
Ölbranche erwartet steigende Prise dank Trumps Nahost-Politik
Trumps aggressive Haltung gegenüber Gaza, Israel und dem Iran sowie die US-Zölle und die Forderungen nach einer höheren Ölproduktion verschärfen die geopolitische Instabilität. Trump hat darüber hinaus die Beziehungen zu wichtigen arabischen Nationen belastet.
Ein Blick auf die Tankstellenpreise genügt, die in den letzten Tagen um bis zu 20 Cent pro Liter angezogen haben: die Öl-Bullen wachen auf, titelt das Fachmagazin Oilprice. Das Potenzial für einen erneuten Krieg in Gaza, die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den USA und Israel und die zunehmende Verwundbarkeit Russlands bei den Ölexporten per Schiff sorgen für das, was die Branche einen „optimistischen Ausblick auf die Ölmärkte“ nennt.
Die politische Einschätzung geht dahin, dass der Nahe Osten in den kommenden Tagen erneut die Schlagzeilen dominieren wird. Die Branche erwartet, dass Trump wie er es im Wahlkampf versprochen hat, die ohnehin schon fragile Sicherheitslage im Nahen Osten und in Nordafrika gefährden wird. Seine Äußerungen zu Gaza, Israel und dem Iran werden wohl kaum Stabilität in Westasien fördern.
Gleichzeitig strebt die Regierung in Washington eine umfassende Öl- und Gaskonfrontation mit der OPEC+ und dem Iran an. Wie einige Analysten festgestellt haben, könnten die kommenden fünf Tage eine neue Realität im Nahen Osten prägen.
Als transaktionaler Präsident, der mit Drohung und Bestechung agiert, setzt Trump seine bekannte Straßenkampftaktik ein, die er aus seinen Erfahrungen im US-Immobiliengeschäft verfeinert hat, um alle Gegner unter Druck zu setzen, neue geopolitische Regeln zu akzeptieren.
Trump hat ein weiteres Zollsystem eingeführt, das auf den globalen Aluminium- und Stahlsektor abzielt, originellerweise bei Stahl auch auf einen wichtigen Exportartikel der Ukraine. Er hat die Hamas unverblümt gewarnt, alle israelischen Geiseln vor Samstagmittag freizulassen, egal wie oft Israel den Waffenstillstand vorher bricht. Wenn diese Forderung nicht erfüllt wird, erklärte Trump, „wird die Hölle los sein“. Trump bedenkt dabei offenbar nicht, dass es in Westasien Staaten mit Waffensystemen konventioneller Art gibt, denen seine Flugzeugträger und Luftabwehreinrichtungen nichts entgegenzusetzen haben.
In Kombination mit seinen früheren Aussagen, dass die USA Gaza kontrollieren werden und dass Palästinenser nach Ägypten und Jordanien umgesiedelt werden sollten, bringt Trump seine arabischen Verbündeten in eine schwierige Lage.
Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien und andere haben Trumps Vorgehen offen kritisiert und Washington gewarnt, es solle seine Entscheidung überdenken, wenn es seinen regionalen Einfluss nicht verlieren wolle.
Gleichzeitig erhöhen Trumps wirtschaftliche Maßnahmen, insbesondere neue Zölle und seine „Drill, Drill“-Strategie, mit der er US-amerikanische Öl- und Gasunternehmen dazu drängt, die Produktion zu steigern, den Druck auf die OPEC+. Ohne eine klare Gesamtstrategie versucht Trump, die internationale Ölgruppe – in erster Linie arabische nationale Ölgesellschaften sowie Nicht-OPEC-Produzenten wie Russland und Kasachstan – zu zwingen, die Produktion und die Exporte zu erhöhen. Was diese aber bisher ebenso brüsk abgelehnt haben, gemeinsam geführt von Saudi Arabien und Russland.
Branchenanalysten und amerikanische Ölgesellschaften haben bereits darauf hingewiesen, dass Trumps „Drill, baby, drill“-Kampagne unrealistisch ist, und sie warnen auch davor, dass die OPEC+ nicht nachgeben kann und wird.
In den kommenden Tagen besteht das größte Risiko in einer möglichen Wiederaufnahme des israelisch-palästinensischen Krieges, der die arabischen Regimes in große Bedrängnis bringen würde, denn ihre Untertanen werden Untätigkeit nicht mehr lange hinnehmen. In Podcasts mit lokalen Teilnehmern und in regionalen Medien wird über wachsende Unruhe in der Bevölkerung berichtet, die aber einstweilen noch unter der Oberfläche brodelt. Weitere aggressive Handlungen seitens USA und Israel könnten jederzeit zum Ausbruch führen.
Unterdessen scheint Washington auch eine zunehmend aggressive Haltung gegenüber dem Iran und Russland einzunehmen. Es werden neue Maßnahmen oder Sanktionen gegen den Iran erwartet, und jedes negative Ergebnis der Moskauer Treffen wird die Spannungen wahrscheinlich weiter verschärfen. Im Iran werden Sanktionen aber nachdem sie seit 1950 derartigen Maßnahmen ausgesetzt sind, keine besondere Überraschung auslösen.
Der Iran steht heute viel besser da als noch vor zwei Jahren dank Beistandsverträgen mit China und Russland, deutlich verbesserten Beziehungen zu Indien und Saudi Arabien sowie laufendem Ausbau von Nord-Süd- und Ost-West-Transportkorridoren an Land.
Russland profitiert mittlerweile sogar von den Sanktionen, die Wirtschaft wächst stark und die Abhängigkeit vom Westen ist fast völlig verschwunden.
„Die aktuelle Situation ist günstig für den Öl- und Gasmarkt . Es drohen erneut militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten, während viele OPEC-Produzenten Schwierigkeiten haben, auch nur ihre bestehenden Exportquoten zu erfüllen“, so die Experten bei Oilprice.
Für die Konsumenten, vor allem im politischen Westen, wird sich die Situation sich aber negativ durch steigende Energiepreise – alle Ölprodukte, Erdgas und Strom – auswirken.
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Widersprüchliche Prognosen für die Ölnachfrage bis 2030
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Deutschlands Energiewende der Grünen verursacht exorbitante Strompreise
Die Energiewende geht voran mit ….. Kohle
Es wird nicht zu höheren Ölpreisen kommen, da dies zu ökonomischer Stagnation und Absatzeinbruch führt. Das wurde über Jahre ausprobiert.
Mir ist völlig klar, dass die Modelle der meisten Ökonomen dies nicht vorsehen. Jedes Jahr kommt ein neuer, der das Modell des Kartoffelmarktes auf Öl anwenden will und damit scheitert. „Höhere Ölpreise wirken inflationär.“ Diese Ökononen sterben nie aus, bei Trump weiß ich nicht, aber die OPEC+ hat es verstanden.
Wenn man mit Mehrabsatz durch Militär rechnet, muss man fragen, womit dieser finanziert werden soll, mit Krediten? Will die darbende US-Wirtschaft den Einsatz erwirtschaften oder sollen das die Leute vor Ort tun, indem sie Ressourcen hergeben? Woher soll die Phantasie kommen, womit man diese Kredite zurückzahlen möchte?
Die Problematik im Ölgeschäft ist, dass die Kosten steigen – Offshore, Fracking, Transporte, Militär, soziale Kosten im Förderland – und die Absatzpreise stabil bleiben, da dieser höhere Aufwand nicht mit mehr Produktivität verbunden ist.
Wenn die Ölpreise steigen, haben die Leute nicht mehr Geld in der Tasche. Das bedeutet, sie müssen woanders sparen und weniger konsumieren, oder sie hören auf zu heizen, bilden Fahrgemeinschaften, gehen insolvent. Beides führt dazu, dass die Volkswirtschaft erlahmt und weniger Öl nachfragt. Weniger Nachfrage führt zu billigeren Preisen. Die Billigproduzenten in Nahost und Russland können zu fallenden Preisen noch produzieren, die Fracking-, Offshore- und Ölsande-Produzenten gehen pleite, das Öl kommt nicht mehr aus dem Boden. Dieser Zusammenhang heisst „Peakoil“. Dieser Zusammenhang wird nicht dadurch außer Kraft gesetzt, dass Herr R. einmal eine Konferenz zum Thema gesponsert hat. Kontaktschuld setzt Naturgesetze nicht außer Kraft!
Es wird zu starken Preisschwankungen kommen und Einbrüchen bei der Verfügbarkeit von Diesel. Ab 2030 werden 30% der bestehenden Nachfrage nicht mehr gedeckt werden können.
Die Ölpreise werden bald durch die Decke gehen – was wir jetzt sehen, ist nur der Anfang. Dann wird aus dem großen Zampano und Friedensengel Trump vielleicht bald derjenige, der die größte Weltwirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg zu verantworten hat. Make world economic crisis great again!!!