen gar, Putin soll einfach kapitulieren. Man muss nicht reden mit ihm. Ich kann nur noch den Kopf schütteln. Schröder hingegen war noch ein Staatsmann von Format.
Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass der Krieg bald endet, beide Kriege – der Russlands gegen die EU-NATO und der USraels gegen die BRICS. Wir sind mitten im Weltkrieg und irgendwelche Narren ergreifen auch noch Partei für eine Seite oder die andere.
Im Krieg wähnt sich jeder im Recht. Darum geht es nicht. Der Krieg ist Unrecht.