Biowaffe Antibiotika

13. September 2025von 3,9 Minuten Lesezeit

Die als Impfstoffe getarnten mod-mRNA-Cocktails waren nicht die ersten Biowaffen. Jede invasive Einbringung von Fremdmaterial, wie das bei allen bisherigen Impfstoffen der Fall war, wird von unserem Körper als Angriff wahrgenommen. Es trifft aber auch auf eine Substanzklasse zu, die immer noch als pharmakologische Errungenschaft gilt: Antibiotika.

Eigentlich entlarvt schon die Bezeichnung „Anti-bio-tika“ ihren Angriffscharakter. Substanzen, die biologische Strukturen in ihrer Existenz bedrohen sind für alle Lebewesen vom Einzeller bis zum Menschen gefährlich. Umso mehr als wir ohne Mikroorganismen gar nicht überleben könnten. Unser Körper beherbergt mehr Fremdzellen als eigene Körperzellen.

Wer glaubt, dass medizinisch verordnete Antibiotika selektiv auf Krankheitserreger einwirken, befindet sich im Irrtum. Es gibt keine einzige Substanz unter den Antibiotika, die gezielt eine bestimmte Mikrobe schädigt. Die verschiedenen Wirkmechanismen zielen auf ganze Gruppen von Mikroben oder sogar gruppenübergreifende Strukturen und Stoffwechselwege ab. Damit sollte klar sein, dass jede Antibiotikagabe massive Zerstörungen unserer Mikrobiota zur Folge hat und damit unsere eigenen Körperzellen beeinträchtigt.

Hier ist es hilfreich zu wissen, dass Glyphosat auch schon einmal als Antibiotikum patentiert wurde, nachdem man es vorher als Rohrreiniger und Herbizid zugelassen hatte. Wenn sich dann dessen Toxizität als zu hoch herausstellte, kann man daraus aber ableiten, dass sich die zugelassenen Substanzen nur graduell auf einer kontinuierlichen Skala schädlicher Wirkungen unterscheiden. Glyphosat hat zwar keinen Eingang in die Medizin gefunden, ist inzwischen aber im Urin nahezu aller Menschen nachweisbar.

Antibiotika sollten daher nur äußerst selten, möglichst gezielt nach einem Antibiogramm und nur ganz kurz eingesetzt werden. Ansonsten muss das Nutzen/Schaden-Verhältnis negativ sein, weil einfach zu viele Schäden gesetzt werden. Die medizinische Praxis ignoriert diese Grundtatsachen und hat in den letzten Jahrzehnten Antibiotika als vermeintliche Gamechanger bei Infektionskrankheiten inflationär in die Therapie eingeführt.

Wenn dennoch seit den 1950er Jahren antibiotische Substanzen in steigender Frequenz verordnet und eingenommen werden, dann sollte man sich fragen, ob außer Unkenntnis der Körperphysiologie auch eine bewusste Schädigungsagenda vollzogen wird. Die Empfehlungen und Leitlinien für Indikation und Verordnungsdauer werden schließlich nicht individuell von einem Arzt festgelegt, sondern entstammen der Pharmaindustrie und befangenen Expertengremien, die direkte Dienstleister der Konzerne sind. Für den medizinisch-industriellen Komplex geht es aber nicht um Heilung, sondern um chronische Krankheiten als Grundlage des Geschäfts.

Hört sich böse an, aber wer sich das Gesundungs- und Schädigungspotential der Pharmaka genauer ansieht, wird zu keiner besseren Einschätzung kommen. Die ersten Pharmaka der „wissenschaftlichen Medizin“ waren Betäubungsmittel ohne Heil-, aber mit massiver Schadwirkung: Morphium, Chloralhydrat und Heroin. Dann folgten unheilsame, aber toxische Substanzen wie Salvarsan® (Mischung organischer Arsen-Verbindungen) gegen die Syphilis oder Tuberkulin gegen die Tuberkulose. Die ersten Chemotherapeutika wurden vom berüchtigten Senfgas abgeleitet, das im Ersten Weltkrieg verheerende Vergiftungen hervorrief. Und dann kamen die Antibiotika aus der Steinkohlenteer-Chemie. Penicilline aus Schimmelpilzen wären längst verfügbar gewesen.

Fazit

Für Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem sind Antibiotika nur äußerst selten von Nutzen. Mindestens 90% der heute üblichen Antibiotika-Verordnungen sind überflüssig und üben nur ihren Schaden auf unsere Mikrobiota aus. Wir sind aber nur so gesund wie unser Mikrobengarten. Es sind unsere Mikroben, die unser Essen in geeignete Bruchstücke zerlegen und damit auch unser Immunsystem steuern.

Mit der Regeneration einer geschädigten Zusammensetzung unserer Darmbakterien sieht es schließlich schlecht aus. Rohmilch, die uns reichlich Lactobazillen liefern würde, ist fast ausgestorben. Die weißen Flüssigkeiten, die wir heute als Kuhmilch trinken sind hochverarbeitete, pasteurisierte Produkte, die nur noch Lactobazillen als Leichen enthalten. Die gentechnisch fabrizierte Bakterienstämme aus der Apotheke lassen nicht nur die notwendige Artenvielfalt vermissen und dürften ohne jeden Wert sein.

Wer jedenfalls in seiner Lebenszeit bei vielen Infekten Antibiotika zu sich genommen hat, muss schon eine Roßnatur haben, wenn er nicht chronisch krank ist. Und chronisch Kranke haben nun einmal eine kürzere Verweildauer auf Erden. Ganz im Sinne der Neuen Normalität, die kaum etwas mehr fürchtet als „nutzlose Esser“ im Kranken- oder Ruhestand.

Image by Jerzy from Pixabay

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Hauptsache Panik. Eine neuer Blick auf Pandemien in Europa“, „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „Tatort Vergangenheit


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Massen-Impfungen und WHO-IGV treiben Teuerung und Schulden

Lernen aus einem aktuellen Buch: Beate Bahners „Masernimpfung und Masernschutzgesetz“

„Gesundheitskassen&“ als Inkassobüros des Medizinkomplexes

5 Kommentare

  1. Andrweas 14. September 2025 um 12:23 Uhr - Antworten

    Wieder hervorragender Artikel, wie wir das gewohnt sind!
    Viele Informationen, die auch für Fachleute neu sind.
    Und insgesamt abgewogen, damit die wütende Meute schon das Niveau halten müsste, um ernsthaft kritisieren zu können.

  2. Jan 13. September 2025 um 14:37 Uhr - Antworten

    „eine bewusste Schädigungsagenda“

    Leider können wir diese in mehreren Bereichen nicht mehr ausschließen! Ein Staat, der seine Bürger bewusst schädigt, hat aber alle Legitimation verloren.

    Damit dies nicht passiert, sollte die Justiz jeden Verdacht öffentlich verhandeln.

  3. Daisy 13. September 2025 um 11:39 Uhr - Antworten

    Ich hatte mal im Mund eine Infektion von Eiterbakterien, die mich zwei Jahre lang quälte. Die Zahnärzte wollten mir keine Antibiotika geben, weil sie sonst oft überflüssig und falsch verschrieben wurden, wegen der Resistenzen. Der erste Arzt riss mir gesunde Zähne, die aufgrund des Eiters wackelten. Er meinte, ich solle mich ausgewogen ernähren. Ich fragte – er stotterte, Zitronen zB. Ich dachte, der hat null Ahnung. Antibiotika jedenfalls bräuchte ich nicht. Es waren die 2-er Zähne – ich hatte eine Odysee vor mir, eine Brücke zu bekommen, mit der ich den Mund wieder schließen konnte und keinen Sprachfehler bekam. Denn der zweite Zahnarzt hat mir beim Abdruck die Zähne nach vorne gezogen. Meine eigenen Zähne aber waren leicht nach innen geneigt wie alle übrigen auch. Ich brachte Fotos, Seitenaufnahmen, ich bin Technikerin – alles, was ich schaffte, war, dass man mir die Brücke wieder herausriss und ein Profisorium gab, das mir beim Sprechen aus dem Mund fiel. 1er und 3er waren bereits abgeschliffen – alles gesunde Zähne. Dann ging ich zur nächsten Ärztin. Ihre Assistentin schaffte es, die Brücke so zu machen, dass ich die Lippen schließen kann und nicht lisple. Doch sind die Zähne auch falsch geneigt. Sie hat 60.000 ATS gekostet. Ich hörte mit meinem Biologiestudium auf, um das mal zu verdienen. Schließlich nach zwei Jahren erklärte ich ihr wieder, dass ich diese Eiterdübeln nicht los werde. Ich gurgelte häufig mit Wasserstoffperoxid und putzte mir nach jedem Essen die Zähne. Ich besuchte sie regelm. zum Scaling, wie man das damals nannte.

    Da hatte sie eine blendende Idee. Sie ließ eine Speichelanalyse durchführen. Ich hatte einen massiven Befall von anaerob lebenden Bakterien – gleichzeitig sehr hohe Immunabwehrzellen. Die Dübeln kamen immer in Schüben, alle zwei Wochen. Da sie davon ausging, dass ich eh regelm. Antibiotika nehme wie andere, dachte sie offenbar früher, das kanns nicht sein. Nur ich hatte aber seit meiner Kindheit keine Antibiotika gehabt. Also verschrieb sie mir Anaerobex, das ich 3 Monate lang nehmen sollte! Mein Darm hat sich rasch erholt, doch bekam ich die Infektion nie wieder. Und ich ging dann auch wie früher nicht mehr zum Zahnnarzt, bzw. sehr selten. Meine Zähne sind alle gesund – zuletzt war ich bei einer Mundhygiene vor 5 Jahren.

    Ich musste mir manchmal die Dübeln mit einer dicken Nadel anstechen, damit ich sie ausdrücken konnte – sie waren in der Wange usw., dennoch behaupteten die Ärzte, ich hätte Parodontitis – nix, ich hatte nie rote Ränder usw. Meine Zahntaschen waren eng.

    Manchmal sind Antibiotika schon hilfreich. ABER sie müssen sehr lange eingenommen werden, um die Resistenzen zu vermeiden. Das Hauptproblem ist, dass man sie absetzt, sobald die Symptome abgeklungen sind. Das ist falsch. Und ja früher haben Arzte sie auch bei jedem Schnupfen verschrieben, aber das sind ja Viren…

    Ich habe sehr selten in meinem Leben Antibiotika gebraucht. Aber das mit dem Darm ist ein Klaks – einfach Pro- und Präbiotika futtern, Joghurt, fermentiertes Gemüse und Obst, Kefir… dann wird das wieder. Der Arzt wird das sicher dazusagen, wenn er kein Vollkoffer ist. Aber sowas kann man ja auch selbst wissen.

    Da ich aber einen ziemlichen Leidensweg mit antibiotikafeindlichen Ärzten hatte, lehne ich die prinzipielle Antibiotikafeindlichkeit ab. Mein Immunsystem ist auch gut, aber bei Eiterbakterien hat es offenbar ein Loch. Ich klopf auf Holz, dass mich so ein Mist nie wieder befällt.

    Nein, nicht möglichst kurz einnehmen, sondern möglichst lange.

  4. Gabriele 13. September 2025 um 9:20 Uhr - Antworten

    Na ja, ich würde hinter den Titel zumindest ein Fragezeichen setzen. Es gibt Fälle, wo sie lebensrettend und nötig sein können. Dass sie allerdings – wie alles in „der“ Medizin – immer noch viel zu uferlos eingesetzt werden, ist Tatsache. Und das liegt vor allem an der mangelnden Ausbildung samt Hausverstand von Ärzten, die für alles und jedes gleich ihre Pulverln zur Hand haben. So lernen sie es und Nachdenken über die Folgen ist Mangelware. Hier spielt auch herein, wofür man den Blinddarm braucht, er ist nicht überflüssig. Dort „verstecken“ sich etwa während einer Antibiotikabehandlung die gesunden Bakterien, um danach den ausgeräumten Darm wieder neu und besser besiedeln zu können…aber wer weiß das?
    Gerade wird aber wieder mit „Fäkaltransplantation“ Werbung gemacht – so scheußlich wie unnötig.

    • Gabriele 13. September 2025 um 11:22 Uhr - Antworten

      Die Aussagen zu Kuhmilch allerdings stimmen – das ist keine „echte“ Milch mehr. Überall, wo „länger haltbar“ draufsteht, hilft selbst Bio nichts. Denn in diesen Produkten wurden die Fettmoleküle zerrissen und wieder zusammengesetzt, indem die Milch durch feine Düsen gepresst wird. Daher bildet sich oben auch keine Rahmschicht mehr, die wir als Kinder so geliebt haben. Und diese Milch wird nicht von selbst sauer, sondern verfault. Alles Dinge, die kaum einer weiß und dennoch betrifft es uns täglich. Die beste Milch ist noch die als Bio-Heumilch klassifizierte – bloß keine länger haltbare.
      Es geht nicht mehr um die an sich gesunde Kuhmilch (in Maßen!), sondern um die Industrie, die das „long shelf life“ für die Milch braucht. Auch Kunden wollen es…seither hat Laktoseintoleranz und Milchallergie extrem zugenommen.
      Alles u. a. genau nachzulesen in meinem Buch „Wirklich gut leben mit Milchallergie und Laktoseintoleranz – mehr verstehen, statt nur vermeiden“, Jim Humble-Verlag 2018. Wer wirklich Bescheid wissen will über Milch & Co, gerne lesen (oder in Bibliotheken ausborgen…muss man nicht kaufen). Man sollte auch über das elende Leben der Industriekühe Bescheid wissen – die nie eine grüne Wiese sehen, auch wenn das auf der Packung oft vorgespiegelt wird. Mutterkühe, die nach ihren Kälbern schreien, die man ihnen sofort wegnimmt…wer Herz hat, will so etwas nicht fördern und zahlt gerne mehr – wenn es aber auch bei den Bio-Bauern ankäme – tut es aber nicht.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge