Der Tod der Gänsegeier

6. Mai 2026von 3,4 Minuten Lesezeit

Es ist ein stiller Genozid, der noch dazu ein „grünes“ Label bekommen hat: jährlich werden allein in Deutschland 100.000 Vögel durch Windräder ermordet. Besonders hart trifft es Greifvögel.

Ein aktuelles Video, das viral geht, zeigt eine seltene Aufnahme und gibt dem Massenmord an der Vogelwelt ein Gesicht: Ein Gänsegeier, stolz und edel, gleitet durch die Luft – und wird im Augenblick eines Wimpernschlags von einem rotierenden Rotorblatt zerfetzt. Für ihn und seine Artgenossen wird es keine Greenpeace-Kampagne geben, keine Klimawerbung der Grünen. Er ist ein Opfer genau dieser „nachhaltigen“ Politik.

Politik und Mainstream halten weiter unbeirrt an der Lüge der Windkraft fest, obwohl Folgen und Gefahren verheerend sind. Für Menschen, ob bei der Förderung von Dürren, durch giftige Chemikalien oder Infraschall – aber ganz direkt auch für Tiere und zwar für Vögel, besonders für Greifvögel. Der Alltag der „grünen Energiewende“ ist ein Vogelschredder, ignoriert, ja sogar gefördert, von der Politik, mit der die Vogelwelt systematisch dezimiert wird.

In Deutschland sterben jährlich schätzungsweise 100.000 Vögel durch Kollisionen mit Windkraftanlagen – das ist eine konservative Schätzung des Naturschutzbundes NABU. Besonders verheerend trifft es Greifvögel: Die Deutsche Wildtierstiftung spricht von bis zu 12.000 getöteten Greifvögeln pro Jahr – es sind mit hoher Wahrscheinlichkeit viel mehr. Hier geht es um prachtvolle Vögel wie Adler, Bussarde oder Geier.

Der Rotmilan, dessen weltweit größte Population in Deutschland brütet, verliert allein in Brandenburg Hunderte Tiere jährlich. Hochrechnungen aus einem PROGRESS-Projekt in Norddeutschland zeigen Tausende tote Bussarde und andere Vögel allein in einem Teil des Landes. Und das bei über 28.000 Onshore-Anlagen – Tendenz stark steigend. Wie viele Gänsegeier und Bussarde hatten die deutschen Atomkraftanlagen auf dem Gewissen?

Gänsegeier wie im Video sind in Deutschland seltene Gäste. Aber nicht nur in Deutschland gibt es den Windkraftboom. In Spanien, wo die Art heimisch ist, werden jährlich mehr als tausend Gänsegeier durch Windräder getötet. Das ist eine konservative Rechnung und bedeutet rund drei tote Geier pro Tag. Das Video ist also keine seltene Tragödie, sondern Alltag in Windparks.

Die Vögel haben keine Chance: Sie nutzen den Aufwind, fliegen auf Rotorhöhe und sehen die wirbelnden Blätter zu spät. „Sensortechnik“ wie sie teilweise von der Industrie verkauft wird, funktioniert kaum.

Aber das Desaster für die Vogelwelt geht über den direkten Mord hinaus. Denn die Windräder zerstören nicht nur Lebensräume, oft Rückzugsorte für seltene Arten. Wälder werden gerodet, um Fundamente und Zufahrtswege für eine Anlage zu schaffen. Dann folgt der sogenannte Barriereeffekt. Ein besonders heimtückischer Schaden: Vögel nehmen einzelne Windräder oder ganze Windparks als optisches oder physisches Hindernis wahr. Statt direkt hindurchzufliegen, weichen sie aktiv aus. Sie ändern schon aus größerer Entfernung ihre Flugrichtung, machen oft kilometerweite Umwege oder meiden ganze Gebiete komplett – und verlieren oft auch die Orientierung. Langfristig führt das zu Bestandsrückgängen bei Arten, die ohnehin langsam brüten und wenige Junge großziehen.

Wollen Sie noch mehr hören? Rund 250.000 Fledermäuse verenden jährlich an den Rotoren oder durch Barotrauma – zerfetzte Lungen durch Druckveränderungen.

Für die Industrie aber alles kein Problem. Kritik an der Windkraft ist oft Verschwörungstheorie, und durch Windkraft verursachte Vogeltode würden weniger als 1 Prozent ausmachen, heißt es von der Lobby: Katzen, Autos und Glasfassaden seien viel gefährlicher. Und so wird der Windkraftausbau weiter massiv vorangetrieben.


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6 Kommentare

  1. Jan 6. Mai 2026 um 23:26 Uhr - Antworten

    Der EU-Primärenergieverbrauch beträgt 14.000 TWh. Darin enthalten sind alle Energieformen einschließlich Importe, die die EU 2024 verbraucht hat. Offizielle Angaben.

    Strom ist sehr viel effizienter als Öl. Rechnen wir vom Windrad in einen Netzspeicher, vom Speicher durchs Netz in die Batterie des E-Autos bis aufs Rad, so verlieren wir grob 35%.

    Rechnen wir vom Bohrturm aufs Rad, gehen rund 70% verloren.

    Also 14.000 TWh Primärenergie abzüglich 70% Verluste macht 4.200 TWh, die wir verbrauchen.

    Windstrom bei 0,65% Wirkungsgrad muss also 6.462 TWh = 6.462.000 GWh erzeugen.

    Windstrom hat einen Kapazitätsfaktor von grob 30%, dh 8.760 × 0,3 = 2.628 Volllaststunden pro Jahr.

    Eine typische 3-MW-Windkraftanlage erzeugt:

    3 MW×2.628 h=7.884 MWh=7,884 GWh im Jahr

    Jetzt rechnen wir den notwendigen Primärenergiebedarf abzüglich 70% durch die Energie, die abzüglich Verlusten und Auslastungsproblemen pro Windrad erzeugt wird und haben die rechnerische Anzahl der Windräder:

    6.462.000 GWh : 7,884 GWh​≈820.000 Anlagen

    In der EU aktuell installierte Windradanlagen: 95.000. Dh, um die fossile Primärenergie zu ersetzen, müssten wir noch 9x die bereits installierten Windräder dazu stellen.

  2. Jurgen 6. Mai 2026 um 21:41 Uhr - Antworten

    Das neue Wort für Windrad lautet entweder Vogelguillotine oder Dürrequirl oder GlasfaserPlastikmüllVerteiler oder UrlaubsLandschaftsVerschandler.

  3. Wolliku 6. Mai 2026 um 20:40 Uhr - Antworten

    In letzter Woche konnte ich auf Kreta noch mächtige Gänsegeier im Flug beobachten. Sieht man dort den Ausbau von WEA ist der noch gegenüber hiesigen Verhältnissen geradezu bescheiden. Ich ahne aber Schlimmes, denn die durchgeknallte CO2-Klimakirche hat dort noch nicht zur Attacke geblasen. Ich müsste wie Gabriele meinen dicken Hals mit Wortungetümen lindern, was ich besser lasse.

  4. Gabriele 6. Mai 2026 um 20:09 Uhr - Antworten

    Man weiß nicht mehr, was man sagen soll… alles, was mir zu den Verursachern einfällt, wäre nicht mehr öffentlichkeitstauglich…

  5. Dr. Rolf Lindner 6. Mai 2026 um 20:02 Uhr - Antworten

    Man darf dabei nicht vergessen, dass diese Tötungsmaschinen im Namen der Vermeidung der anthropogenen CO2-Emission errichtet werden. Dabei hat die Menschheit noch das Glück, dass diese Absicht nicht verwirklicht werden kann, weil eine weitere Abreicherung der gemäß der Atmosphärengeschichte ohnehin sehr niedrigen CO2-Konzentration zu einem Aussterben des Lebens auf der Erde führen würde.

  6. VerarmterAdel 6. Mai 2026 um 16:10 Uhr - Antworten

    …und wenn die Erde dann am Ende wie der Mars aussieht, hat die „Rettung“ des Heiligen Klimas gezeigt, was ihr Ziel war.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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