US-Behörden ermitteln im rumänischen Staatsstreich

19. März 2025von 2,1 Minuten Lesezeit

US-Geheimdienste haben den Biden-Außenminister Anthony Blinken im Visier. Rund um die annullierte Wahl in Rumänien wird offenbar gegen ihn und seinen Assistenten ermittelt.

Welche Rolle spielten ausländische Kräfte beim Staatsstreich in Rumänien, bei dem man zuerst die Präsidentschaftswahl annullieren ließ und dann den Wahlsieger ausschloss? Während man dieses politische Manöver mit dem „Einfluss Russlands“ legitimiert, dürfte es tatsächlich Einmischung aus dem Westen gegeben haben. Aber aus den USA.

So berichtete der Think-Tank „The Diplomatic Affairs“ bereits im Februar über hochbrisante Entwicklungen in den USA: Die Geheimdienste haben den ehemaligen US-Außenminister Anthony Blinken und seinen Assistenten James O’Brien ins Visier genommen. Der Titel des Artikels: „Der rumänische Staatsstreich wird von den US-Behörden untersucht“ ist eindeutig.

Die brisante Stelle im Text:

„Die Situation hat eine internationale Dimension angenommen: US-Geheimdienstquellen deuten darauf hin, dass gegen den ehemaligen US-Außenminister Anthony Blinken und seinen Assistenten James O’Brien wegen möglicher Verbindungen zu diesem politischen Fiasko ermittelt wird. Angeblich haben sie gemeinsam mit der ehemaligen rumänischen Außenministerin Luminița Odobescu Lobbyarbeit betrieben, um die rumänischen Behörden dazu zu bewegen, die Wahlen für nichtig zu erklären. Dies wirft Fragen über das Ausmaß der ausländischen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Rumäniens auf.“

Das ist aber noch nicht alles:

„Die Verwicklung prominenter rumänischer Politiker – des ehemaligen Präsidenten Klaus Johannis und des amtierenden Premierministers Marcel Ciolacu – verschärft die Lage zusätzlich. Beide sind Berichten zufolge in dieses internationale Netz verstrickt, was auf eine umfassendere geopolitische Strategie schließen lässt. Die Folgen sind gravierend, denn Rumäniens politische Stabilität steht auf dem Spiel.“

Erwähnt werden muss noch einmal, dass der Text bereits am 16. Februar erschienen ist, bisher allerdings kaum Aufmerksamkeit bekommen hat. Mittlerweile wurde der Wahlsieger Călin Georgescu von der Wahlwiederholung ausgeschlossen. Der Alternativkandidat des souveränistischen Lagers, George Simion, führt zwar die Umfragen an, allerdings weit weniger deutlich als Georgescu davor.

Den Ausschluss des populären Volkspräsidenten kommentierte das offizielle Amerika nicht. Dabei hatte Vizepräsident Vance bei seiner berühmten Rede in München den Staatsstreich in Rumänien explizit erwähnt.

Ermittlungen gegen Blinken könnten die aktuelle Zurückhaltung der Trump-Administration in ein neues Licht rücken.

Bild Nuță Lucian from Cluj-Napoca, Romania, Demonstraţie pentru cinste și adevar ! 04.02.2017 (Str.Horea – zona Gării) (32368034660)CC BY 2.0

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11 Kommentare

  1. Felix1 20. März 2025 um 16:27 Uhr - Antworten

    Alles nur Nebelkerzen. Lasst euch nicht verarschen. Die NZZ berichtet bereits am 25.03.2024 dazu: „Rumänien überrascht mit einem riesigen Bau – hier entsteht der flächenmässig grösste Nato-Stützpunkt Europas“. Zitat im Text oben: „Dies wirft Fragen über das Ausmaß der ausländischen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Rumäniens auf.“ HaHaHa. Da darf doch so ein Georgescu nicht die Wahl gewinnen, wenn wir gerade einen schönen Stützpunkt bauen! Wir zeigen euch jetzt mal, wie man wählt!!
    Im Kosovo haben wir schon -als Kriegsfolge bzw. als Kriegsgrund- das „Camp Bondsteel“, einer der größten Stützpunkte europaweit. Folge dem Russenhass und dem Geld! Noch irgendwelche Fragen? Übrigens: Über Bondsteel wurde ein Großteil der Opiumtransporte aus Afghanistan zur weltweiten Verteilung organisiert. Mal sehen, was der neue Stützpunkt so alles verteilt. Mit Sicherheit Tod und Verderben.

  2. Wolliku 20. März 2025 um 11:20 Uhr - Antworten

    Warum überraschen mich die Ermittlungen gegen Blinken und seine Assis in keinster Weise! Er war vielleicht der eigentliche Strippenzieher im Oval Office wenn Senior Joe seine Päuschen nahm. Die Nuland, die noch in der Ukraine 2014 „fuck the EU“ praktizierte, konnte es in Rumänien nicht gewesen sein. Aber ein männliches Pendant tat’s diesmal in Rumänien auch. Die Story der russischen Einmischung war sowieso nur für unsere EU-Psychopathen und ihre Fangemeinde konstruiert. Nun wird es aber allmählich gefährlich selbst für die EU-Demoautokraten rund um die EU-Ursula. Möglicherweise wird sie die erste Kommissionspräsidentin, die wegen ihrer dubiosen Machenschaften in der Biden-Zeit ein Einreiseverbot in Amerika bekommt. Für mich, der über Jahrzehnte in seiner Naivität glaubte, in demokratischen Strukturen „gebettet“ gewesen zu sein, sind die aktuellen Erlebnisse immer noch gewöhnungsbedürftig. Politikdramen in Horrorfassungen sind seit Corona- und Ukraine-Zeiten der Standard, jetzt sind die blutrünstigen Reality-Varianten im Gaza bzw. mit seltsamen Mystery-Darstellern in Finanzdramen wie Friederich Merz keineswegs nach meinem Geschmack. Es gibt jetzt nur nur eine realitätsnahe Steigerung für mich, wenn nämlich Zar Wladimir seine Sissy zum Traualtar in der Klimakirche führt und Donald den Trauzeugen macht.

  3. Daisy 19. März 2025 um 18:54 Uhr - Antworten

    Es wird Zeit, dass das alles aufgeklärt wird. Der arme Donald hat wirklch viel zu tun. Heute hat er eine Stunde mit Selenski telefoniert. Immerhin bemüht er sich um Frieden. Wer noch?
    Zwischen Blinken und Bärbogg knisterte es. Ist das der Grund, weshalb sie für einen Superjob in der UNO nach NY geht? Sie soll Präsidentin der UN-Vollversammlung werden. Grins :-)

  4. Glass Steagall Act 19. März 2025 um 18:31 Uhr - Antworten

    Ich denke, die alten amerikanischen Seilschaften vom Deep State, arbeiten auch parallel zu Trump weiter mit den alten Wasserträgern des Establishment zusammen. Man sieht es besonders in Europa. Sie scheinen sich hier alle noch pudelwohl zu fühlen! Keine Gegenwehr, kein Aufschrei oder Protest der Bevölkerung. Trump ist weit weg. Ideale Bedingungen für die bösen Kräfte!

  5. Varus 19. März 2025 um 17:22 Uhr - Antworten

    Rund um die annullierte Wahl in Rumänien wird offenbar gegen ihn und seinen Assistenten ermittelt.

    Weitere Schuldige gibt es vor Ort und in Brüssel. Da die Amis so gerne sanktionieren – möchten die sich gerade hier austoben?

    Wird auch die ähnlich totalitär werdende Lage in Tusk-Polen untersucht? Ferner müsste man noch die Vorkommnisse in Buntschland und in Großbritannien prüfen.

    • Antermoya 19. März 2025 um 18:57 Uhr - Antworten

      Die Frage stellt sich, ob die nach ihrer grossen Entlassungswelle überhaupt genug Personal für die Durchführung der gross angekündigten Pläne haben.

      • Varus 19. März 2025 um 20:29 Uhr

        Man muss sich halt auf andere Dinge als unter Biden konzentrieren.

        Kleine Denkanregung: (1) Das Buntschland-Staatsziel von „Net Zero“ muss zwangsläufig für die ganze Welt gelten, da man die Atmosphäre über Buntschland nicht isolieren kann.

        (2) Ich las in unabhängigen Medien viele Artikel, dass „Net Zero“ die meiste Menschheit das Leben kosten würde.

        Was meinen die Trumpisten dazu, dass Buntschland als Staatsziel festschreibt, spätestens bis 2045 die meisten Amerikaner umzubringen? Ist das nicht viel übler als Nordkorea? Müssten sich nicht die US-Geheimdienste mit dieser tödlichen Bedrohung für die USA befassen?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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